Asbest: Die versteckte Gefahr

Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Sileah » Sonntag 28. Oktober 2012, 19:08

[...]

Asbest noch über­all zu finden


Spätestens wenn Asbestzement stark verwittert, ist die fachgerechte Demontage fällig.
Erschre­ckend häufig sind Asbestmaterialien auch heute noch in Häusern und Wohnungen zu finden. Ausführ­liche Hinweise bietet das Infodokument Asbest im Haus. Hier einige Beispiele für mögliche Asbestbelastungen:

Cushion-Vinyl-Fußbodenbelag. Diese PVC-Bahnenware mit aufgedruckter Musterung (zum Beispiel Fliesen) wurde früher groß­flächig in vielen Wohnungen verlegt. Besonders tückisch: Während die Oberseite den Eindruck eines normalen PVC-Bodens erweckt, verbirgt sich auf der Rück­seite eine dünne „Papp­schicht“, die in Wirk­lich­keit zu annähernd 100 Prozent aus Asbest besteht. Die Fasern sind nur schwach in der Papp­struktur gebunden und können relativ leicht als feiner Staub in die Luft gelangen.
Flexplatten. PVC-Fliesen im quadratischen Format (25 x 25 oder 30 x 30 Zenti­meter) enthielten früher oft etwa 15 Prozent Asbest. Dieser Bodenbelag ist wenig flexibel und zerbricht beim Biegen leicht mit einem deutlich hörbaren „Knack“. Die Fasern sind normaler­weise fest von PVC umschlossen. Problematisch ist es aber, wenn sie stark abge­nutzt sind. Mit zunehmendem Alter werden die Platten immer spröder und brüchiger. Auch Kleber können Asbest enthalten, ebenso wie „Asbesthart­fliesen“ auf Bitumen- oder Asphaltbasis.
Wandbelag. Cushion-Vinyl-Produkte dienten nicht nur als Bodenbelag, sondern wurden auch an die Wände geklebt.
Heizkör­perverkleidungen. Unter Fens­terbrettern und hinter Verkleidungen von Heizkörpern gibt es nicht selten asbesthaltige Pappen, die zum Teil aufgeklebt, zum Teil aber auch nur lose befestigt sind.
Hitze­schutz. Auch hinter Öfen und Heizungen oder in Koch­nischen sind früher hitze­beständige Pappen mit hohem As­best­gehalt befestigt worden. Vorsicht: Mitunter kommen sie erst beim Abreißen alter Tapete zum Vorschein.
Schweiß­pappen. In vielen Bast­lerkel­lern schlummern noch die dicken grauen Asbestpappen, die beim Löten und Schweißen als Schutz­abdeckung dienten. Auch die alten Hitze­schutz­gitter für Bunsen­brenner waren asbesthaltig.
Isolation. Als Unterlage unter Lampen und elektrischen Geräten wurden nicht selten Asbestpappen verklebt oder -platten verschraubt. Auch hier sind die Fasern oft nur schwach gebunden.
Öfen und Kamine. Die Dichtungs­schnüre in alten Ofentüren bestanden oft ganz über­wiegend aus Asbest.
Wand­platten. In Ost und West wurden asbesthaltige Leicht­bauplatten verbaut. Zum Beispiel kamen sie in der DDR unter den Bezeichnungen Sokalit, Neptunit und Baufa­therm zum Einsatz. In der Bundes­republik dienten Leicht­bauplatten (Promabest) als Brand­schutz in Wänden oder als Lüftungs­kanäle.
Asbestzement. Aus diesem Material haben Eternit und andere Faserzement­hersteller besonders vielfältige Produkte hergestellt. Wegen ihrer Lang­lebig­keit sind sie immer noch oft zu finden. Die Palette reicht von Blumenkästen über Abwasser­rohre bis zu Fens­terbrettern. Am meisten verbreitet sind die gewellten Dach­abdeckungen und große und kleine Platten an den Fassaden. Im Gegen­satz zu den Leicht­bauplatten sind die Fasern beim Asbestzement relativ sicher gebunden – zumindest solange das Material nicht beschädigt wird oder zu stark verwittert.
Elektro-Speicherheizgeräte. Sie können ebenfalls asbesthaltige Bauteile enthalten. Eine Analyse kommt hier nicht infrage, da Laien solche Geräte zur Probenahme nicht öffnen dürfen. Hier hilft nur eine Nach­frage beim Hersteller oder beim Energieversorgungs­unternehmen. Auch bei Uralt-Elektrogeräten wie Haartrock­nern, Bügel­eisen und Toastern ist eine Analyse nicht ratsam. Im Zweifels­fall sollte man die vor 1983 produzierten Geräte nicht mehr benutzen oder – bei Lieblings­stücken – beim Hersteller nach­fragen.

[...]

http://www.test.de/Asbest-Die-versteckte-Gefahr-1269112-0/
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Montag 13. Mai 2013, 19:05

auf ZDF.de
planet e. vom 07.04.2013
Asbest
Fluch der Todesfasern
Asbest ist kein Fluch der Vergangenheit. Die Faser tötet in der Gegenwart. Heute. Jeden Tag. Es ist ein stiller, qualvoller Tod, den in Deutschland rund 1300 Menschen jährlich erleiden. Durch die krebsauslösenden, winzigen Mineralfasern sterben mehr Menschen als durch Berufsunfälle. Das heimtückische daran: Der Tod tritt erst als Spätfolge nach Jahrzehnten ein. Europaweit erwartet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), dass bis zum Jahr 2030 eine halbe Million Menschen Opfer von Asbest geworden sein werden.
Asbest ist ein Skandal, den planet e. mit Betroffenen und deren Helfern nun aus der Vergessenheit holt. So wusste zum Beispiel auch der ........

plus Video
http://www.zdf.de /planet-e/Asbest-26821296.html
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Montag 24. März 2014, 11:55

Mit Bing übersetzt
EWG Wonder Woman: Linda Reinstein Asbest-Krankheit-Bewusstsein-Organisation

Von: Elaine Shannon, Chefredakteur & Verlag
Freitag, 14. März 2014

Zunächst in einer Reihe von Zeit zu Zeit der EWG-Profile der führenden Frauen machen, die einen Unterschied in der Umwelt und Gesundheit.

Im Juni 2003 fand Linda Reinstein heraus, dass ihr Ehemann Alan eine Art von Lungenkrebs, Mesotheliom, verursacht durch Einatmen von Asbest aufgerufen hatte. "Ich kann es behandeln," der Arzt sagte ihr, "aber ich kann nicht heilen."

"Meso – was?" Linda sagte.

Alan Reinstein, leitender 63 Jahre alte Informationen-Technologie in ein makellos southern California-Büro gearbeitet und hatte keine Ahnung, wo er möglicherweise die mikroskopischen, geruchlosen, gestochen scharfe Asbestfasern festgestellt haben, das Mesotheliom in Gang zu setzen. Verblüfft die Ärzte verbrachte neun Monate testen ihn für alles von AIDS, Tuberkulose, aber niemals Asbest-Krankheit. Der Chirurg die Brust eröffnet löste das Rätsel, aber die Prognose war düster. ....


EWG Wonder Woman: Linda Reinstein of Asbestos Disease Awareness Organization
By: Elaine Shannon, Editor-in-Chief & Publisher
Friday, March 14, 2014

First in a time-to-time series of EWG profiles of women leaders who are making a difference in environmental health.

In June of 2003, Linda Reinstein found out that her husband Alan had a type of lung cancer called mesothelioma, caused by breathing asbestos. “I can treat it,” the surgeon told her, “but I can’t cure it.”

“Meso – what?” Linda said.

Alan Reinstein, a 63-year-old information technology executive, worked in a spotless southern California office and had no idea where he might have encountered the microscopic, odorless, needle-sharp asbestos fibers that set mesothelioma in motion. His baffled doctors had spent nine months testing him for everything from AIDS to tuberculosis, but never asbestos disease. The surgeon who opened his chest solved the mystery, but the prognosis was grim. ...

http://www.ewg.org/enviroblog/2014/03/l ... -awareness
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WHO/Europa: Asbest tötet leise

Beitragvon Kira » Montag 7. Juli 2014, 10:15

Google-Übersetzung
19.06.2014

Befreiung der Europäischen Region von Asbesterkrankungen

Asbest ist eine schwerwiegende weitverbreitete umweltbedingte Gefahr für die Gesundheit in der Europäischen Region der WHO und Ursache für die Hälfte aller tödlichen arbeitsbedingten Krebserkrankungen. Am 10. und 11. Juni 2014 tagten Vertreter von 16 WHO-Mitgliedstaaten in der Europäischen Region sowie Sachverständige für Arbeitsmedizin und Krebsregister in Bonn.

Sie bewerteten die ...


Original

Making the European Region free of asbestos-related diseases

19-06-2014

Asbestos is one of the most severe and widespread environmental health hazards in the WHO European Region, and is responsible for half of fatal cancers linked to exposure at work. To discuss activities to put an end to asbestos-related diseases, representatives from 16 Member States in the WHO European Region and experts in occupational health and cancer registries met in Bonn, Germany, on 10–11 June 2014.

They evaluated Progress ...

http://www.euro.who.int/en/health-topic ... d-diseases
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Samstag 12. Juli 2014, 12:42

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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Heron » Dienstag 30. September 2014, 15:44

Ich wüsste mal gerne, wie das bei diesen Häusern ist, die mit abgebrochenen und anderweitig stark beschädigten Eternitplatten beplankt sind.
Dürfen die einfach so weiter vor sich hin bröckeln?
Ist vielleicht übertrieben, aber ich meide bei Spaziergängen Routen, bei denen ich an solchen Häusern vorbeikomme :geek:
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Molly2 » Dienstag 30. September 2014, 22:31

Verwandte haben einen alten Schwedenofen (ca.1984 gekauft), der aber seit vielen Jahren nicht mehr benutzt wurde. Ich denke, dass die Schiebetüren (keine Glasfront, wie heutzutage üblich) zur Brandstelle abgedichtet wurden, denn früher kam schon mal Rauch durch die Tür, wenn der Wind ungünstig war.
Sollte ich der Familie empfehlen, die Dichtung auch auf Asbestmaterial überprüfen zu lassen, falls sie vorhat, den Ofen zu reaktivieren ?
Muss die Familie dann ggf. die Entsorgung selber finanzieren oder gibt es Deponien, die Asbest (natürlich nur nach Entfernung durch Fachleute) aufnehmen?

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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 1. Oktober 2014, 07:48

Asbest, Eternit, Fussbodenplatten müssen durch fachkundiges Personal entfernt, staubdicht verpackt und abgeliefert werden. Jeder Handwerker der damit zu tun hat kennt die Adressen, dort wird dann eine Empfangsbescheinigung über die ordnungsgemäße Entsorgung ausgestellt die ihr dann mit der Rechnung erhalten müsst. Denn ihr als Eigner des Sondermülls/Gefahrstoff müsst es evtl. sogar Behörden gegenüber nachweisen.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Asbest – die unterschätzte Gefahr

Beitragvon Kira » Montag 26. Januar 2015, 10:49

14.01.2015
Ein Beitrag von Sigrid Born und Nicole Würth

Asbest – die unterschätzte Gefahr

In vielen Häusern aus der Nachkriegszeit schlummern große Mengen von Asbest – in Bodenbelägen, Dämmplatten, in Bädern und Rohren. Meistens ahnen die Bewohner gar nichts von dem krebserregenden Material unter ihrem Dach. Bei der Renovierung erleben nun viele Hausbesitzer eine böse Überraschung – gesundheitlich und finanziell. ...


Die Häuser aus der Asbesthochzeit machen gerade einen Generationenwechsel durch

Zwischen 1950 und 1980 wurde Asbest in vielen Häusern verbaut . Das Material ...


Asbest ist gefährlich

Asbest ist seit 1993 verboten. Der Grund: Das Material setzt feinste Fasern frei, die für das Auge kaum sichtbar sind. Werden sie eingeatmet, dringen die Fasern tief in die Lunge ein und setzen sich dort fest. Viele Arbeiter, die Asbest zwischen den 50 und80er Jahren verbaut haben, sind Jahre später schwer erkrankt: An Asbestose, Lungenkrebs, Rippenfelltumoren. Auch deren Familien leiden unter den Fasern, etwa die Frauen, die die verstaubte Arbeitskleidung ihrer Männer waschen mussten. Selbst heute - über 20 Jahre nach dem Verbot, erkranken allein in Deutschland jährlich 3.500 Menschen neu. Alle Krankheiten, die durch Asbest verursacht werden, führen zum Tod!
Kaum jemand weiß noch, worin Asbest enthalten ist

Lange bevor Asbest verboten wurde, war die Gefährlichkeit bekannt. Seit den Achtziger Jahren wurde es kaum noch verbaut. Daher weiß auch kaum jemand noch, wie asbesthaltige Produkte aussehen. Besonders häufig sind sie zu finden in:


-Nachtspeicheröfen
- Dächern
- Fensterbänken
- Blumenkübeln
- Fliesenkleber
- Flexplatten
- Cushion
-Vinyl-Platten
- Rohren


Bauherren, die unsicher sind, ob Asbest in ihrem Haus vorhanden ist, können
...


http://www.daserste.de/information/wirt ... t-100.html
http://www.daserste.de/information/wirt ... r-100.html
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Video: Asbest - mühsamer Kampf um Entschädigung

Beitragvon Kira » Dienstag 3. März 2015, 10:55

Asbest - mühsamer Kampf um Entschädigung

03.02.2015 | 04:38 Min. | Verfügbar bis 03.02.2016 | Quelle: WDR

Seit 1993 ist der Gefahrstoff Asbest in Deutschland verboten. Doch immer noch sterben und erkranken Menschen, die vor Jahren auf ihrer Arbeit die gefährlichen Fasern eingeatmet haben, an den Spätfolgen des tödlichen Staubes. Viele der Betroffenen kämpfen in aufwändigen Verfahren darum, dass sie entschädigt werden. Oft vergeblich.

http://www.ardmediathek.de/tv/Serviceze ... Id=7582764
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Dienstag 17. März 2015, 10:24

Beitrag vom 10.09.2014
Von Winfried Roth

Asbest
Die tödliche Wunderfaser
Über die Macht einer verführerischen Technik

Praktisch, vielseitig und lebensgefährlich: Asbest wurde über Jahrzehnte flächendeckend eingesetzt. Doch aus der vermeintlichen Zukunftstechnologie ist eine tickende Zeitbombe geworden. Die Zeit läuft - unaufhaltsam in Richtung einer "verzögerten Katastrophe".

Werftarbeiter: "Die Erfahrungen waren so, dass wir früher in Unwissenheit in Asbest gearbeitet haben. Dadurch sind sehr viele Kollegen erkrankt, einige schon verstorben. Das sind die leidvollen Erfahrungen, die wir machen mussten."

Renn: "Wir haben die ersten Berichte über Gesundheitsschäden, die medizinisch-statistisch robust waren, Ende der 50er-Jahre. Es hat aber dann bis 1993 gedauert, bis in der Bundesrepublik Asbest verboten worden ist, in der EU sogar bis 2005 - also fast 50 Jahre zwischen der Erkenntnis und dem wirklichen Handeln. Das hat uns als Risikoforscher sehr stark beschäftigt."

Schwellnus; "Das ist schon ein Drama, wenn Sie schauen, in wie vielen Gebäuden solche Produkte eingebaut sind. Da gibt es viele, viele Altlasten. Allein die ganzen Asbestzementdächer, die Asbestzementfassaden ... Die Altlasten in Deutschland - mit denen werden wir noch Jahrzehnte zu tun haben." ...


... Die Opfer sterben einen qualvollen Tod
Auch Herbert Borrmann leidet an Asbestose, einer Form der "Staublunge". Darüber hinaus droht den Opfern Krebs. In Deutschland sterben wegen Asbests jedes Jahr ein- bis zweitausend Menschen einen meist langwierigen, qualvollen Tod.

Schon vor über 100 Jahren warnten Ärzte vor Gesundheitsschäden. Aber Manager und Politiker beachteten sie nicht. Langfristige Gesundheits- und Umweltrisiken waren damals kein Thema - was zählte, waren der technische Fortschritt, Wirtschaftswachstum, Gewinne und Arbeitsplätze...


... Die Gefahr lauert im Verborgenen ....


... Das Leben wird zur Hölle ...


... Die Verantwortlichen ziehen sich auf der Affäre ...

... Überall Altlasten ...

http://www.deutschlandradiokultur.de/as ... _id=296639
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Asbest fordert noch immer Todesopfer

Beitragvon Kira » Dienstag 31. März 2015, 10:24

31.03.2015

Asbest fordert noch immer Todesopfer

Gefährdung durch einstiges "Wundermineral" ist noch lange nicht vorbei

Schleichende Epidemie: Obwohl Asbest in Deutschland schon seit 20 Jahren verboten ist, sterben noch immer tausende Menschen an den Spätfolgen der krebserregenden Fasern. Allein im Jahr 2012 waren hierzulande 1.500 Todesfälle auf Asbest zurückzuführen, wie aus dem aktuellen nationalen Asbest-Bericht hervorgeht. Und noch immer sind 500.000 Beschäftigte offiziell als asbestgefährdet eingestuft – weil die Dunkelziffer hoch ist, sind es vermutlich noch weitaus mehr.

Asbest ist ein Naturstoff, der lange als "Mineral der tausend Möglichkeiten" gefeiert wurde. Mehr als 3.500 verschiedene Produkte wurden aus den faserförmigen Silikatmineralen hergestellt, darunter vor allem Dämmstoffe, feuerfeste Textilien und Baustoffe. Dass das so beliebte Material auch eine Schattenseite hat, erkannte zwar schon Anfang des 20. Jahrhunderts. Komplett verboten wurde die Asbestproduktion und -nutzung in Deutschland jedoch erst 1990, asbesthaltige Baustoffe wurden daher noch bis in die 1980er Jahre hinein eingesetzt.

Noch immer 35 Millionen Tonnen Asbest ...

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-18 ... 02-02.html
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Unerkannte Asbestgefahren: tickende Zeitbomben in Gebäuden

Beitragvon Kira » Mittwoch 1. Juli 2015, 19:14

29.06.2015
von Thorsten Schmitt
Quelle: VDI Verein Deutscher Ingenieure (ots)


Unerkannte Asbestgefahren: tickende Zeitbomben in Gebäuden

Auch 20 Jahre nach dem bundesweiten Asbestverbot geht von der ehemaligen "Wunderfaser" noch immer Gefahr aus. Durch weiterentwickelte Analyseverfahren kann Asbest seit einigen Jahren auch bei Produkten mit geringem Faseranteil nachgewiesen werden. So zeigt sich, dass asbesthaltige Fliesenkleber, Putze und Spachtelmassen weit verbreiteter und gefährlicher sind als bisher gedacht. Es muss davon ausgegangen werden, dass etwa ein Viertel der in den Bauboom-Jahren vor 1995 errichteten Bestandsgebäude in Westdeutschland asbesthaltige Baustoffe an Innenwänden aufweisen. Die VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik (VDI-GBG) hat nun gemeinsam mit dem Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) ein Diskussionspapier veröffentlicht, in dem die Erkundung, Bewertung und Sanierung von asbesthaltigen Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern in Gebäuden thematisiert wird. ...


http://www.extremnews.com/berichte/gesu ... 5644339e0e


18. Juni 2015 in Essen

Fachkonferenz: Asbest in Spachtelmassen, Putzen und Fliesenklebern

Der Gesamtverband Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) veranstaltet am 18. Juni 2015 in Essen mit Unterstützung der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik eine Fachkonferenz zum Umgang mit asbesthaltigen Spachtelmassen, Putzen und Fliesenklebern....

https://www.vdi.de/index.php?id=53792

Online: Diskussionspapier zu asbesthaltigen Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern

(25.6.2015) Auf der Fachkonferenz des Gesamtverbands Schadstoffsanierung e.V. (GVSS) am 18. Juni 2015 in Essen wurde erstmals das VDI/GVSS-Papier „Asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber in Gebäuden - Diskussions­papier zu Erkundung, Bewertung und Sanierung“ vorgestellt. Bevor auf dieser Basis eine entsprechende VDI-Richtlinie erar­beitet wird, soll sich die breite Öffentlichkeit anhand des Leit­fadens frühzeitig informieren und an einer fachlichen Diskus­sion beteiligen können. Anwenderfreundlich wird in dem Dis­kussionspapier nach motivationsabhängigen Bewertungsan­sätzen differenziert: Je nachdem, ob es um Betrieb/Nutzung, Sanierung/Instandsetzung, Abbruch/Rückbau oder auch Wert­ermittlung/Verkauf geht, werden die erforderlichen Handlungs­schritte erläutert.

Erklärtes Ziel der Autoren war/ist es, alle Beteiligten qualifiziert vor den Gefährdungen der verbreiteten und zugleich bislang kaum beachteten Asbestvorkommen zu schüt­zen. ...

http://www.baulinks.de/webplugin/2015/1121.php4

Asbesthaltige Putze, Spachtelmassen und Fliesenkleber in Gebäuden - Diskussionspapier zu Erkundung, Bewertung und Sanierung

https://www.vdi.de/fileadmin/vdi_de/red ... ternet.pdf
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Freitag 3. Juli 2015, 17:49

Asbest: Krebsrisiko noch auf lange Zeit?

Hintergründe, Quellen, Ansprechpartner, Fachinformationen


Asbest: Dieser Begriff steht für eine Gruppe sehr beständiger und nicht brennbarer Minerale mit faseriger Struktur. Sie fanden seit dem Altertum Verwendung: als widerstandsfähiges Baumaterial, zum Brandschutz, zur Isolation. Hinweise auf die Gesundheitsgefahr, die von Asbest ausgeht, gab es schon früh. Seit den 70er Jahren wurden Schutzvorschriften entwickelt, seit 1993 ist Asbest in Deutschland weitgehend verboten.
Doch noch leben viele Menschen mit einem hohen Risiko für Lungen- und Rippenfellkrebs, weil sie mit Asbest in Kontakt kamen. Betroffen sind nicht nur Berufstätige, sondern auch Heimwerker und ihre Familien.
Was man heute über Asbest weiß und wie Fachleute Ersatzstoffe beurteilen, hat der Krebsinformationsdienst im folgenden Text zusammengefasst. Links führen zu Ansprechpartnern, Hintergrundinformationen und genutzten Quellen.

Letzte Aktualisierung: 02.02.2015



Inhaltsübersicht


Geschichte: Welche Rolle spielte Asbest früher, welche hat das Mineral heute?

Risiko: Was macht Asbest gefährlich?

Vorschriften: Welche Gesetze oder Verordnungen regeln den Umgang mit Asbest?

Vorsorge, Nachsorge: Was tun nach Asbestkontakt?

Asbestersatzfasern: Wie sind sie zu beurteilen?

Zum Weiterlesen: Hintergrundinformationen zum Thema, Adressen und Links (Auswahl, Stand 1/2015)


https://www.krebsinformationsdienst.de/ ... asbest.php
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Video: Planet e Asbest - Fluch der Todesfaser

Beitragvon Kira » Freitag 3. Juli 2015, 17:53

Planet e Asbest - Fluch der Todesfaser - Asbest ist kein Fluch der Vergangenheit - Teil 1

...
Veröffentlicht am 04.10.2013


Planet e Asbest.
Asbest ist kein Fluch der Vergangenheit. Die Faser tötet in der Gegenwart. Heute. Jeden Tag. Es ist ein stiller, qualvoller Tod, den in Deutschland rund 1300 Menschen jährlich erleiden. Durch die krebsauslösenden, winzigen Mineralfasern sterben mehr Menschen als durch Berufsunfälle. Das heimtückische daran: Der Tod tritt erst als Spätfolge nach Jahrzehnten ein. Europaweit erwartet die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), dass bis zum Jahr 2030 eine halbe Million Menschen Opfer von Asbest geworden sein werden. Asbest ist ein Skandal, den planet e. mit Betroffenen und deren Helfern nun aus der Vergessenheit holt. So wusste zum Beispiel auch der technische Zeichner Dieter Schmelz während seiner Ausbildung nicht, welcher unsichtbaren Gefahr er sich auf einer Baustelle aussetzte. Es waren nur wenige Monate, trotzdem brach bei ihm viele Jahre später eine Asbestose aus. Erstickungsanfälle und Atemnot plagen ihn, es ist eine nur schwer zu behandelnde Krankheit. Zudem zerrt der Kampf um Anerkennung als Asbestgeschädigter an seinen Kräften. Ohne die Hilfe von Hans Joachim Woitowitz hätte er längst aufgegeben. Der ehemalige Professor für Arbeitsmedizin steht Betroffenen zur Seite. Im Alter von 77 Jahren gehört er immer noch zu Deutschlands führenden Experten, einer, der sich die Entlarvung der Asbestlüge zur Lebensaufgabe gemacht hat.

https://www.youtube.com/watch?v=LefioX49kNk

Planet e Asbest - Fluch der Todesfaser - Asbest ist kein Fluch der Vergangenheit - Teil 2

...
Veröffentlicht am 04.10.2013


Planet e Asbest.
Einst als „Wunderwerkstoff" gepriesen, weil besonders fest und zudem hitzebeständig, wurde Asbest massenhaft eingesetzt. Es steckt in tausenden Produkten. In Leitungen, Wänden, Dächern und sogar in Elektrogeräten. Mit dem Verbot im Jahr 1993 galten die Probleme von amtswegen als gelöst. Ein Trugschluss. Denn die Fasern halten praktisch ewig und tauchen mit ihrer verheerenden Wirkung immer wieder auf. Oft auch im Zusammenhang mit Sanierungen. Das bedeutet etliche Milliarden Euro Sanierungskosten und das bei leeren Kassen in vielen Kommunen. Wer das Geld nicht hat, ignoriert oft die Gefahr. Können wir uns das erlauben?Auch wenn Asbest in Deutschland im Jahr 1993 verboten wurde, muß wegen der langen Zeit, bis eine Erkrankung ausbricht, weiterhin mit schweren Erkrankungen und Todesfällen gerechnet werden. Hinzu kommt, das auch nach dem Asbestverbot weiterhin zahlreiche Personen mit der gefährlichen Faser in Kontakt gekommen sind. Etwa Heimwerker, die asbesthaltige Bodenbeläge oder Fliesenkleber aus ihren vier Wänden entfernt haben. Gerade hier lauern besondere Gefahren. Denn kaum ein Heimwerker weiß, welche Baustoffe belastet sind. Und noch viel weniger, wie man sich vor ihnen schützt. So wird es noch jahrzehntelang Asbest-Opfer geben. Nicht wenige von ihnen völlig ahnungslos, woher die tödlichen Erkrankungen kommen. In Großbritannien beispielsweise, wo drei Viertel aller Schulen asbestbelastet sind, gibt es die alarmierende Zahl von 140 toten Lehrern innerhalb der vergangenen zehn Jahre. Und in Deutschland? Bei uns fehlen genaue Daten. Sind Analysen etwa unerwünscht, weil teure Folgekosten drohen? planet e. trifft Betroffene und fragt: Wie gefährlich sind die Fasern auch heute noch?

https://www.youtube.com/watch?v=rZhO4vGVong


und hier noch weitere Links zu Asbest

Asbest

Inhaltsverzeichnis

Hintergrund

Rat und Tat

Ansprechpartner

Linkliste

Literatur

Verwandte Themen

http://www.infonetz-owl.de/index.php?id=173

Richtlinien zur Asbestsanierung
http://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q= ... KBtjR1nqFQ
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
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Asbest: Die unterschätzte Gefahr

Beitragvon Kira » Sonntag 26. Juli 2015, 11:23

Asbest: Die unterschätzte Gefahr

Veröffentlicht am 26.03.2015


In vielen älteren Häusern schlummern - oft unbemerkt - große Mengen von krebserregendem Asbest. Bei einer Renovierung droht eine böse Überraschung: gesundheitlich und finanziell. ...


https://www.youtube.com/watch?v=ykZ56sq7_as

aus der Sendung vom Do, 26.3. | 21.00 Uhr

SWR Fernsehen


Asbest

Die unterschätzte Gefahr



In vielen Häusern aus der Nachkriegszeit schlummern große Mengen von Asbest – in Bodenbelägen, Dämmplatten, in Bädern und Rohren. Meistens ahnen die Bewohner gar nichts von dem krebserregenden Material unter ihrem Dach. Bei der Renovierung erleben nun viele Hausbesitzer eine böse Überraschung: gesundheitlich und finanziell. ...

http://www.swr.de/marktcheck/asbest-alt ... index.html
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BK: Killer Asbest tötet jedes Jahr hunderte Menschen

Beitragvon Kira » Sonntag 11. Oktober 2015, 09:10

berliner-zeitung.de
06.10.2015


Berufskrankheit
Killer Asbest tötet jedes Jahr hunderte Menschen

Es wurde als Dämmstoff verwendet und galt als „Wunderfaser“: Doch bis heute hat das Mineral Asbest Tausende das Leben gekostet. Und ein Bericht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt: Das Asbest-Problem ist noch lange nicht gelöst.

Trotz eines Verbots im Jahr 1993 sterben in Deutschland jährlich etwa 1500 Menschen an den Folgen von Asbest. Das berichtet die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Nationalen Asbest-Profil für Deutschland. Um die Gesundheit der ...

http://www.berliner-zeitung.de/vorsorge ... 96194.html

Nationales Asbest-Profil Deutschland


Nationales Asbest-Profil Deutschland.
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2015.
ISBN: 978-3-88261-150-2, 71 Seiten, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 1 MB) http://www.baua.de/de/Publikationen/Fac ... onFile&v=5

http://www.baua.de/de/Publikationen/Fac ... E.1_cid323
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Spätfolgen von Asbest erreichen erst ihren Höhepunkt

Beitragvon Kira » Mittwoch 18. November 2015, 10:22

9. November 2015
von Franziska Zoidl

Spätfolgen von Asbest erreichen erst ihren Höhepunkt

Oft erkranken Betroffene Jahre später an Folgeerkrankungen wie Rippenfellkrebs

Einst galt Asbest als Wunderfaser: Hitzebeständig und quasi unzerstörbar wurde es als Material für Fußböden und Dächer verwendet. Wie gefährlich es ist, wusste man lange nicht: Einmal eingeatmet, können Asbestfasern vom Körper nicht abgebaut werden. Sie gelten als krebserregend – und zwar noch Jahrzehnte später. 1990 wurde Asbest in Österreich verboten, später folgte ein EU-weites Verbot. Bis heute erkranken Menschen, die einst mit Asbest in Kontakt kamen.

"Der Höhepunkt der Erkrankungen ist noch nicht erreicht", urteilt der Molekularbiologe ...

http://derstandard.at/2000021843676/Spa ... Hoehepunkt
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Ford hat $ 40 Millionen ausgegeben, um Asbestwissenschaft um

Beitragvon Kira » Samstag 12. März 2016, 20:32

Maschinelle Übersetzung
16. Februar 2016
Von Jim Morris

Wissenschaft zum Verkauf
Ford hat $ 40 Millionen ausgegeben, um Asbestwissenschaft umzuformen/neu zu gestalten

Getroffen durch Rechtsprozesse/-klagen hat der Fahrzeughersteller Berater angestellt, um den Bericht über die Gefahren von Asbestbremsen zu ändern
...


Original
Science for Sale
Ford spent $40 million to reshape asbestos science


Stung by lawsuits, the automaker hired consultants to change the narrative on the risks of asbestos brakes

By Jim Morris, February 16, 2016 Updated: 7:01 am, February 16, 2016
...

http://www.publicintegrity.org/2016/02/ ... os-science
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon shadow » Sonntag 13. März 2016, 09:35

who.int
Internationales Programm über chemische Sicherheit

Asbest


Alle Arten von Asbest verursachen Lungenkrebs, Mesotheliom, Krebs des Kehlkopfes und der Eierstöcke, und Asbestose (Fibrose der Lunge). Gefährdung durch Asbest tritt durch Einatmen der Fasern in der Luft im Arbeitsumfeld, der Luft in der Nähe von Punktquellen wie Fabriken, Umgang mit Asbest oder Raumluft in Wohnungen und Gebäuden mit lockeren (krümelig) asbesthaltigen Materialien.

Derzeit etwa 125 Millionen Menschen in der Welt durch Asbest am Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Im Jahr 2004 führte im Zusammenhang mit Asbest Lungenkrebs, Mesotheliom und Asbestose aus beruflichen Expositionen 107.000 Todesfälle und 1.523.000 Behinderung Lebensjahre (servieren). Darüber hinaus können mehrere tausend Todesfälle an andere Asbest-Erkrankungen sowie außerberuflichen Expositionen gegenüber Asbest zurückzuführen.
...



who.int
Asbestos




All types of asbestos cause lung cancer, mesothelioma, cancer of the larynx and ovary, and asbestosis (fibrosis of the lungs). Exposure to asbestos occurs through inhalation of fibres in air in the working environment, ambient air in the vicinity of point sources such as factories handling asbestos, or indoor air in housing and buildings containing friable (crumbly) asbestos materials.

