Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Montag 20. Januar 2014, 23:25

Dr. Kuklinski kostet meines Wissens nach mittlerweile stolze 500 euro, weiß da jemand was drüber?

Mit labortechnisch oder röntgentechnisch beweisbaren Krankheiten bekommt man wenigstens finanzielle Unterstützung, sprich: Rente, Beihilfen etc pp.
Mit MCS, CFS und Fibromyalgie bekommt man erst mal nichts. Wenn man Pech hat wird man als Simulant dargestellt und psychiatrisiert.

Wie seht ihr das? Wie ist das bei euch gegangen? Habt ihr alle Privatärzte? Also ich geb das Thema bald auf, weil es mir sinnlos erscheint, weil es definitiv nichts bringt. Sondern nur Ärger.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon TomG » Dienstag 21. Januar 2014, 13:29

Mir hat 2007 als meine MCS richtig akut wurde vor allem das ToxCenter mit ihrem Therapieplan (siehe ) geholfen, an dem ich mich orientiert habe. Dadurch konnte ich einen Epicutantest veranlassen, worauf mir ein umfassender Allergiepass ausgestellt wurde. Auch ein SPECT habe ich machen lassen, in dem typische Veränderungen festgestellt wurden.

Somit wurde die Psychofalle umgangen und ich habe auch eine befristete EU-Rente erhalten. Ohne diesen Therapieplan wäre ich verloren gewesen, ebenso ohne die vielen Artikel auf ihrer Seite zum Thema Amalgam, Allergene meiden, sinnlose Therapien usw..
Privatarzt habe ich keinen, mein Hausarzt ist hauptsächlich für Überweisungen zu Fachärzten und für Rezepte da, mit einem Neurologen bespreche ich in gewissen Abständen das weitere Vorgehen, was ich machen könnte um die Situation zu verbessern trotz meiner Einschränkungen.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Dienstag 21. Januar 2014, 13:29

Hi ahaffmann,

hier in Deutschland und in den meisten anderen europäischen Ländern hat sich für Chemikaliensensible seit der UN-Behindertenrechtskonvention so gut wie nichts getan bzw. geändert.

Die deutschen Ministerien verweisen immer auf "wartende" Ergebnisse des Robert-Koch-Institutes.

Obwohl die Bundesregierung die WHO-Erkenntnisse zu MCS anerkannt hat, gibt es KEINE Ärzte die MCS im Schnellverfahren diagnostizieren sollen, so wie z.B. in den USA. Eine "Schnellerkennung" würde viel Leid und Körperverletzungen mit bleibenden Schäden verhindern. Aber selbst die "Langsamerkennung" sowie "Anerkennung von MCS" bleibt hier in Deutschland im Bürokratismus und der "Nichtzuständigkeit" auf der Strecke.

So ist es nicht selten, dass eine Chemikaliensensibilität erst nach 5-10 Jahren "unerklärlichem" Krankheitsverlauf als "Verdacht" ausgesprochen wird.
Anschließend 3-5 Jahre seltsamste Untersuchungen (unter Hinzuziehung von Psychiatern) mit Rechtsstreitigkeiten auf dem Gericht mit sich bringen.
Dadurch aber der "Verdacht" sich immer noch nicht in eine "Tatsächlichkeit" bestätigt hat und auch nicht wird, da sich für diesen Ausspruch ebenfalls niemand zuständig fühlt.
Hinzu kommt, dass die Ämter nicht wissen, wie sie mit so einer "Erkrankung" umzugehen haben bzw. kein rechtmäßig zwingender "Leitfaden" existiert.

- Und so kommt es paradoxer Weise dazu, dass in Deutschland zwar MCS anerkannt ist, aber so gut wie keine MCS-Erkrankte gibt!



Und was haben "Umwelterkrankte" nicht schon alles getan, trotz ihres erheblich eingeschränkten Gesundheitszustandes, siehe z.B.:

Un-Behindertenrechtskonvention - viewtopic.php?f=52&t=19111#p110049



- NEIN, ich gehe zu KEINEN Privatarzt. Die Kassenärzte sind mindestens genauso gut und müssen sich an seriöse Vorschriften halten; das reicht mir völlig aus!


- Über meine Erlebnisse habe ich in mehreren Threads schon berichtet, wie z.B.:

Diagnostik - Erlebnisse zu MCS - viewtopic.php?f=92&t=18362


ahaffmann, - was hast Du denn so alles erlebt? :roll:
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Dienstag 21. Januar 2014, 18:46

Danke für eure Antworten.
Toxcenter sagt mir jetzt erstmal gar nichts.
Deinen langen Weg zur Diagnostik und deine Erlebnisse dabei habe ich bereits gelesen, Twei. Danke auch dir für die Hinweise.

Ja, was ich erlebt habe... bei mir steht ja die Erschöpfung im Vordergrund... damit ist es ganz schwierig, das wird einem nicht geglaubt, bzw es wird nach allem MÖglichen gesucht nur nicht nach dem Richtigen.Hab auch hasimoto, dann wird man erst zum Endo geschickt und dann ist angeblich die Schilddrüse falsch medikamentiert... alles Quatsch. Man selber fühlt ja dass da was anderes noch ist. Dann kamen mir noch die Wehseljahre dazwischen und ich hab erst geglaubt, Hormomnsubsittution würde helfen... eine gute Hormonsubsitution, basierend auf einer guten Voruntersuchung, bezahlt aber auch nicht die Krankenkasse.. das war meine Erfahrung, so zwei Jahre lang... mit div. unfähigen Frauenärzten... bis ich das dann aufgegeben hab.

Habe seit 2009 diese Erschöpfung. Habe 3 mal den Hausarzt gewechselt, weil derjenige nicht mehr weiter wusste. Habe Fibrodiagnose seit 2012. Fühlte mich aber fehldiagnostiziert, da bei mir die Erschöpfung im Vordergrund steht, obwohl ich Muskel-, Gelenk- und Sehnenschmerzen habe.
Rheumatologisch wurde auch abgeklärt, nichts gefunden. Allerdings habe ich eine hohe Infektbelastung. Getan wurde auch da nichts. Obwohl ich darauf gedrängt habe. Aber ich fürchte die Kassen wollen einfach nur sparen auf Kosten der Patienten.

Seit letzten Dienstag durch einen neuen Arzt, habe ich jetzt auch die Diagnosen CFS und MCS.
MCS hat sich entwickelt. Vertrage nichts mehr an Duftstoffen, Lösungsmitteln. Geht mir auf Hals und Lunge. Ich vertrage auch die Stadt nicht mehr (Autoabgase). Durch Zufall bin ich dahinter gekommen, dass es mir draußen (Garten/Zelt), wenn ich mich länger draußen aufhalte, besser geht.

Aber das hab ich eigentlich seit Kindheit: Draußen gehts mir gut, drinnen gehts mir schlecht.

Vielleicht hab ich ja auch dieses Sick Building Syndrom. Aber letzten endes ist das auch egal, weil das ja eh in Deutschland keinen interessiert.

