BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon Juliane » Montag 13. Juni 2011, 08:27

"Berlin (dpa) - Auch bei selbst gezogenen rohen Sprossen und Keimlingen sollten Verbraucher nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) derzeit vorsichtig sein.

Wie die Behörde am Sonntag mitteilte, könnte das Saatgut dafür ebenfalls mit dem EHEC-Keim belastet sein. «Aus Vorsorgegründen empfiehlt das BfR, derzeit auf den Verzehr zu verzichten», sagte BfR-Präsident Andreas Hensel. Bei einem konkreten Fall in Niedersachsen seien selbst gezogene Sprossen möglicherweise die Ursache für die EHEC-Erkrankung einer Familie gewesen. Der Erreger konnte bislang aber noch nicht in den Samen nachgewiesen werden.

Die EHEC-Fahnder versuchten am Sonntag weiterhin mit Hochdruck zu klären, wie der aggressive Darmkeim an Sprossen eines Biohofs im niedersächsischen Bienenbüttel kam. Das sei wichtig, um Vorsorgesysteme zur Bekämpfung künftiger Epidemien zu entwickeln, sagte der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) am Sonntag in Hannover.

Weiter ist unklar, ob Mitarbeiter den Keim einschleppten oder ob er möglicherweise mit Saatgut in den Betrieb gelangte. Offen ist auch, wie sich die Mitarbeiter infizierten. Sie sollen Sprossen vom Hof gegessen haben..."


http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1166619
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon Juliane » Montag 13. Juni 2011, 08:43

Das bringt den Verbraucher naturlich nicht viel weiter.

Man fragt sich, warum das BfR noch nicht mal angibt, aus welchem Saatgut die Sprossen waren, die aus Bienenbüttel ausgeliefert wurden und aus welchem, die jetzt in einem Privathaushalt unter Verdacht stehen.

Fernostware oder einheimes Saatgut.

Na, dann fragen wir mal morgen bei Donath an,
http://www.donath-muehle.de/spriesskorn.htm
was die zu der pauschalen Panikmache sagen.
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon Clarissa » Montag 13. Juni 2011, 08:53

Warum sagen sie nicht gleich das man am besten auf alles Bio-Gemüse und Obst und selbst gezogenes verzichten muss. Es ist doch viel gesünder Lebensmittel von der Lebensmittelindustrie zu kaufen, die sind alle schön gespritzt, gedüngt, behandelt und natürlich gut überwacht.

Was stand früher auf den Obsttüten drauf? Esst mehr Obst und ihr bleibt gesund. Schade das es diese Tüten nicht mehr gibt.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
Benutzeravatar
Clarissa
Prof. Forum
 
Beiträge: 6492
Registriert: Montag 9. Januar 2006, 18:00

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon Juliane » Montag 13. Juni 2011, 09:05

Alles sehr merkwürdig, Clarissa.


Da berichtet die Ärztezeitung online

"Offen ist allerdings noch immer, wie die Keime überhaupt auf den Hof kamen. Die Behörden suchen in allen Richtungen: Mitarbeiter könnten ihn eingeschleppt haben, das Saatgut könnte schon zuvor kontaminiert gewesen sein, aber auch andere Quellen sind denkbar.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU) nahm den Biohof jedoch vor falschen Schuldzuweisungen in Schutz. Der Betrieb habe über eine funktionierende Eigenkontrolle verfügt und alle Hygieneanforderungen erfüllt, sagte er am Freitag. Es gebe keine Hinweis auf schuldhaftes Verhalten.

