Cortison bei MCS

Cortison bei MCS

Beitragvon Anna-Lena » Montag 14. Dezember 2009, 21:39

Habt Ihr Erfahrung mit Cortison bei MCS?
Ich muss mir wohl eine Salbe mit Cortison verschreiben lassen, es geht leider nicht anders. (Regividerm kann mir auch nicht mehr helfen, da es nur für leichte bis mittlere Formen und nicht-bakterielle Entzündungen geeignet ist.)
Und Cortison geht dann ja auch ins Blut. Kann es da zu besonders schlimmen Nebenwirkungen kommen? Und muss man erst abklären, ob man das wegen der eingeschränkten Entgiftungsleistung überhaupt verstoffwechseln kann, so wie Penicillin usw.?
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Beitragvon Kobold » Montag 14. Dezember 2009, 22:25

Von Cortison kann ich nur abraten. Ich bekam einmal eine "Kinderdosis" in Tablettenform verabreicht, die ich einen Tag eingenommen habe und leide heute noch an den Folgen des Ganzen. Seitdem ist meine einst bestens funktionierende Verdauung dahin. Damals wusste ich noch nicht, dass ich MCS habe, aber ich habe das Medikament absolut nicht vertragen.

Warum muss es Cortison sein. Sicher findet sich eine andere Möglichkeit. Ich weiß ja nicht um was es genau geht, aber bei Cortison wäre ich an Deiner Stelle vorsichtig.

Grüsse von Kobold
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Beitragvon Anna-Lena » Montag 14. Dezember 2009, 22:38

Naja, oral einnehmen will ich es ja nicht, aber es gibt halt diese cortisoinhaltigen Salben für Neurodermitiker, die gegen den Juckreiz helfen sollen.
Ich habe so vieles ausprobiert und nichts hat wirklich geholfen. Diese Bläschen kommen immer wieder, dann muss man jucken und es nässt wieder. Die Wundflüssigkeit ist jetzt auch immer richtig gelb, d.h. es sind viele Bakterien im Spiel.
Es wird immer schlimmer, und mein Arzttermin bei einer Allergologin, die auch Naturheilkunde macht, ist leider erst im Mai. Ich muss sehen, dass ich diese Zeit irgendwie überbrücken kann.

- Editiert von Anna-Lena am 14.12.2009, 22:38 -
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Beitragvon Maria » Montag 14. Dezember 2009, 22:45

Hallo Anna-Lena,

ich würde Cortison vermutlich auch nicht als Creme nehmen. Schließlich geht Cortison ins Blut und wer weiß, welche Probleme dann erst bei Dir auftreten. Vielleicht verträgst Du Nahrungsmittel nicht oder etwas anderes in Deinem Umfeld. Vielleicht gibt es noch eine andere Möglichkeit, den Zustand zu lindern. Eine Freundin von mir hat jahrelang Probleme mit der Haut und keiner konnte helfen. Die Cortisonsalbe übrigens auch nicht und sie hat keine MCS. Jetzt hat sich herausgestellt, dass die einen Darmpilz hat.

Hast Du einmal Meersalzbäder versucht? Meersalz hilft oft bei Hautproblemen.

Oder gibt es keine andere Naturheilpraxis in Deiner Nähe?

Liebe Grüsse
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Beitragvon Anna-Lena » Montag 14. Dezember 2009, 23:06

Ja, Darmpilze hab ich sicher auch wieder. Die Symptome sind alle wieder da.
Aber auch Rauch ist im Spiel, mein Vater raucht ja immer noch hier im Keller. Das führt bei mir zu ständig geröteten Schleimhäuten und Schmerzen im Hals und Rachen. Und ich habe gelesen, dass es auch Neurodermitisschübe fördert.
Und dann noch dieser Psychoterror, dem ich hier ausgesetzt bin. Ich denke, da kommt einiges zusammen.
Baden kann ich hier leider nicht, da wir keine Badewanne haben.
Andere Naturheilpraxis, hmm, müsst ich mich erstmal umhören. Die Frau soll ja schwer Ahnung haben, deshalb auch die monatelange Wartezeit. Hab ehrlich gesagt Angst, an irgend so nen Pfuscher zu geraten, der einem nur das Geld aus der Tasche zieht und unnützen Schrott verschreibt, der nur alles verschlimmert.
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Beitragvon Sina » Dienstag 15. Dezember 2009, 01:29

Hallo Anna-Lena,

Also, die Ebenol-Salbe mit Cortison (aber nicht viel), die hatte ich vertragen. Die hatte ich mal vor einiger Zeit. Ich bekam jetzt keine Nebenwirkungen auf der Haut, aber ich habe mit der Haut auch keine Probleme.

Ich bekam auch mal Cortison Infusionen, als es noch hieß ich habe MS und dann eine zeitlang Tabletten, von denen ich keine Nebenwirkungen spürte. Aber man kann, das ja oft nicht so genau beobachten, da es einem ja eh schlecht geht, von was jetzt die Beschwerden kommen. Ich kann mich auch ehrlich gesagt nicht mehr so genau erinnern, ob die Tabl. geholfen haben. Aber bei den Infusionen bekam ich zwar etwas Fieber, aber ich hatte das Gefühl, daß meine Beschwerden auch etwas besser wurden.

So, jetzt habe ich Dir meine Erfahrung mit Cortison mitgeteilt.

Manchmal würde ich echt gerne wissen, warum Cortison nichts für MCS ist, da MCS ja auch eine entzündliche Erkrankung ist.

Gibt es darüber vielleicht aussagekräftige Studien, weiß das bitteschön jemand?
Oder man müßte mal einen sensiblen Rheumapatienten fragen, da sie auch immer Cortison verschrieben kriegen.

Alles Gute Anna-Lena. Gute Nacht.
- Editiert von Sina am 15.12.2009, 21:05 -
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Beitragvon Marina » Dienstag 15. Dezember 2009, 09:13

Liebe Anna-Lena,

wegen Cortison mit MCS kann ich nichts sagen.

Es ist schade, dass Du keine Badewanne hast. Salzbäder sollen nämlich wirklich etwas helfen. Vielleicht kannst Du Dir dafür eine ganz große Plastik- oder Zink-Wäschewanne besorgen, wo Du dann wenigstens Teilbäder (nur Arme usw.) machen kannst.

Das hier soll auch gut sein:
Nimm einen großen Pumpzerstäuber und fülle da etwas Meersalz mit Wasser ein und sprüh es immer mal wieder auf Deine Haut.

Gute Besserung

Marina
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Beitragvon Kobold » Dienstag 15. Dezember 2009, 14:44

Hallo Anna-Lena,

wenn Du vermutest, dass Du evtl. auch Darmpilze haben könntest, was unternimmst Du dagegen? Denn Darmpilze wirken sich auch auf das Hautbild aus.

Wenn z. B. ein Darmpilz für Deine aktuelle Hautproblematik verantwortlich wäre, würde Dir Cortison nicht viel bringen, weil Du nur die Keule obendrauf machst, aber nichts gegen die Ursache unternehmen würdest (wenn Du das nicht parallel vielleicht schon machst - das weiß ich ja jetzt nicht).

In Deutschland wird allgemein immer wieder gerne Cortison verabreicht, anstatt die Ursachen anzugehen.

Grüsse und gute Besserung von Kobold
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Beitragvon Anna-Lena » Dienstag 15. Dezember 2009, 15:07

Ich nehme Multidophilus-12 seit einiger Zeit. 1 Kapsel vor dem Schlafengehen. Aber ich merke überhaupt keine Veränderung, es wird trotzdem immer scchlimmer. Verdauung ist extrem schlecht, habe seit Monaten Durchfall und Analekzem.
Diese Nahrung, die bei Darmpilzbefall empfohlen wird, ginge bei mir überhaupt nicht (rohes Gemüse usw.). Zucker, Honig etc. nehme ich ja schon lange nicht mehr zu mir, aber ich komme nicht ohne geschälten Reis und Kartoffeln aus, da ich kaum noch etwas vertrage.
Gemüse muss gekocht sein und davon kann ich auch nicht viel essen wegen Fructosemalabsorption.

Vielleicht sollte ich die Dosis von diesem Multidophilus-12 erhöhen? Denn bei Darmpilzbefall soll man ja die doppelte Menge nehmen.

Was kann man denn sonst noch machen gegen diese Biester, wenn man auch Kräuter meiden muss wegen Kreuzallergien?
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Beitragvon Anna-Lena » Dienstag 15. Dezember 2009, 15:11

@Marina
Ja, das mit den Teilbädern wäre bestimmt sinnvoll. Nächste Woche gibt es Totes Meer Salz bei Aldi sehr günstig, werde mich dann damit eindecken und schauen, ob es ein wenig Linderung verschafft.
Der Tipp mit dem Punpzerstäuber ist gut, das werde ich auch mal probieren.

Das Schlimmste finde ich zurzeit, dass ich nur im T-Shirt herumlaufen kann und mir tierisch einen abfriere. Aber die Arme müssen frei bleiben, sonst wird es durch die Reibung immer schlimmer.
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Beitragvon Eddy » Dienstag 15. Dezember 2009, 15:14

Anna-Lena,

für was ist dieses Medikament, das Du angibst?

Mit Darmpilz kenne ich mich nicht sonderlich aus, ich weiß nur, dass man nichts Süßes essen darf.

Gute Besserung,
Eddy
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Beitragvon Anna-Lena » Dienstag 15. Dezember 2009, 15:25

Hallo Eddy

Das sind Darmbakterien, die die Darmflora aufbauen sollen. Hier steht, was da alles drin ist: http://www.supplementa.com/produktverzeichnis/427.html
Ich sollte nur 1 Kapsel nehmen, um die Darmflora zu unterstützen. Aber da ich ja jetzt anscheinend wieder Darmpilze habe, müsste das wohl angepasst werden.

Allerdings hab ich Angst, dass sich immer noch Quecksilber in meinem Körper befindet und es durch die vollständige Vertreibung der Darmpilze freigesetzt wird und mich noch kränker macht.
Als ich vor 1 1/2 Jahren MCS bekam, hatte ich gerade meine Darmpilze erfolgreich bekämpft. Ich vermute da einen Zusammenhang, kann es jedoch nicht beweisen. In meinem Blut und Urin ist die Quecksilbermenge unter der Höchstgrenze (wurde 1/2 Jahr nach MCS-Ausbruch untersucht), aber das soll ja angeblich nichts darüber aussagen, wieviel Quecksilber sich tatsächlich im Körper befindet, weil es sich im Bindegewebe und im Gehirn festsetzt.

- Editiert von Anna-Lena am 15.12.2009, 15:27 -
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Beitragvon Eddy » Dienstag 15. Dezember 2009, 15:28

Kennst Du einen Umweltmediziner in Deiner Nähe? Auf eigene Faust lässt sich eben nicht alles regeln. Du müsstest dringend untersucht werden. Cortison würde ich in Deiner derzeitigen gesundheitlichen Verfassung auch nicht nehmen. Aber das ist jetzt meine Meinung, ich bin ja kein Arzt. Entscheiden musst Du selbst.


Gruß!
Eddy
 

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Beitragvon Anna-Lena » Dienstag 15. Dezember 2009, 16:58

Ich kenne hier nur den Dr. Neuburger, aber der geht ja jetzt in Rente.
Werde mal beim Laborarzt anrufen und fragen, ob es hier jemanden gibt, der sich auskennt. Aber ich gehe mal davon aus, dass keiner wirklich helfen kann, weil sie sich mit diesen komplexen Sachen (MCS, HPU und Neurodermitis gleichzeitig behandeln) nicht auskennen.
Geld müsste man haben...
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Beitragvon Karlheinz » Mittwoch 16. Dezember 2009, 06:31

Ich nehme seit Jahren geringe Mengen Cortison-haltiger Salbe wg. Neurodermitis. Ohne Probleme. Wird in Apotheke angerührt. Glaub ohne Konservierung.
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Beitragvon Kobold » Mittwoch 16. Dezember 2009, 10:55

Es gibt ja auch MCS Betroffene, die keine Baumwolle u. ä. vertragen, dafür aber synthetische Kleidung. Ich denke, man kann hier keinen allgemein gültigen Ratschlag geben, dafür sind unserer Schädigungen zu unterschiedlich.

Grüsse von Kobold
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Beitragvon Yol » Mittwoch 16. Dezember 2009, 17:14

Seit 30 Jahren hat es immer wieder Probleme mit Ausschlag an den Händen, seit 7 Jahren auch an Armen und Beinen.
Mein Hautarzt hat bisher die Cortisonsalben nie pur verschrieben. Er lässt Cortisonsalbe mit einer Basiscreme mischen. Das hat denVorteil, dass es sich bessert mit der niedrigstmöglichen Konzentration an Cortison die aber noch Wirkung hat. Auf diese Weise habe ich ein Mittel das im Notfall hilft, tlw brauche ich es über Wochen, tlw nur über einige Tage - was insgesamt so ungefähr 1/2 Tube reine Cortisocreme (max. 1 ganze Tube)pro Jahr ausmachen kann. Ohne allerdings kratze ich alles blutig und brauche dann wirklich Cortison um die Entzündungen in den Griff zu bekommen. Mein Hautarzt und ich, wir wählen das kleinere Übel, bis jetzt noch verträglich.

Die meisten Hautärzte verschreiben leider pure Cortisoncremes, da wir die Haut extrem empfindlich und es kann vorkommen, dass die Haut Cortisondrogiert wird, was gar nicht angenehm ist, denn darauf sollte ein Entzug erfolgen - und das ganze beginnt von neuem.
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Beitragvon Anna-Lena » Mittwoch 16. Dezember 2009, 18:19

Hallo Yol
Woraus besteht denn die Creme, die Du bekommst, genau? Vor allem die Basiscreme würde mich interessieren.
Und für welches Stadium ist die Salbe dann geeignet? Denn bei mir ist das Problem, dass keine fetthaltigen Salben gehen, auch wenn die Haut gerade trocken ist. Habe darunter immer stark gerötete Haut durch diese Bakterien, und wenn es durch Fett erstickt wird, entstehen immer Bläschen und schrecklicher Juckreiz.
Der Honig hilft zwar kurzfristig gegen diese Bakterien und starken Rötungen, aber leider bekomme ich dadurch auch immer mehr Darmpilze. Also ein richtiger Teufelskreis und nichts auf Dauer.
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Beitragvon Yol » Mittwoch 16. Dezember 2009, 19:01

@ Anna-Lena

Die Basiscreme ist Neribase.
Als Cortison werden 2 Produkte im Wechsel benutzt, damit es nicht immer das gleiche ist und somit irgendwann nicht mehr wirkt.

An sich würde ich Neribase so nicht gebrauchen wegen der Inhaltsstoffe (Petroleumderivate - Paraffin - Alkohol), es wird allerdings nur punktuell hauchdünn aufgetragen.

Ob es für mich noch lange geht? Ich habe aufgegeben in die Zukunft zu denken, im Moment vertrage ich es noch, also ist es ok für mich.

Raten möchte ich aber andern nicht unbedingt zu meinem Produkt.

Als ich aus eigner Dummheit eine pure Cortisoncreme um die Augen geschmiert hatte, die entsetzloich juckten. Es half kurze Zeit tatsächlich, dan nicht mehr und ich musste zum Hautarzt. Es war ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich diese Creme nicht um die Augen hätte schmieren dürfen - ich musste dann eine Cortisonentziehungskur durchstehen, was sehr unangenehm war, denn das Jucken konnte mit nichts mehr bekämpft werden. Als ich mir nicht mehr zu helfen wusste fand ich in einem uralten Haushaltsgesundheitsbuch einen Tip: Kohlensäure. Doch wie kommt man an Kohlensäure?
Ich habe mir das kohlensäurehaltigste Mineralwasser gekauft, stark gekühlt und meine Augen (heute auch die Haut wenn sie juckt)
in diesem sehr kalten kohlensäurehaltigem Wasser gebadet. Danach war es besser auszuhalten, bezw. für 1/2 Stunde gut. Es wird nicht das Problem lösen, hilft aber den Juckreiz besser zu ertragen.

Für Deine trockene Haut: Eucerin/Wasser in der Apotheke gemischt (Wasser von 40-60 %ca), das benutze ich seit vielen Jahren um die extrem trockene Haut rundum die Augen (Lippen) fit zu halten (derselbe Hautarzt). Die Streichfähigkeit variiert mit dem Wassergehalt - kann Dir der Apotheker sagen - wäre auch für den Körper geeignet. Frag mal ob das für Dich eine Lösung sein könnte?
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Beitragvon Seelchen » Mittwoch 16. Dezember 2009, 21:08

Hallo Anna-Lena!

Ich nehme auch ab und zu eine cortisonhaltige Salbe wegen Schuppenflechte und wenn ich es mit dem Sesamöl und Kokosöl nicht mehr in den Griff bekomme,mache ich hauchdünn diese Zusammensetzung aus Urea pura und bethamethason in unguentum-leniens Grundlage drauf.
Habe schwere MCS ,aber fand noch keine nachteiligen Symptome durch die 0,1 mg .
Im Gegenteil ..dr Juckreiz lässt dann für länger nach und ich kann dann wieder nur Sesamöl nehmen.
Alles liebe von Seelchen
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Beitragvon Arnfried » Mittwoch 16. Dezember 2009, 22:40

Mit CFS/MCS kamen bei mir auch Hautprobleme auf. Einige wenige Stellen kann ich nur mit Cortisoncreme erfolgreich behandeln, an anderen Stellen hilft Cortisoncreme nicht und ich brauche andere Produkte wie Optiderm-Creme (gegen Juckreiz und trockene Haut) oder \"La mer MED Meersalzcreme\", die auch begleitend bei Psoriasis und Neurodermitis empfohlen wird. Siehe
[url]http://www.la-mer.com/index.php?id=36&no_cache=1&xtypocommerce[cat]=8&cHash=bbd5e94b27[/url]

Als Cortisoncreme benutze ich bisher noch die Hydrocutan Creme 1%, aber die wird nicht mehr hergestellt. (Die Hydrocutan [u]Salbe[/u] enthält EDTA, das vertrage ich nicht.) Die Apotheke konnte noch eine kleine Tube dieser Creme auftreiben und empfahl mir die Sanatison Mono Creme.
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Beitragvon Anna-Lena » Donnerstag 17. Dezember 2009, 01:14

Vielen Dank für Eure Tipps.
Werde mich da jetzt mal durchwurschteln, Inhaltsstoffe recherchieren und ggf. etwas davon ausprobieren. Hoffentlich geht es auch ohne Rezept, denn die Hautarztpraxen hier in der Gegend kann ich nicht betreten.
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Beitragvon Arnfried » Sonntag 20. Dezember 2009, 18:31

Ich glaube, Cremes/Salben bis 0,5% Cortisongehalt kannst du ohne Rezept kaufen. Damit kannst du bestimmt schon eine Wirkung erzielen, vorausgesetzt, deine Bläschen sprechen auf Cortison an.
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Beitragvon Anna-Lena » Sonntag 20. Dezember 2009, 18:49

Mensch Arnfried, jetzt hast Du mich aber echt gerettet.
Ich hatte nämlich vor, gleich morgen bei einer Hautärztin anzurufen und wäre dann wirklich in die Stinke-Praxis gegangen, nur um solch ein Rezept zu bekommen.
Dann kann ich das ja auch in der Apotheke bestellen, das wäre wohl das allerbeste.

Außerdem muss ich meine Ernährung nochmal grundlegend umstellen. Habe nämlich gerade erfahren, dass Buchweizen Histamin im Körper freisetzt. Das könnte natürlich ein ganz wichtiger Grund dafür sein, dass es bei mir nicht mehr abklingt, denn ich esse Buchweizen seit mehreren Monaten täglich. Mal schauen, ob es das ist.
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Beitragvon Anna-Lena » Montag 28. Dezember 2009, 16:44

So, nun möchte ich Euch endlich mal ewtas Positives berichten:
Ich habe meine Neurodermitis endlich im Griff, und das ganz ohne Cortison! *jubel*

Gerade als ich mir eine Cortisonsalbe besorgen wollte, habe ich die Siriderma-Seite entdeckt. Da sich dieses Pflegekonzept wirklich gut anhörte - es gibt auch eine Creme extra für juckende, gerötete, extrem gereizte Haut - wollte ich noch einen allerletzten Versuch starten, bevor ich zur Chemiekeule greife.
Mir hat es schon nach der ersten Anwendung geholfen, die Haut war sofort beruhigt und der Juckreiz war verschwunden. Es hat auch nicht gebrannt, was ich total klasse fand.
Die Creme, die man tagsüber trägt, hinterlässt zwar einen ganz leichten Ölfilm auf der Haut, aber eigenartigerweise macht mir das überhaupt nichts aus, obwohl meine Haut vorher auf jegliche fettenden, öligen Sachen mit extremem Juckreiz und Bläschenbildung reagiert hat.

Ich bin echt überzeugt und weiß nun, dass es bei mir einfach eine krasse Übersäuerung ist, die zu diesen Hautproblemen geführt hat.
Diese Produkte sind alle basisch und neutralisieren die Säure.

Wenn ich trotzdem mal hier und da noch ein kleines Bläschen bekomme und über Nacht aufkratze, kann ich praktisch dabei zusehen, wie die Creme den ganzen Dreck herauszieht. Man muss dann ein paar Mal abtupfen und wieder ein wenig von der Salbe draufmachen. Innerhalb weniger Stunden ist das Bläschen bzw. die Erhöhung wieder leer und die Stelle glatt.

Der Nachteil ist, dass die Sachen leider ziemlich teuer sind. Aber meine Haut ist mir das wert und dafür verzichte ich gerne auf andere Dinge.
Außerdem enthalten die Sachen PEG-Derivate (allerdings nicht die schlimmen, hautreizenden, sondern die etwas milderen). Die Creme soll wirken, sagte mir die Beratung am Telefon, und um durch die dicken, verhornten Stellen durchzudringen, seien die PEGs unvermeidlich. Okay, es gibt Schlimmeres - Cortison z.B.

Ich bin wirklich super happy und kann jedem mit juckenden Ausschlägen nur dazu raten, es auch einmal mit basischer Ernährung und Pflege zu probieren. Übersäuerung soll ja auch ein ganz typisches MCS-Problem sein.

- Editiert von Anna-Lena am 28.12.2009, 16:45 -
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