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"Bisphenol A ist überall: im Wasser, im Hausstaub und in unseren Körpern. Der Plastikgrundstoff gehört zu den meistproduzierten Chemikalien der Welt. Wissenschaftler sind sich uneins, ob der Stoff für Menschen gefährlich ist. Jetzt steht er im Verdacht, Fettleibigkeit zu fördern.
Die Chemikalie kann den menschlichen Körper ähnlich beeinflussen wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. "Neuere Daten zeigen sogar dass BPA möglicherweise zu Veränderungen in Bezug steht, die wir kennen von Diabetes, Bluthochdruck oder Stoffwechselerkrankungen. Man nennt das heutzutage das 'Metabolische Syndrom'", stellt der Toxikologe Gilbert Schönfelder von der Berliner Charité fest......
Auch das Umweltbundesamt ist skeptisch, was Bisphenol A betrifft: "Wir haben die ersten Hinweise darauf, dass dieser Stoff auch in die Hormone eingreift, die unser Hunger-satt Gefühl bestimmen", erklärt Andreas Gies vom Umweltbundesamt. Er räumt ein, dass sie nicht nachweisen könnten, dass dieser Stoff schädlich sei - dazu bräuchte man Menschenversuche. "Wir können aber auf der anderen Seite auch nicht sicher sagen, dass dieser Stoff unschädlich ist. Die Hinweise darauf, dass wir Probleme mit dem Stoff haben, wachsen."
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