Wasserasseln 1960er Jahre Pyrethrin bekämpft
Wasserasseln (Asellus aquaticus), die zur Gruppe der Krebstiere gehören, hatten sich in den Leitungen von Brieselang breit gemacht. Weniger bekannt ist, dass diese Tierchen kein seltenes oder lokal begrenztes Problem sind. Asseln sind fast überall zu finden, wo Wasser durch Leitungen fließt - wie auch andere, kleinere wirbellose Lebewesen.
Die Asseln krallen sich innen an Rohrleitungen fest, und wenn sie ihren Kot ausscheiden oder sterben, gerät das alles ins Trinkwasser. Wasserwerke überall in Deutschland wissen das, hängen es aber aus guten Gründen nicht an die große Glocke. Eine Aufregung wie in Brieselang möchte kein Wasserversorger erleben, schon gar nicht in einer deutschen Großstadt. "Wasserasseln findet man in vielen Trinkwasserleitungen. Besonders dort, wo Oberflächenwasser zur Trinkwassergewinnung genutzt wird", sagt Günter Gunkel vom Institut für Technischen Umweltschutz der Technischen Universität Berlin.
"In erster Linie ist das Vorkommen von Wasserasseln ein ästhetisches Problem:
Was Installateure wie Laien als Rost in den Rohren bezeichnen würden, ergaben Analysen der TU Berlin, ist tatsächlich zu großen Teilen Asselkot. "Asselkot ist im Wasser sehr stabil (über zwei Wochen), reichert sich somit im Rohrnetz an. Die im Allgemeinen als Rostablagerungen angesprochenen Feststoffe im Rohrnetz bestanden in den untersuchten norddeutschen Städten zu 30 bis 70 Prozent aus Asselkot."
Im Hamburg der 1960er Jahre waren Asseln im Trinkwasser ein großes Thema. Die Tiere wurden damals mit Chemikalien wie Pyrethrin bekämpft und das Rohrnetz wurde von innen neu versiegelt.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/210/479698/text/7/
Die Asseln krallen sich innen an Rohrleitungen fest, und wenn sie ihren Kot ausscheiden oder sterben, gerät das alles ins Trinkwasser. Wasserwerke überall in Deutschland wissen das, hängen es aber aus guten Gründen nicht an die große Glocke. Eine Aufregung wie in Brieselang möchte kein Wasserversorger erleben, schon gar nicht in einer deutschen Großstadt. "Wasserasseln findet man in vielen Trinkwasserleitungen. Besonders dort, wo Oberflächenwasser zur Trinkwassergewinnung genutzt wird", sagt Günter Gunkel vom Institut für Technischen Umweltschutz der Technischen Universität Berlin.
"In erster Linie ist das Vorkommen von Wasserasseln ein ästhetisches Problem:
Was Installateure wie Laien als Rost in den Rohren bezeichnen würden, ergaben Analysen der TU Berlin, ist tatsächlich zu großen Teilen Asselkot. "Asselkot ist im Wasser sehr stabil (über zwei Wochen), reichert sich somit im Rohrnetz an. Die im Allgemeinen als Rostablagerungen angesprochenen Feststoffe im Rohrnetz bestanden in den untersuchten norddeutschen Städten zu 30 bis 70 Prozent aus Asselkot."
Im Hamburg der 1960er Jahre waren Asseln im Trinkwasser ein großes Thema. Die Tiere wurden damals mit Chemikalien wie Pyrethrin bekämpft und das Rohrnetz wurde von innen neu versiegelt.
http://www.sueddeutsche.de/wissen/210/479698/text/7/