Deutscher in Frankreich wegen EMS eingewiesen

Deutscher in Frankreich wegen EMS eingewiesen

Beitragvon Electra » Montag 26. Januar 2009, 09:04

Deutscher in Frankreich wegen Elektrosensibilität in psychiatrische Klinik eingewiesen

Ein Deutscher ist im Elsass wegen einer Allergie gegen elektromagnetische Strahlen in eine geschlossene psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Der Bürgermeister von Bollwiller habe die Einweisung beantragt, berichtet die Tageszeitung xxxx Der Mann hatte sich vor drei Jahren im Elsass niedergelassen, weil er die elektromagnetischen Strahlen in Deutschland nicht mehr ertrug. Er lebte seitdem im Freien. Auf Druck einiger Freunde wurde der Deutsche nach 24 Stunden wieder entlassen.

http://www.tv-suedbaden.de/default.aspx?ID=2973&showNews=338065
Electra
Gelegenheitsposter
 
Beiträge: 92
Registriert: Montag 14. Mai 2007, 13:21

Deutscher in Frankreich wegen EMS eingewiesen

Beitragvon Energiefox » Montag 26. Januar 2009, 09:42

Ich bin da von Berufswegen (Fernmeldetechniker) recht unkritisch mit den elektromagnetischen Strahlen.
Hier stand letztens in der Presse nachdem ein Sender auserbetrieb genommen wurde gaben Kühe wieder Milch und einige Leute konnten wieder ruhig schlafen. Bestimmte Sender (Fernseh- Rundfunkseder arbeiten auch mit relativ großen Leistungen. Es kam eine Zeit lang sogar vor, das Flugzeuge, Kampfjets nicht in der Nähe solcher Sender mit großer Leistung fliegen durften, die Bordelektronik kam durcheinander. Sogar Autos hatten Probleme sind ja heute auch mit Elektronik vollgestopft. Man hat die Elektronik der Jets dann besser abgeschirmt. Jedenfalls ich bin froh das in meiner Nähe keine Handystation ist, manche obwohl nach messtechnischen Sachen alles in Ordnung ist, können nicht mehr ruhig in der Nähe solcher Station schlafen. Ich glaube diesen Menschen. Aber sind die Messwerte in Ordnung hat meine keine Chance das etwas geändert wird.
Gruß Energiefox
- Editiert von Energiefox am 26.01.2009, 10:45 -
Energiefox
 

Deutscher in Frankreich wegen EMS eingewiesen

Beitragvon Clarissa » Montag 26. Januar 2009, 10:38

kann man nicht im gegenzug den bürgermeister anzeigen? einfach nur dreist so ein verhalten.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
Benutzeravatar
Clarissa
Prof. Forum
 
Beiträge: 6492
Registriert: Montag 9. Januar 2006, 17:00

Deutscher in Frankreich wegen EMS eingewiesen

Beitragvon Silvia K. Müller » Freitag 30. Januar 2009, 17:16

Heute Morgen rief eine junge Frau bei CSN an. Ich kenne sie seit sie vor etwa 14 Jahren einmal in die von mit geleitere lokale Selbsthilftgruppe nach Trier kam. Ihr Fall ging mir nie aus dem Gedächtnis, denn sie war der erste extreme Fall von Elektrosensibilität den ich erlebte. Die Frau erzählte uns damals von den Schikanen denen sie durch den MDK ausgesetzt wurde. Sie hatte einem Gutachter versucht bildlich zu erklären wie sich ihre Elektrosensibilität anfühlt. Sie teilte ihm mit, dass sie Kopfschmerzen, Schwindel und schwere "Verbrennungsschmerzen" empfinde. Diese "Verbrennungsschmerzen" solle er sich vorstellen, als würde ein Drache einen mit Feuer ansprucken. Der Gutachter veranlasste, das die Frau zum Psychiater musste und dass sie sonst keine Geld mehr bekäme. Sie musste unsinnigste Gespräche und Expositionen über sich ergehen lassen.

Als sie heute anrief erklärte sie mir, dass ihre Elektrosensibilität eine zeitlang so schlimm war, dass sie jeden Tag in den Wald fahren musste, damit sie keine Schmerzen hatte. Im Wald ging es ihr gut. Manchmal schlief sie im Auto auf einem Waldparkplatz, wo sie dann eines Tages von der Polizei aufgegriffen wurde. Für ihre Elektrosensibilität hatte man kein Verständnis. Sie wurde in die Psychiatrie eingewiesen und mit Psychopharmaka vollgepumpt. Vier Monate hielt man sie dort eingesperrt. Die Psychopharmaka haben sie abhängig gemacht, bis heute ist sie nicht in der Lage sie abzusetzen. Jetzt wurde in der Nähe ihrer Wohnung ein neuer Sender installiert und sie kann sich dort kaum noch aufhalten. Im Auto zu übernachten traut sie sich wegen des Erlebten nicht mehr und sie sucht nun eine UNterkunft in einer Gegend in der man mit Elektrosensibilität noch leben kann.

Kann jemand helfen?
Benutzeravatar
Silvia K. Müller
Administrator
 
Beiträge: 3318
Registriert: Mittwoch 30. Juni 2004, 00:36

Deutscher in Frankreich wegen EMS eingewiesen

Beitragvon Blueberry Hill » Freitag 30. Januar 2009, 22:25

Aus dem
Offener Brief von Dr. med. Karl Braun von Gladiß vom 1.11.08 an die Oberärztin einer psychiatrischen Klinik wegen eines 62-jährigen Mannes.



Mich erinnert Ihr Diagnose-Urteil des „Wahnsystems“ an eine klinische Falldemonstration, die Prof. Dr. Dr. Dörner 1971 im Psychiatrie-Hörsaal in Hamburg-Eppendorf präsentierte, als er eine damals 42jährige Frau, die seit ihrem 18. Lebensjahr zwangsweise in geschlossener Psychiatrie gehalten worden war, vorstellte und aus ihrer alten Akte zitierte, sie sei sich damals, als ihr Vater sie wiederkehrend bedrängt habe, vorgekommen wie die Frau des Kriegsheimkehrers und habe die gleiche Angst vor den Klopfgeräuschen des Stocks gehabt. Der damalige Psychiater hatte sowohl die Klopfgeräusche als halluzinatorischen Realitätsverlust gewertet wie auch einen Kriegsheimkehrer nicht ausmachen können und deshalb wegen Wahnsystem die Zwangseinweisung veranlasst. Die junge Frau hatte sich damals intensiv mit Borcherts Werk „Draußen vor der Tür“ beschäftigt, in dem genau diese Figuren vorkommen. Sie verdankte der literarischen Unkenntnis des Psychiaters und seinem Unverständnis des von ihr benutzten Vergleichs 24 Jahre geschlossene Psychiatrie

http://www.csn-deutschland.de/blog/2008/11/13/elektrosensibilitaet-ist-keine-schizophrenie-eine-sozialpsychiatrische-replik/
Blueberry Hill
 


Zurück zu Elektrosensibilität

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast