Seite 1 von 1

Nahrungsmittelindustrie: Bitterblocker entwickeln

BeitragVerfasst: Donnerstag 18. Februar 2010, 10:30
von Juliane
"In gewisser Weise ist Wolfgang Meyerhof immer im Dienst. Schließlich trägt er sein Forschungsobjekt stets mit sich: die Zunge. Wolfgang Meyerhof ist Geschmacksforscher. Am Deutschen Institut für Ernährungsforschung (Dife) in Potsdam-Rehbrücke leitet er eine der weltweit führenden Arbeitsgruppen in diesem Bereich. Zusammen mit seinem Team hat Meyerhof aufgeklärt, was auf molekularer Ebene geschieht, wenn bittere Substanzen in den Mund gelangen. Die Forscher berichteten über ihre Erkenntnisse kürzlich im Fachmagazin Chemical Senses.


Geschmacksrezeptoren arbeiten wie winzige Detektoren. Die auf jeweils eine der fünf Grundgeschmacksrichtungen süß, sauer, salzig, bitter und umami (Eiweiß- oder Fleischgeschmack) spezialisierten Zellen melden dem Gehirn, sobald ein entsprechendes Molekül bei ihnen andockt. Die Rezeptoren sind nicht wahllos über die ganze Zunge verteilt, sondern bilden kleine Zentren, die Geschmacksknospen. "Eine Geschmacksknospe besteht aus etwa hundert Rezeptorzellen und enthält fast immer Rezeptoren für das gesamte Geschmacksspektrum", erläutert Meyerhof......


Richtig intensiv wird Geschmacksforschung erst seit knapp zehn Jahren betrieben. Lediglich der Süßgeschmack ist bereits vollständig aufgeklärt.....

Die Nahrungsmittelindustrie interessiert sich brennend für die molekularen Grundlagen des Bittergeschmacks. Sie wollen Bitterblocker entwickeln, Substanzen also, die einzelne Rezeptoren hemmen.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/2323380_Geschmacksforschung-Schluck-oder-spuck.html


German Institute of Human Nutrition Potsdam-Rehbrücke

Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft
Member of the Leibniz Association



Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIFE) hat die Aufgabe, experimentelle und angewandte Forschung auf dem Gebiet Ernährung und Gesundheit zu betreiben. Das Ziel ist, die molekularen Ursachen ernährungsbedingter Erkrankungen zu erforschen und neue Strategien für Prävention, Therapie und Ernährungsempfehlungen zu entwickeln.

Die Grundlagen dafür werden von den am DIfE tätigen Wissenschaftlern in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit einem breiten naturwissenschaftlichen, medizinischen und epidemiologischen Methodenspektrum erarbeitet. Dabei konzentriert sich das Institut besonders auf die zur Zeit wichtigsten Erkrankungen, an deren Entstehung ernährungsbedingte Faktoren beteiligt sein können: Adipositas, Diabetes und Krebs.

Das DIfE ist eine Stiftung öffentlichen Rechts und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.



http://www.dife.de/

Geschichte des DIfE und seiner Vorgängereinrichtungen
http://www.dife.de/de/dife/index.php

Nahrungsmittelindustrie: Bitterblocker entwickeln

BeitragVerfasst: Donnerstag 18. Februar 2010, 14:36
von kf-forum
Aha, die wichtigen Bitterstoffe in der Nahrung sollen also nicht mehr wahrgenommen werden ... Wozu das denn?

Nahrungsmittelindustrie: Bitterblocker entwickeln

BeitragVerfasst: Donnerstag 18. Februar 2010, 14:46
von Maria Magdalena
Für die Vergewaltigung und Unterdrückung der natürlichen Wahrnehmungsfunktionen gibt es keine vernünftige Erklärung außer Wahnsinn.