Der Preis der Milch

Der Preis der Milch

Beitragvon Juliane » Mittwoch 4. Juni 2008, 09:54

Der Preis der Milch



"Statistisch betrachtet trinkt der Durchschnittsdeutsche im Jahr 65 Liter Milch, verdrückt 11 Kilo Käse und delektiert sich an 17 Liter Joghurt. Die knapp 200 Liter Milch, die eine Molkerei dafür benötigt, liefert die Kuh dafür in rund einer Woche. Weil Kühe immer mehr Milch liefern, nimmt deren Zahl rapide ab: von mehr als sechs Millionen 1990 auf jetzt noch vier Millionen in Deutschland", schreibt FR Autor STEPHAN BÖRNECKE aktuell in "Die Kuh macht's".


Und dieser Milchkonsum hat seinen Preis.Überall dort, wo Milchprodukte in Massen konsumiert werden, hat der Prostatakrebs und der Brustkrebs erschreckende Zuwachsraten.

Im April 2008 ging das Ergebnis einer europaweiten Langzeituntersuchung bei
British Journal of Cancer (2008)Epidemiology online. Die Ergebnisse der Untersuchung an der auch Epidemologen aus Heidelberg teilnahmen, erhärtete den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Michprodukten und der Erkrankung an Prostatakrebs.

Nachzulesen unter:http://www.nature.com/bjc/journal/v98/n9/full/6604331a.html


Dass mit dem Verzehr von Michprodukten das Risiko an Prostata- und Brustkrebs zu erkranken wächst ist schon lange bekannt:

" Laut einer Krebsverteilungskarte der Europäischen Union sowie einer weiteren der Weltgesundheitsorganisation hängt die Häufigkeit von Brustkrebs bei Frauen in erster Linie mit der Verbreitung von Milch und Milchprodukten zusammen", ist auf der Seite von Brisant zu lesen.

[url]http://www.mdr.de/brisant/gesundheit/3955-hintergrund-354338.html[/url]



Servan-Schreiber hat in diesem Buch Farbdruck-Weltkarten veröffentlicht, die zeigen, in welchen Ländern Brustkrebs und auch Prostatakrebs sich wie eine Epidemie ausgebreitet haben. (Quellenangabe von DSS : Datenbank des Internationalen Krebsforschungszentrums [url]http://www.iarc.fr)[/url].

"Vergleicht man die gleichen Altersgruppen, sind Brust-, Prostata- und Darmkrebs Krankheiten der Industrieländer, vor allem der westlichen Länder. Sie treten in den USA und Nordeuropa neun mal häufiger auf als in China, Laos und Korea und vier mal häufiger als in Japan.
Wenn man ... Karten betrachtet , drängt sich die Frage auf, ob Asiaten vielleicht durch ihre Gene vor Krebs geschützt sind. Doch es hat sich gezeigt, dass es in diesem Fall nicht an den Genen liegt. Als Annie Sasco Daten in China erhob, fragte sie einen chinesischen Kollegen, wie er die niedrige Brustkrebsrate im Land erkläre. Er antwortete mit einem amüsierten Lächeln:' Das ist eine Krankheit der Reichen. Hier werden sie keine Fälle finden, in Hongkong aber schon.' ... Und in den letzten zehn Jahren hat sich die Brustkrebsrate in chinesischen Großstädten parallel zu Hongkong verdreifacht."

David Servan-Schreiber, Das Anti Krebsbuch, München 2008, Seite 94



"Am beweiskräftigsten in Sachen Brust- und Prostatakrebs ist nach wie vor der Zusammenhang zwischen Konsum von Milch und Milchprodukten - die weder für erwachsene Menschen gedacht noch in unserer Evolution begründetet sind - und der Entstehung von Tumoren, gerade angesichts der heutigen Intensivmethoden der Agrargrindustrie. Außerdem nehmen wir mit Milch und Milchprodukten besonders viele Schadstoffe auf, darunter Stoffe aus der Umwelt, die in die endokrinen Vorgänge eingreifen; viele davon sind fettlöslich und akkumulieren sich am Ende in
der Nahrungskette."

Zitat aus Jane Plant, Das Leben in deiner Hand, München, 2004


Milchkonsum hat seinen Preis.

Auf die Dauer wird man die Verbraucher nicht nur über den Ladenpreis der Milchprodukte aufklären müssen, sondern auch über den Preis, den wir für unsere Gesundheit bezahlen müssen.

Die Bauern sind unzufrieden über die Entwicklung des Milchpreises. Was würde wohl passieren, wenn die Verbraucher angesichts der gesundheitlichen Risiken den Konsum der Milchprodukte reduzieren.
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Beitragvon Clarissa » Mittwoch 4. Juni 2008, 10:23

und das mir, als begeisterte Milchtrinkerin - mein Résumé ich werde es stark einschränken und mich mit soja anfreunden, esse ja auch ansonsten sehr viel soja, tofu etc.pp
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Juliane » Freitag 6. Juni 2008, 16:28

KID der Informationsdienst des deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg schreibt über Prostatakrebs auf seiner Internetseite:



"Auf angeborene genetische Faktoren deuten zudem Unterschiede in der weltweiten Prostatakrebsrate hin: Am seltensten ist diese Tumorart bei Männern in Ostasien, am höchsten ist die Erkrankungsrate bei Männern schwarzafrikanischer Herkunft, so die Vergleiche internationaler Studien. Hier weisen Forscher allerdings auch darauf hin, dass sich solche Unterschiede zum Beispiel bei Einwanderern in die USA bald zu verwischen beginnen. Nehmen Familien asiatischer Herkunft amerikanische Lebens- und Ernährungsgewohnheiten an, steigt das Prostatakarzinomrisiko der Männer in der nächsten Generation an.


Ernährung: Zusammenhang bisher nicht geklärt

Schon seit längerem wird der Einfluss der Ernährung auf die Entstehung von Prostatatumoren diskutiert und in Studien untersucht. Bisher konnten allerdings keine einzelnen Ernährungsfaktoren identifiziert werden, die – über die allgemein als wichtig für die Gesundheit geltenden Faktoren hinaus – in der Vorbeugung Sinn machen würden.
Derzeit ist weder klar, ob besonders fettreiche Nahrung eine ungünstige Rolle spielt, noch lässt sich ein Nutzen so genannter Phytohormone aus Soja, der des Minerals Selen, die Rolle von Vitamin E oder die der sekundärer Pflanzenstoffe wie des Lycopins aus Tomaten sicher belegen.
Selbst ein direkter Zusammenhang mit dem Verzehr von Obst und Gemüse konnte in der europäischen Ernährungsstudie EPIC nicht nachgewiesen werden (die bisherigen Ergebnisse in englischer Sprache unter http://www.iarc.fr/epic/Sup-default.html).
Insgesamt könnten mögliche Auswirkungen einer ungesunden Ernährungsweise auf die Prostata eher mit den Themen Körpergewicht und Bewegung oder Sport verknüpft sein."

http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/risikofaktoren.php

Im Jahr 2007 lagen allen europäischen Krebsforschungs Epidemologen die neuen Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen Ernährung mit Milchprodukten und Prostatakrebs vor.

Im April 2008 ging das Ergebnis einer europaweiten Langzeituntersuchung bei
British Journal of Cancer (2008)Epidemiology online. Die Ergebnisse der Untersuchung an der auch Epidemologen aus Heidelberg teilnahmen, erhärtete den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Michprodukten und der Erkrankung an Prostatakrebs.

Nachzulesen unter:[url]http://www.nature.com/bjc/journal/v98/n9/full/6604331a.html[/url]


Warum hat KID diese Information nicht auf seiner Internetseite?

http://forum.fr-online.de/forum/showthread.php?t=1127
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Beitragvon Juliane » Dienstag 15. Juli 2008, 15:28

Epidemologische Studie über Prostatakrebs


Man kann die Zusammenfassung mittlerweile nicht mehr per Klick nachlesen.
Zu finden ist der Text, wenn man Google wie folgt füttert:

Animal foods, protein, calcium and prostate cancer risk: the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition\"


Also hier ist der Originaltext:


\"Abstract

We examined consumption of animal foods, protein and calcium in relation to risk of prostate cancer among 142 251 men in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition. Associations were examined using Cox regression, stratified by recruitment centre and adjusted for height, weight, education, marital status and energy intake. After an average of 8.7 years of follow-up, there were 2727 incident cases of prostate cancer, of which 1131 were known to be localised and 541 advanced-stage disease. A high intake of dairy protein was associated with an increased risk, with a hazard ratio for the top versus the bottom fifth of intake of 1.22 (95% confidence interval (CI): 1.07–1.41, Ptrend=0.02). After calibration to allow for measurement error, we estimated that a 35-g day-1 increase in consumption of dairy protein was associated with an increase in the risk of prostate cancer of 32% (95% CI: 1–72%, Ptrend=0.04). Calcium from dairy products was also positively associated with risk, but not calcium from other foods. The results support the hypothesis that a high intake of protein or calcium from dairy products may increase the risk for prostate cancer.\"

Quelle:

Epidemiology
British Journal of Cancer (2008) 98, 1574–1581. doi:10.1038/sj.bjc.6604331

http://www.nature.com/bjc/journal/v98/n9/abs/6604331a.html


Hier sind die teilnehmenden Staaten und Institutionen der Krebsstudie aufgelistet:


\"Animal foods, protein, calcium and prostate cancer risk: the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition


N E Allen1, T J Key1, P N Appleby1, R C Travis1, A W Roddam1, A Tjønneland2, N F Johnsen2, K Overvad3, J Linseisen4, S Rohrmann4, H Boeing5, T Pischon5, H B Bueno-de-Mesquita6, L Kiemeney7,8, G Tagliabue9, D Palli10, P Vineis11,12, R Tumino13, A Trichopoulou14, C Kassapa14, D Trichopoulos15, E Ardanaz16, N Larrañaga17, M-J Tormo18, C A González19, J R Quirós20, M-J Sánchez21, S Bingham22, K-T Khaw23, J Manjer24, G Berglund25, P Stattin26, G Hallmans27, N Slimani28, P Ferrari28, S Rinaldi28 and E Riboli12

1Cancer Epidemiology Unit, University of Oxford, Oxford, UK
2Institute of Cancer Epidemiology, Danish Cancer Society, Copenhagen, Denmark
3Department of Epidemiology and Social Medicine, University of Aarhus, Aarhus, Denmark
4Division of Cancer Epidemiology, German Cancer Research Centre, Heidelberg, Germany
5German Institute of Human Nutrition, Potsdam-Rehbücke, Germany
6National Institute of Public Health and Environment, Bilthoven, The Netherlands
7Department of Epidemiology, University Medical Centre, Nijmegen, The Netherlands
8Department of Urology, University Medical Centre, Nijmegen, The Netherlands
9Lombardy Cancer Registry Unit, National Cancer Institute, Milan, Italy
10Molecular and Nutritional Epidemiology Unit, Scientific Institute of Tuscany, Florence, Italy
11Department of Biomedical Science, University of Turin, Turin, Italy
12Department of Epidemiology and Public Health, Imperial College, London, UK
13Cancer Registry, Azienda Ospedaliera Civile M.P. Arezzo, Ragusa, Italy
14Department of Hygiene and Epidemiology, University of Athens Medical School, Athens, Greece
15Hellenic Health Foundation, Athens, Greece
16Seccion de Vigilancia y Control Epidemiologico, Instituto de Salud Publica de Navarra, Pamplona, Spain
17Epidemiology Unit, Basque Health Department in Gipuzkoa, San Sebastian, Spain
18Epidemiology Department, Murcia Health Council, Murcia, Spain
19Catalan Institute of Oncology, Barcelona, Spain
20Public Health and Health Planning Directorate, Asturias, Spain
21Andalusian School of Public Health, Granada, Spain
22MRC Centre for Nutritional Epidemiology in Cancer Prevention and Survival, Department of Public Health and Primary Care, Cambridge, UK
23Department of Gerontology, University of Cambridge, Cambridge, UK
24Department of Surgery, Malmö University Hospital, Lund University, Malmö, Sweden
25Department of Clinical Sciences, Malmö University Hospital, Lund University, Malmö, Sweden
26Division of Urology and Andrology, Department of Surgical and Perioperative Sciences, Umeå University Hospital, Umeå, Sweden
27Department of Public Health and Clinical Medicine, Nutrition Research, Umeå University Hospital, Umeå, Sweden
28Nutrition and Hormones Group, International Agency for Research on Cancer, Lyon, France\"

[url]http://www.nature.com/bjc/journal/v98/n9/abs/6604331a.html[/url]





- Editiert von Juliane am 04.08.2008, 12:11 -
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Beitragvon Monja » Mittwoch 16. Juli 2008, 11:42

Ja, es gibt auch Ziegenmilch, Kokosnussmilch, Schafsmilch, - viel
verträglicher als Kuh und die vielen Sorten Sojamilch, liebe Clarissa,
da ist bestimmt auch für dich was leckeres dabei. Rein nur Sojamilch
schmeckt etwas langweilig, aber in sämtlichen Läden hier sind die alle
in Bio- Qualität, immerhin gut, gell. Von Kuhmilch raten auch fast alle
Naturheilärzte ab, wir sind ja keine Kälbchen... liebes muuuh von Monja
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Beitragvon Marina » Donnerstag 17. Juli 2008, 17:36

Wie ist das eigentlich bei Schafen und Ziegen, werden die auch in der Schwangerschaft gemolken? Ich frage wegen der Hormone. Juliane hat ja schon viel über die Kuhmilch mit den vielen Schwangerschaftshormonen geschrieben. Weiß das zufällig jemand wie es bei Schaf und Ziege ist?

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Beitragvon Schnaufti » Donnerstag 17. Juli 2008, 22:50

Hallo Marina,
bei Schafen und Ziegen ist es genauso wie bei Kühen, die müssen auch erst einmal ein "Baby" bekommen haben um Milch zu geben. Alle müssen dann aber nicht gleich wieder "schwanger" werden, dies wird halt aus Wirtschaftlichkeit gemacht.

Aber mal was anderes, warum soll ich denn bitte Sojamilch trinken, wenn ich keine Kuhmilchunverträglichkeit habe? Ich bin doch auch keine Sojabohne.
Ausserdem wurde mittlerweile festgestellt, dass es fast kein Soja auf der Welt gibt, welches nicht gentechnisch verseucht ist.

In Asien vertragen sehr viele Menschen keine Kuhmilch, da dort seit Jahrtausenden keine Kuhmilch getrunken wurde (fast alle Laktose-Intollerat). Dies spiegelt sich zum Beispiel auch in der TCM wieder - die Ärzte lehnen Milch meistens ab.
Mit der "verwestlichung" kam der Milchkonsum!

Und noch was anderes: mein Mann z.B. verträgt nur Biomilch, entweder als Vorzugsmilch (unbehandelt) oder höchstens hocherhitzt. Sobald die Milch homogenisiert wurde ist es vorbei, er bekommt massive Magen-Darm-Symptome.

Vielleicht sollte man mal überlegen, ob wirklich alles an der Milch an solches liegt, oder daran, dass die Milch in Ihrer Struktur verändert wurde und somit nicht mehr nartürlich ist.

Liebe Grüße und gute Nacht
Schnaufti
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Beitragvon Juliane » Freitag 18. Juli 2008, 07:32

Hallo Marina, hallo Monja,

jede Art von Tiermilch (na ja, die Mäuse melken wir ja nicht) muss leider als
potentieller Promotor von Brust-, Prostata- und wahrscheinlich auch Darmkrebs
angesehen werden.

Hallo Schnaufti ,

für viele Menschen, ist es halt einfacher, auf Soja oder Hafermilch umzustellen.
Damit kann man die üblichen Ernährungsgewohnheiten beibehalten und in Rezepten
Tiermilch durch Sojamilch ersetzen.

Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass diese Ersatznahrungsmittel halt nur ähnlich einsetzbar sind, wie Tiermilch. Ansonsten hat man es mit anderen Proteinen, Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen und Mineralstoffen zu tun.
Juliane
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Beitragvon sunday » Freitag 18. Juli 2008, 09:34

hallo,

andererseits gab es einige völker, die jahrtausende lang sehr viel milch getrunken haben, da sie als nomaden in gegenden ohne möglichkeiten zum ackerbau o.ä. lebten,
teils in der wüste (kamelmilch), teils in der tundra (stutenmilch) und sie waren sehr gesund.
ärzte gab es nicht (viele naturvölker haben jahrtausende lang unter schwierigsten bedingungen gesund überlebt, obwohl (oder weil???) sie keine ärzte hatten) und trotzdem wurden sie problemlos so alt, daß sie ihren enkelkindern noch geschichten erzählen konnten.

allerdings war diese milch absolut naturbelassen und die leute lebten insgesamt sehr natürlich und waren vor allem auch keinen chemikalien, abgasen, strahlen usw. ausgesetzt.

auch hier waren krebserkrankungen früher wesentlich seltener als heute, obwohl die leute milch getrunken haben. aber die war früher eben auch naturbelassen und nicht homogenisiert.
und milchprodukte wurden auch nicht in den heute üblichen mengen verzehrt. für kinder (die ja noch wachsen sollen) gab es etwas mehr, aber erwachsene aßen zwar mal etwas käse oder quark und sonntags mal einen pudding, aber sie schütteten nicht literweise milch in sich rein und stopften sich auch nicht mit unmengen von joghurt voll.

da milch von natur aus dazu dient, die kälber etc. wachsen zu lassen, enthält sie substanzen, die das wachstum anregen. und das ist bei erwachsenen nun mal nicht mehr angebracht und fördert da dann manchmal das wachstum der tumore, mit denen die leute früher friedlich alt wurden (prostatakrebs ist eigentlich erst eine häufigere todesursache seit daran herumgeschnibbelt wird und seit die leute älter werden als früher).
daß heute immer mehr junge leute krebs bekommen, liegt wohl eher an der allgemein ungesunden lebensweise, ungesunden ernährung und an der extremen belastung mit chemikalien, abgasen usw. usw.
milch kann natürlich auch dazu beitragen, aber die meisten jungen leute trinken eher literweise cola und bier als milch und essen eher pommes und burger als pellkartoffeln mit quark o.ä.

wer milch schlecht verträgt, sollte sie natürlich ganz weglassen. aber soja milch ist nicht unbedingt eine gute alternative, weil es da sehr viel allergien gibt.

ansonsten reicht es wohl, homogenisierte milch zu meiden und von der naturbelassenen bio-milch usw. nicht viel zu konsumieren, sondern nur ab und zu mal geringe mengen.

liebe grüße
sunday
- Editiert von sunday am 18.07.2008, 10:37 -
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Beitragvon Juliane » Freitag 18. Juli 2008, 13:31

Zitat:

"allerdings war diese milch absolut naturbelassen und die leute lebten insgesamt sehr natürlich und waren vor allem auch keinen chemikalien, abgasen, strahlen usw. ausgesetzt.

auch hier waren krebserkrankungen früher wesentlich seltener als heute, obwohl die leute milch getrunken haben. aber die war früher eben auch naturbelassen und nicht homogenisiert.
und milchprodukte wurden auch nicht in den heute üblichen mengen verzehrt."


Hallo sunday,

das spielt sicher alles eine große Rolle, was Du geschrieben hast.
Wir hatten die Diskussion hier schon mal und ich zitiere einfach nochmal DSS:


"Die Zahl der Krebskranken im Westen ist seit 1940 gestiegen...Drei Faktoren haben in den vergangenen 50 Jahren unsere Umwelt nachhaltig verändert:

1.Der Anteil von raffiniertem Zucker in unserer Ernährung hat zugenommen.

2.Neue landwirtschaftliche Methoden im Anbau und in der Tierhaltung wirken sich auf unsere Lebensmittel aus.

3.Wir haben Kontakt mit zahlreichen Chemikalien, die es vor 1940 noch nicht gab.

...Es gibt guten Grund zu der Annahme, dass sie eine wichtige Rolle bei der Zunahme der Krebserkrankungen spielen."

Zitat aus David Servan-Schreiber, Das Anti Krebs Buch, Seite 96 f


"Als sich unsere Gene entwickelten, nahmen die Menschen höchstens 2 Kilo Honig im Jahr zu sich. Im Lauf der Zeit stieg der Zuckerkonsum langsam, aber stetig., lag 1830 bei 5 Kilo pro Jahr und schnellte Ende des 20.Jahrhunderts dann auf 70 Kilo pro Jahr empor....1930 entdeckte der deutsche Biochemiker Otto Heinrich Warburg, dass der Stoffwechsel bösartiger Tumoren stark auf den Verbrauch von Glukose angewiesen ist. (Glukose ist eine Form des verdauten Zuckers im Körper.) ...Wenn wir Zucker oder Weißmehl essen (Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index), steigt der Blutzuckerspiegel stark an. Der Körper schüttet daraufhin Insulin aus, das die Aufnahme von Glucose in den Zellen erleichtert.

Zusammen mit dem Insulin wird der Wachstumsfaktor IGF freigesetzt, der das Zellwachstum anregt. Kurz gesagt: Zucker ernährt das Gewebe und lässt es schneller wachsen. Insulin und IGF haben aber noch etwas gemeinsam: Sie stimulieren Entzündungsfaktoren, die ...ebenfalls das Zellwachstum anregen und so als Wachstumsbeschleuniger für Tumoren dienen. ..

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam zu unserer ohnehin zuckerreichen Ernährung ein weiterer Stoff hinzu ....: Maissirup, auch High Fructose Corn Syrup ... genannt. Unser Körper hatte bereits Probleme, den raffinierten Zucker zu verarbeiten, doch mit diesem Sirup ... war er völlig überfordert. ...Maissirup ... hat auch eine toxische Wirkung...

Wenn man Vollkornbrot anstelle von Weißbrot isst, steigt der Blutzuckerspiegel deutlich langsamer... Aus dem gleichen Grund sollte man statt weißem Reis Vollkornreis essen."

David Servan-Schreiber, Das Anti Krebs Buch, Seite 98 ff

Krebszellen hatten die Menschen schon immer im Körper. Heute werden durch Strahlung und Chemikalien sicher mehr Zellen geschädigt. Eine Erkrankung wird erst manifest, wenn es zum Wachstum der Krebszellen kommt. Und das weiss man schon seit den dreißiger Jahren, Krebs wächst nur mit Glucose. Entzieht man die Glucose, hat es der Krebs schwer. Das ist ein Ansatzpunkt alternativer Krebstherapien. Naturvölker hatten keine Glucose im Übermass, wie wir das heute haben. Aber sie hatten auch keine Milchprodukte im Übermass.

Liebe Grüße Juliane
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Der Preis der Milch

Beitragvon sunday » Freitag 18. Juli 2008, 20:16

hallo,

die o.g. völker in wüste und tundra hatten durchaus milch im übermaß, da sie davon immer sehr viel konsumierten und sehr oft wochenlang überhaupt nichts anderes hatten.

und auch bei einigen anderen völkern kann man feststellen, daß sie, obwohl sie nach heutigen gesichtspunkten "ungesund" aßen (z.b. fast ausschließlich fleisch und so gut wie kein obst und gemüse etc., da sowas nun mal im äußerten norden nicht wächst oder permanent sehr große mengen von "rotem" fleisch, das heute als ungesund und krebsfördernd gilt usw. usw.) sehr gesund gewesen sein müssen, weil sie sonst nicht unter den absolut schwierigen bedingungen (große kälte, wenig hygiene (im iglu gab es kein badezimmer*g*), keine ärzte, harte arbeit, karge ernährung usw.) über jahrtausende hinweg überlebt hätten.

in anderen gegenden gab es zwar pflanzen, aber nur sehr wenige, so daß die ernährung sehr einseitig war und daher und auch mangels fleisch usw. sehr viele vitamine etc. überhaupt nicht oder in sehr geringem maße enthielt und auch sie waren gesund.

daher glaube ich, daß die art der nahrung zwar auch eine rolle spielt, aber noch sehr viel mehr die denaturierung der heutigen nahrung (der raffinierte zucker ist ja auch denaturiert, in den ländern, wo das zuckerrohr wächst, aß man davon früher sehr viel und hatte keine beschwerden wie z.b. karies, diabetes etc., aber man aß eben das ganze zuckerrohr) und die vielen chemikalien etc., denen man permanent ausgesetzt ist usw. usw.

d.h. jetzt nicht, daß ich dafür bin, daß man heute und hierzulande viele milchprodukte konsumieren sollte. zum einen ist die milch und auch die übrige ernährung hier eben nicht mehr natürlich und außerdem sind wir ja kein wüstenvolk (obwohl es hier durchaus auch viele kamele gibt *g*).

aber man sollte vielleicht doch lieber alle faktoren berücksichtigen und nicht nur ein nahrungsmittel verteufeln, wobei es sich sowieso alle paar jahre ändert, welche nahrungsmittel als gesund und welche als ungesund gelten.

und vieles ist auch individuell verschieden. ich vertrage z.b. milch auch sehr schlecht und laß sie daher weg, aber das eigentlich gesunde obst, gemüse, vollkornbrot usw. ist für mich noch schlimmer.

die meisten sachen vertrage ich aber erst seit ich einem übermaß an chemie ausgesetzt war nicht mehr, vorher habe ich die meisten nahrungsmittel gut vertragen, jetzt vertrage ich überhaupt nichts mehr gut. wenn ich rückwirkend etwas ändern könnte, würde ich vor allem chemikalien, röntgenstrahlen (bin als kleines kind ganz extrem viel geröngt und durchleuchtet worden), abgase, zigaretten, chem. medikamente, antibiotika usw. usw. meiden.

liebe grüße
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Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 18. Juli 2008, 22:27

Vollkornbrot soll Nickel enthalten. Eine junge Frau erzälte mir einmal, dass sie eine Nickelallergie habe und deshalb Vollkornprodukte streng meiden müsse. Ich habe zwar keine nachgewiesene Nickelallergie, aber ich fühle mich nicht wohl, wenn ich zu oft oder zu viel Vollkornprodukte esse. Jeder sollte individuell für sich die richtigen Nahrungsmittel und das richtige Maß finden. Es gibt aber eine Regel, die für alle gilt: keine Chemie!
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Beitragvon Juliane » Freitag 13. Mai 2011, 07:37

Erhöhtes Prostatakrebsrisiko haben Männer, die Milchprodukte verzehren.


Alexander Ströhle und Andreas Hahn, Hannover

Erhöht der Verzehr von Milch und Milchprodukten das Krebsrisiko?

http://www.dr-moosburger.at/pub/pub077.pdf
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Beitragvon mirijam » Freitag 13. Mai 2011, 12:30

Artikel über Milch

"Böse Milch? Gute Milch?

Macht Milch munter - und schützt uns vor gefährlich brüchigen Knochen? Oder führt der Irrweg, die Babynahrung anderer Säugetiere zu verspeisen, zu höherem Krebsrisiko und zur Magenverschleimung? Das Grundnahrungsmittel scheidet die Gemüter, Anhänger und Gegner sind unversöhnlich.

Das Land, wo Milch und Honig fließt, liegt im Südural. Dort lebten vor etwa 7000 Jahren die ersten Menschen, die auch im Erwachsenenalter gut Milch vertragen konnten. Eine zufällige Genmutation sorgte dafür, dass die Träger des veränderten Gens Milch und ihre Produkte problemlos verdauen konnten. Unsere Vorfahren wurden sesshaft und begannen, Rinder und Ziegen zu melken. Ein Selektionsvorteil vor allem im nördlichen Europa, wo der frostige Winter keine ausreichende pflanzliche Ernährung zuließ. Auch heute noch vertragen die Menschen vor allem in den Regionen Milch, in denen damals die Viehzucht begann, in Skandinavien etwa sind es rund 80 Prozent. In Teilen Asiens und in Afrika hingegen ist es nur ein Prozent der Bevölkerung.

An der Milch scheiden sich die Geister wie an kaum einem anderen Lebensmittel. Für die einen ist der weiße Saft ein Lieferant wichtiger Nährstoffe und Spurenelemente, allen voran Kalzium - die Milchfans prophezeien jedem Milchverächter schwere Mangelerscheinungen. Unsinn, sagen die Gegner, Milch brauchen wir nur als Säuglinge, und dann auch nur die menschliche Muttermilch. Dass die meisten Menschen später eine Unverträglichkeit für den Milchzucker Laktose entwickeln, habe schon seinen Sinn - stattdessen trinken wir noch im Erwachsenenalter die Babynahrung anderer Säugetiere.

Jeder Deutsche verbraucht im Durchschnitt etwa 85 Kilogramm Frischmilcherzeugnisse pro Jahr - damit liegt das Land in der Weltspitze. Milchprodukte decken ein Viertel unseres täglichen Nahrungsbedarfs. Die Milchindustrie preist unermüdlich die Vorteile dieses hohen Milchkonsums: Die Knochen brauchen Kalzium, das nur in Milch reichlich enthalten ist. Wer sich also beispielsweise vor Osteoporose schützen wolle, solle damit nicht geizen.

Wenn das stimmte, dann müssten wir eigentlich die besten Knochen der Welt haben. Aber das Gegenteil ist der Fall: In Japan und China, wo traditionell wenig bis gar keine Milch getrunken wird, sind die Osteoporoseraten viel niedriger als hierzulande. Überhaupt leiden die Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika weniger an Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes oder auch Krebs. In diesen Gegenden der Welt hat es die Menschheit auch ohne das Milchverträglichkeitsgen weit gebracht..."

Den ganzen Artikel hier: http://www.zeit.de/zeit-wissen/2006/01/Milch.xml
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Der Preis der Milch

Beitragvon mirijam » Freitag 13. Mai 2011, 12:47

Auch spannend:

"Krebs: Die Verbindung zwischen den Wachstumshormonen in der Milch und dem Milchkonsum

"........Die verschiedenen Tumore, die sich bei Menschen entwickeln, haben eines gemeinsam. Jeder Tumor benötigt für sein Wachstum das mächtigste Hormon des menschlichen Körpers. Dieses Hormon ist IGF-I. Der Insulin-ähnliche Wachstumsfaktor verursacht den Krebs jedoch nicht. Er erlaubt aber den bestehenden Tumoren zu wachsen.

Diese existierenden Tumore werden durch ein einziges Ereignis verursacht: Einen Irrtum in der Zell-bildung/kopierung. Zigarettenrauch enthält kein IGF-I und ebenso wenig Dioxin oder Uranium 235. Diese Gifte können Krebs auslösen indem sie Zellen töten und neue Zellbildung nötig machen.

Um jedoch den Tumor zum Wachstum zu bringen, muss IGF-I vorhanden sein. Ohne IGF-I, das Wachstumshormon, gibt es keinen Krebs. Unser Körper produziert selbst IGF-I. Und wir konsumieren IGF-I mit Milchprodukten.

In der Milch gibt es einige Elemente, die dieses Hormon schützen. Kasein, der "Klebstoff" der Milch, ist ein schützendes Element. Ein anderes ist der Prozess der Homogenisierung, der mehr Fettpartikel produziert und sie kleiner macht. Diese Fettpartikel transportieren IGF-I aus der Milch im Darm durch die Darmwände in den Blutkreislauf, mit dem sie durch den menschlichen Körper zirkulieren und ihre starken Wachstumseffekte entfalten."

Hier weiter lesen: http://www.milchlos.de/milos_0312.htm
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Beitragvon mirijam » Freitag 13. Mai 2011, 12:59

Noch einige lesenswerte Infos:

"Haben Sie Brustkrebs?
Brustkrebs ist die häufigste durch Krebs verursachte Todesursache bei Frauen in den meisten Teilen der westlichen Welt und die häufigste Todesursache bei Frauen unter 50 Jahren. In den USA alleine sind jedes Jahr etwa 182.000 Frauen durch die Krankheit betroffen und 46.000 sterben daran. Der Verzehr von Milchprodukten ist mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden, weil Milchprodukte einen hohen Gehalt an Fett, tierischem Potein und Hormonen enthalten – also jenen Substanzen, die ein Krebsrisiko erhöhen. Seit den 1980ern haben Studien fortlaufend den Milchkonsum mit einer hohen Inzidenz von Brustkrebs und anderen Krebsarten in Verbindung gebracht. Frauen, die ihr Brustkrebsrisiko minimieren wollen, sollten daher Milch, andere Milchprodukte und Fleisch vermeiden.

Hier sind einige Beispiele:

Die American Cancer Society (ACS) betont: "Etwa ein Drittel der 500.000 Krebstodesfälle jedes Jahr in den Vereinigten Staaten sind auf Faktoren zurückzuführen, die mit der Ernährung zusammenhängen ... obwohl das Komitee feststellt, dass keine Ernährungsweise einen vollständigen Schutz gegen irgendeine Krankheit garantieren kann, glauben wir, dass unsere Empfehlungen die besten derzeit erhältlichen Ernährungsinformationen bieten, um Amerikanern dabei zu helfen, ihr Krebsrisiko zu reduzieren." Die zwei wichtigsten Empfehlungen der ACS sind: "1. Wählen sie in erster Linie pflanzliche Lebensmittel für ihre Ernährung" und "2. Begrenzen sie die Zufuhr von Nahrungsmitteln mit einem hohen Fettgehalt, vor allen Dingen mit Fetten tierischen Ursprungs."

Die American Dietetic Association berichtet, dass Brustkrebs am häufigsten in Ländern vorkommt, in denen Frauen eine fettreiche, auf tierischen Nahrungsmitteln basierende Ernährungsweise haben. In Asien, wo man normalerweise keine Milchprodukte isst, ist Brustkrebs extrem selten. Der international renommierte Ernährungsexperte Dr. T. Colin Campbell weist auf China hin, ein Land in dem prinzipiell keine Milch getrunken wird. Dort liegen die Krebstodesfälle bei Frauen im Alter zwischen 35 und 64 Jahren durchschnittlich bei 9 von 100.000 im Gegensatz zu 44 von 100.000 in den USA.

Japanische Frauen, die einer eher westlichen, auf Fleisch und Milchprodukten basierenden Ernährungsweise folgen, sind 8 mal so gefährdet an Brustkrebs zu erkranken wie Japanerinnen, die sich auf einer pflanzlichen Basis ernähren, die Milchprodukte ausschließt.

Es gibt zahlreiche weitere Studien die zitiert werden können. Zum Beispiel führen Dr. J. L. Outwater von der Princeton University und Dr. A. Nicholson und Dr. N. Barnard vom Physicians Committee for Responsible Medicine mehr als 12 epidemologische Studien auf, in denen eine direkte Wechselbeziehung zwischen dem Verzehr von Milchprodukten und Brustkrebs beschrieben wird.

Eine italienische Studie fand heraus, dass sich das Brustkrebsrisiko als Folge des Verzehrs tierischer Fette und tierischer Proteine erhöht – vor allen Dingen im Hinblick auf Milchprodukte. Die Verfasser dieser Studie, die im British Journal of Cancer veröffentlicht wurde, weisen darauf hin, dass die Ergebnisse auch mit denen früherer Berichte übereinstimmen. Ein zusätzlicher Datenbericht von Ärzten aus Mailand bestätigt die starke Wechselbeziehung zwischen dem Verzehr von Milchprodukten und Brustkrebs.

Eine andere italienische Studie, die im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht wurde, berichtet, dass erwachsene Frauen, die ihre Zufuhr an Fetten und tierischen Proteinen über die Ernährung reduzieren, ihr Risiko an Brustkrebs zu erkranken wesentlich vermindern.

Eine Untersuchung von 1.486 dänischen Frauen mit Brustkrebs ließ erkennen, dass das Brustkrebsrisiko bei Frauen, die vor ihrer Diagnose häufig normale (Voll-) Milch oder drei oder mehr Liter magere Milch pro Woche zu sich nahmen bedeutend erhöht war.

Ein Bericht, veröffentlicht in Cancer Research, stellt die Sterblichkeit durch Brustkrebs mit dem Milchverzehr in Verbindung und geht davon aus, dass Milchprodukte eine Rolle in der Entwicklung von Brustkrebs spielen.

Eine vergleichende Studie veröffentlicht in Cancer zeigt, dass Fleisch und Milchverzehr mit Todesfällen durch Brustkrebs direkt assoziierbar sind. Ärzte fanden eine starke Verbindung zwischen Brustkrebs und tierischen Fetten, aber keine Beziehung zwischen Brustkrebs und pflanzlichen Fetten.

Forscher an der Stanford University und die National Institutes of Health stellten fest, dass hohe Konzentrationen des IGF-1 Hormons das Krebszellwachstum stimulieren. IGF-1, ein Hormon, das natürlicherweise in Menschen und Kühen - und in jeder Milch - vorkommt, kommt in immer zunehmenderem Maß in Milch von Kühen vor, die mit dem synthetischen bovine growth hormone (rBGH) behandelt sind. Im International Journal of Health Sciences warnt der Wissenschaftler der University of Illinois, Dr. Samuel Epstein, dass erhöhte Spiegel von IGF-1 in der Milch von Kühen, die mit rBGH behandelt wurden, einen potenziellen Risikofaktor für Brustkrebs bei Menschen darstellen, die Kuhmilch trinken.

Studien, die im Journal of the American Dietetic Association und im British Medical Journal veröffentlicht wurden, fanden heraus, dass der Verzehr von drei täglichen Portionen fettfreier Milch oder von Milch mit 1% Fett über einen Zeitraum von 12 Wochen hinweg an eine Steigerung des IGF-1 Spiegels um 10% gebunden war. Die Food an Drug Administration gibt an, dass IGF-1 nicht durch Pasteurisierung zerstört wird. Tatsächlich erhöht die Pasteurisierung sogar die Konzentration von rBGH in Milch."

Aus http://www.peta.de/web/milch_-.2376.html
mirijam
 

Der Preis der Milch

Beitragvon Juliane » Donnerstag 19. Januar 2012, 13:57

MAP-Bakterien-Infektionen

Morbus Crohn
Darmkrankheit durch kranke Rinder?



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Zitate aus dem Text:


Prof. John Hermon-Taylor vom Londoner Kings College. Er ist davon überzeugt, dass MAP Morbus Crohn verursachen kann: „Das Erste ist, dass diese MAP-Bakterien-Infektionen überall in unseren Tierbeständen vorkommen. Zweitens: Menschen sind ihnen ausgesetzt. Drittens, und das ist wichtig: Wenn die Tests richtig gemacht wurden, tragen die meisten Menschen, die Morbus Crohn haben, auch das MAP-Bakterium in sich. Und der letzte wichtige Punkt ist: Diese MAP-Bakterien können erwiesenermaßen viele Lebewesen krank machen.“.........


Auf einem Symposium des Bundesamtes für Risikobewertung im November 2009 stellte der Wissenschaftler Philipp Hammer vom Max Rubner-Institut in Kiel fest: „Das Mycobacterium avium ssp. paratuberculosis (MAP) ist seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Erreger der Paratuberkulose vor allem bei Wiederkäuern bekannt. Beim Rind erfolgt die Infektion in den ersten Lebenswochen überwiegend durch Aufnahme von sekretorisch oder fäkal kontaminiertem Kolostrum beziehungsweise von Milch. Klinische Symptome in Form von unstillbarem Durchfall treten circa ab dem dritten bis vierten Lebensjahr oder später, manchmal auch gar nicht auf. Die Krankheit gilt als unheilbar und endet bei klinischen Fällen fast immer tödlich. Infizierte Tiere können lange vor dem Auftreten klinischer Symptome den Erreger mit dem Kot ausscheiden …. In Bezug auf eine Beteiligung von MAP an der Crohnschen Erkrankung des Menschen und damit auch auf die Bedeutung als möglicher Zoonoseerreger gibt es nach wie vor widersprüchliche Auffassungen. Es besteht mit großer Sicherheit ein Zusammenhang zwischen dem Vorkommen des Erregers bei Menschen und der Erkrankung Morbus Crohn.“ .....

nach Ansicht von Prof. John Hermon-Taylor, dass das Mycobacterium avium paratuberculosis (MAP) der Erreger der chronischen Darmentzündung ist.

MAP könne in Lebensmitteln, aber auch in der Umwelt auftreten, so Hermon-Taylor. MAP kann offenbar in Milchprodukten, vor allem Rohmilchprodukten, vorkommen



Sendung vom 18.01.2012
Rückschau: Morbus Crohn
Darmkrankheit durch kranke Rinder?
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Der Preis der Milch

Beitragvon Valletta » Montag 6. August 2012, 07:44

Milch: gut oder schlecht?
Die Milch machts! Nur, was eigentlich? Krebs, Blähungen und Akne wie Studien zeigen? ...

http://lifestyle.de.msn.com/leben/milch-gut-oder-schlecht-1
Valletta
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