Also ich hab Rente beantragt und bin im 2. Widerspruch. Hab 2 Gutachter hinter mir und auf den 2. Bescheid warte ich noch. Wir (meine H-Ärztin und ich) haben dann auf chronische Depression und PTBS den Widerspruch aufgebaut, weil nur für Fibro, kriegt man keine Rente. Erschöpfung wird nicht geglaubt, Schlafstörungen sind immer psychisch und Schmerzen bildet man sich ein.
Ich fürchte, nur für MCS und CFS gibt es auch keine Rente. Wobei ich das dann, wenn jetzt erneut die Ablehung kommt, nochmal so probieren würde. Eben mit dem neuen Befund von dem Arzt, der mir am Dienstag die neuen Diagnosen gestellt hat. Weil ich kann einfach nicht mehr. Es verschlimmert sich zwar nur ganz langsam, aber wenn ich 2 Jahre zurück denke, wie es mir da ging, hat es sich doch verschlimmert. Ist ja auch kein Wunder. Wird ja nichts getan.

ich selbst weiß aber auch nicht, wo anfangen. Ich lasse jetzt mal die Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten abklären. Und das mit dem Candica. Aber ich krieg das nicht in den Griff. Vielleicht hilft mir ja der neue Arzt dabei. Meine Hausärztin ist damit überfordert.

gruß ahaffmann
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Mittwoch 22. Januar 2014, 19:34

Bitte denjenigen, der mir eine private Nachricht geschickt hat, das öffentlich zu machen, da ich aus mir unerklärlichen Gründen meine privaten Nachrichten nicht öffnen kann.

Sind schon seltsame Sitten hier.
ahaffmann
 

Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon moderator9 » Mittwoch 22. Januar 2014, 20:07

ahaffmann hat geschrieben:Bitte denjenigen, der mir eine private Nachricht geschickt hat, das öffentlich zu machen, da ich aus mir unerklärlichen Gründen meine privaten Nachrichten nicht öffnen kann.

Sind schon seltsame Sitten hier.


Bitte hier mal nachlesen: viewtopic.php?f=67&t=19436#p115507
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Mittwoch 22. Januar 2014, 23:14

Danke für die Info. Deshalb hab ich ja auch um öffentliches Schreiben, genau hier, gebeten. Man muss möglicherweise auch für andere wichtige Infos nicht privat verbreiten.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Donnerstag 23. Januar 2014, 12:54

@ahaffmann

Danke für Deine umfangreichen Schilderungen...

Bis zum endgültigen Urteilsspruch war ich innerlich sehr unruhig, glaubte mich immer "Rechtfertigen" zu müssen und fühlte mich sehr unverstanden. Erst einige Monate danach konnte ich von diesem ganzen Stress abschalten und wieder etwas Ruhe finden. Diese Ruhe verhalf mir, mich auf die grundlegendsten Notwendigkeiten zu konzentrieren, die man mit einer Chemikaliensensibilität sowie "diversen Allergien" als "Selbsthilfe" umsetzen muß!

Verbesserung des täglichen Gesundheitszustandes erhält man vordringlich durch "Expositionsvermeidung/-verminderung". Zuvor all zuviel an nicht kassenärztlichen Behandlungen durchzuführen ist ein gefährliches Unterfangen und in der Regel eine sinnlose Verausgabung seiner letzen Kräfte sowie Geldverschwendung.

Erst muß der Körper aus der "Gefahrenzone" herausgebracht werden, um letztendlich die "wahren" Reaktionen/Symptome einer MCS und CFS zu erkennen.

Trotz allem Bürokratie- und Anerkennungsstresses sollte man unverzüglich eine Vermeidungsstrategie vornehmen ... siehe z.B. Thread:

Brainstorming: plötzlich MCS und nun? - viewtopic.php?f=37&t=18986
(Ist viel zu lesen, aber sehr Informativ - vor allen Dingen, wenn man sich die Mühe macht, die dort aufgeführten Links ebenfalls zu berücksichtigen.)



- Sick Building Syndrom haben Betroffene beim Aufenthalt in Gebäuden - MCS ist u.a. die Erweiterung dieser Krankheit und ereilt Erkrankte auch außerhalb von Gebäuden.... die Beschwerden klingen nur sehr langsam ab und man leidet fast den ganzen Tag unter diversen Beschwerden.....


- Bei Gericht oder auch bei Gutachtern sollte man einen "Verdacht auf Chemikaliensensibilität" oder ähnlichem nicht verschweigen. Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass diese Wörter in Gutachten und Gerichtsurteilen festgehalten werden.
Hier noch folgende wichtigen Unterlagen zu "Anerkennung" oder wenigstens zur Erzwingung von etwas Mitgefühl Deiner Helfer und "Beurteiler":

MCS-Fallkriterien - Diagnose - ICD 10 2011 GM alpha - Feststellung einer Behinderung i.S. des SGB IX ab 1.3.2010 - http://www.dgmcs.de/index.php?main=fall ... lkriterien

Verschiedene Arten Chemischer Sensitivitäten - http://www.dgmcs.de/index.php?main=sens ... tivitaeten

Ärteinformationen zu MCS - http://www.csn-deutschland.de/aerzteinfo.pdf

DIMDI-Klassifizierung von MCS - http://csn-deutschland.de/dimdi_icd-schreiben.pdf

Expositionsminderung und ­Vermeidung für MCS Patienten - http://dr-merz.com/media/Downloads/MCS+II.pdf



Zur Beruhigung: Jeder Arzt, einschließlich Hausärzte, sind mit MCS und ähnlichem überfordert. Ein häufiger Wechsel des Hausarztes ist demnach zweifelhaft; schließlich fängt man dann mit seinen Erklärungen wieder ganz von vorne an. Auf Dauer zählt nur das Vertrauen, dass im Laufe der Zeit aufgebaut wird. Versorge Deinen Hausarzt/-ärztin getrost mit den obigen Links - besser wäre es, wenn man diese Inhalte vielleicht noch ausdruckt und für sich selbst mehrmals kopiert, sodass man diese für Gutachter, Ärzte, Gericht usw. immer handfertig zur Überreichung zur Verfügung hat ;)

Mir hat damals das CSN-Forum auch sehr gut geholfen. Es war auch richtig bei mir, dass ich nicht sofort alle Ratschläge des Forums umgesetzt habe in Bezug auf Ernährung und Allergien. Bei jedem Menschen wirkt sich alles, auch die MCS etwas anders aus. So war es für mich besser einen Schritt nach dem anderen zu tätigen, um nach Wochen oder Monaten meine körperlichen Reaktionen auf EINE Veränderung gezielt wahrnehmen zu können.

Und zur Beruhigung: Ein Heilmittel gegen MCS ist bis heute noch nicht entdeckt oder erfunden worden :mrgreen:
Also besonnen bleiben.... bzw. "Eile mit Weile!"
Zuletzt geändert von Twei am Samstag 20. August 2016, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Freitag 24. Januar 2014, 00:54

Ja, das ist viel Material, danke ganz herzlich dafür. Bin jetzt den ganzen Abend mit Pausen am lesen. Bin aber nun durch. Auf den blog war ich schon früher gestoßen.

Generell bin ich so schnell nicht aus der Ruhe zu bringen. Ausserdem bin ich eh zu erschöpft, noch groß was zu machen.
Ich werde auch nicht mehr den Arzt wechseln. Allerdings läuft mein Rentenbegehren über eine psychische Diagnostik (Fibromyalgie gibt keine Rente), und damals wusste ich ja noch nichts von MCS und CFS. Ich wusste mir letzten Sommer nicht mehr anders zu helfen.

Das mit cfs und mcs ist ja jetzt ganz neu.

Ich warte erstmal ab, was der 2. Gutachter sagt. Besichtigungstermin war im Oktober, da muss bald was kommen :lol:
Dann muss ich noch wissen wie weit mich mein Sozialverband unterstützt. Die drücken sich nämlich auch gerne um anwaltliche Unterstützung (=Kosten).

Von anderer Seite wurde mir die Spezialklinik Neukirchen empfohleben eben wegen der fehlenden Diagnostik v.allem im Bereich Nahrungsmitelallergien/Nahrungsmittelunverträglichkeiten/Darmsanierung. Ich weiß noch nicht so recht, kostet ja auch Geld. Hab ich nicht. Kann noch nicht mal umziehen. Müsste dringend aus der Stadt raus. Habe einen Wohnwagen am Rand des Teutoburger Waldes, das ist der einzige Ort, wo ich mich noch wohlfühle. Kein Funk, keine Handymasten, Stromleitungen, Chemie, Autos, alles weg,nur noch Wald. Da wärs ideal für mich. Ich hab sowieso keinen Bock mehr auf Welt und Menschen. Die können mich alle mal. Ich lass mich doch von denen nicht vergiften.
Also so wie das aussieht wird das nix mehr mit mir, ich komm nicht mehr auf die Beine. Und ehrlich gesagt hab ich in dieser *****zensiert***** Gesellschaft auch keine Lust mehr.

Hier den Wohnraum zu sanieren halte ich für unsinnig. Ich muss hier unbedingt raus. Hier macht mich alles krank.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Dienstag 28. Januar 2014, 00:20

Gute Nachricht: Der Gutachter hält mich nicht mehr für arbeitsfähig und auch nicht wiederherstellbar durch Reha. Das müsste heißen, ich kriege endlich Rente.
Das heißt aber auch, ich ziehe hier definitiv aus.
Wobei ich nicht sicher bin, in eine andere 08/15-Etagenwohnung, da komm ich vom Regen in die Traufe. Die ist dann genauso schlimm oder noch schlimmer. Besser wäre es vermutlich, direkt in den Wohnwagen zu ziehen.

Laut Tweis supertollen links im letzten Beitrag ist mir sehr deutlich geworden, dass die Krankheit auf keinen Fall besser wird, aber höchstwahrscheinlich schlimmer, stimmt das so? Aber aufhalten könnte ich sie, also, dass es nicht noch schlimmer wird, richtig?
M. Meinung nach beruht das gesamte Krankheitsgeschehen auf Vergiftung. Wenn ich also die Wohnung wechsel, so dass ich keine Gifte mehr um mich rum hab und keinen e-smog mehr, wäre das doch gut, oder? Dann könnte ich langsam ans Entgiften und Darmsanieren gehen. Wenn ich dafür einen Arzt finde, der bezahlbar ist.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Dienstag 28. Januar 2014, 16:38

...dass die Krankheit auf keinen Fall besser wird, aber höchstwahrscheinlich schlimmer, stimmt das so? Aber aufhalten könnte ich sie, also, dass es nicht noch schlimmer wird, richtig?...
- JA, vornehmlich durch "Expositionsvermeidung" - realistischer gesehen "Expositionsverminderung".

Bestehende Allergien oder sonstige Begleiterkrankungen lassen sich selbstverständlich nicht mehr wegzaubern.

Zu Darmsanierung bzw. Darmreinigung siehe bitte auch - http://www.psiram.com/ge/index.php/Darmreinigung

Was hat das mit MCS, CFS oder Allergien zu tun? Wem soll denn damit geholfen werden!

Darm- und Verdauungsbeschwerden rühren bei mir z.B. daher, wenn ich Duftstoffen und anderen chemischen Dämpfen ausgesetzt werden; da hilft keine Darmsanierung gegen, keine Nahrungsergängzungsmittel, Mikronährstoffe oder ähnliches... :shock:

________________________________________________________________________________
Biokost ist hilfreich, keine "Industrienahrung" und -getränke ... und möglichst saubere Luft - den Rest reguliert der Körper samt Darm von selbst....

Die MCS bleibt aber grundsätzlich trotzdem - jedoch kann man ab einem bestimmten "Wohnumfeld" mehr "glückliche" Momente erhaschen..... :roll:
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Samstag 15. Februar 2014, 12:20

Hm, habe jetzt die Rechnung bekommen vom Labor, für diesen ITT-Test. Angeblich sollte der ca 200 Euro kosten (Aussage des Arztes).

Hier die Kostenaufschlüsselung im Einzelnen:

ITT-EBV basal TNF 26,23
ITT-EBV Lysat TNF 26,23
ITT-EBV Lytic-Mix TNF 26,23
ITT-EBV Latent-Mix TNF 26,23
ITT-EBV basal IL2 14,57
ITT-EBV Lytic-Mix IFN 14,57
ITT-EBV Latent-Mix IFN 14,57
ITT-EBV Lysat IL2 27,98
ITT-EBV Lytic-Mix IL2 27,98
ITT-EBV Latent-Mix Il2 27,98
ITT-EBV basal IFN 43,72

Ich bin ziemlich sauer über die Höhe der Rechnung. Einen zweiten Erreger (habe eine hohe Erregerlast die alle irgendwie chronisch oder wieder reaktiviert sein können) werde ich sicherlich nicht testen lassen, egal, was der Arzt sagt.

Der Arzt begründete die Testung damit, dass diese Untersuchungen (es wurde auch lactatpyrovat und ATP gemacht) "noch fehlen würden und ohne übernehme er keine Behandlung".

Kennt das hier jemand und was haltet ihr davon? Über Meinungen würde ich mich freuen.

Meine Meinung ist: Was habe ich davon, wenn ich weiß, welche Erreger da bei mir aktiv sind? Man kann ja eh nichts dagegen tun. Und unter Druck setzen lassen tu ich mich nicht. Ganz abgesehen davon, dass ich solche Riesensummen gar nicht aufbringen kann.

Grüße!
ahaffmann
 

Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Sonntag 2. März 2014, 23:21

Was würdet ihr an meiner Stelle machen, ohne Umweltarzt? Also zu dem Dr. E gehe ich noch genau einmal und dann nie wieder.
Zu der Dr.R. in Düsseldorf dasselbe, die war dermaßen unfreundlich, jetzt habe ich doch eine Glutenunverträglichkeit und angeblich muss das immer wieder überprüft werden, aber da geh ich nicht mehr hin.

Was kann man machen als Umweltkranker ohne helfenden Arzt?
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Montag 3. März 2014, 09:50

Deine negativen Erfahrungen mit Umweltmedizinern sind für MCS-Erkrankte nichts neues ... eher gesagt sogar leider ein andauernder "inhumaner Fauxpas" der Bundesrepublik Deutschland!

Wir hatten hier im Forum schon an unterschiedlichen Stellen über die "üblichen" Erlebnisse mit Umweltmedizinern berichtet - hier eine Stelle von mir dazu:

boykottieren wir die Umweltmediziner - viewtopic.php?f=91&t=16692&start=100#p93615 :evil: ... bzw. besser wäre es den gesamten Thread zu lesen ;)
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Montag 3. März 2014, 15:23

Danke schön für den Verweis :)
Ich habe alles gelesen. Hat mich viel Kraft gekostet. Schlauer bin ich aber jetzt auch nicht, außer, dass Umweltmedizinier 1. nicht das NonplusUltra sind und 2. idealerweise zu meiden.

Hat man keine Chance, medizinisch notwendige Dinge wie zb. NEMS oder einen dringend nötigen Umzug von irgendwem bezahlt zu bekommen? Darum gehts ja letzten Endes, wenn man schon keinen Arzt hat, der einem hilft.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Clarissa » Montag 3. März 2014, 17:22

ahaffmann hat geschrieben:Danke schön für den Verweis :)
Ich habe alles gelesen. Hat mich viel Kraft gekostet. Schlauer bin ich aber jetzt auch nicht, außer, dass Umweltmedizinier 1. nicht das NonplusUltra sind und 2. idealerweise zu meiden.

Hat man keine Chance, medizinisch notwendige Dinge wie zb. NEMS oder einen dringend nötigen Umzug von irgendwem bezahlt zu bekommen? Darum gehts ja letzten Endes, wenn man schon keinen Arzt hat, der einem hilft.

Umzug: Das müsste ein Amtsarzt bestätigen, dann könnte eine Behörde den Umzug und anfallende Nebenkosten als Darlehen, teilweise oder kpl. übernehmen. Mit den NEMS und BIO-Kost verhält es sich auch so.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Dienstag 4. März 2014, 10:11

Vorab geht man eigentlich zu seinem Hausarzt/ärztin und läßt sich bei "gesundheitlicher Notwendigkeit" ein entsprechendes Attest ausstellen. Anschließend wird man zu den "ärztlichen Diensten" geschickt. Gegen anschließende Ablehnungsbescheide kann man Widerspruch einlegen sowie weitere juristische Schritte einleiten.

ODER:
Ein Hausarzt kann seinen Patienten auch sofort zum "Amtsarzt" überweisen; von selbst aus, kann man wohl nicht zum Amtsarzt gehen, siehe:

Gute Erfahrungen mit Amtsarzt? - viewtopic.php?f=41&t=19621#p113925
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Dienstag 4. März 2014, 10:39

Ja welchen Amtsarzt denn? Ich warte auf Bestätigung der Rentenkasse, der letzte Gutachter hat mich für nicht mehr arbeitsfähig bzw. auch nicht mehr reha-fähig erklärt.
Es sieht also fast danach aus, ob ich Rente bekommen werde. Nur wird die nicht sehr hoch sein und umziehen muss ich, wenn ich auch noch nicht genau weiß, wohin. Und wovon das alles bezahlen.

Meine Hausärztin hat überhaupt keine Ahnung von MCS, CFS, und Fibromyalgie (habe alle drei Diagnosen). Der Arzt, der mir die Diagnostik gemacht hat, will allerdings teure Zusatzuntersuchungen, die ich nicht mehr bereit bin, machen zu lassen. Eine hab ich ja machen lassen, darüber hatte ich hier auch geschrieben, das hat 300 Euro gekostet. Plus Arztrechnung für kinesiologische Testung, nochmal 120 Euro.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Dienstag 4. März 2014, 11:58

Den Amtsarzt des Gesundheitsamtes meine ich! ;)


Inwiefern die "Schulmedizin", die für Deine "Anerkennungen" zuständig ist, die Kinesiologie bzw. IGel-Leistungen anerkennt bleibt fragwürdig, siehe:

Kinesiologie - http://www.psiram.com/ge/index.php/Kinesiologie

Vermutlich hättest Du Dir diese Untersuchungen finanziell gesehen ersparen können :roll:


Da ich selbst nicht über eine umfangreiche "Rente wegen völliger Erwerbsminderung" verfüge und auf zusätzliche Grundleistungen des Sozialwesens angewiesen bin, hatte ich entsprechende Tipps für "ärmliche Lebensverhältnisse" in folgendem Thread zusammengefaßt:

Brainstorming: plötzlich MCS und nun? - viewtopic.php?f=37&t=18986&start=10
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Dienstag 4. März 2014, 23:31

Tja ohne den teuren Doc auch keine Diagnose, da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Also irgendwie ist das Ganze sehr unausgegoren. Wie soll ich etwas in Rechnung stellen beim Gesundheitsamt, wenn ich keine schriftliche Diagnose habe? Für die Diagnose brauch ich einen Arzt, der sich mit Umweltkrankheiten auskennt. Wenn dieser Arzt nun auf teuren Untersuchungen besteht, was ist dann?

Wie gesagt, meine Hausärztin kennt sich mit allen drei bei mir diagnostizierten Krankheiten nicht aus und ich schätze die Lage bei ihr auch so ein, dass sie weder Zeit noch Lust hat, sich in ihr fremde Thematiken einzuarbeiten. Die war damals vor Jahren schon überfordert mit dem Befund vom Immunologen.

Ich werde versuchen von dem teuren Dr. E (der mit dem Kinesiologischen Test und der Forderung nach weiteren Labor-Zusatzuntersuchungen) einen schriftlichen Befund zu bekommen. Ob dieser Arzt weiterhin kooperationsbereit ist, wenn ich nicht die von ihm geforderten Laboruntersuchungen machen lasse, muss dahingestellt bleiben. So, wie ich ihn einschätze, nicht. Denn ohne diese "könne er die Behandlung nicht übernehmen",d.h. auch keine weitere Diagnostik.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 5. März 2014, 07:55

Wie soll ich etwas in Rechnung stellen beim Gesundheitsamt


Was soll das denn? Das Gesundheitsamt bezahlt doch nichts! So ganz sachte verstehe ich nichts mehr. Ich habe den Eindruck, das du den bereits tot gerittenen Gaul von hinten aufzäumen willst.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Mittwoch 5. März 2014, 09:12

Ich verstehe auch nichts mehr.
Wenn man eine Diagnose nur von einem Arzt hat, der gleichzeitig weitere teure Laboruntersuchungen machen will, wird das wohl alles nichts.

Es geht um "zusätzliche Grundleistungen des Sozialsystems", und deshalb muss man zum "Amtsarzt des Gesundheitsamtes", wenn ich Twei richtig verstanden habe. Wer dann für was zahlt,wenn überhaupt, weiß ich auch nicht.

Also angeblich soll ich machen:
1. Expositionsstopp - deshalb müsste ich umziehen.
Kann ich aber nicht aufgrund finanzieller Situation. Ich habe mich wegen Umzugsunternehmen erkundigt, ich kann ja nichts mehr selber machen, das ist alles sehr teuer.

So, da fängt es schon an. So einfach ist das Problem zu beschreiben.

Gibt es da irgend einen Weg raus? Wer bezahlt den nötigen Expositionsstopp? Wo steht wie ich die Kosten dafür durchsetzen, kann bei wem auch immer? Irgendeiner muss doch zuständig sein. Ich bin chronisch krank.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 5. März 2014, 09:41

Du solltest recht schnell dir, wenn du Anspruch darauf hast einen Rechtsberatungsschein besorgen und dann hurtig zu einem Anwalt. Alleine kommst da auf keinen Fall weiter. Sozialrecht, Medizinrecht
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Mittwoch 5. März 2014, 09:59

@ahaffmann

.... Ich warte auf Bestätigung der Rentenkasse, der letzte Gutachter hat mich für nicht mehr arbeitsfähig bzw. auch nicht mehr reha-fähig erklärt...
- darum bitte ruhig Blut und erst einmal die Ergebnisse abwarten.

... Wie soll ich etwas in Rechnung stellen beim Gesundheitsamt,...
dem Gesundheitsamt kann man nichts in Rechnung stellen. Es kann nur ärztliche Anordnungen mit einem Attest bestätigen.

... meine Hausärztin kennt sich mit allen drei bei mir diagnostizierten Krankheiten nicht aus und ich schätze die Lage bei ihr auch so ein, dass sie weder Zeit noch Lust hat, sich in ihr fremde Thematiken einzuarbeiten....
Eine solche Grundhaltung bei Hausärzten widerspräche ihrer Versorgungspflicht. Darum wäre es angebrachter, wenn Du diese Bedenken beiseite läßt und einfach weiter beharrlich Deinen Hausarzt/-ärztin aufsuchst. Denn jene können Dir ein Attest ausstellen, dass Du aus "gesundheitlichen Gründen" einen Wohnungswechsel benötigst.

Damit stellst Du einen Antrag beim JobCenter. Diese schicken Dich zum "Ärztlichen Dienst des JobCenters". Dann diesen Bescheid abwarten.... gegebenenfalls bei Ablehnung Widerspruch einlegen .... bei Nöten einen Rechtsanwalt einschalten ..... - es kann auch zusätzlich zu einer Untersuchung des Gesundheitsamtes kommen (das weiß ich aber nicht genau, weil das bei mir nicht von Nöten war).
Je nach Meinungsverschiedenheiten kann so ein Umzugsvorhaben über ein Jahr dauern ...

Ein "Expositionsstop" fängt erst einmal in Deiner jetzigen Wohnung statt .... dass hatte ich Dir aber schon im oben angeratenen Thread mitgeteilt, wie auch so einige andere Tipps ....

Ja - ich verstehe Deine Situation so einigermaßen..., denn MCS ist keine einfache und leicht verständliche Angelegenheit ... :cry:
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Mittwoch 5. März 2014, 23:04

Nein, abwarten ist eben falsch weil ich jetzt noch mehr Geld bekomme als wenn ich Rente bekomme.

Aber nochmal zum festhalten: Wenn ich Rente bekomme ist das Gesundheitsamt für mich zust#ndig?

Expositionsstop in Wohnung weiß ich nicht, wie das gehen soll, alles Laminat raus und auf Betonboden rumlaufen? Ich habe überall - altes - Laminat. Ein zwei kleinere Läuferchen, die kann man aber waschen.

Mir sagte mal jemand, ich würde auch auf die Wohnung reagieren. Dies ist sicherlich richtig, denn draußen gehts mir immer besser, nur: Auf was in der Wohnung reagiere ich, was kann das sein? Geruchstechnisch ist nichts festzustellen, wohingegen ich in anderen Wohnungen immer was rieche, neuerdings sogar die Teppiche und Polster. Ich habe weder Teppich noch Polster.

Ein zweites Problem sind hier die Router ich kann hier 6 bis 8 verschiedene wlan-Router empfangen, d.h. habe auch die Strahlenbelastung.

Beim Hausarzt war ich schon lange nicht mehr. Mir ist das alles irgendwie.... zuviel. Ich schaffe es einfach nicht, mein eigener Anwalt zu sein und einen Arzt, der keine Ahnung hat und auch keine Zeit, zu überzeugen, dass das und das nötig wäre. Schaff ich nicht. Geht nicht. hab ich keine Kraft mehr zu.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Clarissa » Donnerstag 6. März 2014, 10:27

Wenn die Rente weniger wie H4 ist hast du Anspruch auf Grundsicherung.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Donnerstag 6. März 2014, 10:49

Nein, abwarten ist eben falsch weil ich jetzt noch mehr Geld bekomme als wenn ich Rente bekomme.
Mit dem Abwarten meinte ich, dass Du immer erst auf die Reaktion der anderen warten mußt, damit Du weißt, was Du als nächsten Schritt unternehmen kannst .... z.B. auch den Anspruch (bei geringem Einkommen) auf Prozesskostenhilfe erhälst..... bzw. deshalb einen Anwalt konsultieren kannst.

Weshalb Du derzeit mehr Geld erhälst entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn Du "Rente wegen völliger Erwerbsminderung" erhälst, verfügst Du über ein eigenes Einkommen mit einem Freibetrag von ca. 30 Euro, die auf Dein HarzIV Geld aufgestockt werden.

Erst nach einigen Jahren, bei mir waren es ca. 9 Jahre, wechselt der Träger vom JobCenter zur Stadt: "Amt für Soziales und Wohnen" (früher Sozialamt). Dort erhält man theoretisch nur Abzüge in Bezug auf "Hausratsversicherung, Lebensversicherung, Haftpflichtversicherung und Pflegeversicherung" (ca. 30 bis 40 Euro). Dieses stellt aber kein geringeres Einkommen dar, weil diese Leistungen letztendlich doch übernommen werden, wenn man seine Ausgaben bzw. einen Beleg für diese Zahlungen beim Amt vorlegen kann. Vom JobCenter wird eben immer eine "Pauschale" beigemessen, die für solche Versicherungen gezahlt werden, und beim Sozialamt werden grundsätzlich die entsprechenden tatsächlichen Zahlungsverpflichtungen übernommen (also eventuell auch etwas höhere Ausgaben als die "Pauschale" erstattet).


Ja - vom Sozialamt wird man zum "Amtsärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes" geschickt - siehe z.B.: Amtsärztlicher Dienst - http://de.wikipedia.org/wiki/Amts%C3%A4rztlicher_Dienst


... Arzt, der keine Ahnung hat und auch keine Zeit, zu überzeugen, dass das und das nötig wäre. Schaff ich nicht. Geht nicht. hab ich keine Kraft mehr zu.
Jammern nützt nichts - das mußt Du schaffen, ob Du willst oder nicht - es ist DEIN Leben. Weiter oben im Thread gab ich Dir entsprechende Links ( viewtopic.php?f=92&t=20193&p=117109#p116687 ), die die Aufklärungsarbeit leisten.
In der BRD gibt es entsprechende Verfahrensregeln an die man sich halten muß bzw. sollte, weil man sonst unter Räder kommt :(


... Mir sagte mal jemand, ich würde auch auf die Wohnung reagieren. ..
nicht alle Gifte haben einen Geruch. Laminat wird von vielen MCS-Erkrankten nicht vertragen. Aber geruchslose Stoffe können beim Riechen trotzdem eine körperliche Reaktion auslösen .... versuche es auszutesten.
- Hast Du z.B. Holzmöbel, Bücher, Zeitschriften in Deinem Wohnumfeld? Verträgst Du die Lacke, Beizen, Möbelpolitur, Wachs, Schuhcreme, den Geruch Deiner Außenkleidung, die eventuell in Deinem Wohn- oder Schlafzimmer hängt/liegt? usw...... :roll:

Ebenfalls empfehle ich Dir weiter im CSN-Forum herumzustöbern, Nebenlinks zu den Krankheitserzählungen der anderen User aufzurufen, um Deinen Spürsinn und Dein Verständnis zu MCS zu schärfen ;)
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Donnerstag 6. März 2014, 20:43

Je mehr ich lese, desto verwirrender wird das alles. Ich schaffe das nicht, ich krieg das nicht m ehr auf die Reihe.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Melville » Donnerstag 6. März 2014, 21:34

"Ich habe überall - altes - Laminat."

Hast Du mal einen Formaldehyd Check gemacht?
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Freitag 7. März 2014, 10:03

Nein, ich kann nichts mehr zahlen für solche Tests. Man muss das ja alles selbst bezahlen. Das ist ja das Problem.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon FriedrichZum » Freitag 7. März 2014, 15:00

Hallo ahaffmann,

die Chemikalien/Gift-Tests sind nicht unbedingt notwendig, um sich selbst zu helfen!

Mein Einkommen schränkte mich gleichfalls ein, sodaß ich das Problem von einer anderen Seite her angepackte.
Ich wählte mir ein Zimmer in meiner Wohnung aus, das ich zum Cleanroom umgestaltete. Anschließend nahm ich mir nach und nach die anderen Zimmer der Wohnung vor. Wie ich diesen Cleanroom auszustaffieren hatte, erfuhr ich durch das Forum hier.

Verfügst Du derweil über einen Cleanroom?
Mit besten Grüßen
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Freitag 7. März 2014, 20:14

Nein.

Twei fragt unten:

Hast Du z.B. Holzmöbel, Bücher, Zeitschriften in Deinem Wohnumfeld? Verträgst Du die Lacke, Beizen, Möbelpolitur, Wachs, Schuhcreme, den Geruch Deiner Außenkleidung, die eventuell in Deinem Wohn- oder Schlafzimmer hängt/liegt? usw......


ich weiß ja nicht, was ich vertrage. Die Symptome sind diffus. Ich bin nie symptomfrei aber Akutsymptome habe ich nicht. Mir geht es erst besser, wenn ich tagelang draußen (im Wohnwagen) bin. Wenn ich dann wieder hier bin geht es wieder abwärts. Aber ich habe keine Akutsymptome. Mir ist oft übel (morgens schon) und ich habe oft - meist - Gehirnnebel mit manchmal Schwindel. Ich habe oft das Gefühl nicht richtig Luft zu bekommen, deshalb muss ich mir noch einen Lungenfacharzt suchen.

Lacke vertrag ich nicht, hab ich aber auch nicht. Ich habe Holzmöbel. Gebeizt. Natürlich Bücher. Rechner, Drucker.

Ich kann nicht sagen ob ich einen Geruch vertrage. Ich rieche wenn es stinkt, klar, aber ob meine Dauersymptome damit zusammenhängen, das kann ich nicht sagen.

Ich vertrage keinen Kleber, Haarfarbe, Lösungsmittel. Darauf reagiere ich akut. Alles andere kann ich nicht sagen. Man kann es nicht greifen, das ist ja das Problem. Ich reagier auf alles dauerhaft und auf kaum etwas akut. Das hat auch nichts mit jammern zu tun. Ich schaff das einfach nicht mehr. Ich hab jetzt andauernd Schmerzen jetzt muss ich auch wieder zum Orthopäden und noch zur Knochenszintigrafie da hab ich Angst das geht mit RAdioaktivität, muss aber sein, vor sowas hab ich schon Angst und das ist unheimlich belastend. Und die Dauerschmerzen machen so kaputt und ich bin so müde. Ich kann einfach nicht mehr.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon FriedrichZum » Samstag 8. März 2014, 09:25

An ahaffmann,

dann setzte den Cleanroom auf Deine Prioritätenliste. Ohne diesen Raum ist es bei einer Chemikaliensensibilität nahezu unmöglich eine gesundheitliche Stabilisierung einzuleiten.
Mit besten Grüßen
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Samstag 8. März 2014, 10:26

@ahaffmann

...Ich vertrage keinen Kleber, Haarfarbe, Lösungsmittel...
- das ist schon mal eine wichtige Erkenntnis für Dich. Somit wirst Du vermutlich auch keine Pressspanplatten riechen/vertragen können - somit ist schnell ein Bezug herzustellen zu Laminat, Spanholzmöbel, Farben und Lacke ... :o

....Ich kann nicht sagen ob ich einen Geruch vertrage. Ich rieche wenn es stinkt, klar, aber ob meine Dauersymptome damit zusammenhängen, ...
- so war es bei mir. Erst als die Dauerreizung reduziert wurde, bekam ich den notwendigen Spürsinn wieder geringere Expositionen ausreichend sondieren zu können. Mit einer verschnupften Nase und tränenden Augen kann man eben keine expliziten Reizungen mehr wahrnehmen :roll:
Dazu siehe: MCS - EntScheidung: Ausmisten und Trennen - viewtopic.php?f=37&t=18986#p109584

Es reagieren nicht alle auf "Dauerexpositionen" gleich, - aber Muskelsteifheit, Schmerzen, Kopfdruck, Schwindel und vieles mehr gehören dazu ....

Richte Dir z.B. einen Cleanroom ein. Statte diesen Raum nur mit dem nötigsten aus. Versuche eine Trennung bzw. relativ abgedichtete Tür zu den anderen Zimmern sicherzustellen.

Wie verträgst Du Duftstoffe, Waschmittel und Kaminrauch?

Welche Körperpflegemittel benutzt Du?


Stelle wenn dann auch sicher, dass in den Cleanroom diese bei Dir bedenklichen Expositionen ebenfalls nicht gelangen.
Schon eine Fernsehzeitung reicht bei mir z.B. aus, um auf Dauer die gesamte Raumluft in meinem Cleanroom unerträglich zu machen ;) (nur als Hinweis gedacht). Bei meiner MCS sind für den Cleanroom glasierte Fliesen notwendig, Metallbett/möbel und sonst nur noch ein Fernseher, Radio.
Frisches Bettzeug und T-Hemden (ohne Waschmittel gewaschen) lösen bei mir die ersten Stunden geringe allergische Reaktionen aus (vermutlich die Baumwolle). Mehr könnte ich in diesem Raum wirklich nicht vertragen!

Je nach Stadium der MCS sowie entwickelten "Nebenerkrankungen" sollte individuell reagiert bzw. Gegenmaßnahmen eingeleitet werden - somit solltest Du für Dich herausfinden, welche Stoffe für Dich verträglich sind und welche nicht sowie in welchem Maße.

Dieses ist ein monatelanger Weg - aber gangbar - und führt auf lange Sicht zu erheblichen Linderungen bzw. häufigeren Momenten des Wohlbefindens.

Das zu den Ärzten und Ämtern rennen oder hingehen müssen, hielt mich von den wirklichen "Hilfen zur Selbsthilfe" eher ab. Dort erhielt ich auch keine wirksamen Tipps (nur von 1-2 Stellen als vage Hinweise)! Wäre ich früher auf das CSN-Forum gestoßen, hätte ich mir einiges Leid ersparen können.... :geek:
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Samstag 8. März 2014, 12:07

Ich habe gestern bezüglich des Themas "Reiner Raum" schon nachgelesen. Logischerweise sollte das das Schlafzimmer sein.
Ich weiß nicht mit dem Boden was machen, also ich hab Laminat, darunter ist Beton. Da müsste dann ein anderer - Naturboden - rein. Das lohnt sich aber nicht wenn ich in absehbarer Zeit umziehe.
Mein Bett ist aus Metall. Das ist wohl in Ordnung.
Die restlichen Sachen im Schlafzimmer müssten dann wohl raus? Ich hab in einer Ecke meine gemalten Bilder (Öl, teilweise imprägniert) und ich hab Möbel (Holz), alter TV (kann weg), schaukelstuhl aus Bambus (geht wohl) und Kleinkram. Auch Bücher und Blumen. Wände mit Rauhfaser/gestrichen mit Abtönfarbe.

Nee Pressspan ist nix für mich. Habe alles rausgeschmissen, so nach und nach, habe nur noch Naturholz.

Erst als die Dauerreizung reduziert wurde, bekam ich den notwendigen Spürsinn wieder geringere Expositionen ausreichend sondieren zu können. Mit einer verschnupften Nase und tränenden Augen kann man eben keine expliziten Reizungen mehr wahrnehmen


Nase ist nicht zu, aber Augen tränen, am schnellsten hab ich Symptome im Hals (kratzen) und Luftnot. Dazu diese blöde Benommenheit mit Schwindel. Auch gedanklich bin ich immer öfter neben der Spur.

Wie verträgst Du Duftstoffe, Waschmittel und Kaminrauch?

Welche Körperpflegemittel benutzt Du?


Ja also mit dem Vertragen weiß ich es nicht... ich hatte mal dass mir übel wurde von einem Parfüm, das hatte jemand anders drauf... aber solche Leute hab ich nicht in der Wohnung. Ich benutze keines. Kaminrauch hab ich auch nicht, aber ich vertrag keinen Zigarettenrauch mehr, wird mir auch übel von. Waschmittel benutze ich seit Jahren dasselbe, ohne Bleichmittel, sowas für Buntwäsche. Hab ich glaub ich keine Probleme mit
Seife-Syndet - immer dieselbe. Shampoo Teebaumöl - auch immer dasselbe. Wenns mal mehr sein soll, dann naturreines Kokosöl, das ist o.k

Schon eine Fernsehzeitung reicht bei mir z.B. aus, um auf Dauer die gesamte Raumluft in meinem Cleanroom unerträglich zu machen


wie merkst du das denn? Ich merke nichts, bzw. ich rieche nichts. Von Zeitungen hatte ich früher schon mal, wenn ich die Druckerschwärze an den Fingern hatte, und damit im Gesicht war, dass das dann juckt auf der Haut. Riechen tu ich nichts.

Ich les mich erstmal weiter ein. Danke schön.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Samstag 8. März 2014, 20:48

Mein Cleanroom ist das größte Zimmer der Wohnung und ich benutze es 24 Stunden am Tag; es ist mein "Lebenszimmer". :)

Ich komme mit der Druckerschwärze nicht klar. Bei den meisten Tageszeitungen sind die Beschwerden noch schlimmer. Hier ein Thread dazu:
verträgliche Fernsehzeitung gesucht - viewtopic.php?f=38&t=16221

... Ich hab in einer Ecke meine gemalten Bilder (Öl, teilweise imprägniert) und ich hab Möbel (Holz), alter TV (kann weg), schaukelstuhl aus Bambus (geht wohl) und Kleinkram. Auch Bücher ...
Um Gewissheit über Deinen Gesundheitszustand zu bekommen, wäre es sinnvoller alles aus dem Zimmer nehmen. Nach einigen Monaten könnte man z.B. versuchen, welches Möbelteil für den Cleanroom noch benutzbar wäre ....

Holzschränke sind teilweise auch mit bedenklichen Lacken und Leimen belastet - vor allen Dingen die Rückwände!

Ebenfalls interessant zu Holz und "Papier": Formaldehyd-Abgabe von Vollholz - viewtopic.php?f=60&t=19291

"schaukelstuhl aus Bambus" - hört sich erst gut an, aber kannst Du ausschließen das der Bambusstuhl mit bedenklichen Giftlacken behandelt wurde? - vermutlich nicht...
Bücher und Kleinkram können ebenfalls Reaktionen auslösen ... das weißt Du aber erst dann, wenn Dein Nervensystem nicht die ganze Zeit überreizt wurde - also erst nach einer gewissen Erholungsphase.

Leider gibt es für MCS und CFS-Erkrankte keine "Expositionsarme" Kuren oder Kliniken. Somit wäre Dein Cleanroom die einzige Erholungskammer, die Du Dir sogar selbst erschaffen kannst.

... Nase ist nicht zu, aber Augen tränen ...
es gibt noch eine weitere Variante: Trockenheit (Entzündung) der Schleimhäute und Rachen .. da kann man dann auch nichts mehr so richtig wahrnehmen...
Alle chemischen Stoffe rufen individuelle Beschwerden aus .. manche kann man nicht riechen, aber erzeugen sofort Benommenheit ..


Shampoo Teebaumöl: Teebaumöl effektiver als chemische Pestizide - viewtopic.php?f=74&t=10653

Hier ein umfangreicher Blog über Zusammenhänge zwischen Stoffen, Ernährung und individuellen Reaktionen bei MCS-Erkrankten:
Chemical Sensitivity – MCS: Substanzen, die die Vanilloidrezeptorgruppe aktivieren können - http://www.csn-deutschland.de/blog/2008 ... n-koennen/

(Kokosöl muß nicht jeder mit MCS vertragen können!)

- Wenn ich nun nicht alles aus Deinem Beitrag aufgegriffen habe, heißt das noch lange nicht, dass alles ok damit ist :|

Häufig merkt man erst die Unverträglichkeit eines Duftstoffes oder chemischer Substanzen, wenn man diesen nicht mehr permanent ausgesetzt ist.


Einen provisorischen Cleanroom kannst Du Dir auch in Deiner jetzigen Wohnung einrichten. So erlangst Du die wichtige Erfahrung für die Suche und Einrichtung Deiner neuen Wohnung.
Deine jetzigen Tapeten werden z.B. mit den chemischen Substanzen Deiner jetzigen Einrichtung und Expositionen belastet sein. Formaldehyd wird da auch nicht mehr rausgehen, falls sich das dort angesammelt hat - ebenfalls Farben und Lacke nehmen Expositionen der Umgebung auf und geben entsprechende Substanzen wieder an die Raumluft ab - auch "veränderte" Substanzen bzw., die welche neue Verbindungen eingegangen sind oder durch ihre "Zerfallszeit" entstehen.
- Ein Großteil solcher Expositionen kann man gar nicht finden, weil danach 1. nicht gesucht wird und 2. vermutlich kein Messverfahren zu gibt.

Laminat belastet Umwelt und Gesundheit - http://www.csn-deutschland.de/blog/2009 ... esundheit/

Eine mögliche Notlösung für Laminatböden: Weichholzdielen wie u. womit abdecken? - viewtopic.php?f=37&t=11597


Wenn Du Renovierungen Deiner Wohnung vornimmst, scheue Dich nicht zuvor Rat im CSN-Forum einzuholen. Denn mit MCS als auch mit CFS kann man viele fatale Fehler begehen....
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Sonntag 9. März 2014, 01:51

Ich renoviere hier nichts mehr... wovon denn... hab eh kein Geld ... und lohnt sich nicht.
Ich kann nicht alles aus dem Zimmer nehmen. Tür zu machen kann ich auch nicht, da ich Katzen habe.

Häufig merkt man erst die Unverträglichkeit eines Duftstoffes oder chemischer Substanzen, wenn man diesen nicht mehr permanent ausgesetzt ist.


ja ja... aber dazu müsste ich in den Wald ziehen.

