Kleine Kinder - große Äpfel - zu hohe Rückstände?
PAN und Industrie für Neubewertung von Höchstmengen
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(aid) - Das Pestizid Aktionsnetzwerk Deutschland e. V. (PAN) hält die derzeit erlaubten Rückstands-Höchstmengen für bestimmte Pestizide für Kinder unter Umständen für ein Risiko. Die Berechnungen einer neuen Studie zeigten, dass bei 13 ausgewählten Lebensmitteln wie Äpfeln, Trauben und Erdbeeren die festgelegten Höchstmengen in sechzig Fällen überschritten würden. Die Verzehrsgewohnheiten europäischer Bürger sind zudem höchst unterschiedlich, das gelte unter anderem auch für die individuellen Unterschiede in den Portionsgrößen von z.B. Äpfeln oder Birnen. Welche Verzehrsdaten künftig beim Festsetzen einheitlicher Rückstands-Höchstmengen herangezogen werden sollten, müsse noch geklärt werden.
Nur in wenigen Ländern gibt es derzeit aktuelle Studien zu den Ernährungsgewohnheiten, insbesondere von Kindern. Die bekannten Daten zeigen deutliche regionale Unterschiede. Deutschland hat seit dem vergangenen Jahr ein Verzehrsmodell, das das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) für bis zu 5 Jahre alte Kinder auf der Basis der Daten einer Verzehrsstudie entwickelt hat. PAN hält eine zügige Neubewertung bestimmter, oftmals seit Jahren nicht überprüfter bestehender Rückstands-Höchstmengen für unerlässlich. Dabei müsse dem Gesundheitsschutz besonders empfindlicher Menschen wie Kindern konsequent Vorrang eingeräumt werden. Zudem müssten die sehr unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten aller Regionen in der EU berücksichtigt werden. Der Industrieverband Agrar, in dem auch die Produzenten von Pflanzenschutzmitteln zusammengeschlossen sind, betonte, eine Neubewertung bedenklicher Höchstmengen läge auch im Interesse der Industrie aid, Britta Klein
Weitere Informationen unter:
http://www.pan-germany.org und http://www.bfr.bund.de