Wenn Wärmedämmung krank macht

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Beitragvon Hannibal64 » Freitag 22. Juli 2011, 15:07

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Wenn Wärmedämmung krank macht

Beitragvon Juliane » Freitag 22. Juli 2011, 17:49

Hier geht es weiter:

US-Bundesstaaten verbieten Einbau von Verbundsystemen in Eigenheimen. Hohe Luftfeuchtigkeit fördert Algen und Schimmel

Auch in Deutschland gibt es erheblichen Algen- und Schimmelbefall an stark gedämmten Häusern


http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article13501182/Daemmplatten-gefaehrden-die-Gesundheit.html">http://www.welt.de/print/die_welt/finanzen/article13501182/Daemmplatten-gefaehrden-die-Gesundheit.html


Die Feuchtigkeit bleibt in den Räumen gefangen. Das viele Lüften vergrößert die Risiken im Sommer noch

Asthma, Allergien - immer mehr Bewohner von stark gedämmten Häusern klagen über gesundheitliche Probleme durch steigenden Schimmelpilzbefall. Dennoch will die Bundesregierung die Dämmung von Miethäusern und Eigenheimen vorantreiben, um den Heizenergieverbrauch und die CO2-Emissionen zum Schutz des Klimas zu senken. Ganz anders ist die Situation in den USA: Dort haben mehrere Bundesstaaten die Dämmung von Wohnimmobilien durch vorgefertigte Platten aus Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Steinwolle verboten - um die Gesundheit der Bewohner zu schützen.

In Oregon erfolgte das Votum der Politiker einstimmig: Alle 26 Senatoren entschieden schon im Juli 2007, dass fortan keine Wohnhäuser im Küstenstaat mehr mit einfachen Wärmedämmverbundsystemen ummantelt werden dürften. Demokraten und Republikaner in der Hauptstadt Salem waren sich einig, dass die in den USA Exterior Insulation and Finish Systems, kurz EIFS, genannten Wärmedämmverbundsysteme gravierende Krankheiten auslösen können. Zuvor hatte unter anderem der US-Bundesstaat North Carolina seine Bauvorschriften so verändert, dass dadurch die Verwendung dieser Systeme unterbunden wurde. Initiiert wurde das Verbot in Oregon durch die republikanische Senatorin Jackie Winters, deren elfjährige Enkelin an einem Hirntumor erkrankt war. Ärzte sahen den massiven Schimmelbefall im stark gedämmten Eigenheim als mögliche Ursache der Krebserkrankung. Die Mutter des Mädchens hatte sich eine chronische Bronchitis zugezogen und wiederholt Lungenentzündungen erlitten. Der Vater litt an chronischen Magen-Darmstörungen.

Auch in Deutschland steht die massive Dämmung von Wohnhäusern seit längerem im Verdacht, Krankheiten zu begünstigen. "Die hermetische Abdichtung des Wohnbereichs hat zu einer deutlichen Zunahme des Schimmelpilzbefalls geführt", berichtete bereits 2002 das Deutsche Ärzteblatt, das Fachorgan der Bundesärztekammer. Haben sich die kleinen Sporenträger im Wohnbereich eingenistet, können sie Asthma, Lungenemphyseme und sogar die mitunter tödlich verlaufende Aspergillose, eine Entzündung von Atemorganen, Haut- und Schleimhäuten, hervorrufen. Nach einer Hochrechnung von Medizinern der Universität Würzburg sterben jedes Jahr in Deutschland 2500 Menschen an den Folgen von Schimmelpilzinfektionen.
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Die Dämmung soll Häuser so stark abdichten, dass kaum noch Heizenergie nach außen entweichen kann. "Zugleich besteht damit die Gefahr, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft an den Innenseiten der Wärmedämmschicht hängen bleibt", erläutert Reimund Stewen, Bausachverständiger und Vorstandsmitglied beim Verband Privater Bauherren (VPB). Dadurch könnten langsam die Wände durchfeuchtet und so zum Nährboden für Schimmelpilze werden.

Die Dämmstoffindustrie führt die Probleme darauf zurück, dass Mieter und Eigentümer stark gedämmte Wohnungen und Häuser nur unzureichend lüften würden. Dem widerspricht Olf Voßhans, Architekt und Vorstandsmitglied beim Eigentümerverband Haus & Grund: "Gerade im Sommer dringt oftmals beim Lüften die Feuchtigkeit von außen in die Zimmer ein." Dies sei vor allem an heißen Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit der Fall. "Weil es in den Räumen kälter ist, schlagen sich die winzigen Wassertropfen in der Luft dann an den Wänden nieder und begünstigen die Schimmelbildung." Diese Probleme bestehen nicht nur bei Verbundsystemen, sondern bei allen stark gedämmten Häusern.

