Biotonnen bergen Gefahren

Biotonnen bergen Gefahren

Beitragvon Clarissa » Freitag 28. März 2008, 17:58

Biotonnen bergen Gefahren

Beim Öffnen einer Biotonne sollte bewusst der Atem angehalten werden. Denn in den Behältern für Bio-Abfall befinden sich Schimmelpilzsporen, die beim Öffnen der Tonnen aufgewirbelt werden und nach dem Einatmen zu Lungenschäden, allergischen Reaktionen, Asthmaanfällen und Neurodermitisschüben führen können. Darauf weist die Deutsche Lungenstiftung in Hannover hin.

"Je mehr Sporen eingeatmet werden, umso schlimmer können die Auswirkungen auf die Gesundheit sein", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Harald Morr: "Wir raten daher dringend, vor allem beim Öffnen der Tonnen den Atem bewusst anzuhalten, um so das Einatmen eines Großteils der Sporen zu vermeiden." Zusätzlich sollten die Müllbehälter regelmäßig mit heißem Wasser abgespült werden, um die im und am Behältergehäuse sitzenden Schimmelpilzsporen und weitere Keime so weit wie möglich abzutöten.


Besonders Menschen mit Vorerkrankungen der Lunge könnten an einem sogenannten Aspergillom erkranken - eine Art Pilzball, der sich in der Lunge einniste. "Solche Hohlräume in der Lunge entstehen zum Beispiel in Narbengewebe infolge einer Tuberkulose oder auch bei COPD-Patienten nach der Infektion und Entzündung einer Lungenemphysemblase und werden dann gerne von Schimmelpilzsporen besiedelt", erklärt der Professor. Auch Nasennebenhöhlen und Stirnhöhlen könnten betroffen sein.

Weiter geht es hier bei der Quelle: http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?em_cnt=1310211
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
Benutzeravatar
Clarissa
Prof. Forum
 
Beiträge: 6492
Registriert: Montag 9. Januar 2006, 18:00

Biotonnen bergen Gefahren

Beitragvon Marina » Freitag 28. März 2008, 21:11

Am besten hält man bei sämtlicher Müllentsorgung die Luft an.
Bei uns riecht die Papiertonne immer nach Waschmittelduft und die normale Hausmülltonne stinkt auch nach allem möglichen. Ich möchte ja nicht wissen, was die Leute so alles da hineinwerfen, was eigentlich auf den Sondermüll gehört.
Marina
Forenjunkie
 
Beiträge: 1260
Registriert: Sonntag 10. Februar 2008, 18:55

Biotonnen bergen Gefahren

Beitragvon Juliane » Freitag 28. März 2008, 22:24

Hallo Clarissa,die FR hat diese Artikel immer nur kurze Zeit frei im Netz. Dann funktioniert der Link nicht mehr. Ich stell es deshalb einfach mal komplett ein. Damit es als Info nicht verloren geht:



"Schimmelpilzsporen

Biotonnen bergen Gefahren

Mülltonnen riechen (ddp)
Hannover (ap) - Beim Öffnen einer Biotonne sollte bewusst der Atem angehalten werden. Denn in den Behältern für Bio-Abfall befinden sich Schimmelpilzsporen, die beim Öffnen der Tonnen aufgewirbelt werden und nach dem Einatmen zu Lungenschäden, allergischen Reaktionen, Asthmaanfällen und Neurodermitisschüben führen können. Darauf weist die Deutsche Lungenstiftung in Hannover hin.

"Je mehr Sporen eingeatmet werden, umso schlimmer können die Auswirkungen auf die Gesundheit sein", erklärt der Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Harald Morr: "Wir raten daher dringend, vor allem beim Öffnen der Tonnen den Atem bewusst anzuhalten, um so das Einatmen eines Großteils der Sporen zu vermeiden." Zusätzlich sollten die Müllbehälter regelmäßig mit heißem Wasser abgespült werden, um die im und am Behältergehäuse sitzenden Schimmelpilzsporen und weitere Keime so weit wie möglich abzutöten.


12% p.a. steuerfrei
Schiffsbeteiligungen – die clevere Anlageform: Jetzt hohe Renditen und Steuervorteile sichern!
10 % Royale Rendite
Sichern auch Sie sich 10 % Top-Rendite mit Britischen Lebensversicherungen!
Rententipp!
Rürup Rente: Staatlich gefördert mit hohen Steuervorteilen. Das Plus für Ihre Altersvorsorge!
Ormigo
Besonders Menschen mit Vorerkrankungen der Lunge könnten an einem sogenannten Aspergillom erkranken - eine Art Pilzball, der sich in der Lunge einniste. "Solche Hohlräume in der Lunge entstehen zum Beispiel in Narbengewebe infolge einer Tuberkulose oder auch bei COPD-Patienten nach der Infektion und Entzündung einer Lungenemphysemblase und werden dann gerne von Schimmelpilzsporen besiedelt", erklärt der Professor. Auch Nasennebenhöhlen und Stirnhöhlen könnten betroffen sein.


Anfangs kaum Beschwerden
Beim Aspergillom wächst laut Morr das Schimmelpilzgeflecht zu einer kugeligen Struktur heran, hüllt sich in eine Eiweißschicht ein und bildet an seiner Oberfläche Sporen aus, die sich weiter verteilen können. Anfänglich bereite das meist keine Beschwerden, aber mit der Zeit komme es zu Gewichtsverlust, chronischem Husten und Abgeschlagenheit. Dann sollte unbedingt ein Lungenfacharzt aufgesucht werden.

Zur Behandlung stehen nach Angaben des Experten spezielle Antipilzmittel zur Verfügung. Mögliche Komplikationen seien eine zusätzliche Infektion des Hohlraums mit Bakterien sowie eine lebensgefährliche Blutung aus der Höhlenwand heraus. Dann trete bei den Patienten Bluthusten auf, und der betroffene Lungenlappen müsse unter Umständen chirurgisch entfernt werden.


Auch allergische Reaktionen möglich

Die Sporen der Schimmelpilze können aber auch allergische Reaktionen hervorrufen. "Drei bis zwölf Stunden nach einem massiven Allergenkontakt können Fieber, Atembeschwerden, Husten, Schüttelfrost und Kopfschmerzen auftreten, wobei diese Beschwerden innerhalb weniger Tage wieder abklingen", berichtet Morr. Zudem reagierten bis zu 20 Prozent der Asthmatiker und viele Neurodermitiker im Lauf ihres Lebens auf Schimmelpilzsporen mit einer Verschlimmerung ihrer Beschwerden. Unbehandelt könne dies die Lunge dauerhaft schädigen und zu einer Vernarbung führen.

Wer allergisch auf Schimmelpilzsporen reagiere, solle daher möglichst jeden Kontakt mit dem Allergen vermeiden. Falls ein Hantieren mit Biomülltonnen unumgänglich sei, solle dabei am besten ein Atemschutz getragen werden, empfiehlt der Mediziner.

Besonders in Acht nehmen vor einer Aspergillus-Infektion müssten sich immungeschwächte Patienten, etwa nach einer Strahlen- oder Chemotherapie. Bei ihnen könnten die mikroskopisch kleinen Pilzfäden ungehindert aus der Lunge in die Blutbahn wachsen und dann über das Blut im ganzen Körper verteilt werden und weitere Organe befallen."
http://fr-aktuell.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?sid=47ab20d15bb1506db7537b7603f3123d&em_cnt=1310211
Frankfurter Rundschau 29.3.2008
Juliane
Alleswisser
 
Beiträge: 9305
Registriert: Freitag 16. Februar 2007, 21:54


Zurück zu Schimmelpilz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast