Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

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Beitragvon Galaxie » Sonntag 15. April 2012, 20:50

Fast in jedem Pflege- oder Altenheim wirden Demenz-Erkrankte fixiert bis auf nur ein Pflegeheim. Ein Beitrag bei Kontraste http://www.rbb-online.de /kontraste/archiv/kontraste_vom_12_04/festgeschnallt_und.html ....

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Beitragvon Juliane » Sonntag 15. April 2012, 23:20

Deshalb und aus vielen weiteren Gründen kann man den Sachs verstehen.
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Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

Beitragvon Beobachter » Montag 16. April 2012, 01:46

Juliane,

welchen "Sachs"?

Meiner Erfahrung nach ist ein dauerhafter Pflegeheim-Aufenthalt die letzte aller Möglichkeiten, die man als Angehöriger alten kranken Leuten zumuten sollte.

Denn Pflegeheime sind chronisch unterbesetzt; besonders, was qualifiziertes Personal betrifft - das zudem noch schlecht bezahlt wird.
Es werden oft die Grundregeln der Hygiene missachtet, und es kommt zu vermeidbaren Infektionen der Patienten.
Aus Zeitmangel kümmert man sich auch zu wenig um notwendige Mobilisation, was zu vorzeitigem Dekubitus führt.
Vielerorts wird dazu übergegangen, Langzeitarbeitslose, die von der Materie nicht die geringste Ahnung haben, nach einer Schnelleinweisung per Kurs und dann im Rahmen eines 1-Euro-Jobs, zur Demenz-Betreuung zu zwingen;
besonders, nachdem alle Zivi-Stellen im Sommer vergangenen Jahres weggefallen sind.

Auf der anderen Seite werden häuslich Pflegende in der Betreuung ihrer Angehörigen kaum unterstützt und müssen gravierende Nachteile für ihr eigenes Leben in Kauf nehmen.

Das alles ist auch eine Folge fehlender funktionierender Großfamilien-Strukturen, wie sie früher üblich waren.


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Beitragvon Beobachter » Montag 16. April 2012, 10:57

Zitat Juliane:
(zur Fixierung von Demenz-Erkrankten in Pflegeheimen)

"Deshalb und aus vielen weiteren Gründen kann man den Sachs verstehen."

Ich hätte mich gefreut, wenn man mir mitgeteilt hätte, dass vermutlich Gunter Sachs (der Alt-Playboy) gemeint war, der sich nach (vermuteter) Diagnose "Alzheimer" (Demenz) das Leben genommen hat.

Ergo:
Einzige Konsequenz: ?!
Leute, bringt euch dann besser gleich um, statt im Pflegeheim zu landen -
statt:
den Pflegenotstand anzuprangern und mitzuhelfen, etwas zu verändern.


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Beitragvon Juliane » Mittwoch 18. April 2012, 14:50

Ja, Gunter Sachs.

Ich habe viel gesehen und den letzten Jahren. Bei Großeltern, Eltern, Verwandten, Bekannten.

Es ist nicht zu erwarten, dass sich da was ändert. Im Gegenteil: Bei knappen Kassen und immer mehr Pflegebedürftigen wird es eher noch schlimmer. Und auch die Betreuungsmafia wird immer stärker.

Selbst, wenn man sich ein teures Pflegeheim leisten kann, entgeht man nicht der Gewalt.

Ich möchte so nicht zu Tode gepflegt werden.
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Beitragvon Beobachter » Mittwoch 18. April 2012, 19:36

Ich habe auch viel gesehen - und zwar über einen sehr langen Zeitraum hinweg.

Selbst die wenigen engagierten Pflegekräfte, die es noch gibt, KÖNNEN sich beim besten Willen nicht so um ihre Schützlinge kümmern, wie sie gerne wollten, denn der Stellen-und Dienstplan ist von vornherein auf Abfertigung im Laufschritt und Schnellverfahren ausgelegt.
Ähnlich sieht es bei Sozialstationen aus.

Ebenso auf Krankenhaus-Stationen und auch in den dortigen Ambulanzen.
Engagiertes ärztliches und nichtärztliches Personal beklagen sich selbst darüber, wenn man als begleitender Angehöriger ins Gespräch kommt wegen z.B. extrem langen Wartezeiten in der Notaufnahme.
Es müsste viel öfter gestreikt werden.

Wenn man jahrelang alleine für die häusliche Pflege von Angehörigen zuständig war und es dann endlich irgendwann zum Einsatz von ambulanten Diensten und Betreuern kommt - und einem erst dann Aufgaben abgenommen werden,
kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus,
zu welchen horrenden Regelsätzen für jeden Handgriff und für jede Minute bei der Krankenkasse bzw. Pflegekasse bzw. bei den Betreuten selbst abgerechnet wird!
Pflegende Angehörige machen das alles umsonst, weil es als Selbstverständlichkeit und nicht als Arbeit betrachtet wird!

Man braucht sich nur die Berechnungsliste des MDK ansehen, wo Vorgaben für notwendige Hilfeleistungen in Minuten ! (bei der Pflegeeinstufung) gemacht werden!
Das ist lächerlich, denn es geht da in der Realität um Stunden!


Ich bin auch der Meinung, dass alles in Zukunft noch schlimmer werden wird.
Aber es ist kein Grund, alles hinzunehmen, den Schwanz einzuziehen und bei Mißständen, die einem persönlich vor Ort auffallen, NICHT den Mund aufzumachen!

Für einen selbst bleibt nur die Hoffnung, das Glück zu haben, eines Tages tot umzufallen und somit dem allem zu entgehen - nicht jeder hat den Mut, sein Leben selbst zu beenden.


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Beitragvon Juliane » Mittwoch 18. April 2012, 21:28

Meine Erfahrung ist, man kann den Mund als Angehöriger solange aufmachen bis man entmündigt wird.

Und wenn der Patient noch selbst den Mund aufmachen kann, hat er mit Gewalt zu rechnen und unter Umständen mit einem Vormund.

Klar berichten die Medien, wird in Talk-Shows diskutiert...
Aber was hat es bis heute geändert.
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Beitragvon Beobachter » Donnerstag 19. April 2012, 05:01

Juliane,

weshalb sollte ein Angehöriger, der mit Recht auf nachweisbare Mißstände und deren konkrete Folgen hinweist, entmündigt werden?
Dazu hätte ich gern von dir einen Erfahrungsbericht.

Wenn man bei allen zunächst fruchtlosen öffentlichen Diskussionen, die als Erfolgs-Ergebnis nicht eine sofortige Änderung zeitigen, aufgeben würde -
könnte man sich diese Diskussionen von vornherein ersparen.

Z.B. auch diese hier im Forum.
Jede Diskussion lebt von der Hoffnung auf Veränderung -
ansonsten wäre es reine Zeit- und Kraftverschwendung.


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Beitragvon Juliane » Donnerstag 19. April 2012, 10:20

Angehörige werden schnell "entmündigt", wenn sie dem Personal und/oder den Ärzten unbequem werden.

Es wird dann einfach ein Betreuer eingesetzt.

Das habe ich im Verwandten und Bekanntenkreis mehrmals erlebt.
Auch mit Anwälten dagegen vorzugehen, ist meist keine Erfolgsgeschichte.
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Beitragvon Juliane » Sonntag 22. April 2012, 08:14

Ein Beispiel was in Deutschland in Pflegeheimen passiert:


"In seiner Ausgabe vom 22. August 2006 berichtet der Münchner Merkur über den Fall einer 75-jährigen Wachkoma-Patientin, die vom Caritas-Pflegeheim entgegen der gemeinsamen Anordnung des Betreuers und des Arztes künstlich ernährt wurde. Die Familie und der Arzt sowie die Ärzte des örtlichen Krankenhauses waren Ende 2005 übereingekommen, die Frau an ihrer Gehirnschädigung sterben zu lassen, nachdem die Beine begannen abzusterben und zu mumifizieren. Doch das Pflegeheim setzte sich darüber hinweg.

Nachdem rechts der Unterschenkel bis zum Knie steinhart mumifiziert war und sowohl Kniescheibe als auch Patellasehne schon offen lagen und ebenfalls am linken Fuß die Mumifizierung fortschritt, schaltete die Familie die Kanzlei Putz & Steldinger ein. Das Pflegeheim weigerte sich, ein natürliches Sterben der Frau zuzulassen. Daher erfolgte sofort die Verlegung in das örtliche Kreiskrankenhaus, wo die Frau innerhalb von fünf Tagen friedlich versterben konnte, nachdem die künstliche Lebensverlängerung über die Magensonde eingestellt worden war..."

Der Link zeigt Fotos:

http://www.wernerschell.de/Aktuelles/wachkomapatientin_lebend_mumifiziert.php


Der Bericht ist kein Schnee von gestern:


„Die Erfahrung mit Prof. Hoppe im Rahmen des Patientenverfügungsgesetzes hat uns leider gezeigt, dass er äußerst unglaubwürdig agiert. Er gibt auf äußeren Druck zwar schnell nach, aber nur um an anderer Stelle umso stärker dagegenzuhalten oder die Sache zu unterwandern mit dem Hinweis, man brauche so etwas doch gar nicht. Bis heute verbreitet die Landesärztekammer Nordrhein - unter ihrem Vorsitzenden Hoppe - die restriktivste aller Patientenverfügungen: Mit dieser kann unter keinen Umständen auf künstliche Ernährung verzichtet werden – selbst im Sterben nicht. “

http://www.patientenverfuegung.de/newsletter/2011-01-06/verwirrspiel-um-aerztliche-suizidhilfe
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Beitragvon Juliane » Sonntag 22. April 2012, 09:00

aerzteblatt.de 14. März 2012

Laut Montgomery zeigt die Erfahrung, dass schwerkranke Patienten eine gute Palliativmedizin dem schnellen Selbstmord vorzögen. Die Palliativmedizin bezeichnete er als „Angebot zum Leben und zu einem würdigen Tod.“
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49497


Und wer es ich leisten kann, noch transportfähig und klar genug im Kopf ist,fährt wegen 15 Gramm Natrium-Pentobarbital in die Schweiz:


Laut Dignitas sind rund die Hälfte aller Personen, die Sterbehilfe bei der Schweizer Organisation in Anspruch nehmen, deutsche Staatsbürger

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/schweiz-mehr-faelle-von-aktiver-sterbehilfe-11700198.html


Michael Hollenbach hat eine schwer krebskranke Frau auf ihrem Weg begleitet, der sie schließlich zum Sterben in die Schweiz geführt hat.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/religionen/1602495/



Binnen zwei Jahren schon der zweite prominente Fall mit deutschem Hintergrund in der Schweiz: Im September 2010 nahmen sich der ehemalige Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch (83) und seine gleichaltrige Ehefrau Helga in Zürich das Leben. Auch sie entschieden sich für die Unterstützung von „Exit“. Er, einer der mächtigsten Wirtschafts-Kapitäne Deutschlands, litt an einem Emphysem (Überblähung der Lunge), sie an Parkinson. Konietzka und die von Brauchitschs lebten lange in der Schweiz, konnten so auf die umstrittene Hilfe von „Exit“ zurückgreifen.



http://www.bild.de/ratgeber/2012/sterbehilfe/warum-gehen-lebensmuede-in-die-schweiz-23121174.bild.html

Weitere Archivberichte:


http://www.sterbehilfedeutschland.de/cgi-bin/sbgl.pl?id=2117&year=2012
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Beitragvon Beobachter » Sonntag 22. April 2012, 09:50

Juliane,
danke für deine Recherchen und Infos.
Es überrascht mich nicht.

Genau deshalb sehe ich einen Daueraufenthalt in einem Pflegeheim als die letzte aller Möglichkeiten, wenn überhaupt, an.

Und auch genau deshalb sollten pflegende Angehörige (häusliche Pflege) und die Betroffenen selbst alle nur mögliche Unterstützung erfahren -
und ihnen nicht noch durch Fehlgutachten des MDK und des Amtsarztes das Leben schwer gemacht werden!

Ich habe diesen Beitrag gekennzeichnet (Icon), weil:

das eine grundlegende Thematik ist, die JEDEN VON UNS betreffen kann
und
"Die Jungen vergessen, dass sie mal alt werden - und die Alten vergessen, dass sie mal jung waren"
(habe ich irgendwo gelesen).


