Toll, Drogen fürs Volk auf Rezept (Ritalin) Methylphenidad

Toll, Drogen fürs Volk auf Rezept (Ritalin) Methylphenidad

Beitragvon Clarissa » Montag 18. April 2011, 08:31

Toll, Drogen für das Volk auf Rezept (Ritalin)

Ritalin jetzt auch für Erwachsene
Neue Erkenntnisse haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte nun veranlasst, eine Änderung für Methylphenidad-haltige Arzneimittel vorzunehmen.

Das auch als Ritalin bezeichnete Arzneimittel ist nun auch für die Anwendung bei Erwachsenen mit Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom indiziert.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/medizin/kra ... hsene.html
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Toll, Drogen für das Volk auf Rezept (Ritalin)

Beitragvon mirijam » Montag 18. April 2011, 13:11

Clarissa,

gute Ironie. Das würde die Umsätze deutlich steigern. Da freut sich unser Dagobert sicherlich schon riesig drauf.
mirijam
 

Toll, Drogen für das Volk auf Rezept (Ritalin)

Beitragvon mirijam » Montag 18. April 2011, 13:21

"Nebenwirkungen

Wachstum
Methylphenidat kann bei Langzeitanwendung auch bei angemessener Dosierung bei Kindern zu einer Wachstumsverzögerung und zu reduzierter Gewichtszunahme führen[22] und sollte dann abgesetzt werden. In den meisten Fällen normalisiert sich der Wachstumsverlauf der Kinder später.

Appetit
Rückgang des Appetits und der Flüssigkeitsaufnahme ist eine häufige Nebenwirkung. Dies kann dadurch gemildert werden, dass das Methylphenidat nach dem Essen verabreicht wird oder die Hauptmahlzeit auf den Abend verlegt wird, wenn die Wirkung abgeklungen ist. Gewöhnlich verliert sich diese Nebenwirkung innerhalb einiger Monate.[22]

Gastrointestinale Störungen
Da Methylphenidat in der Regel als Hydrochlorid vorliegt, reagiert es beim Lösen leicht sauer. Wenn Methylphenidattabletten ohne Flüssigkeit eingenommen werden, kann es zu Übelkeit oder unangenehmem Brennen in der Speiseröhre kommen. Zu Beginn der Behandlung treten häufig Bauchschmerzen oder Erbrechen auf, eine Linderung kann im Normalfall erreicht werden, wenn Methylphenidat mit einer Mahlzeit eingenommen wird.[22] Hin und wieder kann die Trägersubstanz der Arzneizubereitung Unverträglichkeiten auslösen. In solchen Fällen kann auf wirkstoffidentische Präparate anderer Hersteller ausgewichen werden.

Haut, Unterhaut
Vermehrtes Schwitzen, Dermatitis (entzündliche Reaktion der Haut), Pruritus (Juckreiz), angioneurotische Ödeme (Quincke-Ödem) können bei der Behandlung von Kindern auftreten, [23] ebenso kann es zu Effluvium (Haarausfall) kommen. Des Weiteren können exfoliative (schuppende) Hauterkrankungen und Urtikaria (Nesselausschlag) bei der Behandlung mit Methylphenidat auftreten.

Psychische und neurologische Nebenwirkungen
Sehr häufige Nebenwirkungen (>1:10) sind verminderter Appetit, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit und Übelkeit. Nervosität und Schlaflosigkeit zu Beginn der Behandlung können in der Regel durch Reduktion der Dosis und/oder durch Auslassen der Nachmittags- oder Abenddosis kontrolliert werden.[22]

Häufig (1:100 - 1:10): Appetitlosigkeit, Angstgefühle, anfängliche Schlafstörungen, depressive Verstimmung, Nervosität, Unruhe, Agitiertheit, Aggressionen, Zähneknirschen, Depressionen, verminderte Libido, Verwirrung, Spannung, Schwindelgefühl, Zittern, Ameisenlaufen (Kribbeln), Dämpfung (Sedierung), Spannungskopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Drehschwindel, Schmerzen in Nasen-Rachenraum, Aufstossen (Dyspepsie), Erbrechen, Verstopfung, übermässiges Schwitzen, Muskelspannung, Reizbarkeit, Gewichtsverlust, Muskelzuckungen (Tic), emotionale Labilität. Bei Kindern und Jugendlichen außerdem Entzündung des Nasen-Rachenraums, Schwindel, Husten, Oberbauchschmerzen und Fieber.

