Tschernobyl und die Folgen / etc...

Tschernobyl und die Folgen / etc...

Beitragvon E1 » Mittwoch 26. April 2006, 18:07

heute 20. Jahre Tschernobyl - neues AKW geplant

Heute, 26. April 2006, jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 20. Mal. Der vierte Reaktorblock des Atomkraftwerks wurde damals völlig zerstört und damit die bis heute schwerste Katastrophe in der zivilen Nutzung der Kernenergie ausgelöst. Die verheerenden Auswirkungen des Unfalls und damit auch die Risiken atomarer Großtechnologie und deren Folgen für Mensch und Natur geraten zunehmend in Vergessenheit. Bis heute hat die Katastrophe Auswirkung auf Mensch und Natur. Trotzdem soll durch deutsche Gelder ein Atomkraftwerk in einem bulgarischem Erdbeebengebiet(!) in betrieb genommen werden.


Greenpeace-Kritik: "Vertuscht und heruntergespielt"
Greenpeace wirft der Atomenergiebehörde vor, die Zahlen "verniedlicht" zu haben. Sie habe die Folgen von Tschernobyl bewusst verharmlost, um der Atomindustrie genehmere Zahlen zu verschaffen. "Es ist empörend, dass die IAEO die Folgen des schwersten nuklearen Unfalls in der Geschichte der Menschheit schönfärbt", kritisierte Iwan Blokow vom Greenpeace-Büro in Russland.
http://www.tagesschau.de /aktuell/meldungen/0,1185,OID5442604_REF1,00.html


Deutsche Banken riskieren ein zweites Tschernobyl , Bulgarisches AKW Belene
Mindestens vier deutsche Banken, Hypovereinsbank, Deutsche Bank, Bayerische Landesbank und Commerzbank wollen das Geschäft finanzieren und der Energieversorger E.on möchte ins Kraftwerk investieren. Unverantwortlich angesichts der Tatsache, dass das AKW in einem Erdbebengebiet gebaut und ein unsicherer russischer Druckwasserreaktor errichtet werden soll.


http://www.campact.de/atom/e_card2

http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/tschn-07.htm

http://www.urgewald.de /index.php?page=12-154-421

http://www.ausgestrahlt.de /atom/home
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heute 20. Jahre Tschernobyl - neues AKW geplant

Beitragvon E1 » Mittwoch 26. April 2006, 18:12

http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/tschn-07.htm

Deutsche Banken riskieren ein zweites Tschernobyl

Seit 14 Jahren rottet im bulgarischen Belene die Bauruine eines Atomkraftwerkes vor sich hin. Nun soll sie aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden. Deutsche Firmen und Banken wollen an dem Geschäft mitverdienen: seit Februar 2006 bewirbt sich der russische Konzern Atomstroyexport gemeinsam mit dem deutsch-französischen Konzern AREVA NP (34% Siemens) darum, das Atomkraftwerk Belene fertig zu bauen.

Mindestens vier deutsche Banken, Hypovereinsbank, Deutsche Bank, Bayerische Landesbank und Commerzbank wollen das Geschäft finanzieren und der Energieversorger E.on möchte ins Kraftwerk investieren. Unverantwortlich angesichts der Tatsache, dass das AKW in einem Erdbebengebiet gebaut und ein unsicherer russischer Druckwasserreaktor errichtet werden soll. Unverständlich auch angesichts der Tatsache, dass der Kraftwerksbau 1992 schon einmal wegen wirtschaftlichen und Sicherheitsbedenken sowie Protesten eingestellt wurde. Und Unverzeihlich angesichts der Tatsache, dass in Deutschland die Bevölkerungsmehrheit die Atomkraft ablehnt.

Jetzt Druck machen!

Da die Kreditverträge für Belene noch nicht abgeschlossen sind, besteht eine reelle Chance die Finanzierung des Projekts zu verhindern, wenn viele Menschen in den nächsten Wochen ihren Protest gegenüber den Banken kundtun. urgewald ruft deshalb zum Protest gegen die Banken auf, die das AKW finanzieren wollen. Helfen Sie mit, den beteiligten Banken eine klare Absage für das Geschäft zu erteilen.

Bestellen Sie hier unsere Protestpostkarten/Flyer. Weitere Informationen zum Kraftwerk Belene, seinen Gefahren und dem Widerstand vor Ort auf der Atomkampagnenseite:

Protestpostkarten/Flyer: http://www.urgewald.de /index.php?page=4-71-211&bp=1-1-1

Atomkampagnenseite: http://www.urgewald.de /index.php?page=12-154-421
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Mehr Kernkraftunfälle als öffentlich bekannt

Beitragvon Maria » Donnerstag 10. Mai 2007, 14:06

"Mehr Kernkraftunfälle als öffentlich bekannt"

Studie spricht von alarmierender Situation

BRÜSSEL (dpa) Auch nach Tschernobyl hat es internationalen Wissenschaftlern zufolge weit mehr Unfälle in Atomkraftwerken gegeben als in der Öffenlichkeit bekannt. Die Grünen im Europaparlament legten gestern in Brüssel eine entsprechende Studie vor. "Wir haben es 21 Jahre nach Tschernobyl mit einer alarmierenden Situation zu tun", sagte der Leiter des Instituts für Risikoforschung der Universität Wien, Kromp. Die Wahrscheinlichkeit eines "schwerwiegenden Unfalls" nehme zu. Oft mangele es an erfahrenem Personal und Geld. Auch Terrorismus stelle eine wachsende Bedrohung dar.

