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Foodwatch warnt Trinkwassers mit Uran

BeitragVerfasst: Donnerstag 26. November 2009, 18:42
von Juliane
"Vor einer kritisch hohen Belastung des hessischen Trinkwassers mit Uran warnt die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch. Bei 22 Prozent von rund 1100 Proben habe die Konzentration bei mehr als zwei Mikrogramm Uran pro Liter Wasser gelegen, teilte die Organisation am Donnerstag in Berlin mit. In Flaschen abgefüllt, dürfte derart belastetes Wasser nicht mit dem Hinweis "geeignet zur Zubereitung von Säuglingsnahrung" verkauft werden, hieß es. Foodwatch erhielt die Messwerte nach eigenen Angaben vom hessischen Gesundheitsministerium.

Den Ergebnissen zufolge ist die Uranbelastung in Herleshausen-Holzhausen (Werra-Meißner-Kreis) am höchsten. Dort werde Wasser mit 22 Mikrogramm des radioaktiven Metalls pro Liter an die Bevölkerung abgegeben. Damit liege die Konzentration "deutlich oberhalb" des behördlichen Leitwertes von zehn Mikrogramm Uran pro Liter. Der dortige Wasserversorger habe die Installation einer Filteranlage zwar vorbereitet, aber als "wenig zielführend" erachtet, so lange es keinen gesetzlichen Grenzwert gebe.

Der Gesundheitsschutz für die Bevölkerung wird hier verschleppt, weil der Gesetzgeber den Wasserversorger nicht zum Handeln zwingt", kritisierte Foodwatch-Sprecher Martin Rücker. Foodwatch fordert einen gesetzlichen Grenzwert in Höhe von zwei Mikrogramm Uran pro Liter. Mit dieser Höchstgrenze wären auch Säuglinge und Kleinkinder wirksam geschützt.

Foodwatch zufolge wird in 13 von 16 Bundesländern zu hoch belastetes Trinkwasser an die Bevölkerung abgegeben. In fünf Bundesländern läge die Urankonzentration teilweise über zehn Mikrogramm pro Liter"

http://www.fr-online.de/top_news/2105103_Trinkwasser-in-Hessen-Foodwatch-warnt-vor-Uranbelastung.html