Derzeit werde weiter nach der Ursache gesucht, erklärte Lindemann am Sonntag in Hannover. Bei den rund 1000 getesteten Proben, darunter fast 300 aus dem Betrieb in Bienenbüttel, habe es kein einziges positives Ergebnis gegeben...."

http://www.aerztezeitung.de/news/article/658947/ehec-verdaechtige-sprossen-robert-koch-institut.html



Ein Kommentator eines Fr Artikels stellt berechtigte Fragen zum Thema Sprossen und Gurkenfunde in Bio-Tonnen:

Kommentar aus der FR 10.06.2011
16:45 Uhr


Murks sagt:

In Magdeburg findet man auf einer Gurke die gefährliche Variante des Erregers. Der Fund wird als nichtaussagekräftig bewertet, weil die Gurke bereits in der Biotonne war. Jetzt findet man auf einer angebrochenen Packung Sprossen - ebenfalls wieder aus der Mülltonne geholt - den Erreger und es gilt als Durchbruch. Auf dem Hof selbst und bei allen geschlossenen Sprossenpackungen waren die Tests dagegen negativ. Das klingt alles nicht sehr seriös. War der Druck zu groß? Brauchte man jetzt unbedingt die Erfolgsmeldung "Fund auf Sprossen"?


http://www.fr-online.de/panorama/gefaehrlicher-ehec-typ-auf-sprossen-gefunden-/-/1472782/8545034/-/index.html
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon Sileah » Montag 13. Juni 2011, 11:19

[quote]Warum sagen sie nicht gleich das man am besten auf alles Bio-Gemüse und Obst und selbst gezogenes verzichten muss. Es ist doch viel gesünder Lebensmittel von der Lebensmittelindustrie zu kaufen, die sind alle schön gespritzt, gedüngt, behandelt und natürlich gut überwacht.

Was stand früher auf den Obsttüten drauf? Esst mehr Obst und ihr bleibt gesund. Schade das es diese Tüten nicht mehr gibt.[/quote]Ich stimme Dir 100% zu.

Ich züchte meine Sprossen und esse sie auch.
Benutzeravatar
Sileah
Forenlegende
 
Beiträge: 1791
Registriert: Donnerstag 4. Oktober 2007, 20:00

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon mazzei » Montag 13. Juni 2011, 12:14

Als Nächstes kommt, dass alles desinfiziert werden muss.

Das werden wir mit MCS nicht packen.
mazzei
Durchstarter
 
Beiträge: 106
Registriert: Freitag 25. Juni 2010, 23:10

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon Juliane » Montag 13. Juni 2011, 14:48

stern.de/


"Drei Sprossenarten im Visier der Fahnder



Bei der Suche nach der Ehec-Infektionsquelle gibt es offenbar weitere Fortschritte: Die Behörden haben jetzt drei Sprossen-Arten eingegrenzt, wie Niedersachsens Gesundheitsministerin Aygül Özkan (CDU) sagte. Demnach haben fünf erkrankte oder positiv getestete Mitarbeiterinnen des Betriebes im niedersächsischen Bienenbüttel bevorzugt Sprossen von Brokkoli, Knoblauch und Bockshorn gegessen.


Insgesamt seien neun Mitarbeiterinnen gezielt nach ihrem Sprossenverzehr befragt worden. Vier gesunde Beschäftigte hätten vor allem die Sorten Alfalfa und Würzige Mischung gegessen. Dies könne ein Hinweis auf bestimmte Sprossenarten und damit auf den Ursprung der Infektion durch das Saatgut sein, sagte Özkan.....


Bisher ist nicht geklärt, ob Mitarbeiter den Keim eingeschleppt haben oder er durch Saatgut oder andere Quellen in den Betrieb in Bienenbüttel gelangt ist. Auch die Infektionswege der Mitarbeiter sind unklar...."


http://www.stern.de/panorama/ehec-epidemie-drei-sprossenarten-im-visier-der-fahnder-1695163.html
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54

BfR warnt jetzt vor selbst gezogenen Sprossen

Beitragvon Jens R » Montag 13. Juni 2011, 17:09

Bauernopfer gesucht und gefunden.
Jens R
Durchstarter
 
Beiträge: 123
Registriert: Mittwoch 11. Februar 2009, 14:09


Zurück zu Nahrungsmittelsensibilitäten / Nahrungsmittelskandale

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste