Wildschwein meiden

Wildschwein meiden

Beitragvon Distelfink » Montag 22. September 2008, 09:12

Essen Sie keine Wildschweinleber

Düsseldorf, 21.09.2008: Aufgrund von Untersuchungen von Wildschweinelebern im Jahr 2007 empfiehlt das Ministerium vom Verzehr von Lebern von in Nordrhein-Westfalen erlegten Wildschweinen möglichst abzusehen. Im Jahr 2007 wurden Wildschweinelebern auf unterschiedliche Umweltkontaminanten untersucht. Bei einem hohen Anteil von Wildschweinelebern wurden die Schwermetalle Blei und Cadmium in Konzentrationen nachgewiesen, die über den EU-weit festgelegten Höchstwerten liegen.

Außerdem wurden bei mehreren Untersuchungen stark erhöhte PFT-Werte festgestellt. Für diese Perfluorierten T. sind grenzflächenaktive Stoffe, welche sich bevorzugt in der Berührungsfläche zweier Medien konzentrieren, z.B. in der Grenzfläche Wasser/Luft.Tenside gibt es keine Rechtliche zulässige Höchstwerte für Emission und Immission von Schadstoffen, Lärm, Strahlung usw., die oft recht willkürlich festgelegt werden und dem Anspruch nach Bevölkerung und Umwelt vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen sollen. Grenzwerte. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit empfiehlt jedoch eine tägliche tolerable Aufnahme von 1,5 mg/kg Körpergewicht. Mit den höchsten Werten, die bei den Untersuchungen gemessen wurden, würde ein erheblicher Teil der Jahresmenge, die noch tolerabel ist, mit einer Mahlzeit aufgenommen.

Durch ihre Lebensweise sind Wildschweine besonders auffällige Indikatoren für Umweltbelastungen. Diese Verzehrsempfehlung bezieht sich auch ausdrücklich nur auf die Lebern, die derartige Stoffe besonders stark anreichert. Zurzeit hat das Ministerium weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben, um festzustellen, ob der Verzehr von Wildschweinefleisch weiterhin unbedenklich ist.

Mit diesen Untersuchungsergebnissen soll nicht die Jagd und der Verzehr von Wildschweinefleisch verleidet werden. Bevor jedoch diese Lebern auch in Erzeugnissen wie Wildschweineleberwurst oder Ähnlichem verarbeitet werden, muss geprüft werden, ob nicht zu hohe Belastungen vorliegen.

Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW
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