Furan im Kaffee

Furan im Kaffe

Beitragvon Juliane » Donnerstag 27. September 2012, 09:10

ZDFzoom | 26.09.2012

"Mögliches Risiko im Kaffee

Furanwerte unterschiedlich hoch je nach Brühmethode
Kaffee birgt ein mögliches, bisher kaum beachtetes Gesundheitsrisiko. In der ZDFzoom-Dokumentation „Alles Bohne – Wie gut ist unser Kaffee?“ berichten die Autorinnen Nina Behlendorf und Beate Höbermann über den Zusammenhang von Furan und unterschiedlichen Brühmethoden. Der Schadstoff ist in Tierversuchen krebserregend...."

http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/ZDFzoom/2942346/24484674/1e6a47/M%C3%B6gliches-Risiko-im-Kaffee.html
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Furan im Kaffe

Beitragvon Juliane » Donnerstag 27. September 2012, 09:11

http://www.welt.de


"Wie schädlich ist die Chemikalie Furan im Kaffee?

In der "ZDF"-Dokumentation "Alles Bohne – Wie gut ist unser Kaffee?" wurde gestern Abend über den Zusammenhang von Furan und unterschiedlichen Brühmethoden berichtet. Dieser Schadstoff hat sich in Tierversuchen als krebserregend erwiesen.

Die WHO hat Furan 1995 als für den Menschen möglicherweise krebserregend eingestuft. In Lebensmitteln hat die US-Gesundheitsbehörde FDA den Schadstoff erstmals 2004 festgestellt. Das meiste Furan, so ergaben die Analysen, nimmt der Mensch über Kaffee auf. Aber auch in anderen Lebensmitteln wie Babynahrung in Gläschen, Popcorn oder gebratenem Fleisch findet sich Furan. Der Schadstoff entsteht bei der Röstung oder Erhitzung von Lebensmitteln. Der Toxikologe Professor Wolfgang Dekant von der Uni Würzburg kommentiert: "Furan in Kaffee und aus anderen Quellen ist sicher ein Problem, solange wir zu Furan nicht genauere Informationen haben, wie die Tumoren in der Rattenleber zustande kommen und was das für den Menschen bedeutet." Forscher der Universität Würzburg hatten 2010 eine Studie mit Tierversuchen zum Risiko von Furan abgeschlossen. Dekant fasst zusammen: "Furan macht relativ früh nach Gabe einen Effekt auf die Leber, der zwar sehr schwach ausgeprägt ist, aber über die Zeit sich natürlich doch zu einer relativ ausgeprägten Lebertoxizität entwickeln kann." Da Furan ein leicht flüchtiger, an das Aroma gekoppelter Stoff ist, hat die Brühmethode des Kaffees Einfluss auf den Furanwert im Kaffee. Im Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) in Karlsruhe wurden dazu Versuche durchgeführt. Das Resultat: Kaffee aus Vollautomaten enthält viermal so viel Furan wie Filterkaffee. CVUA-Forscher Thomas Kuballa: "Mit den unterschiedlichen Brühverfahren, die wir getestet haben, hat sich gezeigt: Je offener das Verfahren ist, desto mehr Furan dampft ab und desto weniger Furan bleibt im Kaffeegetränk übrig."

http://www.welt.de/print/die_welt/wissen/article109490664/Wissen-Kompakt.html
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Furan im Kaffe

Beitragvon Juliane » Donnerstag 27. September 2012, 09:12

http://www.cvua-karlsruhe.de


"Aus den bisherigen Furanergebnissen können für den Verbraucher noch
keine konkreten Schlüsse gezogen werden. Setzt man die übliche
Vorgehensweise voraus, dass ausgehend vom sogenannten „No-observedeffect-
level“ ein Sicherheitsfaktor von 1000 berücksichtigt wird, ergäbe sich
eine maximale täglich duldbare Aufnahmemenge von 2 μg/Kilogramm
Körpergewicht. Für einen durchschnittlichen Erwachsenen mit 75 kg läge
also die maximale duldbare Aufnahmemenge bei 150 μg Furan pro Tag.
Legt man eine übliche Tassengröße von 150ml zu Grunde, müsste der
durchschnittliche Verbraucher demzufolge 91 Tassen Kaffee aus
Pulverkaffee (=13,6 l) oder 23 Tassen Espresso (3,4 l) oder 48 Tassen
löslichen Kaffee (7,1 l) pro Tag trinken, um diesen Wert zu erreichen. Mit
Kaffee aus den immer häufiger anzutreffenden Kaffeeautomaten wird dieser
Wert bereits mit 11 Tassen (1,7 l) erreicht. Es muss aber berücksichtigt
werden, dass Furan auch in anderen Lebensmitteln vorkommt. Nach
Schilter et. al. [5] soll zwischen Kaffeegenuss und Krebserkrankung jedoch
kein Zusammenhang bestehen..."

http://www.cvua-karlsruhe.de/eua/wtf/lebensmittelchemikertag2006/lct2006_furan.pdf
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Furan im Kaffe

Beitragvon Juliane » Donnerstag 27. September 2012, 09:13

http://www.bfr.bund.de/


"Furan wird unter Hitze aus Kohlenhydraten, Ascorbinsäure und mehrfach ungesättigten Fettsäuren gebildet. Die IARC hat Furan als „possible human carcinogen“ (2B) klassifiziert. Bei Ratten und Mäusen kann es Krebs auslösen. Sein primäres Stoffwechselprodukt cis-2-Buten-1,4-dial hat Erbgut verändernde und zellschädigende Eigenschaften. Das Gefährdungspotenzial von Furan konnte bisher noch nicht vollkommen geklärt werden. Insbesondere fehlen Kenntnisse über Wirkungen im relevanten niedrigen Dosisbereich.

Erwachsene nehmen Furan insbesondere über Toast und Kaffee aus Kaffeeautomaten auf. Da nicht alle toxikologischen Aspekte geklärt sind, lassen sich die vorliegenden Ergebnisse auf die Situation des Verbrauchers derzeit nicht zuverlässig übertragen. Eine ansatzweise Risikocharakterisierung mit dem Bewertungskonzept „Margin of Exposure“ (MoE) ergäbe insbesondere für Säuglinge und Kleinkinder einen Größenbereich, der nicht als unbedenklich einzuschätzen wäre..."

http://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/furan-4526.html
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