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Beitragvon Juliane » Dienstag 24. April 2012, 23:09

FR online:


"Pflegebericht
Unterernährt, wundgelegen, festgeschnallt

Wie groß die Missstände sind, zeigt der dritte Qualitätsbericht zur Pflege in Deutschland, der am Dienstag vorgestellt wurde: Danach wurden rund 20 Prozent der Heimbewohner – das sind immerhin etwa 140.000 Pflegebedürftige – in ihrer Freiheit eingeschränkt, sei es durch Bettgitter, Gurtfixierung oder abgeschlossene Türen. Bei 14.000 Betroffenen fehlte die notwendige richterliche Anordnung, die „freiheitseinschränkende Maßnahme“ war also illegal.....


Aber auch auf anderen Feldern gibt es weiterhin große Probleme. Ungenügend ist immer noch die Dekubitusprophylaxe – also die Verhinderung von Druckgeschwüren. Bei 40 Prozent der Betroffenen wurden die dafür notwendigen Schritte (Lagerungswechsel, richtig eingestellte Matratzen) vom Personal unterlassen....

Noch immer wird ein Fünftel der Betroffenen in den Heimen nicht richtig ernährt.....

Versorgung von Demenzkranken. Sie machen nach den neuesten Zahlen immerhin 60 Prozent aller Heimbewohner aus. Drei Viertel von ihnen wurden angemessen betreut....."

http://www.fr-online.de/politik/pflegebericht-unterernaehrt--wundgelegen--festgeschnallt,1472596,14980582.html
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Beitragvon Beobachter » Mittwoch 25. April 2012, 05:57

Wenn man als Angehöriger solche Mißstände in Pflegeheimen sieht, hat man geradezu die PFLICHT, den Mund aufzumachen!
Und man sieht sie nur, wenn man so oft wie möglich dort ist und nicht nur Sonntag nachmittags, wenn überhaupt, auf ein Stündchen zu Besuch kommt!
Nur dann sieht man z.B., wenn sich beim "Pflegling" eine Lungenentzündung ankündigt - wenn es schon dem Pflegepersonal nicht auffällt!

Wenn man sich als Angehöriger nicht selbst um die Mobilisation eines "Heim-Pfleglings" kümmert, der immer NOCH aufstehen und sich bewegen kann, kommt es spätestens dort zu (vermeidbarem) Dekubitus, weil das Pflegepersonal dazu keine Zeit hat!
Und das liegt nicht unbedingt am Personal selbst, sondern am "zu engen" Stellen - und Dienstplan.

Meiner Erfahrung nach kommt es selbst bei Kurzzeitpflege-Aufenthalten zu so eklatanten Pflegefehlern, dass die Folgen direkt in die Notfallaufnahme des örtlichen Krankenhauses führen:
Exsikkose (Austrocknung), grenzwertige Unterzuckerung, Harnwegsinfektion aufgrund mangelhafter Dauerkatheter-Pflege, Koprostase (extreme Verstopfung).

Man hatte seitens des Heim-Pflegepersonals einen Schlaganfall vermutet, weil der "Pflegling" kreideweiß, kaltschweißig und kaum noch ansprechbar war, nur noch lallen konnte und man zudem noch einen astronomisch hohen Zuckerwert von über 500 Einheiten (Patient war bekanntermaßen insulinpflichtiger Diabetiker!) nach dem Frühstück gemessen hatte!
Man hatte mehrmals vergeblich versucht, den vermeintlichen Hausarzt anzurufen - man kam telefonisch nicht zu ihm in die Praxis durch.
Es war dem Heimpersonal nicht bekannt, wer der aktuell behandelnde Hausarzt war - weil man die vorliegenden aktuellen Info/Übergabeunterlagen nicht gelesen hatte und von völlig veralteten gespeicherten Daten im Computer ausging!

Wenn es tatsächlich ein Schlaganfall gewesen wäre, hätte man dadurch viel wertvolle Zeit verloren!

Im Krankenhaus hängte man dem Patienten Glucose (Heim-Falschmessung am "Marmeladenfinger"!)/NaCl-Infusionen an, führte Abführmaßnahmen durch, gab Antibiotika.

Ich habe den zuständigen Heim-Pflegedienstleiter während dieser ganzen Zeit nicht ein einziges Mal zu Gesicht bekommen, obwohl ich mehrmals dringend um eine persönliche Unterredung gebeten hatte.
Ich habe aber alle Vorgänge dokumentiert und weitergeleitet.

Auch für Kurzzeitpflegeaufenthalte kassieren die Pflegeheime kräftig ab - bei der Pflegekasse und auch bei den Betroffenen selbst (Eigenanteil, gestaffelt nach Pflegestufe).
Ebenso kassieren amtlich bestellte Betreuer ab (ehrenamtliche weniger, Berufsbetreuer extrem viel) - und alle praktische Arbeit bleibt trotzdem an den Anghörigen hängen, sofern diese überhaupt Verantwortungsbewußtsein, Engagement und Interesse zeigen.
Und die arbeiten dann "für umsonst"!
(Und müssen sich u.U. von einem Arbeitsamt-Sachbearbeiter noch sagen lassen, dass "sie blöd seien, sich so um kranke Familienmitglieder zu kümmern"!)

So läuft diese "Maschinerie"!


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Beitragvon Kira » Mittwoch 25. April 2012, 10:34

Altenpflege
Jeder fünfte Heimbewohner eingesperrt
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,829486,00.html
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Beitragvon Mia » Donnerstag 26. April 2012, 07:36

Dass es auch anders geht, habe ich bei einer bekannten Demenzerkrankten erfahren. Eine neue Einrichtung hier im Norden wurde so gebaut, dass die Patienten einen Innenhof nutzen können, ohne dass sie weglaufen können. Die Station gleicht einem Wohnzimmer mit gemütlichen Möbeln. Als Betreuerin hatte sie schon, da alleinstehend, schon Jahre zuvor eine Freundin eingesetzt, die sich gut um sie gekümmert hat. Zum Schluß nahm die Erkrankung leider einen so schnellen Verlauf, dass sie inzwischen schon verstorben ist.

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Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

Beitragvon Beobachter » Freitag 27. April 2012, 05:25

Natürlich ginge es auch anders:
bei entsprechenden Räumlichkeiten und genügend (gut ausgebildetem) Pflegepersonal.

Mia,
handelt es sich bei der oben beschriebenen neuen Einrichtung um ein (teures) privates Pflegeheim?
Sollte dies nicht der Fall sein, wäre diese Einrichtung eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen für "Normalsterbliche" ...

Bei Kassenpatienten ohne Vermögen bezahlt die Pflegeversicherung bei einem Daueraufenthalt im Pflegeheim nur ein Doppelzimmer, kein Einzelzimmer - man hat keine Privatsphäre.
Es kann auch sein, dass man als Dauerpflegefall mit einem anderen Dauerpflegefall ein Zimmer teilen muss und u. U. dadurch nicht mal zu ungestörter Nachtruhe kommt, weil auch nachts Pflegemaßnahmen notwendig sind.
Oder man die Terrasse des Zimmers nicht nutzen kann, weil sie abgesperrt wird, da der demente und depressive Mitbewohner wiederholt versucht hat, sich von dort herunter zu stürzen.

Es ist also notwendig und angebracht, fürs Alter vorzusorgen - in jeder Beziehung.
Aber wie soll man das machen bzw. finanzieren, wenn man Hartz-IV-Betroffener oder Gering-Verdiener ist?
Man kann höchstens einen Vertrag über die staatlich geförderte "Riester-Rente" abschließen - mit einem Mindest-Eigenanteil-Sockelbetrag von 60€/Jahr.
Das ist alles und viel zu wenig ...


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Beitragvon Twei » Montag 12. November 2012, 11:07

Beobachter TV-Tipp: "Wenn der alte Mensch zur Ware wird" - 12.11.2012, 09:51:16
[quote]TV-Tipp: heute, 22.00 Uhr, Reportage, WDR:

"Pflegeheim Monopoly - Wenn der alte Mensch zur Ware wird"

Kommentar STERN zur Sendung:

"Immer mehr Alte=immer mehr Geld zu verdienen.
Das haben die Investoren längst erkannt; mit dem Bau von Altersheimen erzielen sie Toprenditen.
"die story" forscht nach, wer die Verlierer sind, trifft Alte wie Pfleger, die nur Handelsware sind."

Was in dieser Reportage berichtet wird, kann ich mir lebhaft vorstellen.
Früher oder später wird dieser Themenkreis uns ALLE beschäftigen, entweder als Angehöriger oder als Betroffenener.

