Depressionen durch Schimmel

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Gritt » Samstag 1. Oktober 2005, 17:31

Depressionen ist nichts was in unserer Familie bekannt ist, ich hatte auch nie Probleme damit und wußte irgendwie überhaupt nicht was es sein sollte.

Seit ich MCS habe, durch mehrere Jahre Arbeit in einem Betrieb der Lösemittel
in der Produktion einsetzte und in meinem Büro ein Wasserschaden war, weiß ich was gemeint ist. Wenn ich in Kontakt mit Schimmelpilz komme, werde ich schlagartig hochdepressiv. Komme ich aus dem Schimmel raus und kann frische Luft atmen, geht die Schimmeldepression in einer viertel bis halben Stunde weg. Für Außenstehenden ist es merkwürdig, wenn ich eben noch gut drauf, plötzlich in ein Loch falle. Durch Tests bei meinem Arzt kamen wir auf den Auslöser. Es gibt mir wenigstens das Gefühl normal zu sein, wenn es auch schwer ist mit so einer Umweltkrankheit umzugehen.

Kennt jemand hier Depressionen durch Schimmelpilze?

Viele Grüße, Gritt
Gritt
 

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Gast Alice » Samstag 1. Oktober 2005, 19:21

Hallo Gritt,

Depressionen durch Schimmel habe ich zwar nicht, aber dafür alle möglichen anderen "uncharakteristischen" Symptome, da ich weder Asthma noch Hautprobleme präsentieren kann.

Meine Frage an dich: Wie hat dein Arzt die Auslöser herausgefunden? Was für Tests waren das und was für ein Arzt?

Gruß Alice
Gast Alice
 

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Gritt » Samstag 1. Oktober 2005, 21:19

Hallo Alice,

durch LTT ist es abgesichert.
Meine Hausärztin hat die Tests durchgeführt.
Sie ist selbst umweltkrank.

Viele Grüße,Gritt
Gritt
 

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Gast Alice » Samstag 1. Oktober 2005, 21:51

Hallo Gritt,

danke für die schnelle Antwort. Bei mir wurde mit IgE-Test und LTT (dieser aber nur auf Aspergillus) keine positive Reaktion festgestellt. Dafür aber bei Intrakutan-Allergietests und Blutuntersuchung auf Mykotoxine.

Reagierst du auch auf die toxische Wirkung von Schipis?

LG Alice
Gast Alice
 

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Gritt » Sonntag 16. Oktober 2005, 10:16

Hallo Alice,

sorry ich war eine zeitlang nicht hier.

Ich weiß nicht ob es die toxische Wirkung ist,
ich schätze eher nicht, weil ich auch im Wald sofort reagiere.
Wie kann man denn merken ob es die toxische Wirkung ist oder
eine Sensibilität?

Viele Grüße, Gritt
Gritt
 

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Cassandra » Montag 10. Dezember 2007, 04:53

hallo gritt!
komme ich mit schimmel in kontakt geht mein gedächtniss auf null runter, ich verblöde innerhalb kürzester zeit und starre nur noch verwirrt löcher in die luft, weil ich aber einen relativ wachen normalzustand habe, fällt mir das, im gegensatz zu anderen, auf und dieser wiederliche zustand macht mich depressiv. es würde aber jeden depressiv machen wenn er mitbekommt, wie er innerhalb von wenigen minuten komplett verblödet. deshalb ist das keine krankhafte depression sondern nur eine ganz normale Reaktion darauf, dass dein gehirn nicht mehr richtig funktioniert und du das registrierst. in meinem fall wurde auch schon von nem psychiater \"eindeutig festgestellt\" (hahaha!) das ich absolut nicht depressiv bin. ich musste da übrigens nur hin weil ich es nicht schaffte wegen meiner damaligen \"cfids\" eine längerfristige krankmeldung zu bekommen, sowas im bereich der pseudowissenschaft, die ja ohne jeden beweiß alles mögliche diagnostizieren und verschreiben kann, ja ganz einfach ist.
viele grüße
der_logik
- Editiert von Cassandra am 10.12.2007, 05:23 -
- Editiert von Cassandra am 10.12.2007, 08:41 -
Cassandra
 

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Beitragvon Cassandra » Montag 10. Dezember 2007, 04:56

hab noch was vergessen
@gast alice: wo hast du denn deine mykotoxin-blutuntersuchung machen lassen und was kostet diese?
Cassandra
 

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Amazone » Montag 10. Dezember 2007, 21:11

Hallo Cassandra,

meine Tests auf Aflatoxin und Ochratoxin im Blut wurden von meinem Allergologen im Labor IMD Bremen veranlaßt und haben mich nichts gekostet.