Die Studie beschreibt 16 der gefährlichsten Fälle der vergangenen 20 Jahre, auch in Deutschland. So habe 2001 in Brunsbüttel eine Wasserstoffexplosion Rohrleitungen des Sprühsystems am Siedewasserreaktor beschädigt. Bis dahin sei eine derartige Explosion nahezu ausgeschlossen worden und die Anlage habe umfangreich nachgerüstet werden müssen.
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Tschernobyl -20 Jahre später leidet die Tierwelt

Beitragvon Mutter_Erde » Mittwoch 18. März 2009, 15:55

London (dpa) Auch mehr als 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl dezimiert die radioaktive Strahlung die Zahl der Insekten in der Region. Das hat eine Volkszählung bei Hummeln, Schmetterlingen, Libellen und Grashüpfern gezeigt.

Anders Pape Møller von der Universität Paris-Sud und Timothy Mousseau von der Universität von South Carolina (USA) zählten zudem die Spinnennetze in der Gegend um den Reaktor. Mit zunehmender Strahlung sinke die Zahl aller dieser wirbellosen Tiere, berichten die Forscher in den «Biology Letters» (online vorab) der britischen Royal Society.


Møller hatte in den Wäldern von Tschernobyl von 2006 bis 2008 jeweils im Mai und Juni an 731 Punkten Insekten und Spinnennetze gezählt sowie die Strahlenbelastung gemessen. Die sei mit Abstand die umfangreichste Datensammlung über die Häufigkeit von Tieren um Tschernobyl. Die Analyse ergab, dass die Zahl der untersuchten Tiere im Mittel mit steigender Strahlenbelastung abnahm, auch wenn andere Einflüsse wie etwa Bodenart, Lebensraum und Bewuchs berücksichtigt wurden. Eine frühere Studie derselben Autoren hatte bereits ähnliche Ergebnisse für die Häufigkeit und Vielfalt von Vögeln in Tschernobyl ergeben.

In Tschernobyl in der heutigen Ukraine hatte sich am 26. April 1986 das bislang schwerste Reaktorunglück ereignet, bei dem der Reaktorkern sowie das Gebäude von Block 4 des Atomkraftwerks zerstört wurden. Die Strahlung verbreitete sich in ganz Europa.
Mutter_Erde
 

Tschernobyl -20 Jahre später leidet die Tierwelt

Beitragvon Maria Magdalena » Montag 23. März 2009, 14:25

Man sollte in naher Zukunft alles Machbare tun, um komplett auf risikoarme, umweltfreundliche Arten der Energiegewinnung umzusteigen. Prinzipiell ist die Vorsorge das oberste Gebot, denn man kann schwer abschätzen, wie hoch die Schäden und Risiken in Zukunft sein werden.

Das annehmbare Maß könnte viel weiter überschritten werden als vermutet. Verdrängung und Verharmlosung der Risiken, die von Atomreaktoren ausgehen, sind verhängnisvoller Zweckoptimismus. Der Schaden wäre viel größer als der Nutzen. Tschernobyl ist nicht die einzige Atomreaktor Panne bisher. Es gibt noch genügend solche tickenden Zeitbomben.
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So war das 1986

Beitragvon Juliane » Samstag 12. März 2011, 13:39

Tschernobyl: radioaktive Wolke über Europa
http://www.youtube.com/watch?v=9n977DCuNF0
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So war das 1986

Beitragvon mirijam » Montag 14. März 2011, 21:40

Kurz vor Tschernobyl habe ich geheiratet. Bald feiern wir unsere Silberhochzeit- kurz nach Fukushima.
- Editiert von mirijam am 14.03.2011, 21:55 -
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So war das 1986

Beitragvon mirijam » Montag 14. März 2011, 22:13

Neue Studie zu den Auswirkungen der
Tschernobyl-Katastrophe

Die Atomlobby verhöhnt die Opfer

Die Auswirkungen des Größt-Anzunehmenden-Unfalls (GAU) im Atomkraftwerk Tschernobyl seien geringer als bisher angenommen, behauptet ein internationales Wissenschaftlergremium in einem im September 2005 vorgelegten Bericht. Fast 20 Jahre nach der Katastrophe präsentiert das so genannte Tschernobyl-Forum unter Federführung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) das angeblich „wahre Ausmaß des Unfalls“ mit dem Tenor: „Alles gar nicht so schlimm“.

Neben der IAEA waren sechs weitere große UN-Behörden an der Studie beteiligt: die Weltgesundheitsorganisation (WHO), UNDP (United Nations Development Programme), FAO (Food and Agriculture Organization), UNEP (United Nations Environment Programme), UN-OCHA (United Nations Office for the Coordination of Humanitarian Affairs), und UNSCEAR (United Nations Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation). Auch die Regierungen von Weißrussland, Russland und der Ukraine und nicht zuletzt die Weltbank gehören dem Tschernobyl-Forum an. Die 600 Seiten umfassende Studie „Tschernobyls Vermächtnis“ behandelt die gesundheitlichen, ökologischen und sozioökonomischen Folgen der Katastrophe.1

Opferzahlen schöngerechnet
Mehr als 100 Wissenschaftler erarbeiteten die neuen Ergebnisse und präsentierten sie einer erstaunten Öffentlichkeit, war doch bislang in den Medien ein ganz anderes Bild der Tschernobyl-Auswirkungen gezeichnet worden. Dem Bericht zufolge werden von den mehr als 200.000 Katastrophenhelfern, die 1986 und 1987 mit Aufräumarbeiten in Tschernobyl beschäftigt waren, bis zu 2200 wegen der radioaktiven Belastung früher sterben, als es ihrer Lebenserwartung entspräche. Zusammen mit den nächsten Anwohnern des havarierten Reaktors könnte die Gesamtzahl der durch den Reaktorunfall geforderten Todesopfer auf 4000 steigen. Bis Mitte 2005 seien weniger als 50 Todesfälle direkt der Strahlung zuzuordnen.
Dies widerspricht Studien unabhängiger Experten, die gezeigt haben, dass Tschernobyl bereits heute deutlich mehr Todesopfer verursacht hat als im Bericht prognostiziert und ein Ende noch nicht in Sicht ist. Die ukrainische Gesundheitsbehörde sprach bereits im Jahr 2002 von 15.000 Todesopfern unter den Liquidatoren.

Anstieg von Schilddrüsenkrebs bei Erwachsenen ignoriert
Der Bericht führt weiter an, dass der Unfall zwar etwa 4000 Fälle von Schilddrüsenkrebs bei Kindern verursacht hat, allerdings liege die Heilungschance bei 98,8 Prozent. Dass die Erkrankungsrate bei Erwachsenen drastisch angestiegen ist, wird im Bericht mit keinem Wort erwähnt. Nach Informationen des Otto-Hug-Strahleninstituts in München ist bei Patienten der Altersgruppe der heute 18 bis 35-Jährigen, die zum Zeitpunkt der Katastrophe Kinder waren, ein deutlicher Anstieg zu erkennen. Die abgebildete Grafik zeigt, wie sich die jährlichen Neuerkrankungen von Schilddrüsenkrebs in Weißrussland im Zeitraum von 1976 bis 2004 bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen entwickelt haben.

Anstieg von Leukämie und anderen Krebsfällen geleugnet
Weiter verneint die Studie, dass andere Krebsarten infolge des Tschernobyl-Unfalls angestiegen seien. Dr. Michael Repacholi, Manager des WHO-Strahlenprogramms, resümiert, dass das internationale Expertenteam abgesehen von den 4000 Schilddrüsenfällen keine Anzeichen einer Erhöhung von Leukämie- und anderen Krebserkrankungen bei den betroffenen Bürgern gefunden habe. 2 Diese Aussage wurde bereits von mehreren unabhängigen Wissenschaftlern widerlegt (s. auch Umweltnachrichten 98/2003 oder Umweltinstituts-Webseite „Radioaktivität“ „Tschernobyl-Folgen“). Selbst die IAEA räumte im Jahr 2000 ein, dass eine ganze Reihe von Krankheiten bei der betroffenen Bevölkerung augenfällig sei, auch Leukämie und andere Krebsarten seien vermehrt beobachtet worden.

Alles nur Einbildung?
Schließlich heben die Autoren der Studie hervor, dass mehrere 100.000 Betroffene an psychischen Folgen des Unfalls leiden. Es wird von Stress-Symptomen, Depression, Angst und medizinisch nicht erklärbaren Krankheitssymptomen sowie selbstdiagnostiziertem schlechten Gesundheitszustand berichtet.
Die Bezeichnung „Opfer“ anstatt „Überlebende“ hätte ebenfalls dazu beigetragen, dass sich die Betroffenen selbst als hilflos mit unbestimmter Zukunft sehen. Dies würde bei manchen zu einem übervorsichtigen Lebensstil, bei anderen zu völlig unbekümmertem Verhalten führen. Armut wie auch psychische Erkrankungen vor allem bei den 350.000 Evakuierten würden eine weit größere Bedrohung darstellen als die Strahlung. Nicht zuletzt hätten anhaltende Mythen und eine Fehleinschätzung der Bedrohung durch radioaktive Strahlung zu einem lähmenden Fatalismus geführt. Nicht die Strahlung sei schuld am zunehmend schlechten Gesamtzustand der Bevölkerung, sondern Hysterie und eine regelrechte „Radiophobie“.
In dieses Horn bläst auch Dr. Mikhail Balonov, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Tschernobyl-Forums: „In den meisten Gebieten herrschen wirtschaftliche und psychologische Probleme vor, und nicht so sehr gesundheitliche oder ökologische“2. Auch bezüglich der Umweltverseuchung gibt Balonov Entwarnung: Abgesehen von der hochkontaminierten Sperrzone, die im Radius von 30 Kilometern um den Reaktor verläuft, und einigen gesperrten Seen und Wäldern habe die radioaktive Belastung im Großen und Ganzen wieder ein akzeptables Niveau erreicht.

http://umweltinstitut.org /radioaktivitat/tschernobyl-folgen/atomlobby_verhoehnt_opfer-533.html
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So war das 1986

Beitragvon mirijam » Montag 14. März 2011, 22:14

Die Atomlobby wäscht sich rein
Die Arroganz gegenüber dem Leiden der Betroffenen ist schier unerträglich. Wenn man die am Bericht beteiligten Organisationen genauer betrachtet, wird allerdings klar, dass diese „Wahrheit“ über die Tschernobyl-Folgen nur subjektiv ausfallen kann. Der Bericht trägt die deutliche Handschrift der Atomlobby, schreibt sich doch die maßgeblich beteiligte IAEA die weltweite Förderung der Atomenergienutzung auf ihre Fahnen.
Kurz vor dem 20. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe soll offenbar die Meldung lanciert werden, dass selbst bei einem GAU die Schäden überschaubar bleiben und also die Stromgewinnung aus Atomkraftwerken ein durchaus duldbares Risiko beinhaltet. Der Direktor der Würzburger Uniklinik und Leiter der Nuklearmedizin, Professor Christoph Reiners, untermauert diese Vermutung: Bei Strahlenunfällen schwinge immer eine „unbestimmte Angst“ mit. Im Grunde aber sei Tschernobyl „in seinem Ausmaß eine Katastrophe, die mit anderen Industrie-Katastrophen vergleichbar ist“.3 Diese vermutlich eher beruhigend gemeinte Aussage ist Wasser auf die Mühlen der Atomlobby in ihrem derzeitigen Bestreben, die Atomenergienutzung wieder hoffähig zu machen. Tatsächlich könnte man Tschernobyl mit Industrie-Katastrophen wie Seveso oder Bhopal vergleichen, die in ihrem Ausmaß und den Langzeitwirkungen auf die Gesundheit der betroffenen Bevölkerung verheerend waren und noch immer sind. Tatsächlich können Katastrophen dieser Art genauso Angst auslösen wie ein atomarer GAU. Mit solchen vermeintlichen Verharmlosungen soll die Bevölkerung beschwichtigt werden.
Für den WHO-Manager Repacholi ist denn auch „das Ergebnis der Studie insgesamt beruhigend.“ „Die gesundheitlichen Auswirkungen des Unfalls waren möglicher-weise entsetzlich (potentially horrific), aber wenn man sie unter Einbeziehung gültiger Schlussfolgerungen aus gut belegten Forschungen (good science) aufsummiert, waren die Folgen für die Gesundheit nicht annähernd so tiefgreifend, wie ursprünglich befürchtet“.2
Auch Burton Bennett, Strahlenexperte und Vorsitzender des Tschernobyl-Forums, kommt zu einer ähnlichen Einschätzung: „Es war ein sehr schwerer Unfall mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen, besonders für tausende Arbeiter, die in den ersten Tagen sehr hohen Dosen an radioaktiver Strahlung ausgesetzt waren und für weitere Tausende, die unter Schilddrüsenkrebs leiden. Im Großen und Ganzen aber haben wir keine wesentlichen negativen gesundheitlichen Auswirkungen beim Rest der Bevölkerung in den umliegenden Gebieten festgestellt und haben auch keine weitreichende Kontamination gefunden, die noch immer eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellt, abgesehen von einigen wenigen begrenzten Gebieten.“2

Bilanz noch nicht möglich
Heute bereits Bilanz zu ziehen und zu behaupten, dass die Reaktorkatastrophe weniger Menschen das Leben gekostet hat als befürchtet, ist nicht seriös. Die meisten der im Bericht zitierten Studien stützen sich auf Zahlen aus den 1990er Jahren. Die Latenzzeiten für Krebs außer Leukämie betragen bekanntlich zwischen zehn und dreißig Jahre. Es ist also noch viel zu früh, um einen deutlichen Anstieg der allgemeinen Krebsrate aufzeigen zu können. Bester Beleg dafür ist, dass heute, 60 Jahre nach den Atombombenabwürfen in Hiroshima und Nagasaki, noch immer die Daten der Überlebenden ausgewertet werden. Das „wahre Ausmaß des Unfalls“ – wie es der Bericht suggeriert – kann also noch lange nicht abschließend beurteilt werden.
Auch das Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) kritisiert die Tschernobyl-Studie. Nach seiner Ansicht werden in dem Bericht die Folgen des Reaktorunglücks verharmlost. Bei der Aussage, es könnten insgesamt etwa 4000 Menschen an den Folgen des Unfalls sterben, handelt es sich lediglich um eine Risikoabschätzung auf der Basis der Strahlenerkenntnisse von Hiroshima und Nagasaki. Nach ersten Erkenntnissen des BMU sind in der Studie die tatsächliche Dosisermittlung und die damit verbundenen Folgen für Leben und Gesundheit für die betroffene Bevölkerung im Einzelnen gar nicht betrachtet worden, so dass die Aussagen weder hinreichend belastbar noch plausibel sind.4

Die Gefahr ist nicht geringer geworden
Die Atommeiler sind inzwischen nicht sicherer geworden. Insbeson-dere osteuropäische Atomanlagen sind teilweise in einem katastrophalen Zustand, sicherheitstechnische Nachrüstungen können mangels Finanzen nicht oder nur unzureichend durchgeführt werden. Besonders beunruhigend ist, dass heute noch immer 16 mit dem Unfallreaktor Tschernobyl baugleiche Reaktoren am Netz sind, einer in Litauen und 15 in Russland.

Katastrophe durch Unfall oder Terroranschlag nicht auszuschließen
Aber auch die deutschen Energiekonzerne scheuen sich, ihre Atomkraftwerke sicherheitstechnisch nachzurüsten. Der so genannte Atomkonsens hat ihnen eine verbindliche und weitgehend ungestörte Restlaufzeit zugesichert, Kosten müssen also möglichst gering gehalten werden, die längst abgeschriebenen Meiler sollen schließlich Gewinne erwirtschaften. Ein katastrophaler Unfall ist deshalb auch hierzulande nicht auszuschließen. Außerdem wird seit dem 11. September 2001 ein terroristischer Angriff auf Atomanlagen als reale Gefahr eingeschätzt, wie schon mehrfach aus Geheimdienstkreisen verlautete.
Das Umweltinstitut München e.V. wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass der Atomausstieg in Deutschland zügig vollzogen wird. Vor allem darf es keine Betriebsverlängerungen für alte und störanfällige Reaktoren, die noch nicht einmal den Absturz eines kleinen Verkehrsflugzeuges aushalten, geben. Auch in Zukunft werden wir kontinuierlich die Umgebungsradioaktivität überwachen, Messungen von Umweltproben durchführen und vor allem unabhängig informieren.

http://umweltinstitut.org /radioaktivitat/tschernobyl-folgen/atomlobby_verhoehnt_opfer-533.html
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So war das 1986

Beitragvon mirijam » Montag 14. März 2011, 22:16

Verkehrte Welt?

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr zu gleichen Teilen an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und ihren Generalsekretär Mohammed el-Baradei. Ausgezeichnet werden damit die „Bemühungen zu verhindern, dass die Nuklearenergie für militärische Zwecke genutzt wird, und zu gewährleisten, dass die Atomenergie für friedliche Zwecke so sicher wie möglich eingesetzt wird“, so die Begründung des Komitees. Genau darin liegt aber die Schizophrenie der IAEA, denn wer die zivile Atomtechnik fördert, öffnet zwangsweise Tür und Tor für die Atomwaffenprogramme. Einerseits soll die militärische Nuklearnutzung verhindert werden, andererseits wird durch die satzungsgemäße Förderung des Ausbaus der Atomkraft indirekt die Weiterverbreitung von Atomwaffen begünstigt. Eine Trennung ist nicht möglich, wie in den letzten Jahren neue, „illegale“ Atomwaffenstaaten immer wieder bestätigten. Es mag eine politische Entscheidung sein, um die Notwendigkeit der Abrüstung von Atomwaffen zu unterstreichen. Ob dieses Kalkül aufgeht, ist fraglich. Das Nachsehen hatte die Organisation der japanischen US-Atombombenopfer von Hiroshima und Nagasaki, die ebenfalls nominiert war. Zum 60sten Jahrestag der Atombombenabwürfe wäre der Preis bei dieser Organisation besser platziert gewesen.

aus unserer Mitgliederzeitschrift Umweltnachrichten, Ausgabe 102/ Dezember 2005 (aktualisiert 9/2006)

http://umweltinstitut.org /radioaktivitat/tschernobyl-folgen/atomlobby_verhoehnt_opfer-533.html
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Reisen nach Tschernobyl

Beitragvon Kira » Samstag 19. März 2011, 05:09

Reisen nach Tschernobyl
Atom-Ruine als Touristenattraktion
Während die Welt gebannt die Atomkatastrophe in Fukushina verfolgt, ist der Katastrophenreaktor von Tschernobyl in der Ukraine längst zu einer Touristenattraktion geworden. Mehr und mehr Menschen reisen in das radioaktiv verseuchte Gebiet, um sich den Ort des bislang schlimmsten Atomunfalls in der Geschichte anzuschauen. Einige wollen damit auch ihre eigenen Erinnerungen an die Zeit nach dem nuklearen GAU vom April 1986 aufarbeiten

http://www.focus.de /reisen/videos/reisen-nach-tschernobyl-atom-ruine-als-touristenattraktion_vid_23741.html

"Mein Zähler zeigt jetzt 0,11 Mikrosievert pro Stunde, aber das heißt nicht, dass die Gegend ungefährlich ist. Der Boden ist noch immer verstrahlt." Der Bus durchquert die Grenze zur verbotenen Zone: Willkommen in Tschernobyl. Touristen sind auf dem Weg zum Ort, an dem sich 1986 die bislang schlimmste Reaktorkatastrophe in der Geschichte abgespielt hat. Unsere Aufnahmen entstanden vor dem Atom-Drama in Japan. Kobe Debosscher, belgischer Tourist: "Es ist schon etwas seltsam - aber man kann das ja trotzdem ansehen." Tausende Neugierige kommen jedes Jahr nach Tschernobyl - für 120 Euro pro Tag. Die Reisen sind von der ukrainischen Regierung genehmigt. Ein eintägiger Aufenthalt in der Todeszone ist völlig ungefährlich, versichert der Reiseleiter. Vor Reaktorblock Nummer 4 ist die Strahlenbelastung mehr als 30 Mal so hoch wie gewöhnlich. Reiseleiter: "Hier sind es etwa drei Mikrosievert pro Stunde." Dieser Schwede ist extra in die Ukraine gekommen, um sich Tschernobyl anzuschauen. Zur Zeit der Katastrophe war er 16. Er erinnert sich noch gut. Karl Backman, schwedischer Tourist: "Auch in Schweden hatten die Leute große Angst vor der Strahlung und ihren Folgen. Das ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Meiner Geschichte, der Geschichte von uns allen." Vom Kraftwerk geht es nach Pripiat. Der Ort mit seinen damals 50.000 Bewohnern wurde nach dem nuklearen GAU evakuiert. In der heutigen Geisterstadt ist die Zeit stehengeblieben. Kinderspielzeug und zahllose Gasmasken liegen herum. Bobby Harrington, australische Touristin: "Die ganzen Sachen, die die Leute zurückließen, machen die Sache sehr real. Es war unbehaglich, in ihre Wohnungen zu schauen. Vielleicht war es zu früh." Vor der Abfahrt wird noch die Strahlenbelastung jedes Touristen gemessen. Diese Gruppe kann den Ort ohne Problem verlassen. Doch manche der Reisenden wollen die Kleidung wegwerfen, die sie getragen haben auf diesem Trip nach Tschernobyl.
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Strahlung ist gesund! oder Quo Vadis?

Beitragvon Clarissa » Samstag 19. März 2011, 11:58

USA: Autorin Ann Coulter sagt, dass Strahlung gut für die Gesundheit ist
Die US-Autorin Ann Coulter hat jetzt bei einem Auftritt im amerikanischen Fernsehen verlauten lassen, dass Strahlung gut für die Gesundheit ist und sogar das Risiko einer Krebserkrankung mindern kann.

Coulter, die bei der Sendung "O´Reilly Factor" zu Gast war, reagierte damit auf die allgemeine Besorgnis, die in USA wegen der jüngsten Geschehnisse in Japan derzeit herrscht.

Die neusten Untersuchungen belegen, dass bestimmte Mengen von Strahlung, (die zudem weit über der von der Regierung festgelegten Grenze liegen) für die Gesundheit der Menschen überaus förderlich seien, so Coulter.

Quelle: http://www.huffingtonpost.com
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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du spinnen

Beitragvon Tohwanga » Samstag 19. März 2011, 13:55

sorry, ich lass mich ja nicht häufig emotional aus: aber diese Frau muß schon ganz schön verstrahlt sein!

es gab eine Doku, wo ein junger Mann auftrat und behauptete er würde jedes Jahr nach Tschernobyl reisen, das sei sozusagen sein Urlaub und würde da rum laufen, weil er es \"geil\" findet.
Auch so ein völlig Verstrahlter - oder die Menschen sind so reizüberflutet, das sie mit solch Aktionen sich auch den letzten Kitzel holen müssen. Arme Menschen!



- Editiert von Tohwanga am 19.03.2011, 13:55 -
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Reisen nach Tschernobyl

Beitragvon nora » Samstag 19. März 2011, 20:08

Touristenvoyerismus ist ein riesiger Markt und sehr alt ........

http://www.suite101.de/content/touren-z ... men-a44227

http://mein.salzburg.com /blog/lifestyle/2010/01/visite-im-hauptkriegsgebiet-l.html

Was sind das nur für Leute?????
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Hessen 25 Jahre nach Tschernobyl

Beitragvon Juliane » Dienstag 19. April 2011, 14:19

Zitat:


Auch 25 Jahre nach Tschernobyl Radioaktivität in Hessen messbar

Auch 25 Jahre nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl finden sich in Hessen Spuren des radioaktiven Niederschlags. „In Lebensmitteln ist praktisch nichts mehr nachweisbar“, sagte Thomas Allinger, Leiter des Dezernats Strahlenschutz beim Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG), der Nachrichtenagentur dpa. Aber im Boden seien nach wie vor Spuren messbar. Die Belastungen von Wildschweinfleisch oder Waldpilzen liegen nach seinen Worten aber sämtlich unterhalb des Grenzwerts.
Das Landesamt misst seit Tschernobyl mit seinem Routineprogramm IMIS (Integriertes Mess- und Informationssystem) kontinuierlich die Radioaktivität in der Umwelt. Dafür werden pro Jahr 600 Lebensmittelproben untersucht, zusätzlich 400 Proben etwa von Boden, Wasser und Futtermitteln


http://www.echo-online.de/region/rhein-main/Auch-25-Jahre-nach-Tschernobyl-Radioaktivitaet-in-Hessen-messbar;art7943,1779714
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Fisch immer noch belastet von Tschernobyl

Beitragvon Juliane » Montag 25. April 2011, 17:12

aerztezeitung.de


"Auch 25 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl ist Fisch aus der Ostsee noch immer stärker belastet als Fisch aus der Nordsee. Insgesamt sei die Belastung in der Ostsee um den Faktor 10 höher, berichten Forscher des Hamburger Johann Heinrich von Thünen-Instituts (Forschungsreport 2011; 1: 31).

Exemplarisch haben Dr. Ulrich Rieth und Günter Kanisch vom Institut für Fischereiökologie die Belastung mit Cäsium-137 aus verschiedenen Gebieten verglichen. Dazu bildeten sie Mittelwerte aus den Gesamtfisch-Messdaten der Jahre 2004 bis 2009.

Der Unterschied war signifikant: Während alle Proben aus der Nordsee mit weniger als 1 Becquerel je Kilogramm Feuchtmasse (Bq/kg FM) belastet waren, wiesen die Proben aus der Nordsee im Mittel mindestens 3 Bq/kg FM Radioaktivität auf.

Im Finnischen Meerbusen lagen die gemittelten Werte in vielen Fällen sogar über 5 Bq/kg FM. Bei Fischfilets (Dorsch, Wittling, Scholle und Flunder) wurden in der östlichen Ostsee Mittelwerte von über 10 Bq/kg FM ermittelt.




Doch auch in der Nordsee gibt es Unterschiede. Die Hamburger Forscher machen das am Beispiel für Sprotten und Heringe fest. Bei ihnen habe es deutliche regionale Unterschiede gegeben, schreiben sie.

So seien die Bestände in der zentralen und nördlichen Nordsee etwas stärker belastet als etwa in der Deutschen Bucht. Als Grund nennen Rieth und Kanisch die Wiederaufarbeitungsanlagen im britischen Sellafield und im französischen La Haque...."


http://www.aerztezeitung.de/panorama/k_specials/tschernobyl/article/651270/nach-tschernobyl-ostseefisch-2011-noch-belastet.html
Juliane
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TV-Tipp, heute: Tschernobyl u. die Folgen

Beitragvon Beobachter » Sonntag 22. April 2012, 06:36

TV-Tipp heute:
"Die Wolke - Tschernobyl und die Folgen"; Doku, Deutschland 2011
23.40 Uhr; MDR

"Am 26. April 1986 explodierte in dem ukrainischen Kernkraftwerk ein Reaktorblock.
Glaubhafte Informationen über die drohende Gefahr verbreiteten sich langsamer als die radioaktiven Wolken über Europa ...
Eine Rekonstruktion."
(STERN)


LG Beobachter
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Re: TV-Tipp, heute: Tschernobyl u. die Folgen

Beitragvon Kira » Samstag 26. April 2014, 06:43

auf You tube
veröffentlicht am 13.01.2013 http://www.youtube.com/watch?v=qZ85bgqJkl4
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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28 Jahre nach Tschernobyl Wild u. Pilze noch immer belastet

Beitragvon Kira » Samstag 26. April 2014, 06:50

n24.de
25.04.2014
dpa


28 Jahre nach Tschernobyl
Wild und Pilze noch immer belastet

Fast 30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl sind einige Lebensmittel noch immer verstrahlt. In manchen Regionen Deutschlands ist die radioaktive Belastung besonders hoch.


Auch 28 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl sind einige heimische Pilze und Wildschweine noch hoch radioaktiv belastet. Bundesweit am schlimmsten vom Fallout betroffen war Bayern. Dort gingen nach der Reaktorexplosion am 26. April 1986 mit heftigen Regenfällen die radioaktiven Partikel nieder. ...

http://www.n24.de/n24/Wissen/Mensch-Nat ... astet.html
Zuletzt geändert von Kira am Samstag 26. April 2014, 06:52, insgesamt 1-mal geändert.
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: 28 Jahre nach Tschernobyl Wild u.Pilze noch immer belast

Beitragvon Kira » Samstag 26. April 2014, 06:51

welt.de
25.04.14
Biologie

Vögel passen sich der Tschernobyl-Strahlung an

Sie werden größer, ihre DNA weist weniger Schäden auf: Vögel in der Sperrzone um das Atomkraftwerk in Tschernobyl scheinen von der Strahlung zu profitieren. Sie können ihre negativen Wirkungen besser ausgleichen. Von Valentin Frimmer
...

http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/ ... ng-an.html
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Re: Tschernobyl und die Folgen / etc...