Sehr selten (<1:10000) treten Orientierungslosigkeit, akustische und visuelle Halluzinationen, Manien und beginnende Psychosen, Zorn, Agitiertheit, Stimmungsschwankungen, depressive Verstimmung, Traurigkeit, Lethargie oder Schläfrigkeit auf.

Patienten, die Methylphenidat einnehmen, klagen bisweilen darüber, dass sie „ganz anders“, „gar nicht mehr sie selbst“, „zu ernst“, „wie eine Maschine“ seien, dass ihnen bestimmte Dinge nicht mehr so viel Spaß wie früher machten oder dass sie nur mit der Tablette „brav sein“ könnten. Vor allem letzteres kann auf Dauer dazu führen, dass Patienten nicht mehr aus eigener Kraft versuchen, ihre Situation zu verbessern, sondern sich auf die Medikation verlassen. Andererseits ist dies aber auch häufig dadurch zu erklären, dass zum Beispiel Kinder jetzt ihre Umwelt schärfer wahrnehmen und damit auch eine Reizüberflutung (etwa in der Schulklasse) stärker bemerken. Häufig geben Betroffene an, jetzt Zusammenhänge und belastende Lebensumstände oder Ausgrenzung stärker zu spüren. Dies ist dann weniger eine Nebenwirkung als vielmehr eine andere Wahrnehmung die aus der Hauptwirkung des Medikaments resultiert. Hier ist eine therapeutische Begleitung und Informationsvermittlung, häufig aber auch eine antidepressive Begleitmedikation erforderlich.

Suizidalität
Bei Methylphenidat-haltigen Zubereitungen wurden neben erfolgtem Suizid Suizidversuche und Suizidgedanken beobachtet.[24]

Herz-Kreislauf-System
Häufig (bei mehr als einem von zehn Patienten) kommt es zu Tachykardie (Herzrasen), Palpitationen (Herzklopfen), Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) und Veränderungen (meist Erhöhung) von Blutdruck und Herzfrequenz. Selten tritt Angina Pectoris auf.[22]

Wegen der kardiovaskulären Nebenwirkungen wurde gegen methylphenidathaltige Arzneimittel ein Stufenplanverfahren (Gefahrenstufe II) zur Abwehr von Arzneimittelrisiken eingeleitet.[25]

In einer Fall-Kontroll-Studie wurde ein Zusammenhang mit ungeklärten Todesfällen gesehen.[26]

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen
Bei der Behandlung mit Methylphenidat können Schläfrigkeit und Schwindel auftreten. Dies kann beim Bedienen von Maschinen und beim Autofahren zu Beeinträchtigungen führen und muss beachtet werden.[22] Grundsätzlich erlaubt der Gesetzgeber das Führen von Kraftfahrzeugen unter Einwirkung von Methylphenidat. In einigen Studien wurde nachgewiesen, dass durch die Einnahme von Methylphenidat die Fahrtauglichkeit von Menschen mit ADHS merklich verbessert wird.[27]

Anwendung in der Schwangerschaft
Es wurden keine klinischen Studien durchgeführt, aus denen hervorgeht, ob die Anwendung von Methylphenidat während der Schwangerschaft sicher ist. Methylphenidat sollte aus diesem Grunde von schwangeren Frauen nur eingenommen werden, wenn es unbedingt erforderlich ist.[22]

Sonstige
Seltenere Nebenwirkungen sind Schwindel, Schweißausbrüche, Fieber, Kopfschmerzen, Psychosen, Störungen des Herzrhythmus und Trockenheit der Schleimhäute. Auch kann Appetitlosigkeit, v. a. bei missbräuchlicher Überdosierung, auftreten.

Abhängigkeitsgefahr
Methylphenidat wird seit Jahrzehnten in der Therapie von ADHS verwendet. Bei fachgerechter medikamentöser Therapie von ADHS mittels Methylphenidat konnte bisher kein Fall von Abhängigkeit festgestellt werden. Das plötzliche (eigenmächtige) Absetzen von Methylphenidat sollte jedoch unterlassen werden, da dies unter Umständen zu so genannten Absetzerscheinungen wie etwa verstärkter Hyperaktivität, Gereiztheit oder depressiver Verstimmung führen kann. Vor allem nach einer langfristigen und hochdosierten Behandlung sollte Methylphenidat daher nach ärztlicher Anweisung ausschleichend dosiert werden.

Studien zeigen, dass der Einsatz von Stimulanzien wie Ritalin die Suchtgefahr bei AD(H)S-Kindern senkt.

Bei ADHS-Betroffenen wird teilweise eine generell erhöhte Suchtneigung angenommen. Ursächlich hierfür ist jedoch nicht die Behandlung mittels Methylphenidat, sondern der gestörte Dopaminhaushalt. Die Betroffenen versuchten, sich mittels Nikotin und anderer Drogen, die sich auf den Dopaminhaushalt auswirken, selbst zu behandeln.[28]

Überdosierung
Eine moderate Überdosierung (zum Beispiel durch eine versehentlich doppelt eingenommene Dosis) von Methylphenidat kann zu Schwindel, Herzklopfen, Schlafstörungen, erhöhter Vigilanz („Wachheit“) oder auch zu übermäßiger Beruhigung führen. Durch die kurze Wirkungsdauer von wenigen Stunden ist normalerweise keine Behandlung erforderlich.

Eine starke Überdosierung kann zu Übererregtheit des zentralen Nervensystems, Krämpfen und Delirium bis zum Koma führen. Es können Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen auftreten. Ärztliche Behandlung ist in solchen Fällen dringend notwendig. Ein Delirium kann nur bei starkem Missbrauch über mehrere Wochen, durch plötzliches Absetzen des Medikamentes auftreten.

Wechselwirkungen
Methylphenidat darf nicht mit MAO-Hemmern kombiniert werden. Ausnahmen bilden hier selektive MAO-A-Hemmer, die den Metabolismus von Methylphenidat, bei gleichzeitiger Gabe, verlangsamen und damit die Wirkdauer verlängern können.

Bei gleichzeitiger Anwendung kann Methylphenidat die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln, insbesondere von Guanethidin, herabsetzen. Andererseits kann die anfängliche sympathomimetische Wirkung von Guanethidin und Amantadin verstärkt werden.

Da Methylphenidat den Abbau von Antikoagulanzien des Cumarintyps, Antiepileptika (zum Beispiel Phenobarbital, Phenytoin, Primidon), Neuroleptika und trizyklischen Antidepressiva (zum Beispiel Imipramin, Desipramin) sowie Phenylbutazon im Organismus hemmt, muss deren Dosis bei gemeinsamer Gabe reduziert werden.