Currently about 125 million people in the world are exposed to asbestos at the workplace. In 2004, asbestos-related lung cancer, mesothelioma and asbestosis from occupational exposures resulted in 107,000 deaths and 1,523,000 Disability Adjusted Life Years (DALYs). In addition, several thousands of deaths can be attributed to other asbestos-related diseases, as well as to nonoccupational exposures to asbestos.
...

http://www.who.int/ipcs/assessment/publ ... sbestos/en


Was ist Asbest oder Asbest und wo?


¿Qué es el amianto o asbesto y dónde se encuentra?

MADRID, 28 Feb. (EDIZIONES) - El amianto o asbesto es el nombre de un grupo de minerales metamórficos fibrosos resistentes a altas temperaturas. Se ha usado en una gran variedad de productos manufacturados: materiales de construcción, productos de fricción, materiales textiles termo-resistentes, envases, pintura, productos de talco y en productos de alimentación, entre otros. Las propiedades que presenta (aislantes, mecánicas, químicas, y de resistencia al calor y a las llamas) y su ba ...

http://www.europapress.es/sociedad/noti ... 00616.html
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Asbestentsorgung: Illegal soll legal werden

Beitragvon Kira » Donnerstag 31. März 2016, 11:44

Stand: 29.03.2016


Asbestentsorgung: Illegal soll legal werden

von Jörg Hilbert

Die Verwendung von Asbest ist in Deutschland seit Anfang der neunziger Jahre verboten. Asbestfasern sind als krebserzeugend eingestuft. Die eingeatmeten Fasern entwickeln in der Regel erst nach Jahrzehnten ihre tödliche Wirkung. Seit 1994 sind nach Angaben der Berufsgenossenschaften in Deutschland mehr als 25.000 Beschäftigte an den Folgen asbestbedingter Erkrankungen gestorben. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Und der Höhepunkt der Erkrankungszahlen ist immer noch nicht erreicht.
...

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/p ... st450.html

Asbestentsorgung: Illegal soll legal werden

29.03.2016 | 8 Min. | Quelle: NDR

Handwerker sollen Asbest ausbauen und entsorgen dürfen. Das steht zumindest in einem Entwurf für die neue Gefahrstoffverordnung. Panorama 3 liegt das brisante Papier vor.

http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama- ... d=34388184
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Die Story im Ersten: Asbest - Die tödliche Faser

Beitragvon Kira » Donnerstag 25. August 2016, 17:59

15.08.2016
22:45 Uhr Asbest - Die tödliche Faser
Warum die Gefahr noch lange nicht vorbei ist | Das Erste


Asbest war einst die Wunder-Faser und kam bis in die frühen 90er Jahre massiv zum Einsatz. Sie steckt heute noch in Millionen Immobilien und Baustoffen aller Art: In Bodenbelägen, Heizungssystemen, Wandisolierungen, Dachkonstruktionen und ungezählten anderen Stellen. Die schrecklichen Folgen werden erst viele Jahre später entdeckt: Asbest kann hoch aggressiven Krebs verursachen, der nahezu immer tödlich verläuft. Die SR-Autorinnen Sigrid Born und Nicole Würth haben sich auf Spurensuche begeben und mit ihrem Kamerateam betroffene Familien und Expert/innen besucht und befragt.
...

http://programm.ard.de/TV/daserste/asbe ... 8244880612

Die Story im Ersten: Asbest - Die tödliche Faser

15.08.2016 | 44 Min. | UT | Verfügbar bis 15.08.2017 | Quelle: Das Erste


Asbest war einst die Wunder-Faser und kam bis in die frühen 90er Jahre massiv zum Einsatz. Sie steckt heute noch in Millionen Immobilien. Doch Asbest kann aggressiven Krebs verursachen. Präsent ist die Faser - trotz Verbot - aber weiterhin.

http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage ... d=37163850

https://www.youtube.com/watch?v=bE8aCCC5LOI
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Niederlanden befiehlt alle Asbestdächer bis zum Jahr 2024 z

Beitragvon howl of wolves » Dienstag 4. Oktober 2016, 14:11

Der Niederlanden befiehlt alle Asbestdächer bis zum Jahr 2024 zu entfernen


The Netherlands Orders All Asbestos Roofs Removed by 2024

 Sep 12, 2016 
Matt Mauney

Although the Netherlands banned asbestos 22 years ago, officials continue eliminating the toxic mineral from the country’s infrastructure, most recently ordering all asbestos roofing be removed by Jan. 1, 2024.

The removal only applies to exterior asbestos-containing materials such as corrugated sheets and slate roofing. It does not apply to interior asbestos roof boards and roof insulation.

“The ban on [asbestos] roofing is a start,” David de Vreede, a technical advisor for the Dutch group Committee for Asbestos Victims, told Asbestos.com. “The goal is no asbestos in the country, but that will take a long time.”
...

https://www.asbestos.com/news/2016/09/1 ... stos-roofs
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Sonntag 23. Oktober 2016, 20:09

B+B-Fachartikel: Unerkannte Gefahren


Asbesthaltige bauchemische Produkte bleiben in der Baupraxis häufig unerkannt und werden nicht beachtet. Dabei gehen Sanierungsexperten und Asbestsachverständige davon aus, dass etwa in einem Viertel der Gebäude in den alten deutschen Bundesländern mit einem Baujahr vor 1995 asbesthaltige Putze, Spachtelmassen oder Fliesenkleber in unterschiedlichem Umfang vorhanden sind. Da sich diese Produkte überwiegend nicht eindeutig anhand ihrer Materialstruktur erkennen lassen und in der Regel verdeckt eingebaut sind, müssen Such- und Findestrategien angewendet werden, mit denen ein sicherer Nachweis oder Ausschluss einer potenziellen Asbestbelastung möglich ist. ...

...
Dieser Beitrag ist ein Artikel aus B+B BAUEN IM BESTAND, Ausgabe 1-2016.
...

http://www.bauenimbestand24.de/unerkann ... 150/44711/
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Mittwoch 18. Januar 2017, 20:42

05.01.2017
Asbest: Die versteckte Gefahr

1. Startseite Special
2. Altlasten auf der Spur
3. Tipps

Seit 1993 ist Asbest in Deutsch­land verboten. Der Grund: Die einge­atmeten Fasern können Lungenkrebs verursachen. In den Jahr­zehnten davor sind hier­zulande Millionen Tonnen asbesthal­tiger Materialien verbaut worden. Ein Groß­teil davon steckt auch heute noch in Dach- und Fassadenplatten oder verbirgt sich irgendwo in den Gebäuden. test.de hilft beim Aufspüren.



So kam es zum Asbestverbot

Dass die Altlasten in unserer Umwelt noch so häufig zu finden sind, ist nicht verwunderlich. Asbestfasern waren in den 60er bis 80er Jahren ein beliebtes Material. In Kombination mit Zement ließen sich daraus vielfältige stabile Formen herstellen. Unbrenn­bar, hitze­beständig, isolierend, chemisch stabil – die typischen Eigenschaften der Silikatmi­neralien sorgten für zahlreiche weitere Anwendungs­gebiete, vom Brems­belag im Auto bis zur Abdichtung des Heiz­ofens. Erst als die Neben­wirkungen des Asbe­stbooms immer offen­kundiger wurden, begann lang­sam der Abschied von den gefähr­lichen Materialien. Vor allem bei Arbeitern, die oft ohne wirk­samen Schutz asbesthaltige Materialien hergestellt oder verarbeitet hatten, kam es immer häufiger zu Asbestose- und Krebs­erkrankungen, die eindeutig durch Faserfein­staub verursacht worden waren. Dies führte schließ­lich zum Verbot.


Asbest noch über­all zu finden
...

https://www.test.de/Asbest-Die-versteck ... -1269112-0


Altlasten auf der Spur


Einzelne Asbest­produkte wurden bereits vor vielen hundert Jahren hergestellt, zum Beispiel Lampendochte und feuer­feste Ge­webe. Massenhaft entwickelte sich die Herstellung asbesthaltiger Produkte allerdings erst nach dem zweiten Welt­krieg. Vor allem in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren boomte der Markt. In dieser Zeit produzierte die Industrie viele asbesthaltige Materialien und Geräte. Am 1. November 1993 trat in Deutsch­land ein umfassendes Herstel­lungs- und Verwendungs­verbot in Kraft. Den tatsäch­lichen „Ausstieg“ haben die meisten Produzenten jedoch schon viel früher vollzo­gen. Hier einige Beispiele:
...

https://www.test.de/Asbest-Die-versteck ... 12-1269072

Tipps

https://www.test.de/Asbest-Die-versteck ... 12-1268957
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Nachtigall » Sonntag 23. Juli 2017, 09:34


Do, 13.7. | 22.00 Uhr

SWR Fernsehen


Altlast Asbest

Die unterschätzte Gefahr



Asbest galt lange als Wunderfaser und wurde über Jahrzehnte in Häusern verbaut – bis es verboten wurde. Ist damit auch die Gefahr vorbei? Leider nicht.


Denn Asbest steckt bis heute noch in Fassaden, Fensterbänken, Brandschutztüren, Heizungsisolierungen oder in Fußböden. Nahezu jedes zweite Haus ist betroffen – und viele Bewohner ahnen nichts von dieser Gefahr, weiß Frank Heinemann! Der Schadstoffsanierer aus dem hessischen Laubach rückt derzeit immer öfter aus, um solche Asbest-Problemfälle zu lösen. "Viele denken, das mit dem Asbest wäre längst nicht mehr so aktuell. Es ist aber aktuell! Die Einsatzzahlen nehmen ständig zu - So dass wir immer mehr Asbest aus den Gebäuden eben raus schaffen müssen."

Asbestsanierungen nehmen derzeit extrem zu!
...

https://www.swr.de/odysso/altlast-asbes ... =hootsuite
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Asbest – einmal in der Lunge, immer in der Lunge

Beitragvon Nachtigall » Samstag 5. August 2017, 16:59

Ärzte Zeitung online, 01.08.2017

Forschung über 30 Jahre

Asbest – einmal in der Lunge, immer in der Lunge

Asbestfasern sind in der menschlichen Lunge über fast 40 Jahre in derselben Menge nachweisbar. Das hat die Auswertung eines nach eigenen Angaben weltweit einzigartigen Datensatzes des Deutschen Mesotheliomregisters am Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gezeigt.
...

https://www.aerztezeitung.de/medizin/fa ... lunge.html
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Re: Asbest: Die versteckte Gefahr

Beitragvon Kira » Freitag 18. August 2017, 18:04

Blau- und Weißasbest halten sich über Jahre im Lungengewebe

Dienstag, 1. August 2017

Bochum – Asbestfasern sind in der menschlichen Lunge über fast 40 Jahre in konstan­ter Menge nachweisbar. Das hat die Auswertung von Daten des Deutschen Meso­the­liom­registers am Institut für Pathologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB) gezeigt. Das Forscherteam um Inke Feder und Andrea Tannapfel hat die Ergebnisse der Studie gemeinsam mit Kollegen vom Institut für Prävention und Arbeitsmedizin (IPA) der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung im European Respiratory Journal veröffent­licht (2017; doi: 10.1183/13993003.02534-2016). http://erj.ersjournals.com/content/49/6/1602534
...

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/ ... ngengewebe
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