Beitragvon mod13 » Samstag 26. April 2014, 17:09

Moderationshinweis:

Mehrere Threads gleichem/ähnlichem Thema wurden oben zusammengeführt.

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _



Interessant zum Thema Tschernobyl und die Folgen / etc... könnten zudem sein:

Was schützt vor radioaktiver Strahlung? - viewtopic.php?f=80&t=15255

Meersalz bunkern? - viewtopic.php?f=26&t=15312

Erhöhte radioaktive Strahlung in Deutschland - viewtopic.php?f=73&t=15219

Updates Erdbeben, Tsunami, AKWs in Japan - viewtopic.php?f=91&t=15215&start=50
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Re: Tschernobyl und die Folgen / etc...

Beitragvon Kira » Montag 24. November 2014, 10:08

Interaktive Karte
Radioaktive Belastung von Waldprodukten

Auf dieser interaktiven Karte können Sie bequem unsere Messergebnisse
zur radioaktiven Belastung von Lebensmitteln einsehen. ...

http://www.umweltinstitut.org/themen/ra ... ungen.html
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Umweltskandal 1986 Tschernobyl - Vorsorge heute

Beitragvon Leckermäulchen » Dienstag 16. Dezember 2014, 14:04

Heute habe ich mir Pilze gebraten mit Reis zu Mittag gemacht, was mir eigentlich gut schmeckt und ich auch gut vertrage.

Beim Essen kam mir aber automatisch in den Sinn, dass ich dies zu essen aufgehört hatte, nachdem 1986 von Tschernobyl aus durch die Reaktorkatastrophe die Wolken kontaminierten Regen überall dort herabprasseln ließen, wo sie gerade hingeweht waren und allenthalben Schutzvorkehrungen getroffen wurden. Pilze waren auch extrem belastet, und das langfristig.

Jetzt frage ich mich:
Was wurde zwischenzeitlich getan, da Pilze wieder normal im Handel erhältlich sind in einer Menge, die manchen überzeugen könnte, die damalige nukleare Belastung existiere nicht mehr?

Zudem gibt es ja mittlerweile viele, die danach geboren wurden und vielleicht gar nicht von der Brisanz wissen / überzeugt sind / überzeugt wurden etc.

Sind die Pilze aus einer Gegend, die damals nicht kontaminiert wurde?

Wenn ja, wie kann man das nachprüfen?

Wenn nicht, hat man den kontaminierten Boden abgetragen und vernichtet und dann sauberen an dessen Stellen gebracht, um zu verhindern, dass das Pflanzen- sowie Pilzwachstum weiter nuklear verseucht wird?

Die Halbwertzeit der nuklearen Kontamination beträgt ja bei einigen emittierten Elementen Tausende von Jahren. Wie hat man diesem Wissen Rechnung getragen zum Schutz der Bevölkerung in den „aufgeklärten“ Ländern?

Beim Googeln stieß ich u. a. hierauf:

http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc ... inder.html

https://www.tagesschau.de/ausland/meldung120274.html

https://www.tagesschau.de/ausland/meldung121564.html

Es ist ja nicht so, dass ich das Thema verdrängen will, aber die Zeitspanne ist prinzipiell ja geeignet, sich für den Rest des Lebens von allem fernzuhalten, was noch von damals kontaminiert ist. Ist die Anschaffung eines Geigerzählers / Dosimeters sinnvoll / nötig?

http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keyword ... ns4pix6s_e

http://abgs-gmbh.de/portfolio/strahlung ... wgodtIoAPQ

Gegen alle Gefahren, die in der Umwelt lauern, kann man sich ja eh nicht schützen, wer wüsste das besser als wir mit MCS und anderen Umwelterkrankungen. Deshalb wüsste ich gern: Wie geht ihr mit dem Thema um?
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Tschernobyl-Folgen: Tausende radioaktive Wildschweine in Bay

Beitragvon Kira » Montag 16. März 2015, 19:40

15.03.2015
dpa


Folgen von Tschernobyl
Tausende radioaktive Wildschweine in Bayern

Vor knapp 30 Jahren kam es im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl zur Katastrophe. Bis heute sind in Bayern noch viele Wildschweine belastet. Die Grünen werfen der Landesregierung vor, das Thema nicht ausreichend zu beachten.

Knapp 30 Jahre nach dem Atomunglück von Tschernobyl sind immer noch viele Wildschweine in Bayern radioaktiv belastet. Der zulässige Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm wird teilweise um mehr als das Zehnfache überschritten. Das geht aus der Antwort des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Im Landkreis Augsburg überschritt im Jahr 2013 sogar mehr als die Hälfte der 612 genommenen Proben den Grenzwert. In anderen Kreisen war es mehr als ein Drittel – darunter Freyung-Grafenau, Neu-Ulm und Weilheim-Schongau.

In den zwölf Landkreisen, die 1986 am stärksten von der Tschernobyl-Wolke getroffen worden waren, lagen insgesamt 1332 Proben über dem Grenzwert. Wildbret mit einer Belastung von mehr als 600 Becquerel pro Kilo darf nicht in den Handel gelangen, die Jäger können dafür beim Bundesverwaltungsamt einen Schadenausgleich beantragen. ...

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 84151.html
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30 Jahre nach Tschernobyl ZDF Reporter berichtet

Beitragvon Kira » Donnerstag 5. Mai 2016, 17:33

ZDF-logo!-Reporter in Tschernobyl
Meine Reise in die Todeszone

von Tim Schreder

Ich bin in die Sperrzone von Tschernobyl gereist. Ich wollte wissen: Wie gefährlich ist die Strahlung noch? Zurückgekommen bin ich mit einem neuen Blick auf das Thema Atomkraft.

"Ich drehe für das ZDF in Tschernobyl!" - die Begeisterung bei Familie und Freundin hielt sich in Grenzen. Zugegeben, ein mulmiges Gefühl hatte ich ja auch. Ich bin 25, möchte noch Kinder haben und gesund bleiben. Aber Experten hatten mir gesagt, dass ich keine gesundheitlichen Schäden zu befürchten habe, wenn ich mich an Sicherheitsregeln halten würde: Ich muss mich von bestimmten Orten fernhalten, darf dort nichts essen, nichts trinken und soll möglichst wenig Staub einatmen. Na dann.
...

http://www.heute.de/30-jahre-nach-tsche ... 46124.html

Tim in der Geisterstadt - logo! - ZDFtivi

Veröffentlicht am 23.04.2016


30 Jahre nach dem Atomunglück in Tschernobyl besucht logo!-Reporter Tim die verlassene Stadt Prypjat. Hier lebten die Arbeiter des Atomkraftwerks und ihre Familien. Mehr Videos gibt's in der ZDFtivi-Mediathek: http://www.tivi.de/mediathek/logo-886...

https://www.youtube.com/watch?v=TxIXAcdZa6k
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30 Jahre nach Tschernobyl: Wie stark sind die Pilze noch bel

Beitragvon shadow » Mittwoch 7. September 2016, 17:19

06. September 2016

Radioaktivität

30 Jahre nach Tschernobyl: Wie stark sind die Pilze noch belastet?

In Deutschland gibt es immer noch radioaktiv belastete Pilze. Wie hoch die Belastung drei Jahrzehnte später ist und was Verbraucher beim Verzehr beachten sollten.

Von Alexandra Schneid
...

http://www.augsburger-allgemeine.de/bay ... 79992.html
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Schlimmer als Tschernobyl-dieser Atom-GAU wurde viele Jahre

Beitragvon shadow » Sonntag 2. Oktober 2016, 18:12

Schlimmer als Tschernobyl

29. September 2016 09:36; Akt: 29.09.2016

Dieser Atom-GAU wurde viele Jahre totgeschwiegen

von F. Riebeling - 1957 wurde bei einer Explosion in Russland mehr Radioaktivität freigesetzt als in Tschernobyl. Die Welt erfuhr erst 30 Jahre später davon.

Obwohl im russischen Osjorsk («Stadt am See») mehr als 82'000 Menschen leben, gab es bis vor ein paar Jahren kein einziges Strassenschild, das auf die Stadt hingewiesen hätte. Auch auf Landkarten war sie nicht zu finden.
...

http://www.20min.ch/wissen/news/story/24456813
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Tschernobyl Neue Schutzhülle für Atomruine wird übergeben

Beitragvon Kira » Mittwoch 30. November 2016, 18:51

29. November 2016

30 Jahre später

Der Super-GAU von Tschernobyl: Protokoll einer Katastrophe

30 Jahre nach dem Super-GAU: Eine riesige Hülle soll am Dienstag den Sarkophag von Tschernobyl unter sich verschlucken. Die Katastrophe vom 1986 im Protokoll.
...

http://www.augsburger-allgemeine.de/pan ... 52802.html

29.11.2016
jal, DPA, N24

"Der Katastrophenort wird sicher"
Der Sarkopharg in Tschernobyl ist vollendet

Tausende Tonnen Stahl gegen lebensbedrohliche Strahlung: Ein neuer Sarkophag soll 100 Jahre vor radioaktiver Strahlung in Tschernobyl schützen. Die Ukraine feierte die Schutzhülle als Meilenstein.


30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl in der Ukraine haben Spezialisten in einem historischen Schritt eine gigantische Schutzhülle über die Atomruine geschoben. "Yes, wir haben es geschafft", sagte Staatschef Petro Poroschenko bei einem Festakt am Dienstag nahe des havarierten Atomkraftwerks.
...

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Polit ... endet.html
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Re: Tschernobyl und die Folgen / etc...

Beitragvon howl of wolves » Sonntag 4. Dezember 2016, 09:36

«Bilder von Pferden mit zwei Köpfen wurden zensuriert»

Dienstag, 26. April 2016,
srf/snep;lin

Katzen mit vier Ohren und Riesenkarpfen: Auf seiner Reportagereise im Sperrgebiet um Tschernobyl hat der Fotograf Alexander Hofmann viel Eindrückliches gesehen. Veröffentlichen durfte er diese Bilder nicht. Dafür andere.
...

http://www.srf.ch/news/international/bi ... zensuriert



Tschernobyl - Chernobyl
Das gefährlichste Element, das entwich, war die Lüge. The most dangerous element that escaped, was a lie (deutsch/englisch)

Hofmann, Alexander

http://www.staempfliverlag.com/detail/I ... EPTz0nrv4Z
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Re: Tschernobyl und die Folgen / etc...

Beitragvon Nachtigall » Freitag 28. April 2017, 08:44

Atomkraft

Die Katastrophe von Tschernobyl: Wie ein Super-GAU das Bild der Kernenergie veränderte

Von Welt der Wunder
Wissen
26.04.2017


Anfang Mai 1986 durfte man in Deutschland keine Milch trinken, kein frisches Obst und Gemüse essen, sich nicht unnötig im Freien aufhalten - und sollte unbedingt den Regen meiden. Der Grund lag über 1.000 Kilometer entfernt: ein Super-GAU im Kernkraftwerk von Tschernobyl. Am 26. April jährt sich die Katastrophe, die das Bild der Kernenergie für immer veränderte, wieder einmal.
...

http://www.weltderwunder.de/artikel/die ... eraenderte
Nachtigall
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