Der kombinierte Konsum von Methylphenidat und Alkohol führt zu einer Umesterung in der Leber und zur Bildung der Substanz Ethylphenidat im Körper. Ethylphenidat bewirkt ebenso wie Methylphenidat nicht nur eine Wiederaufnahme-Hemmung von Dopamin sondern wirkt auch als Dopamin-Releaser, womit es zu einer überhöhten Dopamin-Konzentration im präsynaptischen Spalt kommen kann. Da in diesem Fall der Körper selbst einen weiteren Wirkstoff produziert, anstatt die Substanz wie vorgesehen abzubauen oder auszuscheiden, wird eine korrekte Dosierung des eigentlichen Wirkstoffs erschwert bis unmöglich gemacht. Während der Einnahme von Methylphenidat sollte daher auf Alkoholgenuss verzichtet werden.[22]

Methylphenidat sollte nicht zusammen mit Antazida eingenommen werden."

http://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat#Psychische_und_neurologische_Nebenwirkungen
mirijam
 

Toll, Drogen für das Volk auf Rezept (Ritalin)

Beitragvon mirijam » Montag 18. April 2011, 13:57

\"Methylphenidat

In den USA das „Koks für Kinder“

Das mit dem sperrigen Begriff Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bezeichnete Erkrankungsbild besetzt seit einigen Jahren immer wieder die Schlagzeilen nicht nur der medizinischen Presse. Andere Namen dafür sind ADHS, Hyperaktivitätssyndrom oder etwas verniedlichend Zappelphillippsyndrom.

Sehr häufig eingesetzt zur medikamentösen Therapie wird der Wirkstoff Methylphenidat, das Amphetaminderivat wird u.a. unter dem Namen Ritalin® vermarktet. Allein in Deutschland nehmen es vermutlich mindestens 70.000 Patienten ein, meist Kinder zwischen dem sechsten und achtzehnten Lebensjahr. Kritiker befürchten, dass diese Zahl viel zu hoch liegt und der Einsatz des Mittels nicht immer gerechtfertigt ist.

Droge

Inzwischen hat sich die Drogenbeauftragte der Bundesregierung des Themas angenommen, sie möchte die Möglichkeit der Verschreibung eindämmen. Gründe dafür gibt ein Blick in die USA: im Straßenhandel wird das „Kinderkoks“ verschoben. Ungefähr 80mg (= 8 Tabletten) Methylphenidat, das doppelte einer Tagesdosis, bereiten einen Trip. Der Handel lohnt sich: In den USA wird 90% der weltweiten Produktion verbraucht, in den letzten zehn Jahren hat sich die Menge auf das vierzehnfache erhöht.

Methylphenidat verändert wie alle Amphetamine die Verarbeitung von Sinneseindrücken im Gehirn, das Schlucken von übermäßigen Dosen erzeugt wohl kaum körperliche, dagegen starke psychische Abhängigkeit. Schon nach kurzzeitigem Missbrauch können psychotische Zustände mit optischen Halluzinationen auftreten.

Symptome

Zum missbräuchlichen Nutzen gehören die Einnahme von großen Mengen als Tabletten, aber auch das Schniefen der zerstampften Tabletten als Pulver ist bekannt. Noch eine Stufe weiter (und gefährlicher) ist das Auflösen und Spritzen; durch die großen, nichtlöslichen Kristalle blockieren kleine Blutgefäße, besonders Auge und Lunge sind gefährdet.

Zu den körperlichen Symptomen des Missbrauchs von Methylphenidat wie aller Amphetamine zählen:

Schwindel
Tremor
Kopfschmerzen
Durchfall
Herzrasen

Die psychischen Folgen sind:

Persönlichkeitsveränderungen
Gereiztheit
Erregungszustände
Schlafstörungen
Wirkmechanismus, Gefahren, Strafbarkeit

Die Wirkung wird über die Blockade des Neurotransmitters Dopamin im Hirn für ca. eine bis vier Stunden erreicht. Außerdem wird das Stresshormon Adrenalin vermehrt ausgeschüttet. Bei fehlerhafter oder zu hoch dosierter (Selbst-) Injektion kommt es zur Nekrose ganzer Körperareale; Fälle einer notwendigen Amputation sind dokumentiert. In Deutschland ist eine Nutzung außerhalb den strengen Regelungen des Betäubungsmittelgesetzes strafbar.\"

