Mobiltelefone beeinträchtigen Gedächtnis

Mobiltelefone beeinträchtigen Gedächtnis

Beitragvon Clarissa » Montag 16. März 2009, 13:03

Laborratten haben ein schlechteres Gedächtnis, wenn sie der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt sind. Dies belegen Studien von Henrietta Nittby von der Universität Lund in Schweden. Die Forscherin untersuchte die Tiere, nachdem sie über ein Jahr lang jeweils 2 Stunden in der Woche der Handystrahlung ausgesetzt worden waren.

Der Gedächtnistest begann damit, die Ratten in eine Box zu setzen, in der sich 4 Objekte befanden. Nach einiger Zeit wurden die Ratten erneut in die Box gelassen, wobei die 4 Objekte gegen andere ausgetauscht wurden. Beim dritten Betreten der Box kam es zum eigentlichen Test. Die Ratten sahen sich 2 Objekten vom ersten Durchlauf und 2 Objekten vom zweiten Durchlauf gegenüber. Diejenigen Ratten, die keiner Strahlung ausgesetzt wurden, verbrachten mehr Zeit damit, die Objekte des ersten Durchgangs zu erkunden, da sie diese seit längerer Zeit nicht mehr gesehen hatten. Dieser Unterschied im Interesse für die Objekte war bei den Tieren, die der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt waren, weniger deutlich.

Die Wissenschaftler vermuten, dass diese Befunde im Zusammenhang mit den Ergebnissen von früheren Arbeiten der Forschergruppe stehen. Es war gezeigt worden, dass die Strahlung von Mobiltelefonen auf die so genannte Blut-Hirn-Schranke einwirken kann. Diese Barriere verhindert das Eindringen bestimmter Substanzen aus dem Blutkreislauf, die Nervenzellen schädigen können. Die schwedischen Forscher hatten herausgefunden, dass Albumin, ein Transportmolekül im Blut, ins Gehirngewebe gelangt, wenn Labortiere der Strahlung von Mobiltelefonen ausgesetzt werden.

Dabei stellten die Forscher auch eine Schädigung der Nerven in Form von geschädigten Nervenzellen in der Hirnrinde und im Hippocampus fest, der eine wichtige Rolle bei der Bildung des Gedächtnisses spielt. Zum Eintritt von Albumin kam es unmittelbar nach der Einwirkung der Strahlung, wohingegen die Nervenschädigung erst 4 bis 8 Wochen später auftrat. Darüber hinaus fanden die Forscher eine veränderte Aktivität von Gruppen von Genen, die jeweils in funktionellem Zusammenhang miteinander stehen.

Wir haben nun gesehen, dass Handystrahlung im Gehirn von Tieren Spuren hinterlässt. Der nächste Schritt ist, herauszufinden, weshalb dies geschieht, erklärt Henrietta Nittby. Die Forscherin selbst hat ein Mobiltelefon, hält es jedoch nicht ans Ohr, sondern benutzt ein Headset, das über ein Kabel mit dem Handy verbunden ist.

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Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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