Lüften: Dreimal täglich reicht nicht

Lüften: Dreimal täglich reicht nicht

Beitragvon Juliane » Freitag 26. Oktober 2012, 08:58

"Lüften: Dreimal täglich reicht nicht

Laut Prof. Olf Herbarth vom Umweltforschungszentrum in Leipzig sind Wohnungen in Deutschland immer stärker mit Allergie auslösenden Stoffen belastet. Besonders die Belastung durch Schimmelpilze nehme zu, da die modernen Fenster keine ausreichende Belüftung zulassen.

Daher reicht zwei- bis dreimal tägliches Lüften nicht aus, um Schimmel in Wohnungen verlässlich vorzubeugen. Am besten wäre es, alle zwei Stunden die komplette Luft auszutauschen. Empfohlen wird, lieber öfter und kurz die Fenster zu öffnen als nur einmal täglich über einen langen Zeitraum. Besonders effektiv ist das so genannte Querlüften, da dabei ein Durchzug entsteht, der relativ schnell die verbrauchte Luft austauscht. Besonders wichtig ist die frische Luft morgens, nach dem Duschen, während des Kochens, nach dem Mittagessen und vor dem Schlafengehen..."

http://dgk.de/presse/umwelt-und-gesundheit-smog/2005-jahrgang-33/smog-jg-33-3-2005.html
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Beitragvon Clarissa » Freitag 26. Oktober 2012, 09:47

Wir müssen endlich dahin kommen das diese Thermosflaschenwohnungen eine automatisch gesteuerte Lüftungsanlage eingebaut bekommen.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Sileah » Freitag 26. Oktober 2012, 10:08

Wenn die Leute wenigstens 3x am Tag [b]richtig[/b] lüften würden. Verstehe das Problem nicht, ein paar Mal alle Fenster 5-10 Min aufzumachen. Gerade wenn's kalt ist, kann man doch auch gut entfeuchten.
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Beitragvon Clarissa » Freitag 26. Oktober 2012, 10:33

Du verstehst das Problem nicht? Na gut, dann werde ich mal etwas weiter ausholen.

Für ein durchschnittliches Wohnzimmer Aussenwände gemauert ca. 30cm Stärke betragen die reinen Heizkosten OHNE Lüften zwischen 0,90 bis 3,80€ je Tag! Jedes Grad was durch das Lüften verloren geht und wieder hoch geheizt werden muss verschlingt ca. 5% des Tagesverbrauches.

Nun rechnen wir mal ein klein wenig 3 mal ca. 7 Minuten lüften, Raumtemperatur ca. 20°C Aussentemperatur ca. -5° das macht eine Temperaturdifferenz von 25° aus nach 7 Minuten lüften beträgt die Temperatur im Raum ca. 16° für das Aufheizen verbrauche ich also ca. 20% des Tagesverbrauches. Das ganze mal 3 sind ca. 60% bei ca. 2€ sind das noch einmal 1,20€ oben drauf, also sind das schon 3,20€/Tag

Eine automatische Lüftung mit Wärmerückgewinnung hätte an diesem einem Tag nur für ca. 0,30€ an Strom verbraucht, die Luft gefiltert, wieder erwärmt und die Luftfeuchtigkeit auf ein gesundes Maß eingestellt.


Ist es nun etwas klarer warum Lüften nur eine recht schlechte Lösung ist, vor allen Dingen wenn die Bausubstanz stark verändert wurde.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Beitragvon Osmanthus » Freitag 26. Oktober 2012, 11:42

Chemikalien aus Möbeln, Farben und Bodenbelägen, Raumduftsprays, Putzmittel, Kosmetik, da kommt etwas zusammen.
Lüften, egal wie oft reicht nicht.
Wir brauchen bessere Reglementierung von Produkten und im Wohnungsbau.
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Beitragvon Sileah » Freitag 26. Oktober 2012, 14:37

@Clarissa, ja mag sein. Doch durch das auch nicht vergessen, bei all dem was dabei unüberlegt und sch**** ist, schlecht oder gar nicht isolierte Häuser, deren Luftaustausch noch da ist, ja auch hohe Heizkosten produziert. Meine Nebenkostenabrechnung ist gewaltig, aber ich heize [b]fast gar nicht![/b] Fenster zu reicht, fast ;-)
Die Heizung springt wohl an, weil ich die Wohnung so schlecht ertrage, dass ich oft lüften muss.

Ich kenne einen Architekten, der ein Passivhaus baute, mit Lüftungssystemen etc.pp. Ich könnte da nie wohnen, so halb unter der Erde *graus*
Außerdem sollte man die Radonbelastung im Auge behalten.
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Beitragvon Sileah » Dienstag 30. Oktober 2012, 11:42

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