umweltkrankheiten-nahrungsmittelsensibilitäten

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Beitragvon karin-petra » Montag 20. März 2006, 14:11

hallo, wieviel bio ist in bzw. auf bio? letztens kaufte ich in einem bioladen ein, und hatte vom wechselgeld bis zum abend parfüm an den händen. wenn diese parfümierten damen und herren das offene obst und gemüse einräumen, kann doch wohl
kaum noch von bio geredet werden. ich könnte mir gut vorstellen, das einige darauf reagieren, aber nicht wissen, warum und wieso. war halt nur ein gedanke von mir. außerdem riecht dieser laden auch noch stark nach duftkerzen und seifen.
was soll man machen. ein gespräch mit dem chef brachte nichts. zum glück gibt es noch andere bioläden, aber wie gesagt: bio! bio? na dann. herzliche grüße karin-petra
karin-petra
 

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Beitragvon Lulabee » Montag 20. März 2006, 14:26

Hallo Karin-Petra,

eins vorab, jeder von uns muß realisieren, daß wir in dieser Welt leben und
sie hat nun eben ihre Schadstoffbelastungen. Keiner von uns kann die Welt ändern, nur dazu beitragen.

Wie willst Du vermeiden, daß im Bioladen keiner mit parfümierten Händen die Nahrungsmittel anfasst?
Was kann der Chef eines Bioladens dafür??? Was soll er ändern???

Es liegt an uns und unserem Gesundheitszustand, wie stark wir uns arrangieren müssen oder
nach anderen Wegen suchen müssen unsere Reaktionen gering zu halten.
Obst und Gemüse muß jeder waschen und reinigen, daß ist bei konventionell wie bei bio gleich.

Wenn Du so sehr reagierst, wird für Dich nur ein autarkes Leben in einer einsamen Gegend in Frage kommen.
Dann hast Du Gewissheit, daß Deine Nahrung nur durch Luftverschmutzung und nicht noch durch
Menschen oder Transportwege kontaminiert ist.

Grüße
Lulabee
Lulabee
 

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Beitragvon Nadi » Montag 20. März 2006, 14:43

Hallo, ich finde es auch komisch wenn man im Bioladen nicht auf bestimmte Dinge achtet. Beim Anbau werden strenge Richtlinien gestezt, kein Pestizideinsatz, kein Einsatz von chemischen Düngemitteln und bei Bioland und Demeter kommen noch etliche Vorschriften mehr dazu.

Dann liegt die Ware im Laden und auf ein mal ist es egal was damit geschied. Ich konnte sogar mal beobachten das sich eine Verkäuferin erst die Hände mit Penatencreme eincremte (da ist Mineralöl drin) und dann Möhren sortierte, eine andere sprühte das Glas über der Theke mit Sidolin ein und die Sprühspritzer zerstäubten sich auf dem Käse und der Wurstware darunter. An einem anderem Tag hat sie mit Biff Schimmelentferner die Ablage auf der die Kisten mit dem Gemüse lagert gereinigt. Ich wohne dort nicht mehr und habe nun einen besseren Bioladen gefunden, dort benutzt man biologische Reinigungsmittel und achtet mehr darauf wie mit der Ware umgegangen wird.

Wenn man keinen eigenen Garten hat oder keine Kraft mehr hat Sachen selber anzubauen ist man ganz schön aufgeschmissen und die Gesundheit ist stark von solchen Kriterien abhängig :-(
Nadi
 

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Beitragvon Alex » Montag 20. März 2006, 15:31

Ich habe einen Bioladen, der sehr darauf bedacht ist, daß alles hygienisch sauber ist und
trotzdem nur mit ökologischen Mitteln reinigt, die nicht riechen. Das Personal verwendet keine Duftstoffe
und Duftlampen gibt es auch nicht.
Das Personal ist sehr zuvorkommend und verständigt mich sogar,wenn gestrichen werden muß oder ähnliches.

Es kommt wie immer auf die Konsequenz des Besitzers an und da kann ich meinem Bioladenbetreiber
wirklich ein großes Lob aussprechen. Wenn ich gesundheitlich unten bin, bringt man mir sogar
die Sachen ans Auto!

Grüße
Alex
Alex
 

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Beitragvon sunsun » Montag 20. März 2006, 18:09

@Lulabee, spuren von chemischen Mitteln und chemischen Düften kann man nicht einfach
mal so ebend abwaschen, geringe Spuren bleiben immer vorhanden. Das ist genauso
wie bei Pestiziden, diese kann man auch nicht abwaschen und deshalb kauft
man ungespritze Biolebensmittel.
Menschen die stark auf geringste Spuren chemischer Rückstände reagieren mußt
du deshalb aber noch lange nicht in "ein autarkes Leben in einer einsamen Gegend"
verdammen.
Bedenke bitte das Lebensmittel und deren Reste 1-5 Tage im Darm verbleiben und
diese Rückstände somit dort 24h im inneren des kranken Körpers ihre weiteren
Auswirkungen verüben. Das ist nicht etwa vergleichbar mit einer kurzen Duftwolke
an der man vorbei geht. Mit einer Duftwolke der man kurz draußen begegnet kann
man sich eventuell mal kurz arrangieren, Atemschutzmaske aufsetzten Augen
zu und durch, je nach dem wie stabil man ist.
Sich mit Lebensmittel zu arrangieren ist noch viel problematischer,
weil diese eben lange mit dem Körper in Kontakt stehen. Die Kontramination
von Lebensmitteln, mit selbst geringsten Menegen an Stoffen auf die man
reagiert, stellt somit für kranke Menschen ein großes Problem dar.
Ich finde das man ruhig darauf bestehen kann das Biolebensmittel frei von
gesundheitsschädlichen Stoffen sind und dazu zählen chemische
Reinigungsmittel genauso wie Pestizide.

Überdenke deshalb bitte diesbezüglich Deine Aussagen noch einmal in Ruhe
und denke daran das jeder auf etwas anderes stark reagiert und genau so ein
Recht darauf hat in Gemeinschaft zu leben wie alle anderen, die noch nicht
sehr stark sensibilisiert sind, auch.


gruß
sunsun
sunsun
 


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