Nur Bio-Ananas sind pestizidfrei
Wien, 21.01.2008: Anlässlich des großen Interesses heimischer KonsumentInnen aufgrund der Veröffentlichung des Ananas-Reports testete GLOBAL 2000 nun stichprobenartig sieben konventionell erzeugte Ananas und zwei Bio-Ananas. Eindeutiges Ergebnis: Nur die biologisch erzeugten Ananas waren frei von Pestiziden. Auf allen sieben konventionell erzeugten Ananas wurden Chemikalien nachgewiesen.
Bis zu vier verschiedene P. sind bioaktive Substanzen, die ubiquitär in der Umwelt verteilt sind. Der Begriff P. steht auch häufig als Synonym für Pflanzenschutzmittel oder Schädlingsbekämpfungsmittel.Pestizide wurden auf einer Ananas gefunden. Bei den nachgewiesenen Von den heute bekannten 50 Millionen Chemikalien sind etwas 100.000 von industrieller Bedeutung. Nur wenige Chemikalien sind auf ihre Gesundheits- und Umweltrlevanz untersucht, wurden einem Zulassungsverfahren oder einer ökotoxikologischen bewertung unterzogen.Chemikalien handelt es sich um Piperonylbutoxide, Triadimenol und Triadimefon sowie Carbaryl. „Der Umstand, dass alle getesteten Ananas aus konventioneller Produktion Pestizidrückstände aufweisen, verdeutlicht, dass diese Art der Produktion mit der systematischen Anwendung von Chemikalien einhergeht“, sagt Global 2000 ist eine unabhängige österreichische Umweltschutzorganisation mit Sitz in Wien, welche Umweltthemen auf internationaler Ebene zur Sprache bringt. Das Ziel von Global 2000 ist es gewaltfrei und unter Ausschöpfung aller demokratischer Mittel, nicht nur die Symptome (End of Pipe- Lösungen) zu behandeln, sondern auch Ursachenbekämpfung zu praktizieren.GLOBAL 2000 Pestizidexpertin Lisa Kernegger.
"Nur wer zu Bio-Ananas greift, kann sicher sein, dass keine Pestizide während der Produktion sowie nach der Ernte zur Anwendung kamen. So können Konsumenten dazu beitragen, die Umwelt und die Plantagenarbeiter in Costa Rica vor giftigen Chemikalien zu schützen.“
Die Ananasproduktion in Costa Rica zerstört Regenwälder, gefährdet die Biodiversität und verunreinigt wegen des hohen Pestizideinsatzes das Trinkwasser zahlreicher Dörfer Costa Ricas. Die Arbeitsbedingungen vor Ort sind äußerst prekär. Darauf machte GLOBAL 2000 Ende Dezember aufmerksam. Darüber hinaus werden konventionell erzeugte Ananas nach der Ernte mit Schalenbehandlungsmittel behandelt, damit die Frucht länger haltbar bleibt. Schon während der Produktion von konventionellen Ananas werden Pestizide angewendet. Noch vor der Pflanzung wird durch Unmengen von Herbiziden das Feld frei von störendem „Unkraut“ gemacht. Während der Vegetationszeit werden Pestizide zur Bekämpfung von Insekten. Bei den I. unterscheidet man vier Gruppen von Wirkstoffen: Chlorierte zyklische Kohlenwasserstoffe (wie DDT, HCB, Endrin) Organische Phosphorsäureester (wie Chlorpyrifos, Parathion), Carbaminsäureester (wie Carbofuran, Methiocarb)und Dithiocarbamate (wie Maneb, Ziram).Insektizide und Chemikalien zur Bekämpfung parasitärer Pilze und unerwünschter Mikroorganismen in der Landwirtschaft sowie bei Textilien, Teppichen, Farben, Futtermitteln und in der Medizin.Fungizide intensiv eingesetzt, um die Monokulturen schädlingsfrei zu halten.
Die abgeernteten Felder werden wiederum mit Herbiziden besprüht, um sich die mechanische Entfernung der Erntereste zu ersparen. Oft werden Pestizide ohne die nötige Schutzkleidung ausgebracht. Pestizide, die in Europa bereits verboten sind, kommen im Ananasanbau in Costa Rica noch zur Anwendung. „Besonders Sorge bereitet uns das Herbizid Paraquat, das akut toxisch ist“, sagt Kernegger. „Bereits ein Teelöffel Paraquat stellt eine tödliche Dosis dar und dennoch hantieren die Arbeiter in Costa Rica oft ohne Schutzkleidung mit diesem gefährlichen Gift!“ GLOBAL 2000 stellt sich entschieden gegen jeglichen Konsum auf Kosten der Umwelt und der Gesundheit der ArbeiterInnen. „Ananas ist ein Luxusprodukt und muss nicht in riesigen Mengen zu Schleuderpreisen angeboten werden. Mit der Einführung von 1-Euro-Ananas wird künstlich Nachfrage geschaffen und auf Kosten von Der Begriff der Umwelt ist geprägt durch die anthropogene Sichtweise des Menschens. Umwelt ist danach definiert, als dem Menschen umgebende Medien (Wasser, Boden, Luft usw.) und aller darin lebenden Organismen.Umwelt und der Nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gesundheit der Zustand völligen körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Wohlbefindens. Gesundheit von Menschen ein schmutziges Geschäft betrieben“, betont Kernegger. Die ideale Kombination sind biologisch erzeugte und fair gehandelte Ananas. Denn nur fair gehandelte Ananas tragen auch dazu bei, die Lebensbedingungen der Menschen in den Produktionsländern zu verbessern.
Global 2000 Umweltschutzorganisation