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Foodwatch hat Erfolg zu verzeichnen

BeitragVerfasst: Freitag 15. Juni 2007, 09:42
von Kai Uwe
Die Veröffentlichungen von foodwatch zur Dioxinbelastung von Dorschleber zeigen Wirkung. Mehrere Supermarkt-Ketten haben die betroffenen Dorschleber-Produkte aus dem Verkauf genommen. Edeka, Rewe, Kaiser's Tengelmann, Aldi Nord und das Berliner Kaufhaus KaDeWe entfernten die belasteten Produkte aus den Regalen. Das ist ein großer Erfolg. Nur die Extra-Verbrauchermärkte, die vom Metro-Konzern betrieben werden, verkaufen weiterhin Dorschleber der Marke Rügen Fisch. Und das, obwohl die Produkte dieser Firma beim foodwatch-Test am höchsten mit giftigen Dioxinen und PCB belastet waren.

Doch der eigentliche Skandal ist: Die zuständigen Länderbehörden reagieren gar nicht oder nur ausweichend auf die Anfragen von foodwatch. Weder wurde eine Rückrufaktion angeordnet, noch eine Verzehrswarnung ausgesprochen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) als zuständige Bundesbehörde prüft noch, "ob der Belastung von Dorschleber mit Dioxin im Rahmen eines bundesweiten Überwachungsprogramms weiter nachgegangen werden soll". Während die meisten Supermarkt-Ketten zum Schutz der Verbraucher aktiv wurden, bleiben die zuständigen Lebensmittelbehörden tatenlos. Die Wächterfunktion der Behörden muss erneut foodwatch übernehmen. Es zeigt sich wieder einmal, dass es nicht zu wenig Kontrolleure gibt, sondern zu wenig Kontrolleure, die Konsequenzen aus den Kontrollen ziehen.

Weitere Informationen sowie die PDF-Dokumente mit den Antworten der Handelsketten und der zuständigen Behörden finden Sie im Internet unter
http://foodwatch.de/kampagnen__themen/dioxine_und_pcb/fisch/handel_und_behoerden/

Foodwatch hat Erfolg zu verzeichnen

BeitragVerfasst: Samstag 30. Juni 2007, 18:47
von Betty Zett
... und für diese Arbeit zahlen die Bundesbürger eigentlich Überwachungsbehörden.