Desinfektionsmittel auch auf Bio-Lebensmitteln

Desinfektionsmittel auch auf Bio-Lebensmitteln

Beitragvon Juliane » Samstag 25. August 2012, 20:05

taz online:


"Spuren eines Desinfektionsmittels finden sich auf nahezu allen Nahrungsmitteln. Die EU setzt daraufhin einfach die Grenzwerte hoch – denn sonst drohen leere Regale.

Von einem Zufallsfund war die Rede, als ein Biobauer vor einigen Wochen bei einer Eigenkontrolle auf seinem Hof im niedersächsischen Papenburg Spuren des Wirkstoffs DDAC (Didecyldimethylammoniumchlorid) auf seinem Rucolasalat feststellte. Der Fall war ein Alarmsignal. Er gab Anlass zur Sorge und zog umfangreichere Kontrollen nach sich.....


Darüber hinaus warnt Thumulla, der in der Vergangenheit bereits im Auftrag des Umweltbundesamts zur Verbreitung der quartären Ammoniumverbindungen geforscht hat: „Anders als die meisten Stoffe löst unsere Magensäure die Stoffe wie DDAC nicht auf. So gelangen sie in die Darmflora – und was sie dort anstellen, darüber wissen wir bislang noch viel zu wenig.“ So könne der Wirkstoff etwa in menschliche Zellmembranen eindringen. „Wenngleich von DDAC keine direkte Gesundheitsgefahr ausgehen sollte, kann der Wirkstoff auf diese Weise als Schleuse für andere Schadstoffe fungieren.“
...


Erste Tests im Juni wiesen Desinfektionsstoffe auf etlichen Lebensmitteln nach: Nicht nur auf Topfkräutern wie Basilikum, sondern bei praktisch allen Lebensmitteln von Früchten über Fleischprodukte bis zu besonders betroffenen Molkereierzeugnissen finden sich Rückstände von Desinfektionsstoffen. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Stuttgart fand beispielsweise auf Petersilie DDAC-Rückstände von 0,92 Milligramm pro Kilogramm. Die Belastung ist damit immer noch fast doppelt so hoch, wie es der neu angesetzte Grenzwert erlaubt. ...


Bei dem Biobauern, der DDAC zuerst auf seinen Pflanzen entdeckte, war der Fall noch komplizierter: Es war kein Desinfektionsmittel schuld, sondern ein Pflanzenstärkungsmittel, das mittlerweile aus dem Handel genommen wurde..."

http://www.taz.de/!98418/
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Desinfektionsmittel auch auf Bio-Lebensmitteln

Beitragvon Juliane » Samstag 25. August 2012, 20:11

Udo Pollmer1 am 9.08.2012 im http://www.dradio.de/


"Das Bundesamt für Verbraucherschutz hat unlängst ein Pflanzenstärkungsmittel verboten. Es enthielt überhöhte Rückstände eines Desinfektionsmittels. In der Folge mussten eine Million Töpfe mit Bio-Kräutern vernichtet werden. Doch nicht nur Bioprodukte waren belastet.

Jahrelang haben die Verbraucher regelmäßig Biolebensmittel verzehrt, namentlich Obst, Gemüse und Kräuter, die mit einer unzulässigen Chemikalie belastet waren. Pressemeldungen zufolge handelte es sich dabei um ein Desinfektionsmittel, das versehentlich in zwei Pflanzenstärkungsmittel geraten sei.

Sogenannte Pflanzenstärkungsmittel verwenden vor allem Biolandwirte, um damit auf Pflanzenschutzmittel verzichten zu können. Die beiden Stärkungsmittel auf der Basis von Zitrusextrakten waren von Bioverbänden zugelassen und erfreuten sich dank ihrer ausgezeichneten Wirkung regen Zuspruchs.

Doch das fragliche Desinfektionsmittel Didecyldimethylammoniumchlorid, abgekürzt DDAC, ist in Wirklichkeit ein typisches Pestizid und Antibiotikum in Personalunion, also ein Breitband-Biozid. Es war offenbar absichtlich zugesetzt worden. DDAC vernichtet Bakterien, Pilze, Algen, Unkräuter und Insekten - in Holzschutzmitteln beispielsweise macht es Termiten den Garaus.....

Die Politik hat versucht, das Schadstoffproblem der Bioszene auf ihre Weise zu lösen: Auf Bitten der Deutschen hat die EU quasi über Nacht den bisherigen Grenzwert um das 50fache angehoben. Ausschlaggebend war hier allerdings nicht nur die belastete Bioware sondern die Erkenntnis, dass die fraglichen Mittel auch außerhalb des Garten- und Obstbaus zu Rückständen geführt hatten. ...

Vor allem in Milch und Speiseeis wurden schon erhebliche Verunreinigungen gemessen. Vermutlich eine Folge der Reinigung der Anlagen. Gerade in der Milchwirtschaft ist die Verlockung groß, denn der Landwirt wird nach der Zahl der Keime in seiner Anlieferungsmilch bezahlt. Wenn die Melkanlage nach der Reinigung nicht nachgespült wird und noch etwas Desinfektions-Lauge in den Leitungen verbleibt, senkt das zwar die Keimzahl in der Milch, bewirkt aber auch, dass die restliche Reinigungslösung mit dem nächsten Melkvorgang in den Tank gespült wird. Einmal wurde sogar ein Fleischverarbeiter ertappt, der seine Würste zur Haltbarmachung direkt in eine DDAC-Lösung getaucht hatte...."

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1843254/
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Beitragvon Blonde Babe » Samstag 25. August 2012, 22:06

Wie sagte die Wirtschaftsprognostikerin Faith Popcorn einst:

Die wahren Reichen werden die sein die ein eigenes Haus mit Garten und eine eignene Quelle besitzen.
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 06:55

Gesundheitliche Bewertung der Rückstände von Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) in Lebensmitteln

Stellungnahme Nr. 027/2012 des BfR vom 9. Juli 2012 ............


Das BfR hält es für vertretbar, die Rückstandshöchstgehalte in Lebensmitteln für DDAC zu-nächst in angemessenem Umfang anzuheben, wenn die Änderungen noch einmal überprüft werden, sobald ausreichende Informationen aus den nationalen Zulassungsverfahren für DDAC-haltige Biozidprodukte verfügbar sind. Weiterhin sollten klare Leitlinien zur Durchfüh-rung von Wasch- und Reinigungsprozeduren nach einer Gerätedesinfektion etabliert werden, sofern diese Geräte Kontakt zu Lebensmitteln haben. .........



Alle Entscheidungen zu RHG-Anhebungen für DDAC, die jetzt getroffen werden, müssen ohnehin noch einmal über-prüft werden, sobald mehr Informationen aus den nationalen Zulassungsverfahren für DDAC-haltige Biozidprodukte verfügbar sind.

http://www.bfr.bund.de/cm/343/gesundheitliche-bewertung-der-rueckstaende-von-didecyldimethylammoniumchlorid-ddac-in-lebensmitteln.pdf





BfR bewertet Rückstände von Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) in Lebensmitteln
DDAC ist eine quartäre Ammoniumverbindung mit oberflächenaktiver Wirkung und gehört zur Gruppe der kationischen Tenside. Die Substanz wird in Desinfektions- und Reinigungs-mitteln eingesetzt. DDAC ist sowohl ein Biozid- als auch ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff und ist außerdem in Pflanzenstärkungsmitteln enthalten.


http://www.biozid.info/deutsch/aktuelles/meldung/?tx_ttnews[tt_news]=161&cHash=206529dd4377765ffccdda0b499bc16e
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 06:56

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau


18.07.2012

Das NRW-Verbraucherschutzministerium hat am 16. Juli 2012 erste Ergebnisse von Rückstandsdaten zur Belastung von Lebensmittel mit dem Desinfektionsmittel Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) dem Bund mitgeteilt. Es handelt sich hierbei um amtlich entnommene Proben, die durch ein Labor in NRW im Auftrag des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Rhein-Ruhr-Wupper (CVUA RRW) untersucht wurden.

Von den insgesamt fünf Proben konnte bei einer eine Belastung mit DDAC festgestellt werden. In einer Probe Biobananen aus der Dominikanischen Republik wurde DDAC mit einem Gehalt von 0,13 mg/kg festgestellt. Damit lag dieser Wert unter dem am Freitag von der EU festgelegten neuen Grenzwert von 0,5 mg/kg.

http://www.oekolandbau.de/service/nachrichten/detailansicht-archiv/meldung/nrw-verbraucherschutzministerium-legt-erste-rueckstandsdaten-zum-desinfektionsmittel-ddac-vor/


Ökolandbauportal für NRW

Für das Desinfektionsmittel Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) wurde ein vorläufiger Rückstandshöchstgehalt festgelegt. Darauf einigte sich nach Angaben des Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) der Ausschuss des Standing Committee of the Food Chain and Animal Health am 13. Juli 2012 auf seiner Sitzung in Brüssel.

Hierzu wurden Leitlinien verabschiedet, die festlegen, dass Lebens- und Futtermittel pflanzlichen und tierischen Ursprungs mit einem Gehalt an DDAC über 0,5 mg/kg als nicht mehr verkehrsfähig gelten. Dies gilt sowohl für inländische als auch für ausländische Produkte. Die Mitgliedsstaaten sollen mit einer Datenerhebung die Ursachen für Kontaminationen mit DDAC in Lebens- und Futtermitteln feststellen.

In einem dafür aufgelegten Monitoringprogramm sollen bis Ende Februar 2013 bis zu 2000 Ergebnisse erfasst werden. Diese Ergebnisse sollen für die endgültige Regelung in der VO 396/2005 herangezogen werden. Bislang war kein gesonderter Rückstandshöchstgehalt für DDAC festgelegt. Deshalb galt der allgemeine Wert von 0,01 mg/kg.

http://www.oekolandbau.nrw.de/aktuelles/aktuelles_2012/quartal_3_2012/ddac_rueckstandshoechstgehalt_juli_2012.php
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 08:16

http://www.bafu.admin.ch

....In einer Untersuchung von Kosmetika mit Grapefruit-Extrakten wurde das in Kosmetika nicht erlaubte DDAC-C10 gefunden...


http://www.bafu.admin.ch/gewaesserschutz/03716/.../index.

http://www.bafu.admin.ch/

Grapefruit-Extraktewaren schon früher in der Diskussion:


"Eine Ende der 1990er Jahre im Rahmen einer Diplomarbeit durchgeführte in-vitro-Studie zeigte, dass die antimikrobielle Wirkung bestimmter Grapefruitkernextraktfertigpräparate auf die enthaltenen oder zugesetzten Konservierungsstoffe Benzethoniumchlorid und Triclosan zurückzuführen war.[1] Beide Konservierungsstoffe sind in Deutschland als Lebensmittelzusatzstoffe nicht und in Kosmetika nur sehr eingeschränkt zugelassen."
http://de.wikipedia.org/wiki/Grapefruitkernextrakt
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 08:20

http://www.demeter.de


Pflanzenstärkungsmittel Vi-Care darf wegen Verunreinigung mit Desinfektionsmittel nicht mehr eingesetzt werden

Um Einträge von DDAC in Bio-Produkte zu vermeiden, darf Vi-Care nicht mehr verwendet. werden. Die deutschen Öko-Verbände, darunter auch Demeter, untersagen ihren Mitgliedsbetrieben ab sofort die Anwendung des Mittels. Um sicherzustellen, dass bereits mit Vi-Care behandelte Produkte verkehrsfähig sind, wird dringend dazu geraten, sie vor dem Inverkehrbringen auf DDAC-Rückstände untersuchen zu lassen.

http://www.demeter.de/pflanzenst%C3%A4rkungsmittel-vi-care-darf-wegen-verunreinigung-mit-desinfektionsmittel-nicht-mehr
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 08:22

Achtung: Pflanzenstärkungsmittel Vi-Care und Wuxal verboten
[03.07.2012]

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat das Inverkehrbringen und die Anwendung der Pflanzenstärkungsmittel „Vi-Care“ (MBM) und „Wuxal Aminoplant“ (Manna) untersagt. „Wuxal Aminoplant“ wurde auch als Zusatzstoff vermarktet.

Grund dafür ist der Verdacht, dass infolge der Anwendung der genannten Produkte die gesetzlich festgelegten Rückstandshöchstgehalte von Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) bzw. Benzalkoniumchlorid (BAC) in Höhe von 0,01 mg/kg überschritten werden können. Lebensmittel, welche die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte überschreiten, sind nicht verkehrsfähig.
http://www.topagrar.com/news/Home-top-News-Achtung-Pflanzenstaerkungsmittel-MBM-Vi-Care-verboten-874187.html
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 08:30

WUXAL Aminoplant

Pflanzenextrakt Suspension mit Aminosäuren pflanzlicher Herkunft und
reich an Spurennährstoffen. Stärkt die Abwehrkraft der Pflanzen gegen
Stress und wirkt als Netz- und Haftmittel. Ist über Blatt und Boden
einsetzbar. Zugelassen als Pflanzenstärkungsmittel mit BVL –
Listungsnummer: 5136-00 und Zusatzstoff (Netz-/Haftmittel) mit BVLListungsnummer:
5917-00. Gelistet in FiBL - Betriebsmittelliste für den
ökologischen Landbau (P-2-2, Mittel auf organischer Basis) und einsetzbar
im ökologischen Anbau gemäß EU-Bioverordnung 834/2007.



PflanzenstärkungsmittelPflanzenextrakt-Suspension

Typische Aminosäure-Zusammensetzung (Gehalte nicht garantiert, Schwankungsbreite +/- 30%)

Alanin 1,08 % Arginin 0,64 % Asparaginsäure 0,83 % Cystein 0,45 %

Glutaminsäure 2,02 % Glycin 0,65 % Histidin 0,41 % Isoleucin 0,41 %

Leucin 1,19 % Lysin 0,49 % Methionin 0,31 % Ornithin 0,25 %

Phenylalanin 0,47 % Prolin 1,14 % Serine 0,60 % Threonin 0,54 %

Tryptophan 0,03 % Tyrosin 0,32 % Valin 0,68 %

Weitere bioaktive Inhaltsstoffe und Spurenelemente

Reduzierte Zucker, pflanzliche Säuren, Myo-Inositol, Choline, y-Aminobuttersäure, Auxin (IAA)

Stickstoff, Phosphor, Kalium, Bor, Kupfer, Eisen, Mangan; Zink

Trockensubstanz: 30 %

Physikalische Eigenschaften: Dichte = 1,13 g/cm³ pH-Wert = 4,0 Farbe = dunkelbraun

http://www.manna.de/profi/produkte/pdf/wuxal_aminoplant.pdf


http://www.q-s.de

Inverkehrbringen von WUXAL Aminoplant als Pflanzenstärkungsmittel oder als Zusatzstoff untersagt. Der Verkauf, Erwerb oder das Verschenken von WUXAL Aminoplant ist nicht mehr erlaubt.

Als Begründung steht der Verdacht, dass infolge der Anwendung von WUXAL Aminoplant der gesetzlich festgelegte Rückstandshöchstgehalt von Benzalkoniumchlorid (BAC) von 0,01 mg/kg (gemäß Verordnung (EG) Nr. 396/2005) überschritten werden kann. Dass das Mittel BAC enthalten kann, war bei der Beantragung der Listung nicht bekannt. Lebensmittel, welche die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte überschreiten, sind nicht verkehrsfähig.

BAC ist eine quartäre Ammoniumverbindung, die u. a. in Desinfektions- und Reinigungsmitteln oder als Konservierungsmittel angewendet wird.

http://www.q-s.de/wuxal_aminoplant_verliert_listung_als_pflanzenstae.html
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 08:37

Vi-Care


"Vi-Care ist einorganisches Produkt hauptsächlich auf der Basis natürlicher organischer Säuren. Seine Herkunft ist rein pflanzlich. Es ist ein natürlicher, wässriger Extrakt aus Citrussamen und enthält u.a. Ascorbinsäure (Vitamin C).

Vi-Care potenziert die natürliche Verteidigung der Pflanzen gegen:

Pilze: Botrytis (Grauschimmel), Pythium (Wurzelfäule), Phytophthora (Kraut- und Braunfäule an Kartoffeln), Falscher Mehltau, Echter Mehltau
Bakterien: Pseudomonas (Pfützenkeime), Xanthomonas (Adernschwärze), Corynebacterium und Erwinia (Stängelfäule, Schwarzbeinigkeit)

Hindert die Sporen an der Keimung (präventiv), stoppt die weitere Entwicklung des Pilzes, besonders die Hyphenentwicklung nach der Infektion. Wirkt innerhalb der Pflanzen (systemisch), indem es die pflanzeneigene Abwehrreaktion induziert. Wirkt besonders präventiv, es erzielt aber auch nach einer Infektion gute Ergebnisse. Vi-Care wird bereits in folgenden Kulturen eingesetzt:

Einsatzbereich Konzentration Intervall der Spritzungen

http://www.bio-gaertner.de/Produktfamilie/MBM-Flora-u-Duengemittel
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 08:38

Vi-CareHersteller muss aufgeben:

http://www.mbm-info.de/">http://www.mbm-info.de/

Viele Jahre haben wir gebraucht, unser kleines und mittelständiges Unternehmen marktfähig zu gestalten. In dieser Zeit haben wir den Bio-Bauern ebenso, wie den konventionellen Gärtner dabei nach bestem Wissen und Gewissen darin unterstützt, mit unseren Produkt- und Beratungsangeboten, dem Wunsch nach biologisch orientierter Lebensqualität gerecht zu werden.


Wir sind durch die neueste Entwicklung genauso hart betroffen, wie viele Erzeuger (nicht nur) in Deutschland und müssen unsere finanzielle Last sehr wahrscheinlich alleine tragen.....


Das Produkt Vi-Care war das wichtigstes Produkt unseres Hauses und nach dem dieses nicht mehr eingesetz werden darf , fehlt uns der Absatz, um weiter bestehen zu können.


Aus diesen Grund müssen wir unsere Aktivitäten leider einstellen und unsere Mitarbeiter entlassen, aber Wir werden diese Angelegenheit nicht aufgeben. Das sind wir Ihnen schuldig !!


Es werden sehr wahrscheinlich noch ein paar Jahren vergehen, bis die verantworlichen zur Verantwortung gezogen werden. Wir werden diese zeit mit gestalten, bis die Angelegenheit komplet aufgeklärt ist.


Wir danken noch einmal alle Erzeuger, die uns so viele Jahre vertraut um begleitet haben.


Der Umsatz ist die eine Sache, aber der menschliche Umgang miteinander, das andere.


Es grüßt Sie ganz herzlich das MBM-TEAM!

EMail Kontak: MBM-Info@web.de

http://www.mbm-info.de/">http://www.mbm-info.de/
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 08:59

http://www.sueddeutsche.de


Schock für Bio-Bauern, aber auch konventionell arbeitende Landwirte: Ein Mittel, das Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten machen soll, enthält eine verbotene Substanz. ....


Das Problem liegt nicht so sehr darin, dass die Bauern Vi-Care nicht mehr verwenden dürfen. Deutlich schwerer wiegt, dass sie ihre Ernte vernichten müssen....

Der Hersteller von Vi-Care, eine Firma aus den USA, hat noch keine Erklärung geliefert, wieso das Mittel DDAC enthält. Bislang hieß es, dass Vi-Care aus einem Zitrusextrakt hergestellt wird. Daher war das Produkt auch für den Öko-Landbau zugelassen. Wie viele Bauern betroffen sind, ist noch offen. Die Firma MBM, die als einzige Vi-Care in Deutschland vertrieben hat, teilte auf Anfrage mit, sie habe das Produkt nicht nur an Landwirte verkauft, sondern auch an Händler und wisse daher nicht, wie viele Bauern es letztlich verwendet hätten. "Vi-Care war jedenfalls sehr beliebt, sowohl bei konventionellen als auch bei Biobauern", so ein Sprecher von MBM.


Das bestätigt auch Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bunds ökologische Lebensmittelwirtschaft. "Seit vergangener Woche stehen bei uns die Telefone nicht mehr still." Aus ganz Deutschland würden Bauern anfragen, wo sie ihre Kräuter möglichst schnell testen lassen könnten. "Für einige Betriebe ist der Vertriebsstopp existenzbedrohend", sagt er. Sein Verband will eine Sammelklage gegen die US-Herstellerfirma einreichen. "Allein die Biobranche hat Schäden in Millionenhöhe."

Doch dürften auf den Hersteller noch weitaus höhere Klagen zukommen. Er hat seine Produkte weltweit vertrieben. Kürzlich wurde in Deutschland eine ganze Schiffsladung Bananen aus der Dominikanischen Republik aus dem Verkehr genommen, weil die Bananen ebenfalls DDAC aufwiesen. "Die Dimension des Problems ist vielen noch gar nicht bewusst", sagt Löwenstein...."


http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/landwirtschaft-verbotenes-im-pflanzenstaerkungsmittel-1.1400162
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 09:01

"Die Dimension des Problems ist vielen noch gar nicht bewusst", sagt Löwenstein...."


http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/landwirtschaft-verbotenes-im-pflanzenstaerkungsmittel-1.1400162

In der Tat.
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Beitragvon Twei » Sonntag 26. August 2012, 09:44

Wie soll man bei diesen versteckten Giften Lebensmittel-Intoleranzen herausfinden?

Wie kann man so Gewissheit erlangen, welche Lebensmittel man nun verträgt oder nicht?

Außerdem tragen solche Gifte wie "Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC) bzw. Benzalkoniumchlorid (BAC)" mit dazu bei, dass weitere diverse Allergien und-oder Chemikalien-Sensibilitäten, gerade bei schon erkrankten Menschen, entwickelt und-oder ausgebildet werden.
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Beitragvon Juliane » Sonntag 26. August 2012, 10:02

Ja, Twei, das fragt man sich.

Und man fragt sich auch wieso ausgerechnet Verbände, wie demeter solche Mittel offenbar ohne Prüfung der Inhaltstoffe zulassen konnten.
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