Dass dies erhebliche Gefahren mit sich bringt, hat die Gesundheitsbehörde Bremen in einer Studie ermittelt: "Bewohner von Wohnungen mit Feuchteschäden haben ein höheres Risiko für Asthma und Allergien sowie eine höhere Infektanfälligkeit", lautet das Fazit.

Das American Institut of Architects, der Verband der US-Architekten, prüfte die Raumluft in 205 mit Wärmedämmverbundsystemen umschlossenen Eigenheimen. Resultat: In 185 von ihnen - 90 Prozent - war die Luftfeuchtigkeit in den Zimmern "unakzeptabel hoch". Zwar sind die meisten Eigenheime in den USA aus Holz errichtet. Aber Wände aus Porenbeton oder Ziegelsteinen könnten sich ebenso mit Feuchtigkeit vollsaugen wie Holzwände, wenn die Nässe nicht entweichen kann.

Gefahr droht dann auch von außen: "Auf dem hauchdünnen Putz, mit dem Wärmedämmverbundsysteme versehen sind, schlägt sich morgens Tauwasser nieder", sagt Bauexperte Stewen. Als Folge gedeihen Algen und Schimmelpilze prächtig auf den Außenwänden. Werden Haus oder Wohnung gelüftet, gelangen die Sporenträger in die Raumluft. Diese Gefahr bestehe bei jeder von Algen befallenen Fassade, meint der Leipziger Bauingenieur und Chemiker Peter Rauch. "Während Algen erst ab einer Umgebungsfeuchte von 92 Prozent wachsen, genügt den Pilzen bereits eine niedrigere Feuchte."

In Oregon dürfen seit 2007 nur noch Dämmungen verwendet werden, die mit einer Hinterlüftung versehen sind. Dabei zirkuliert Luft durch einen Freiraum hinter der Dämmschicht, um Feuchtigkeit abzuleiten. "Auch in Deutschland gibt es solche Systeme", sagt Sachverständiger Stewen. Von ihrer Verwendung rät er ab: "Mit der Feuchtigkeit führt die Luft auch die Wärme weg, so dass die Dämmwirkung dahin ist."

Der Fachverband Wärmedämm-Verbundsysteme, die Interessensvereinigung der führenden Hersteller, warnt davor, wegen der Vorgänge in den USA Ängste und Panik bei Mietern und Eigenheimbesitzern in Deutschland zu schüren. "Probleme kann es nur geben, wenn bauphysikalische und bautechnische Grundlagen nicht eingehalten werden", sagt Clemens von Trott zu Solz, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit. Auch in den USA betonen Hersteller, Feuchtigkeitsschäden und Schimmel könnten nur entstehen, wenn die Materialien nicht richtig verarbeitet werden. Dennoch wurden Hersteller und Bauunternehmen von Gerichten zu Schadensersatzleistungen verurteilt. Allein in New Hanover County, einem kleinen Landkreis in North Carolina, wurden binnen zweieinhalb Jahren Bauunternehmen dazu verurteilt, an 345 Eigenheimen die durch ihre Dämmungen entstandenen Feuchtigkeitsschäden zu reparieren.


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Wenn W�rmed�mmung krank macht

Beitragvon Sileah » Samstag 23. Juli 2011, 11:21

*grusel*

Es erinnert bzgl. der schnellen und allein klimaschützenden Betrachtung etwas an die giftige Energiesparlampe.

Hier noch ein Video
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1365302/Schimmel-durch-Waermedaemmung#/beitrag/video/1365302/Schimmel-durch-Waermedaemmung
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Wenn W�rmed�mmung krank macht

Beitragvon Sileah » Samstag 23. Juli 2011, 11:29

Besonders gruslig finde ich, dass man durch lüften das Zeug IN die Wohnung holen kann.

[size=10px]Scheint mein Verdacht, dass was in meine Wohnung *flog* doch nicht ganz so absurd zu sein.[/size]
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Wenn Wärmedämmung krank macht

Beitragvon Konrad Fischer » Donnerstag 28. Juli 2011, 07:45

Der Autor hat die Info, die er von mir bekam, leider nicht korrekt verarbeitet. Von 345 Schadensersatzfällen in New Hanover County kann nicht die Rede sein. Es handelt sich dabei um 345 Baugenehmigungen für WDVS-Sanierungen / WDVS-Ersatzbaumaßnahmen bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Die tatsächlichen Hintergründe und Details findet man hier: http://www.konrad-fischer-info.de/2133bau.htm .

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Re: Wenn Wärmedämmung krank macht

Beitragvon Kira » Montag 15. September 2014, 08:35

Sendedatum: 06.08.2014 23:20 Uhr - Lesezeit: ca.1 Min.


Wärmedämm-Lobby: Erschwerte Berichterstattung

Die Umwelt schonen und Energie sparen - lange Zeit hatte die Wärmedämmung mit Styropor ein sehr positives Image. Bis Journalisten anfingen, Fragen zu stellen angesichts einer mit Milliarden an Steuergeldern geförderten Industrie. Sie recherchierten zur Brennbarkeit des Materials oder der Höhe der Energieersparnis. Und berichteten kritisch.

Die Reaktionen der Wärmedämm-Lobby empfanden Berichterstatter als ungewöhnlich massiv. Denn die gut vernetzte Branche versucht mit verschiedensten Mitteln, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen: Ob über anwaltliche Schreiben, das gezielte Eingreifen in eine Hörerbefragung oder Kampagnen-Vorwürfe.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/z ... by100.html


Wärmedämm-Lobby: Erschwerte Berichterstattung

ZAPP - 06.08.2014 23:37 Uhr Autor/in: Caroline Ebner

Dämmen mit Styropor - lange wurde positiv berichtet. Bis Journalisten kritische Fragen stellten. Wie die Lobby darauf reagiert, wundert selbst erfahrene Reporter.

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/z ... 65178.html
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Ignorierte Gefahr: Gift in Wärmedämmung

Beitragvon Kira » Sonntag 2. November 2014, 10:51

Ignorierte Gefahr: Gift in Wärmedämmung

Panorama 3 - 28.10.2014 21:15 Uhr

Dämmplatten aus Polystyrol enthalten giftige Brandschutzmittel, gelten aber trotzdem nicht als Sondermüll. Bislang ist völlig unklar, wie das Material künftig entsorgt wird.


http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/p ... i1488.html

http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama- ... d=14049184
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Dämmung an Millionen Häusern kann Brände anfachen

Beitragvon Kira » Montag 17. November 2014, 09:01

spiegel.de
05.11.2014
Von Güven Purtul

Behörden-Tests: Dämmung an Millionen Häusern kann Brände anfachen

Was Behörden lange bestritten, zeigen nach Recherchen von SPIEGEL ONLINE und des NDR ihre eigenen Tests: Styroporplatten zur Wärmedämmung verschlimmern Hausbrände. Millionen Gebäude können zur Feuerfalle werden.

Hamburg - Polystyrol ist Deutschlands meistverbauter Dämmstoff, er ist vergleichsweise billig und leicht zu verarbeiten. Er klebt zur Wärmedämmung inzwischen auf Millionen von Häusern - die verbaute Fläche entspricht ungefähr der von Hamburg.

Doch Styropor wird aus Erdöl hergestellt - und ist brennbar. Jetzt zeigen Brandtests, die eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Bauministerkonferenz durchgeführt hat: Schutzmittel können offenbar nicht verhindern, dass ganze Fassaden in Flammen aufgehen. Demnach reicht ein einfacher Mülltonnenbrand aus, um eine styroporgedämmte Fassade in Vollbrand zu setzen.

Zwar ...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 01121.html

schon 2011 war das ein Thema :!:

NDR: Wärmedämmung aus Styropor Brandbeschleuniger viewtopic.php?f=64&t=16676&p=90720


45 Min - Wahnsinn Wärmedämmung Sendedatum/Erstausstrahlung 28.11.2011
Veröffentlicht am 09.03.2012
Die Wärmedämmung gilt als wichtiger Baustein für die Ziele des Klimaschutzes, die sich unser Staat gesetzt hat. Ist das der richtige Weg? Kritiker bezweifeln das.

https://www.youtube.com/watch?v=MKeRe7F ... e=youtu.be

Die Tricks der Energieberater NDR 28.11.2011

Hochgeladen am 12.02.2014
Konrad Fischer erklärt die Thermografie und den Schwindel mit der Wärmebildkamera

NDR - Beilage zu Sendung "45 Minuten - Wahnsinn Wärmedämmung" am 28.11.2011 - der Aufklärungsklassiker zum Dämmschwindel

https://www.youtube.com/watch?v=cmZgwIX ... e=youtu.be

05.07.12 | 21:45 Uhr
Wärmedämmung: Wie aus Häusern Brandfallen werden

von Bastian Berbner, Christian Kossin & Güven Purtul

Die Energiewende hat Styropor zum besten Freund vieler Politiker gemacht: Mit dem Material dämmen Millionen Deutsche ihre Häuser, kräftig subventioniert mit Milliarden aus der Staatskasse. So bleiben die Wohnungen im Winter warm und im Sommer kühl. Das spart Energie und schützt das Klima. Alles gut also, wäre da nicht der lästige Brandschutz. ...

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... ng193.html

Video
Mit Styropor dämmen Millionen Deutsche ihre Häuser, kräftig subventioniert mit Milliarden aus der Staatskasse. Doch im Falle eines Feuers kann das verheerende Folgen haben.
05.07.2012 22:30 Uhr

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... a4099.html
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
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Re: Wenn Wärmedämmung krank macht

Beitragvon Kira » Freitag 16. Juni 2017, 19:17

Brandkatastrophe in London

Wie gefährlich ist die Dämmung an Häuserwänden?

Vermutlich hat die Dämmung am Londoner Grenfell Tower die Ausbreitung der Flammen stark beschleunigt. Welche Gefahr geht von solchen Verkleidungen aus? Und wie groß ist sie in Deutschland?



Von Jörg Römer und Holger Dambeck
Donnerstag, 15.06.2017
...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 52251.html

siehe hierzu auch

NDR: Wärmedämmung aus Styropor Brandbeschleuniger viewtopic.php?f=64&t=16676

Entsorgungsnotstand für Dämmplatten - Änderung der Abfallord viewtopic.php?f=47&t=22368
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Re: Wenn Wärmedämmung krank macht

Beitragvon Nachtigall » Sonntag 25. Juni 2017, 07:36

nur dort ....?
Großbritannien

Schon 27 Hochhäuser durch Sicherheitstest gefallen

Bei den laufenden Sicherheitstests haben die britischen Behörden bislang an 27 Hochhäusern leicht entflammbare Fassaden entdeckt. Die jüngsten Evakuierungen sorgten bei den Bewohnern für Ärger.

Samstag, 24.06.2017
...


http://www.spiegel.de/panorama/grossbri ... 5D#ref=rss
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Re: Wenn Wärmedämmung krank macht

Beitragvon Nachtigall » Mittwoch 28. Juni 2017, 16:28

Brennpunkte (DPA)
Feuerwehren fordern besseren Brandschutz

28.06.2017

Berlin - Einen besseren Brandschutz für Gebäude in Deutschland haben Feuerwehrfachleute als Konsequenz aus der Brandkatastrophe von London gefordert. Dabei geht es explizit um Häuser unterhalb der Hochhausgrenze, also Häuser zwischen 7 und 22 Metern.

«Wir können nur hoffen, dass der Warnschuss aus London endlich ernstgenommen wird», sagte der Leitende Branddirektor der Frankfurter Feuerwehr, Reinhard Ries, der Deutschen Presse-Agentur.
...

Positionspapier der Feuerwehren http://www.agbf.de/pdf/2017_3_Fachempfehlung%20WDVS.pdf

https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/i ... chutz.html
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Gefährliche Dämmstoffe - Fassadenbrände, nicht nur Hochhäuse

Beitragvon Kira » Dienstag 11. Juli 2017, 17:56

Kira hat geschrieben:
spiegel.de
05.11.2014
Von Güven Purtul

Behörden-Tests: Dämmung an Millionen Häusern kann Brände anfachen

Was Behörden lange bestritten, zeigen nach Recherchen von SPIEGEL ONLINE und des NDR ihre eigenen Tests: Styroporplatten zur Wärmedämmung verschlimmern Hausbrände. Millionen Gebäude können zur Feuerfalle werden.

Hamburg - Polystyrol ist Deutschlands meistverbauter Dämmstoff, er ist vergleichsweise billig und leicht zu verarbeiten. Er klebt zur Wärmedämmung inzwischen auf Millionen von Häusern - die verbaute Fläche entspricht ungefähr der von Hamburg.