(Dr. Berthold Gehrke) © 2007 medizin.de (zuletzt aktualisiert 02/2009)


http://www.medizin.de/ratgeber/themen-a-z/m/methylphenidat.html
- Editiert von mirijam am 19.04.2011, 14:00 -
mirijam
 

Toll, Drogen für das Volk auf Rezept (Ritalin)

Beitragvon Maus 22 » Montag 18. April 2011, 14:55

das Zeug scheint ja richtig geil zu sein.
...und das kriege ich jetzt schon auf Rezept. Klasse unser Gesundheitssystem.

Wenn ich dann noch bedenke, dass die sich dann während oder nach der Behandlung noch alle Umbringen...oder Amoklaufen.
Maus 22
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Toll, Drogen für das Volk auf Rezept (Ritalin)

Beitragvon mirijam » Montag 18. April 2011, 23:39

Und wir dürfen dann auch noch "Beihilfe leisten" mit unseren Krankenkassenbeiträgen. Schauder erregend.
mirijam
 

Hirndoping macht auf lange Sicht unflexibel

Beitragvon Karlheinz » Donnerstag 15. Mai 2014, 08:41

Viele Schüler und Studierende steigern mithilfe von Medikamenten ihre geistigen Leistungen. Dadurch können sie länger lernen und erhoffen sich vor allem bei Prüfungen eine erhöhte Konzentrationsfähigkeit. Jedoch könnte besonders das am häufigsten dafür missbrauchte Mittel Methylphenidat das Gehirn junger Erwachsener langfristig beeinträchtigen.

Das geht aus einer Studie hervor, die US-Psychologen im Fachblatt "Frontiers in Systems Neuroscience" vorstellen. Langzeitexperimente an Ratten zeigten demnach, dass bereits niedrige Dosen die in diesem Alter noch nicht abgeschlossene Hirnreifung beeinträchtigen. In der Folge sinkt die Fähigkeit des Gehirns, sich plastisch an neue Reize und Aufgaben anzupassen. Außerdem könnte das Gedächtnis langfristig negativ beeinträchtigt werden, befürchten die Studienautoren. [Mst]

(Quelle: doi:10.3389/fnsys.2014.00038)


http://www.deutschlandfunk.de/meldung-f ... _id=357982

Wie war noch mal der Markenname von Methylphenidat?

http://de.wikipedia.org/wiki/Methylphenidat

Ach was ...
Karlheinz
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Re: Toll, Drogen fürs Volk auf Rezept (Ritalin) Methylphenid

Beitragvon Yol » Samstag 17. Mai 2014, 15:32

Jedes SYSTEM erzieht sich sein Volk so wie es "gebraucht" wird. Was aber, wenn die Mehrheit nicht mitmachen würde? Dann hätte das System ein Problem - das Problem ohne Reibung zu funktionnieren. Wer Marionetten braucht, versucht zumindest sie zu produzieren, bezw. gibt Beihilfe dass sich Menschen dazu hergeben das zu sein.Schon immer waren selbstdenkende Menschen eine Gefahr für Machtsysteme - und wir sind immer noch da - bei den Machtsystemen. Und so kommen wir nie an - bei den menschlichen Systemen in denen auch sebstdenkende Menschen noch einen Platz haben - und alle andern auch. Indirekt sind alle Menschen betroffen - auch wer diesen Schwachsinn nicht mitmacht - er wird konfrontiert mit den Auswirkungen die es auf die Menschen hat, die es mitmachen - und das kann sehr sehr gefährlich sein - nicht nur im Verkehr - auch allgemein in allen Bereichen.
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Re: Toll, Drogen fürs Volk auf Rezept (Ritalin) Methylphenid

