Giftgas als Waffe

Giftgas als Waffe

Beitragvon howl of wolves » Montag 11. August 2014, 03:12

15.04.2014
Autorin/Autor Sarah Judith Hofmann

Geschichte

Der erste Einsatz von Giftgas als Kriegswaffe

Der Einsatz von Giftgas ist ein Kriegsverbrechen - heute wie vor knapp 100 Jahren. Im April 1915 setzten die Deutschen als erste Nation Giftgas als moderne Massenvernichtungswaffe ein.
Am Abend des 22. April 1915 stehen sich Deutsche und Franzosen bei Ypern im belgischen Nordwesten als Gegner im Ersten Weltkrieg gegenüber. Die Stadt ist seit Langem umkämpft, ein deutscher Durchbruch nicht in Sicht. Doch an diesem Abend wollen die Deutschen eine neue Waffe zum Einsatz bringen: Giftgas. Tausende von Stahlflaschen haben sie neben sich eingegraben. Als der Wind in Richtung Feind weht, öffnen sie die Hähne und blasen 180 Tonnen flüssiges Chlor in die Luft. Eine gelbliche Wolke schwebt aus den deutschen Schützengräben auf die gegnerische Linie zu.

Dort beginnt das Grauen....

http://www.dw.de/der-erste-einsatz-von- ... a-17053767

Giftgas als Waffe

Der Einsatz von Chlorgas im ersten Weltkrieg markierte eine Wende in der Kriegsführung. Zwar hatte man schon im Mittelalter mit Pocken oder Pest infizierte Leichen über Burgmauern geworfen oder Brunnen vergiftet, um den Gegner zu schwächen. Aber Hunderte oder Tausende Menschen auf einmal kampfunfähig zu machen oder zu ermorden war in Ausmaß und Brutalität etwas völlig Neues. ...

http://www.wasistwas.de/aktuelles/artik ... waffe.html
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Re: Giftgas als Waffe

Beitragvon shadow » Montag 20. April 2015, 07:57

Presse Information vom 17. April 2015

22. April: 100 Jahre Giftgas-Einsatz in Ypern

„BAYER entzieht sich bis heute der Verantwortung“

Am kommenden Mittwoch jährt sich der erste Einsatz chemischer Kampfgase zum hundertsten Mal. Die Firma BAYER hatte im Frühjahr 1915 rund 700 Tonnen Chlorgas an die Front geliefert. Am 22. April wurden im belgischen Ypern erstmals 167 Tonnen Chlor auf einem Schlachtfeld eingesetzt. Es bildete sich eine 6 km breite und 600–900 m tiefe Gaswolke, die auf die französischen Truppen zutrieb. Allein bei diesem Angriff gab es mindestens 1.000 Tote und 4.000 Schwerverletzten. Am 1., 6., 10. und 24. Mai folgten Giftgas-Angriffe gegen britische Soldaten.

Bereits kurz nach Beginn des 1. Weltkriegs war eine Kommission ins Leben gerufen worden, die sich mit der Nutzung giftiger Abfallstoffe der Chemie-Industrie zu Kriegszwecken beschäftigte. Sie unterstand dem Generaldirektor von BAYER, Carl Duisberg, sowie dem Chemiker Walter Nernst. Die Kommission empfahl der Heeresleitung zunächst die Nutzung von Chlorgas. Damit wurde wissentlich gegen die Haager Landkriegsordnung verstoßen, die den militärischen Einsatz von Giftgas seit 1907 verbietet. ...

http://www.cbgnetwork.org/6059.html
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Re: Giftgas als Waffe

Beitragvon Hannibal64 » Freitag 1. Mai 2015, 02:42

die bösen Deustchen wieder....

richtigerweise haben Briten und Franzosen zuerst mit Gaskampstoffen attackiert.

Briten, Franzosen als auch Deutsche haben schon länger an Gaskampfstoffen "gearbeitet".

Bereits vor dem Krieg hatten Engländer, Franzosen und Deutsche erste Experimente mit chemischen Kampfstoffen durchgeführt. Die Engländer hatten Lyditte-Geschosse im Burenkrieg zur Anwendung gebracht, was zu Ergänzungen der HLKO geführt hatte. Im französischen Heer sollte eine 26mm-Gewehrgranate mit erstickend wirkender Bromessigesterfüllung als Hilfsmittel für den Festungskrieg eingeführt werden.

Der französische Chemiker Eugène Turpin hatte ein derartiges Kampfmittel dem französischen Kriegsministerium angeboten. Es war geprüft, aber für nicht tauglich befunden worden. Zu Anfang des Krieges soll das nach seinem Erfinder »Turpinin« genannte Gas dennoch zur Anwendung gekommen sein. Le Matin meldete am 14. September 1914, „daß eine ganze preußische Kompagnie ohne welche Schußverletzungen durch giftige Granaten von den Franzosen getötet worden sei“, Daily Express am selben Tage, „daß an der englischen Küste Versuche mit dem Turpinat an Pferden und Schafen ausgezeichneten Erfolg gehabt hätten“.

Ulrich Trumpener berichtet von kleinen, Gas verbreitenden Projektilen, so genannten »cartouches suffocantes«, die durch die französische Armee an der Westfront bereits im ersten Kriegsjahr eingesetzt worden sein sollen. Die Projektile seien mit Ethyl-Brom-Azetat gefüllt gewesen und durch spezielle Gewehre mit dem Kaliber 26 verschossen worden. Im Februar 1915 waren auch Handgranaten mit demselben Stoff verfügbar; sie seien sehr wahrscheinlich seit Mitte März gegen die Deutschen im Argonnerwald eingesetzt gewesen.



https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster- ... ftgas.html


http://docserv.uni-duesseldorf.de/servl ... 2/1462.pdf
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Re: Giftgas als Waffe

Beitragvon mod13 » Freitag 1. Mai 2015, 10:17

Bitte die Diskussion im Themenrahmen von "Chemikalien & Wirkung, Umweltskandale, Krank durch die Arbeit" halten.

Geschichtsträchtige Schuldfragen sind in anderen Foren zu klären oder z.B. direkt bei der "Bundeszentrale für politische Bildung (http://www.bpb.de/)" in Erfahrung zu bringen.
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Re: Giftgas als Waffe

Beitragvon shadow » Dienstag 24. Oktober 2017, 20:16

Terrorgefahr
Warnung vor Giftgas-Attacken von IS-Terroristen

Von Florian Flade | Stand: 20.10.2017
...

https://www.welt.de/politik/deutschland ... isten.html
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