Warentest: Mehl ganz ohne Schimmel ist Illusion
Zitat:
"Mehl ganz ohne Schimmel ist Illusion
Auf dem Herstellungsweg eines Mehls öffnen sich für Schimmelpilzsporen viele Einfallstore: Das beginnt mit der Auswahl der Getreidesorte, manche ist anfällig für Schimmel. Auf dem Feld begünstigen nicht verrottete Pflanzenreste und feucht-warmes Wetter – vor allem zur Getreideblüte – den Schimmelbefall. Der droht aber auch noch später – bei der Ernte, im Lager, in der Mühle, beim Transport, im Handel und schließlich zu Hause beim Verbraucher. Ein Mehl, das völlig frei von Schimmel ist, halten Experten für eine Illusion. Haushaltsmehl ist eben kein steriles Produkt, seine Zusammensetzung obendrein ein guter Nährboden für Schimmel: viel Kohlenhydrate und bis zu 13,5 Prozent Wasser.........
Die Mühlen verpacken Haushaltsmehl nach dem Mahlen in Tüten, das Industriemehl in der Regel nicht. Es wird stattdessen in Tankwagen gefüllt und dann zu den Bäckereien gebracht. Insider berichten, dass das Mehl an den inneren Tankwänden durchaus anbacken und schimmeln könne. Das frische Mehl rutsche zwar oft daran vorbei, doch könnten auch Schimmelkrusten in die Fracht fallen und sie verderben. Die ZDF-Sendung Wiso zeigte Bilder von verschimmelten Tanks und machte eine unzureichende Reinigung sowie mangelnde Kontrollen dafür verantwortlich. Der Verband Deutscher Mühlen bezeichnet die Beispiele aus der Wiso-Sendung als „absolute Ausnahme“. ........
Auch die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig Lebensmittel auf Schimmel und seine Gifte. Im März 2011 standen beim Test Weizenbrötchen zum Aufbacken auch Mykotoxine auf dem Prüfstand. Dabei fielen nicht einmal annähernd kritische Gehalte auf. Beim Test von Spiralnudeln im April 2011 dagegen schlugen die Tester Alarm: In den Bio-Nudeln von zwei Anbietern wiesen sie das Schimmelpilzgift DON nach. Die Gehalte lagen deutlich über dem gesetzlich zulässigen Höchstgehalt und bedeuten bei regelmäßigem Verzehr insbesondere für Kinder ein Risiko. Diese Nudeln aus Hartweizengrieß waren nicht verkehrsfähig und damit mangelhaft...."
http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Schimmel-im-Mehl-Entwarnung-fuer-Haushaltsmehl-4272824-4272830/
"Mehl ganz ohne Schimmel ist Illusion
Auf dem Herstellungsweg eines Mehls öffnen sich für Schimmelpilzsporen viele Einfallstore: Das beginnt mit der Auswahl der Getreidesorte, manche ist anfällig für Schimmel. Auf dem Feld begünstigen nicht verrottete Pflanzenreste und feucht-warmes Wetter – vor allem zur Getreideblüte – den Schimmelbefall. Der droht aber auch noch später – bei der Ernte, im Lager, in der Mühle, beim Transport, im Handel und schließlich zu Hause beim Verbraucher. Ein Mehl, das völlig frei von Schimmel ist, halten Experten für eine Illusion. Haushaltsmehl ist eben kein steriles Produkt, seine Zusammensetzung obendrein ein guter Nährboden für Schimmel: viel Kohlenhydrate und bis zu 13,5 Prozent Wasser.........
Die Mühlen verpacken Haushaltsmehl nach dem Mahlen in Tüten, das Industriemehl in der Regel nicht. Es wird stattdessen in Tankwagen gefüllt und dann zu den Bäckereien gebracht. Insider berichten, dass das Mehl an den inneren Tankwänden durchaus anbacken und schimmeln könne. Das frische Mehl rutsche zwar oft daran vorbei, doch könnten auch Schimmelkrusten in die Fracht fallen und sie verderben. Die ZDF-Sendung Wiso zeigte Bilder von verschimmelten Tanks und machte eine unzureichende Reinigung sowie mangelnde Kontrollen dafür verantwortlich. Der Verband Deutscher Mühlen bezeichnet die Beispiele aus der Wiso-Sendung als „absolute Ausnahme“. ........
Auch die Stiftung Warentest untersucht regelmäßig Lebensmittel auf Schimmel und seine Gifte. Im März 2011 standen beim Test Weizenbrötchen zum Aufbacken auch Mykotoxine auf dem Prüfstand. Dabei fielen nicht einmal annähernd kritische Gehalte auf. Beim Test von Spiralnudeln im April 2011 dagegen schlugen die Tester Alarm: In den Bio-Nudeln von zwei Anbietern wiesen sie das Schimmelpilzgift DON nach. Die Gehalte lagen deutlich über dem gesetzlich zulässigen Höchstgehalt und bedeuten bei regelmäßigem Verzehr insbesondere für Kinder ein Risiko. Diese Nudeln aus Hartweizengrieß waren nicht verkehrsfähig und damit mangelhaft...."
http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Schimmel-im-Mehl-Entwarnung-fuer-Haushaltsmehl-4272824-4272830/