So wie ich deinen letzten Beitrag interpretiere, kriegt man eh nicht alles raus. Was soll ich mit dem Boden machen? Auf Beton rumlaufen? Für einen neuen Boden habe ich kein Geld. Die Wände sind eh belastet, sagst du. Was geschieht damit? Drüber streichen, wenn ja, womit?

ich glaube nicht dass ich durch einen cleanroom so symptomfrei werde, dass ich einwandfrei feststellen kann, was geht und was nicht geht. Schließlich verlässt man den Raum ja meist - wenn man so lebt. Also ich würde den nur zum Schlafen benutzen.
Besserung hatte ich erst, als ich zum Leben undSchlafen vollständig die Umgebung gewechselt habe; möglichst nach draußen verlegt bzw. Zelt/Wohnwagen. Dazu kommt ja hier die Strahlung. Ewerk ist nicht weit, überall Masten, überall w-lan. Aus diesen Gründen wollte ich mich eben nicht mit der hier verseuchten Umgebung inclusive Wohnung abgeben, sondern möglichst schnell hier weg. Deshalb oben anfangs die Frage nach Kostenerstattung Umzug, Medikamente und so weiter bei Rente.

Meine Rente wird klein sein so bei 600 Euronen, jetzt bei H4 bekomme ich mehr. DAs ist überhaupt nicht ungewöhnlich. Mit 600 Euronen Rente kann man keine 480 Euronen Miete zahlen, deshalb MUSS ich dann umziehen. ich muss aber sowieso umziehen weil mich hier alles krank gemacht hat - das kriegt man auch nicht mit nem cleanroom wieder hin.

nun ja. ich lese weiter und werde dann wohl irgendwas machen. was eben geht. irgendwie. Aber HIER machen ich nicht mehr sehr viel. Geschweige denn, renovieren.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Sonntag 9. März 2014, 11:54

... Meine Rente wird klein sein so bei 600 Euronen, jetzt bei H4 bekomme ich mehr....
Ich habe Dir Oben (Do 6. Mär 2014, 10:49) schon mitgeteilt, dass diese Aussage von Dir nicht korrekt ist; Dein Gesamteinkommen ist keinesfalls geringer!

... ich glaube nicht dass ich durch einen cleanroom so symptomfrei werde ...
.... So wie ich deinen letzten Beitrag interpretiere, kriegt man eh nicht alles raus. ....
Das ist hier keine Glaubensfrage sondern die ExpositionsVERMINDERUNG ist eine Notwendigkeit zur Linderung seiner Beschwerden als auch zur Verhinderung einer drastischen Fortschreitung der MCS.

... Was soll ich mit dem Boden machen? ....
Du hast Dir den Thread nicht richtig durchgelesen .... da ist die Rede von Alufolie zum Abkleben.
In anderen von mir empfohlenen Threads wird auch eine Alutapete mit Dampfsperre erwähnt.

Farbe drüberstreichen bringt nichts ... Farben zählen in der Regel selbst zu den bedenklichen Epositionsverursachern. Aber es geht ja in erster Linie darum, dass man erst einmal die Schritte einleitet, die man ohne Renovierung unternehmen kann.

Wenn Du lieber weiterhin mit Deinen Alltagsgegenständen in einem Zimmer leben möchtest, dann kann man Dir bezüglich "Expositionsverminderung" nicht helfen.

Ebenfalls sollte man eine tatsächliche "Elektrosmogbelastung" von einer "Elektrophobie" unterscheiden können ;)

Die nötigsten Ratschläge hast Du ja bekommen - der Rest hängt von Deinem "Verstehenwollen" ab.

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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Sonntag 9. März 2014, 21:46

Kleben ist aber genauso bedenklich. Na ja lassen wir das. Ist alles nicht durchführbar.

Ich werde so nach und nach das Linoleum rausnehmen und dann eben auf dem Betonboden, so lange ich hier noch bin, rumlaufen. Und dann eben irgendwie umziehen, egal, wie. Ich hab auch keine Elektrophobie, sondern mir geht es an Orten OHNE Strahlung deutlich besser als hier in dieser mistigen Wohnung wo sechs mal wlnan rumstrahlt. Auf dem Campingplatz ist nichts, und in meinem Garten auch nicht, dort fiel mir das zum ersten mal auf, wie gut es mir ohne E-smog geht.
Hier noch irgendwas zu tun, ist sinnlos. Hier ist alles verseucht.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Leckermäulchen » Montag 10. März 2014, 13:11

Da auch ich als MCS-Betroffene seit einem Unfall mit inneren Verletzungen elektrosensibel bin, hatte ich da auch nach Lösungen gesucht und für mich eine Lösung darin gefunden, Alufolie zu nehmen. Da die Strahlung mir vor allem auf die Lunge schlug, wortwörtlich hammermäßig(!), band ich mir unter meiner Kleidung eine Art Alufolienweste um. Damit ging es wesentlich besser, wenn ich mit WLAN, Fernsehtürmen, telefonierenden Passanten etc. konfrontiert war.

Heute, nach Abheilung der inneren Verletzungen, habe ich das zwar immer noch, aber sehr abgeschwächt.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon ahaffmann » Montag 10. März 2014, 15:19

Hast du denn die Alufolie geklebt? ich stelle mir gerade vor, wie man Bahn um Bahn normaler Haushaltsalufolie (Breite ca 30cm) verklebt, mit Packband, oder sonst irgendeinem Klebeband. Wie soll das praktikabel sein am Boden, wo man ja drüber laufen muss? Die ist ziemlich dünn, das reißt doch dann sofort auf. Ganz abgesehen von der Rutschgefahr und dem Aussehen.
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Leckermäulchen » Montag 10. März 2014, 19:05

Ich habe mir ein entsprechend großes Teil von einer Alurolle abgerollt, es am Rand mit Klebestreifen verstärkt und dann um den Oberkörper gewickelt.

Für den Fußboden müsstest du natürlich dickere Alufolie nehmen, vielleicht gibt es sowas in Baumärkten - und dann was darüberlegen, damit es nicht so schnell reißt. Ich habe mit meinem Fußboden keine Probleme...
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Re: Ewige Frage: Anerkennung Kosten Krankheit Diagnose Rente

Beitragvon Twei » Montag 10. März 2014, 20:12

@ahaffmann,
ich selbst habe meine Fußböden bisher nie mit Alubeschichtungen überdecken müssen, da ich kein Laminat hatte oder habe. Allerdings haben andere User damit Erfahrungen sammeln können, z.B.:
... ich kenne dein Problem nach 11 Umzügen gut. Was mir half, Fußboden
mit mehreren Bettlaken abdecken und dann schauen, ob die Symptome
nachlassen, kann man ja einige Tage liegen lassen. Zumindest weiß
man dann, obs der Fußboden ist, auf den man reagiert. Man kann statt
der Bettlaken auch Alu- Rettungsdecken aus der Apotheke nehmen.... (Monja)
aus "..ich verstehe es nicht..." - viewtopic.php?f=91&t=19150#p110371

... Alufolie drüberlegen. Nimm das Alu-Kraftpapier, es liegt fast 1 m breit und verarbeitet sich schnell. Es riecht nicht. Lege die Bahnen über Stoß und klebe die Stoßkanten mit Aluklebeband zusammen. Dem Boden passiert auf diese Weise nichts und der Schutz aus Alupapier läßt sich rückstandsfrei entfernen wenn man auszieht..... (Lucca)
aus "FUSSBODEN ABDECKEN" - viewtopic.php?t=10891&p=55432#p55352
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