Doch Styropor wird aus Erdöl hergestellt - und ist brennbar. Jetzt zeigen Brandtests, die eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Bauministerkonferenz durchgeführt hat: Schutzmittel können offenbar nicht verhindern, dass ganze Fassaden in Flammen aufgehen. Demnach reicht ein einfacher Mülltonnenbrand aus, um eine styroporgedämmte Fassade in Vollbrand zu setzen.

Zwar ...

http://www.spiegel.de/wissenschaft/tech ... 01121.html

schon 2011 war das ein Thema :!:

NDR: Wärmedämmung aus Styropor Brandbeschleuniger viewtopic.php?f=64&t=16676&p=90720


45 Min - Wahnsinn Wärmedämmung Sendedatum/Erstausstrahlung 28.11.2011
Veröffentlicht am 09.03.2012
Die Wärmedämmung gilt als wichtiger Baustein für die Ziele des Klimaschutzes, die sich unser Staat gesetzt hat. Ist das der richtige Weg? Kritiker bezweifeln das.

https://www.youtube.com/watch?v=MKeRe7F ... e=youtu.be

Die Tricks der Energieberater NDR 28.11.2011

Hochgeladen am 12.02.2014
Konrad Fischer erklärt die Thermografie und den Schwindel mit der Wärmebildkamera

NDR - Beilage zu Sendung "45 Minuten - Wahnsinn Wärmedämmung" am 28.11.2011 - der Aufklärungsklassiker zum Dämmschwindel

https://www.youtube.com/watch?v=cmZgwIX ... e=youtu.be

05.07.12 | 21:45 Uhr
Wärmedämmung: Wie aus Häusern Brandfallen werden

von Bastian Berbner, Christian Kossin & Güven Purtul

Die Energiewende hat Styropor zum besten Freund vieler Politiker gemacht: Mit dem Material dämmen Millionen Deutsche ihre Häuser, kräftig subventioniert mit Milliarden aus der Staatskasse. So bleiben die Wohnungen im Winter warm und im Sommer kühl. Das spart Energie und schützt das Klima. Alles gut also, wäre da nicht der lästige Brandschutz. ...

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... ng193.html

Video
Mit Styropor dämmen Millionen Deutsche ihre Häuser, kräftig subventioniert mit Milliarden aus der Staatskasse. Doch im Falle eines Feuers kann das verheerende Folgen haben.
05.07.2012 22:30 Uhr

http://daserste.ndr.de/panorama/archiv/ ... a4099.html

viewtopic.php?f=29&t=15974&p=119855#p119855


Gefährliche Dämmstoffe: Welche Rechte hat der Mieter?

Die Geschäftsführerin des Mieterschutzbundes NRW gibt hilfreiche Tipps

Stefan Laurin

4. Juli 2017

Vor einer Woche mussten 72 Menschen innerhalb weniger Minuten ein Hochhaus in Wuppertal räumen. Der Grund: Im Falle eines Feuers hätten sie kaum gerettet werden können, da die Fassade leicht brennbar war. Wie gefährlich ist Wohnen in NRW und welche Rechte haben die Mieter?
...

https://correctiv.org/blog/ruhr/artikel ... der-mieter


Stand: 06.07.17 15:03 Uhr

Nach London: Hamburg prüft Fassadendämmungen

Nach der Brandkatastrophe im Londoner Grenfell Tower, bei der 79 Menschen starben, will die Stadt Hamburg vorsorgen. "Um solche Fälle ausschließen zu können, werden wir alle Besitzer von Hochhäusern kontaktieren und, wo dies nötig ist, auch die Hochhäuser kontrollieren", sagte die Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt (SPD) in einer Pressemitteilung der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen am Mittwoch.

Eigentümer haben vierwöchige Frist
...

http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell ... ng326.html

10. Juli 2017

Fassadenbrände
Nicht nur Hochhäuser sind gefährdet

von Thomas Kuhn und Harald Schumacher

Seit dem Hochhausbrand in London wird nach Wohntürmen gefahndet, bei denen mit Polystyrol gedämmt wurde. Dabei sehen Brandschützer die Gefahr in Deutschland ganz woanders.
...

http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstle ... al=Twitter




Stand: 05.11.2014


Dämmstoff Polystyrol: Hohe Brandgefahr

von Güven Purtul

Polystyrol ist Deutschlands meistverbauter Dämmstoff, denn er ist vergleichsweise billig und leicht zu verarbeiten. Er klebt inzwischen auf Millionen von Häusern - auf einer Fläche ungefähr so groß wie Hamburg. Doch Styropor wird aus Erdöl hergestellt und ist brennbar. Flammschutzmittel können offenbar nicht verhindern, dass ganze Fassaden in Flammen aufgehen. Dies ist das Ergebnis von Brandtests, die eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Bauministerkonferenz durchgeführt hat.

Demnach reicht ein einfacher Mülltonnenbrand aus, dass eine styroporgedämmte Fassade komplett in Flammen aufgeht. Zwar sollen Brandriegel aus nicht brennbarer Steinwolle verhindern, dass sich ein Feuer an einer gedämmten Fassade unkontrolliert ausbreitet. Doch selbst wenn alle vorgeschriebenen Maßnahmen korrekt umgesetzt werden, kann der Brand einer Mülltonne oder eines an der Hausfassade parkenden Motorrads verheerende Folgen haben: Nach Recherchen des NDR versagte das Wärmedämmverbundsystem im Test so schnell, dass der Feuerwehr im Ernstfall nicht genug Zeit geblieben wäre, um zu löschen.

Giftige Rauchgase und heftige Brandausbreitung durch Polystyrol
...

https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher ... ng224.html

nicht zu vergessen

Entsorgungsnotstand für Dämmplatten - Änderung der Abfallord viewtopic.php?f=47&t=22368&p=126550&hilit=D%C3%A4mmstoffe#p126550
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Brandschutz-Experte verteidigt Hochhaus-Räumung in Dortmund

Beitragvon Kira » Samstag 23. September 2017, 18:05

Wohnkomplex gilt als Problemfall

Brandschutz-Experte verteidigt Hochhaus-Räumung in Dortmund

Aktualisiert: 22.09.17

Schon lange gilt ein Wohnkomplex für 800 Menschen in Dortmund als Problemfall - nun wurde er komplett geräumt. Die Eigentümerin hält die Maßnahme für unangemessen. Ein Brandschutzexperte widerspricht.
...

https://www.tz.de/welt/brandschutz-expe ... 07161.html

22. September 2017

Mängel in geräumtem Dortmunder Wohnkomplex "nicht kurzfristig zu beheben"

In Dortmund ist am Donnerstagabend ein Hochhauskomplex mit mehr als 400 Wohnungen geräumt worden.
Die Stadt sucht nun nach neuen Unterkünften für die Bewohner.
Der Eigentümer, die Firma Intown aus Berlin, hält die Räumung für nicht rechtens.



Von Felicitas Kock
...

http://www.sueddeutsche.de/panorama/han ... -1.3678509


22.09.2017

Ruhrgebiet

Dortmund räumt riesigen Hochhauskomplex

Wegen Brandschutzmängeln haben die Behörden kurzerhand einen Wohnkomplex evakuiert. 800 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Nach dem verheerenden Hochhausbrand in London wird überall genauer geprüft.
...

http://www.dw.com/de/dortmund-r%C3%A4um ... -xml-media
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Re: Wenn Wärmedämmung krank macht

Beitragvon Kira » Mittwoch 4. Oktober 2017, 10:50

europaticker:

Schadstoffe aus Holzschutzmitteln werden nach Dämmung noch gefährlicher

Dioxine in Altbauten: „ein riesiger Menschenversuch“


Erneut wurden in einem Wohnhaus erhebliche Dioxinbelastungen gemessen, die aus ehemals verstrichenen Holzschutzmitteln stammen. Das Bremer Umweltinstitut wies in einer Staubprobe eines in den 70er-Jahren erbauten Fertighauses im Landkreis Verden unter anderem 29.100 Pikogramm des extrem gefährlichen Seveso-Dioxins nach. Der EU-Grenzwert für Fleisch liegt bei 1,25 Pikogramm, ein entsprechend verseuchter Erdboden müsste laut Bodenschutzverordnung entsorgt werden.

„Allerdings gibt es für die Luft in Innenräumen keine vergleichbaren Grenzwerte“, kritisiert Karl-Jürgen Prull vom Bundesfachbeirat Umweltschutz und Normung der NaturFreunde Deutschlands. „Das Problem betrifft mindestens fünf Millionen Altbauten in Deutschland. Die Bundesregierung und das Umweltministerium sind über die Problemlage informiert, wiegeln jedoch ab und sehen keinen Handlungsbedarf“, so Prull.
...
erschienen am: 2017-09-26 im europaticker

http://www.umweltruf.de/2017_PROGRAMM/n ... ummer=6411
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