Von Funkloch zu Funkloch

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Beitragvon Clarissa » Freitag 13. Februar 2009, 18:53

Handy-Strahlen machen nicht krank, sagen amtliche Studien. Lasst Funklöcher frei, in denen Strahlungsempfindliche überleben können, sagt ein Betroffener.

Studien gaben Entwarnung – Einige leiden dennoch unter Mobilfunkstrahlen
Ulrich Weiner wohnt im Wald – aus Angst vor Handy-Strahlen. Der 31 Jahre alte gelernte Kommunikationstechniker lebt seit sechs Jahren in einem Wohnwagen. Er fährt im Schwarzwald von Funkloch zu Funkloch. „Wenn ich mich über mehrere Stunden in einer Stadt aufhalte, erleide ich einen Zusammenbruch“, sagt Weiner. Er sei ein Elektrosensibler.

„Ich war schon in frühester Kindheit ein Technikfreak“, berichtet Weiner. Bereits während der Ausbildung baute er eine Firma zum Verkauf von Mobiltelefonen auf. Zuletzt hatte er 20 Mitarbeiter. „Ich habe täglich mehrere Stunden mit dem Handy telefoniert.“ Doch seit 2001 habe er mehrere schwere Herz-Kreislauf-Kollapse gehabt. In ländlicher Gegend abseits der Mobilfunknetze habe er sich jeweils schnell wieder erholt.

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Für Weiner und auch für mehrere Ärzte ist die Ursache der Gesundheitsschäden in den Mobilfunknetzen zu suchen. Der Arzt Joachim Mutter, der Weiner mehrfach untersucht hat, sagt: „Herr Weiner hat keinerlei psychische Störung, sondern er ist elektrosensibel.“ Bei ihm sei eine Empfindlichkeit für elektrische Felder und Strahlung gegeben. Laut Umweltinitiativen gibt es im Schwarzwald mehrere Dutzend Menschen, die – zumindest zeitweise – aus gesundheitlichen Gründen in Funklöchern leben.

„Es geht um meine Existenz“, so Weiner. Die Schlupflöcher würden bei einer derzeit offiziellen Netzabdeckung von 99,1 Prozent immer weniger. Er sei seit 2004 krankgeschrieben, lebe in seinem Wohnwagen von Erspartem. Wenn er sich zu Vorträgen in Freiburger Schulen begibt, trägt er einen weißen Strahlenschutzanzug. Freunde chauffieren ihn in seinem Auto. Die Fahrt absolviert er hinter zwei mit Silberfäden durchzogenen Baldachinen, die über dem Rücksitz hängen. Um sich vor Strahlen zu schützen, deckt Weiner auch mal Mobilfunkantennen mit Planen ab.

Allerdings betonen Wissenschaftler, Gesundheitsrisiken durch Mobilfunkstrahlen seien nicht nachweisbar. Eine groß angelegte und über sechs Jahre dauernde Studie im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz sowie des Bundesumweltministeriums gab vor wenigen Monaten ebenfalls Entwarnung.

„Wir haben keine Hinweise gefunden, dass es erhöhte Risiken für die Gesundheit durch Handy-Strahlung gibt“, sagt Thomas Jung, Abteilungsleiter Strahlenwirkung und Strahlenschutz am Bundesamt für Strahlenschutz, über die 17 Millionen Euro teure Studie. Allerdings seien Langzeitergebnisse sowie die Wirkung auf Kinder noch nicht ausreichend erforscht. Umweltverbände kritisieren die Studie, weil die Hälfte der Kosten von den vier deutschen Mobilfunknetzbetreibern getragen wurde.

„Keine Behörde fühlt sich für mich zuständig“, beklagt Weiner. Mehrfach sei er wegen illegalen Campens von Förstern angezeigt worden. Das Amtsgericht Freiburg verhängte ein Bußgeld von 35 Euro. Weiner weigert sich, dieses zu bezahlen. Doch es gehe ihm um noch mehr. „Der Erhalt von Funklöchern muss gesetzlich geschützt werden, damit Menschen wie ich eine Chance bekommen, mit Familie dauerhaft an einem Ort zu wohnen.“ In Schweden sei dies bereits der Fall.


Quelle: [url]http://www.focus.de/gesundheit/news/handy-strahlen-von-funkloch-zu-funkloch_aid_370722.html[/url]


- Editiert von Clarissa am 13.02.2009, 17:55 -
Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2018 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon Monja » Freitag 13. Februar 2009, 19:06

Hi liebe Clarissa,
in Berlin soll die Funkmasten- Dichte wohl so ziemlich am größten
sein, im TV zeigten sie mal vor längerer Zeit auch einen Link,
wo das Berliner Stadtbild von oben mit den vielen Punkten der
Masten einzusehen war. Ich glaube zu erinnern, alle 50 Meter, evtl.
ist ja die Seite im Internet irgendwo zu finden.
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Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 13. Februar 2009, 19:38

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Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon Maria Magdalena » Freitag 13. Februar 2009, 19:59

Der obige Link war falsch, sorry.

Jetzt ist der richtige Link drin mit den Fotos von den Hirnschäden und weiteren Details (siehe vorherigen Post).
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Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon Monja » Freitag 13. Februar 2009, 20:24

darin ist ja sogar die Rede von "Öffnung der Bluthirnschranke",
also unser MCS- Problem!!!

Ob es da Zusammenhänge gibt? Ganz neuer Denkansatz? Waren wir so
leicht zu vergiften, weil diese Schranke durch Strahlungen schon
geöffnet war?

Ich kann allerdings nichts durchlesen,worin Tierversuche vorkommen,
habs nur überflogen.
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Re: Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon Tüpfelponcho » Samstag 26. März 2016, 15:01

...Ulrich Weiner...Mit zwölf Jahren war es dann so weit, und ich nahm meine erste Funkstation mit einer Reichweite von ca. 30 km in Betrieb. Auch das war mir schnell zu wenig. ...hatte ich eine „Amateurfunk-Sendegenehmigung“ und konnte jedenfalls theoretisch über die ganze Welt funken. Die notwendigen Geräte dafür waren für mich aber erst einmal finanziell nicht zu stemmen, und so begann ich wieder Geld zu sparen. ...

... ich ging mit 16 Jahren in die Lehre zum Kommunikationselektroniker mit der Fachrichtung Funktechnik. Noch im letzten Lehrjahr beantragte ich einen Gewerbeschein und gründete mit 18 Jahren meine eigene Firma. Zunächst verkaufte ich Mobiltelefone und die ersten Handys. Später kamen auch ISDN-Telefonanlagen dazu. ...

... Mein Auto hatte sehr schnell den Spitznamen „Igel“ erhalten, weil es zwischen sieben und 15 Antennen auf dem Dach hatte, je nachdem, was ich gerade mal wieder am Ausprobieren war. Der Name war natürlich völlig berechtigt, da alles eingebaut war, was damals technisch möglich war. ...

… bis es eines Tages damit begann, dass ich nach jedem Handytelefonat mich kaum mehr konzentrieren konnte. Ich wollte das erst nicht wahr haben …

... an den Tagen, an denen ich auf das Handy verzichtete, konnte ich mich um ein Vielfaches besser konzentrieren und mehr leisten als an den Tagen, an denen ich mit dem Handy telefonierte. Ich probierte dies über viele Wochen immer wieder aus, bis ich mir eingestehen musste, dass es da einen eindeutigen Zusammenhang gab. ...

... Ich fasste den Entschluss, den ganzen Betrieb so umzustrukturieren, dass wir ohne Handys arbeiten konnten. Das gelang sehr gut ...

... Leider verbreiteten sich die Handys sehr schnell, und so kamen immer mehr neue Sendemasten dazu. So machte ich sehr schnell Bekanntschaft mit dem Phänomen des „Passivtelefonierens“. Jedes Mal, wenn jemand in meiner Nähe mit einem Handy telefonierte, bekam ich die gleichen Symptome wie wenn ich selber telefonierte. So musste ich lernen, diesem so gut es ging auszuweichen. ...

... Die Sache wurde immer klarer: Der digital gepulste Funk verträgt sich nicht mit biologischen Systemen. Ich begann der Sache nachzugehen und fand über die Jahre sehr viele Studien, die all das belegen. ...

... Um meinen Kräfteverfall zu stoppen, entschied ich mich, einen Wohnwagen zu kaufen und mit diesem in den wenigen Funklöchern Deutschlands zu leben. ...

... Besonders am Herzen sind mir die Kinder und Jugendlichen, die heute den Großteil dieser gefährlichen Technologien nutzen und dadurch immer mehr erkranken, oft unerkannt, dass es von ihrem geliebten Handy her kommt. ...


http://ul-we.de/uber-mich/
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Re: Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon Tüpfelponcho » Samstag 26. März 2016, 16:08

siehe auch

...Wie die Industrie direkt die Politik manipuliert...

http://ul-we.de/unsensible-mobilfunk-an ... nipuliert/

Informationen, jeweils mehrere Seiten mit Links:
http://ul-we.de/category/faq/gerichtsurteile/

http://ul-we.de/tag/studien/

http://ul-we.de/tag/studie/

siehe auch z.B. die Themenkette (Thread):

Mobilfunk: Lobbyisten u.ihr Einfluss bei Politikern u. Ärzten
viewtopic.php?f=27&t=19454

und weitere:
Thread: Studien: Elektrosensibilität - EMS - EHS – EMF
viewtopic.php?f=27&t=15109

in shadow`s Beitrag vom 22. Mai 2015, 17:50:
13.05.2015
...Die Unterzeichner des Appells kritisieren, dass die geltenden Grenzwertregelungen (ICNIRP-Richtlinien) wissenschaftliche Erkenntnisse ignorieren...

https://www.diagnose-funk.org/publikati ... newsid=497


Thread: Swisscom beschreibt krankm. Funktechnik im Patent
viewtopic.php?f=27&t=8635

und aktuelles:
10. März 2016
Kinostart: „Thank you for Calling“
Der Filmemacher Klaus Scheidsteger ist der Mobilfunkthematik weiter treu geblieben und hat die Entwicklung dieser Technologie und der dahinter agierenden Verstrickung zwischen Industrie, Wissenschaft und Regierungen weiter beobachtet.

Bekannt wurde er mit der Dokumentation „Der Handykrieg“. Darin zeigt er die ersten Gehirntumorpatienten, welchen es vor Gericht gelungen ist den Zusammenhang zwischen Handynutzung und der genauen Entwicklung ihrer jeweiligen Tumorart nachzuweisen. Diese gelten als die ersten juristischen Erfolge von Betroffenen gegen die Mobilfunkindustrie. Mittlerweile kamen weitere Urteile in Italien und Frankreich dazu. ...

http://ul-we.de/kinostart-thank-you-for-calling/
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Kinostart am 16.09.16 Thank you for calling

Beitragvon jule » Sonntag 31. Juli 2016, 21:39

hank You For Calling: Feldversuch Mobilfunk

Bundesweiter Kinostart am 15.09.2016
THANK YOU FOR CALLING ist ein Film von Klaus Scheidsteger. Nach dem Kinostart in Österreich, kommt der Film nun auch nach Deutschland.
Fünf Milliarden Handynutzer sollen sich ein eigenes Bild über die Situation machen
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Re: Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon Kira » Dienstag 2. August 2016, 10:41

THANK YOU FOR CALLING Trailer

Veröffentlicht am 30.11.2015


ab 19. Februar im Kino

„Too big to fail“: Mobiltelefonie hat sich weltweit in kürzester Zeit als unersetzliche Kommunikationstechnologie durchgesetzt. Ist es möglich, dass sie trotz ihrer rasanten Verbreitung krebserregend ist?

Thank You For Calling geht nicht nur ernsthaften Hinweisen auf mögliche Gesundheitsrisiken nach, sondern vor allem der Frage, warum diese Forschung bisher kaum in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen ist. Anhand von Fakten, Insidern und spannenden Protagonisten rekonstruiert der Film eine groß angelegte Verschleierungstaktik der Mobilfunkindustrie. Es wird ein Kampf von David gegen Goliath.
...

https://www.youtube.com/watch?v=EqtT_W60xKQ
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon jule » Sonntag 28. August 2016, 22:20

Im Alpenfilmtheater in Füssen
gibt es den Kinofilm - Thank you for calling
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Re: Von Funkloch zu Funkloch

Beitragvon Kira » Mittwoch 23. November 2016, 20:18

Hier findet man eine Übersicht aller Sendemasten in Deutschland


Bundesnetzagentur - EMF-Datenbank

http://emf2.bundesnetzagentur.de/karte/default.aspx
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