VG Gast Alice
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Sileah » Mittwoch 19. Dezember 2007, 19:58

Mir geht's ähnlich wie Cassandra.
In meiner Wohnung komme ich auch so seltsam drauf. Watte im Kopf, Schwindel und je länger ich drin bleibe, desto unkonzentrierter bin ich. Leichte *Tageaufgaben* werden Herausforderungen *grummel*
Ich bin mir fast sicher, es liegt am Schimmel.

Depressiv werde ich jedoch auch...und wütend.
Draußen ist's dann auch besser/weg.
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Cassandra » Donnerstag 20. Dezember 2007, 06:45

hallo!
@amazone: ich hatte hier in berlin schon alle möglichen ärzte nach nem mykotoxintest gefragt, von denen wusste aber keiner wie und wo man sowas machen kann, die meisten behaupteten sogar sowas gibts garnicht. deshalb wollte ich nochmal fragen: wurde dein test von der IMD bremen nur veranlasst oder auch durchgeführt? kannst du evtl. herausbekommen welchen laborüberweisungsschein ich bräuchte und wo ich den dann hinschicke? mein hauptschimmelkontakt liegt mind. 3 jahre zurück (hab zeitlich nichtmehr so ganz den überblick), meinst du nach so langer zeit wird überhaupt noch was gefunden? bei mir wurde aspergillus fumigatus, a.niger und mucor in rauen mengen und etwas weniger von a. flavus, penicillium, fusarium (an die anderen kann ich mich gerade nicht erinnern) gefunden. hauptübeltäter war wohl der a. fumigatus in reinkultur zu dem ich am arbeitsplatz mind. 2 jahre lang teilweise 21 stunden am tag(computer-design-fuzzy) unbemerkten körperkontakt hatte, nach wechen mykotoxinen lass ich denn dann am besten suchen, hast du da ne ahnung?
vielen dank für deine tips
sascha
@sileah: ja dann sieh zu dass du da schnell raus kommst, sowas wird nur schlimmer. ein bisschen minimieren kannnst du das problem, indem du jeden tag feucht durch wischst(natürlich mit mundschutz), es dürfen sich auf keinen fall irgendwelche staub(also schimmel-)ansammlungen in den raumecken bilden. es muss sich aber nicht unbedingt um schimmel handeln, ich bin wegen dieser gesundheitssache mittlerweile schon 4mal umgezogen und in einer wohnung hatte ich ungefähr die gleichen probleme, ohne dass dort ein massives schimmelaufkommen war. in der wohnung hatte ich 30 meter entfernt einen handymast auf gleicher höhe und 2 dönerbuden im vorderhaus von denen eine einen undichten rauchabzug hatte. das kam echt noch härter als die schimmelwohnungen zuvor. wenn ich das fenster aufmachte schlief ich innerhalb der nächsten 5 minuten ein und wenn ich dann wieder aufwachte war ich so monsteraggressiv, dass ich mich garnichtmehr raus traute, weil ich angst um das leben der leute hatte, die mir über den weg laufen könnten(vor der krankhaeit war ich übrigens null-aggressiv). auch im sommer bei guter luft konnte ich mich in dieser wohnung überhaupt nicht konzentrieren und aufstehen, einkaufen, essen kochen schlafen gehen füllte meinen ganzen tag aus. aber ich hab einen ganz guten test entwickelt um festzustellen ob es sich um pilze oder e-smog handelt. falls du ne badewanne hast leg dich für mind. 2 stunden rein, wenn dein kopf dann wieder bestens funktioniert handelt es sich eher um ein microwellenproblem und schimmelwohnungen fallen bei mir ganz eindeutig durch einen chronischen candida-befall auf.
viel glück
sascha

hat noch jemand das problem, das er täglich um punkt 17.00 uhr einschläft egal wie fitt man vorher ist?
Cassandra
 

Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Yol » Donnerstag 20. Dezember 2007, 21:50

Hallo,
Ja, Cassandra, hatte ich früher morgens um elf, nachmittag um 15.30 und gegen abend 19.00 Uhr. Danach wurde ich allerdings gar nicht mehr müde, wenn ich hätte schlafen sollen. Die Ursache als solche ist nie gefunden worden. Da dies jetzt nur extrem selten passiert, kann ich es nachvollziehen z.B. habe ich eine kurze Zeit Zinkspritzen bekommen (weil ich die pure Substanz zum Einnehmen nicht finde, alles zusätzliche nicht geht). Schon kurz danach döste ich vor mich hin, im Auto hab ich den ganzen Weg schlafen müssen, dies ungefähr 2 Tage lang. Dann war der Spuk weg, bis zum nächsten Mal, d.h. wir haben nach 3 x aufgehört, weil diese Beschwerden hier einzuordenen waren.
Das vorherige 3 x Schlafen am Tag zur falschen Zeit, das hat aufgehört, als ich alle Nahrungsmittel, die ich nicht vertrage, nicht mehr zu mir nehme. Scheint die gleiche Basis gewesen zu sein. Unverträglichkeit von etwas....
Früher sagte ich immer, mir geht's wie dem Luftballon, dem plötzlich die Luft ausgeht und dann zusammensackt.
LG
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Yol » Donnerstag 20. Dezember 2007, 22:14

P.S.: Hab etwas vergessen: Wir haben 37 Jahre in einem schimmelverseuchten Haus gewohnt. Die Schlafattacken waren aber im Büro,wo ich tagsüber war. Das Stadthaus, wo unser Büro war, war hygienisch einwandfrei, auch was Chemikalien angeht. Ausser dass ich auf die wahnwitzige Idee kam, Dect-Telefone zu benutzen (4 Stück), die Station strahlte mich von meinem Schreibtisch dauernd an. Zuhause das gleiche. Abgeschaltet und ausgemustert wurde das ganze, weil ich 7 Tage die Woche Migräne hatte und mir das auffiel, dass es besonders schlimm war, wenn ich viel telefonieren musste.
Die Schlafattacken wurden vielleicht hierdurch intensiviert, haben aber nicht aufgehört, als die Dects ausser Betrieb waren.
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Sileah » Freitag 2. Mai 2008, 12:25

Hi!

In dem Buch "Depression cured at last" widmet sich die Autorin auch diesem Thema. Die Zusammenhänge sind beeindruckend- auch deswegen, weil sie immer viel Quellen nennt.
Ich lese das Buch noch zu Ende, vielleicht schreibe ich noch was dazu ;-)
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Lulabee » Mittwoch 4. Juni 2008, 12:22

Im Buch von Doris Rapp ist auch oft von Kindern die Rede, die durch Schimmel depressiv oder
aggressiv werden. Ich könnte bei "Waschküchen-Schimmelwetter" nur schlafen, schlafen, schlafen.
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Lulabee » Mittwoch 4. Juni 2008, 12:32

Habt Ihr etwas gefunden was hilft, wenn Ihr auf Schimmel reagiert?
Außer wegbleiben. Für den Fall, dass man in eine Schimmelfalle getappt ist.
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Sileah » Mittwoch 4. Juni 2008, 12:33

Mir Helfen die Notfall-Tropfen (Bachblüten) [i]etwas[/i]
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Depressionen durch Schimmel

Beitragvon Lulabee » Mittwoch 4. Juni 2008, 16:25

Ich kann gar keine Alkohol.
Sogar das bißchen in den Bachblüten ist zuviel vorallem wenn ich am Reagieren bin.
Gibt's noch ein Geheimtipp???
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