Melamin und Harnstoff im Tierfutter
"Ist Melamin schon früher in Lebensmitteln aufgetaucht?
Nicht in Lebensmitteln, aber in Tierfutter: Auch hier hatten die Chinesen Anfang 2007 die Rezeptur künstlich aufgepeppt und in die USA geliefertes Weizengluten für Katzen- und Hundefutter mit Melamin angereichert. 14 Tiere starben an Nierenversagen. Auch hier galt das übliche Motiv: die Vortäuschung eines hohen Proteingehaltes. Während die europäische Lebensmittelbehörde EFSA keinen Hinweis fand, dass verseuchtes Gluten auch in die EU gelangte, wurden die Schweizer Behörden fündig: Statt Maiskleber hatten die Chinesen Harnstoff ins Tierfutter gemengt. Bei Wiederkäuern (nicht aber bei Huhn und Schwein, dort drohen Nierenprobleme) ist zwar Harnstoff im Futter erlaubt, nicht aber sein Derivat Melamin, doch auch diese Substanz war im Futter enthalten. Da Melamin im tierischen Organismus auch wieder zu Harnstoff abgebaut werden kann, wird es erst ab einer unüblich hohen Konzentration für den tierischen Organismus schädlich. Hoch dosiert bildet es im Tierversuch Kristalle und damit Harnblasensteine. Tod durch Nierenversagen steht am Ende."
Wie verseucht ist Chinas Milch?
Stephan Börnecke und Michael Bergius.FR 23.9.2008
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1599636&
Nicht in Lebensmitteln, aber in Tierfutter: Auch hier hatten die Chinesen Anfang 2007 die Rezeptur künstlich aufgepeppt und in die USA geliefertes Weizengluten für Katzen- und Hundefutter mit Melamin angereichert. 14 Tiere starben an Nierenversagen. Auch hier galt das übliche Motiv: die Vortäuschung eines hohen Proteingehaltes. Während die europäische Lebensmittelbehörde EFSA keinen Hinweis fand, dass verseuchtes Gluten auch in die EU gelangte, wurden die Schweizer Behörden fündig: Statt Maiskleber hatten die Chinesen Harnstoff ins Tierfutter gemengt. Bei Wiederkäuern (nicht aber bei Huhn und Schwein, dort drohen Nierenprobleme) ist zwar Harnstoff im Futter erlaubt, nicht aber sein Derivat Melamin, doch auch diese Substanz war im Futter enthalten. Da Melamin im tierischen Organismus auch wieder zu Harnstoff abgebaut werden kann, wird es erst ab einer unüblich hohen Konzentration für den tierischen Organismus schädlich. Hoch dosiert bildet es im Tierversuch Kristalle und damit Harnblasensteine. Tod durch Nierenversagen steht am Ende."
Wie verseucht ist Chinas Milch?
Stephan Börnecke und Michael Bergius.FR 23.9.2008
http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1599636&