Beitragvon Kira » Mittwoch 25. Juni 2014, 06:26

scinexx.de
14.05.2014

Hirndoping kann bleibende Folgen haben

Forscher beobachten langfristige Einbußen in Lernfähigkeit und Flexibilität

Mit Pillen besser lernen oder länger arbeiten – das klingt für viele verlockend. Aber besonders für junge Erwachsene kann das Hirndoping nachhaltige Folgen haben, warnen nun Forscher. Gerade das häufig dazu missbrauchte ADHS-Mittel Methylphenidat hemmt langfristig die Plastizität des Gehirns, wie Versuche mit Ratten zeigen. Als Folge sinken Lernfähigkeit und Flexibilität des Verhaltens. ...


http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17 ... 05-14.html
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Toll, Drogen fürs Volk auf Rezept (Ritalin) Methylphenid

Beitragvon Kira » Mittwoch 18. März 2015, 10:47

deutschlandradiokultur.de
Beitrag vom 12.03.2015



Psychologie
Kinder dürfen nicht mehr Kinder sein
Von Susanne Billig

Die Ruhigen leiden an Autismus, die Wilden an ADHS: Normales Verhalten von Kindern wird heute schnell für pathologisch erklärt, schreiben Beate Frenkel und Astrid Randerath. Ihr Buch "Die Kinderkrankmacher" ist ein atemberaubender Weckruf, der Klassenräume und Arztpraxen erreichen sollte....

Maßlos geltungssüchtig. Ständig überdreht. Verträumt und schlampig in der Schule. So sind sie, die Helden der Kinderbuchklassiker Huckleberry Finn, Pipi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga oder der kleine Nick. Aber in der Realität? Kinder dürfen keine normalen Kinder mehr sein, weil die Erwachsenenwelt das nicht aushält, warnen Beate Frenkel und Astrid Randerath ihrem aufrüttelnden Buch. "Die Kinderkrankmacher" heißt es und es ist ein Warnruf, der Klassenräume, Arztpraxen und Kinderzimmer erreichen soll. Was zur kindlichen Persönlichkeit dazu gehört − unfertig, verspielt, stürmisch und sprunghaft zu sein − würde heute in einem erschreckenden hohen Ausmaß für behandlungsbedürftig erklärt. Das müsse aufhören, fordern die Autorinnen.

Immer mehr Kinder werden mit Ritalin ruhig gestellt ...

http://www.deutschlandradiokultur.de/ps ... _id=313993
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(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Toll, Drogen fürs Volk auf Rezept (Ritalin) Methylphenid

Beitragvon Kira » Donnerstag 2. Juli 2015, 19:23

siehe auch

Re: Nimm doch ein bißchen Psychopharmaka... viewtopic.php?f=91&t=10517&p=121781#p121781
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Re: Toll, Drogen fürs Volk auf Rezept (Ritalin) Methylphenid

Beitragvon shadow » Sonntag 5. Februar 2017, 20:32

Lena Kornyeyeva

Die sedierte Gesellschaft – Wie Ritalin, Antidepressiva und Aufputschmittel uns zu Sklaven der Leistungsgesellschaft machen

Taschenbuch, Klappenbroschur, 256 Seiten, 20,6 x 13,5 cm, ISBN 978-3-453-20060-9. München: Heyne Verlag 2014
...
Inhalt

Über die Medizinalisierung der Gesellschaft mit sedierten, stimulierten und bewusstseinsveränderten Menschen, über das Modemedikament und die Modedroge Ritalin, über Hirndoping bei Studentinnen und Studenten, den Einsatz von Aufputschmitteln in der Armee (z.B. während des Zweiten Weltkriegs), die Optimierung der Arbeitswelt mithilfe von Antidepressiva und Drogen, über Amokläufe unter Psychopharmaka, Vermarktungsstrategien sowie Möglichkeiten, sich der Beeinflussung des Verstands und der Gefühlswelt zu entziehen. Originalausgabe
...

http://www.antipsychiatrieverlag.de/ver ... yeyeva.htm
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