Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Juliane » Sonntag 26. Februar 2012, 18:43

Müdigkeit

DEGAM-Leitlinie Nr. 2

Methoden- und Evidenzreport

Stand September 2011




Folgende Ärzte bilden den Wissenschaftlichen Beirat des Fatigatio e.V.: Prof. Dr. Rüdiger von Baehr (Berlin), Prof. Dr. Wolfgang Huber (Heidelberg), Dr. Kurt E. Müller (Kempten), Privatdozent Dr. Wilfried Bieger (München), Dr. Annedore Höck (Köln), Dr. Bodo Kuklinski (Rostock), Dr. Volker von Baehr (IMD Berlin), Hans-Michael Sobetzko.




Der Fatigatio e.V. beteiligt sich an einem Forschungsprojekt der Berliner Immunologin Prof. Carmen Scheibenbogen

http://leitlinien.degam.de/uploads/media/DEGAM_LL_Muedigkeit_Methodenreport_2011.pdf
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Re: Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Kira » Dienstag 10. März 2015, 10:07

Habe den obigen Link aktualisiert

http://www.degam.de/files/Inhalte/Leitl ... 2011_2.pdf


Weitere Info's

CFS: Müde ohne Grund? viewtopic.php?f=25&t=21008&p=119935

rbb Fernsehen : Chronisches Erschöpfungssyndrom viewtopic.php?f=64&t=19930

DLF 16-2-2014 16.30 CFS viewtopic.php?f=64&t=20257
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Positionspapier zum Chronic Fatigue Syndrom

Beitragvon Kira » Dienstag 10. März 2015, 10:18

Positionspapier zum Chronischen Erschöpfungssyndrom bzw. Chronic Fatigue Syndrom (CFS/CFIDS/ME)

Stand November 2014


Klassifikation

CFS/ME ist eine Erkrankung, die sowohl sporadisch als auch in Epidemien auftritt. CFS wird in der internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD) der WHO als eine neurologische Krankheit klassifiziert und zwar unter G93.3, als einer neurologischen Erkrankung des Gehirns.
Das CFS darf nicht mit anderen Erschöpfungszuständen verwechselt werden, es handelt sich hier um eine Multisystemerkrankung und zahlreichende Forschungen belegen physiologische und biochemische Anomalien.
Die Prävalenz ...


...Therapeutische Maßnahmen

Bislang gibt es keine zugelassene Therapie in Deutschland, die die Krankheit heilen kann. Wichtig ist daher zunächst eine symptomorientierte Therapie und Mangelzustände müssen beseitigt werden.
Jede Form der Überlastung ist zu vermeiden, die zu einem Krankheitsschub führen kann. Ein wichtiger Baustein in der Therapie ist auch die Infektkontrolle. Der B-Zell-depletierende Antikörper Rituximab konnte in einer Studie bei 10 von 16 CFS-Patienten eine deutliche Verbesserung erzielen, ist aber in Deutschland nicht zugelassen und für klinische Studien fehlt bislang das Interesse der Industrie.
Weiterhin hat sich ein Schulungsprogramm in England für CFS-Kranke bewährt. Die Einhaltung von Pacing- und Copingstrategien sowie individuelle Betreuung der Patienten führte bei 20% zu einer lang anhaltenden Verbesserung. In verschiedenen Ländern wie in Norwegen, England, Amerika gibt es Versorgungszentren. ...


...
Fazit

Auch bei angeblich fehlender Objektivierung der Beschwerden und bei dem teilweise gesunden Aussehen der CFS-Erkrankten sollten die Beschwerden des Patienten ernst genommen werden. Eine Vielzahl von Studien belegen, dass CFS eine schwere Multisystemerkrankung ist mit vielfältigen Funktionsstörungen ist. Das Positionspapier der Ärztekammer NRW aus dem Jahre 2000 ist aufgrund der zahlreichen neuen Forschungsergebnisse veraltet und darf nicht mehr Maßstab für Ärzte und Gutachter sein. Insbesondere ist die Anzweiflung einer organischen Erkrankung hinreichend widerlegt worden. Inzwischen konnte auch die Effektivität einer immunologischen Behandlung in norwegischen Studien nachgewiesen werden. ...


...
Positionspapier erstellt durch In Zusammenarbeit mit

Prof. Dr. med. Carmen Scheibenbogen ...
.....
Edelgard Klasing
Vorsitzende desFatigatio e.V. ...




http://www.fatigatio.de/aktuelles/detai ... e-syndrom/
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Re: Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Hannibal64 » Samstag 11. April 2015, 02:04

Der B-Zell-depletierende Antikörper Rituximab konnte in einer Studie bei 10 von 16 CFS-Patienten eine deutliche Verbesserung erzielen, ist aber in Deutschland nicht zugelassen und für klinische Studien fehlt bislang das Interesse der Industrie.


das sollte mich doch sehr wundern.

da glaube ich ob der exorbitanten Kosten des auch bei Leukämie eingesetzten Medikaments eher an "zu teuer".

50 ml Konzentrat kosten ca. 2.000 Euro, selbst bei einfachen Erkrankungen werden mind. 2 Packungen benötigt; also 4 Mille. bei schwereren Sachen, mehrere Zyklen. da sind schnell 20-40.000 Euro in den Kassen der Pharmamafia.

unabhängig davon hat das Medikament auch saftige Nebenwirkungen.
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Re: Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Kira » Sonntag 26. April 2015, 18:16

PML im Zusammenhang mit Rituximab - das sollte man auch wissen und nicht außer Acht lassen

Re: Progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) viewtopic.php?f=35&t=21342#p121272
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Re: Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Kira » Mittwoch 7. Oktober 2015, 19:07

Neue Studie von Scheibenbogens Team in Kooperation mit Norwegen:
siehe
viewtopic.php?f=64&t=21279&p=122830#p122830
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Re: Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Nachtigall » Freitag 15. Januar 2016, 09:25

13. Januar 2016


Dauermüde - Mit chronischer Erschöpfung leben


Direkt aus dem dpa-Newskanal

Dortmund (dpa/tmn) - Jede noch so kleine Bewegung war für sie eine Qual. Edelgard Klasing aus Dortmund konnte weder auf einem Stuhl sitzen noch einen Löffel halten oder ihre Arme heben. Sie war ständig erschöpft und hatte starke Schmerzen in den Armen und Beinen. Diagnose: Chronisches Fatigue-Syndrom.
...

http://www.sueddeutsche.de/news/gesundh ... -99-733875
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Re: Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Nachtigall » Donnerstag 4. Februar 2016, 11:52

Gleicher Bericht wie unter posting.php?mode=reply&f=25&t=17237#pr123726 habe ich nun auch hier gefunden ;)

Mittwoch, 06.01.2016
Wie man chronische Erschöpfung in den Griff bekommt

Ständig erschöpft, Probleme bei der Konzentration, schmerzende Muskeln: Symptome des Chronischen Fatigue-Syndroms. Mit Medikamenten kann man die Beschwerden lindern. Betroffene müssen aber auch lernen, ihre Energiereserven schonend einzuteilen.


Von Martin Faber

Dortmund. Jede noch so kleine Bewegung war für sie eine Qual. Edelgard Klasing aus Dortmund konnte weder auf ...

http://www.sz-online.de/ratgeber/wie-ma ... 90646.html

und hier
Dauermüde: Wie man chronische Erschöpfung in den Griff bekommt



Von: Martin Faber, dpa
Letzte Aktualisierung: 6. Januar 2016
...

https://www.aachener-zeitung.de/ratgebe ... -1.1261509
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Re: Methoden- und Evidenzreport DEGAM-Leitlinie

Beitragvon Kira » Donnerstag 17. März 2016, 19:03

und hier der dritte Artikel von Martin Faber
welt.de


Gesundheit Fatigue-Syndrom
06.01.16



Wie sich chronische Erschöpfung managen lässt

Sie können sich kaum konzentrieren, ihre Muskeln schmerzen und ständig sind sie schlapp. Patienten mit Chronischem Fatigue-Syndrom können ihren Alltag kaum bewältigen. Ein Krebsmedikament kann helfen.

Von Martin Faber

...


...
Spezielle CFS-Behandlung gibt es nicht


Es gibt keine spezielle Therapie von CFS. "Vielmehr versuchen wir, Unregelmäßigkeiten und Mangelzustände auszugleichen, die wir bei den vorhergehenden Untersuchungen festgestellt haben, etwa im Blutbild oder bei den Leber- und Nierenwerten", sagt Bieger. "Letztlich behandelt das aber nur die Symptome von CFS, nicht die Ursachen."

Hoffnung macht ein Medikament, das eigentlich bei der Behandlung von Lymphknotenkrebs zum Einsatz kommt. "In einer norwegischen Studie wurden Patienten mit Rituximab behandelt, die sowohl Lymphknotenkrebs als auch CFS hatten. Der Krebs wurde geheilt, und auch die Symptome von CFS waren verschwunden", sagt Strienz.

Er hat auch eine erste Idee, wieso das Krebsmedikament gegen die Erschöpfung helfen könnte. "Vermutlich schaltet Rituximab bestimmte weiße Blutkörperchen aus, die falsch programmiert sind und Schädigungen auslösen", sagt er. "So wird das überaktive Immunsystem beruhigt." In weiteren Studien wird die Wirksamkeit überprüft – das Medikament ist in Deutschland bislang nicht zur Behandlung von CFS zugelassen.
...

http://www.welt.de/gesundheit/article15 ... aesst.html

:!: Info's zu Rituximab

Re: Dr. Bieger GcMAF als neuer Therapieansatz viewtopic.php?f=25&t=18205&p=115952#p115123

Rote-Hand-Brief zu MabThera® (Rituximab) vom November 2013 viewtopic.php?f=25&t=18205&p=115952#p115952

Re: Dr. Bieger GcMAF als neuer Therapieansatz viewtopic.php?f=25&t=18205&p=115952#p120741

Olaf Bodden durch CFS Pflegefall viewtopic.php?f=25&t=19794
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