Wehe dem alten Menschen, der keine Angehörigen und/oder Freunde hat, die sich im Bedarfsfall (häusliche Pflege) um ihn kümmern ...!
Abgesehen von all den schwer durchschaubaren Bestimmungen, Regelungen und Formalitäten ("Papierkrieg"), die es dann zu beantragen, zu beachten und einzuhalten gilt.

Die staatliche und privatisierte "Pflegemaschinerie" ist zum boomenden Geschäft geworden ...!...[/quote] siehe viewtopic.php?t=18871
[hr]

@MCS-Erkrankte

für UNS sieht die Situation zudem folgend aus - siehe:
"MCS Kranken medizinische Behandlung verweigert" - viewtopic.php?t=18609

http://www.csn-deutschland.de/blog/2012/10/03/krankenhauser-kliniken-alten-und-pflegeheime-auf-mcs-nicht-vorbereitet/

"Zahnarzt Hausbesuche -mobile Praxis" - viewtopic.php?t=16447

"Weinen oder Lachen - meine Mails mit AIR CREATIVE" - viewtopic.php?t=13234
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Re: Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

Beitragvon Kira » Donnerstag 13. November 2014, 10:40

spiegel.de
08.11.2014
dpa/AFP

Pflegenotstand: Kläger wollen bessere Pflege per Verfassungsbeschwerde erzwingen

Die Zustände in deutschen Pflegeheimen werden möglicherweise zum Fall für das Bundesverfassungsgericht. Sieben Personen haben Verfassungsbeschwerde eingelegt. Das Gericht soll Reformen beim Gesetzgeber forcieren. ...

http://www.spiegel.de/panorama/gesellsc ... 01788.html
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Pflegerin quält Alzheimer-Patientin - aus Argentinien

Beitragvon shadow » Dienstag 16. Februar 2016, 18:47

Donnerstag, 11. Februar 2016


Pflegerin quält Alzheimer-Patientin

Tochter filmt, wie Mutter geschlagen wird

Eine versteckte Kamera bringt Schreckliches zu Tage: Kaum ist die Pflegerin mit der Alzheimer-Patientin allein, zeigt sie ihr wahres Gesicht. Sie schreit, schubst und schlägt die wehrlose alte Dame.

Geschlagen, entwürdigt und missbraucht: Bei Gewalt gegenüber älteren Menschen vermuten Experten eine besonders hohe Dunkelziffer. Da vor allem sehr alte und demente Menschen meist nicht mehr in der Lage sind, Anzeige zu erstatten, bleiben viele Übergriffe unentdeckt. Ein Schockvideo aus Argentinien sorgt nun für Aufsehen. Veröffentlicht wurde es von ...

http://www.n-tv.de/panorama/Tochter-fil ... 78226.html
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Re: Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

Beitragvon Clarissa » Dienstag 16. Februar 2016, 19:39

Was bin ich froh das meine Mutti in einem kleinen Heim ist, dort gibt es so etwas nicht. Ich habe viele Freunde die dort überraschend auftauchen und meine Mutti besuchen und alles kontrollieren und mir regelmäßig Bericht erstatten. Patienten die weglaufen, bekommen ein Armbändchen, das Alarm auslöst wenn sie durch einen Ausgang gehen, dann eilt schnell jemand hinterher und geht mit ihnen eine kleine Runde durch den Park und dann geht es wieder heimwärts.Innerhalb des Heimes können sich alle frei bewegen, dadurch das es maximal 70 Gäste hat, kennt jeder jeden und wenn meine Mutti fremdgeht, weiß man wo sie herkommt, sogar im Nachbargebäude wo betreutes Wohnen ist.
Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2018 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Deutsche Pflegeheime sind deutlich schlechter als bislang ge

Beitragvon Kira » Montag 30. Mai 2016, 19:46

sueddeutsche.de
24. Mai 2016
Von Kim Björn Becker

Bertelsmann-Stiftung: Mängel in Pflegeheimen

"Weisse Liste"
Deutsche Pflegeheime sind deutlich schlechter als bislang gedacht

Bekommen Patienten regelmäßig Medikamente, trinken sie genug? Eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung entlarvt die Ergebnisse des offiziellen Pflege-TÜVs als viel zu positiv.
Die Qualität von Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten in Deutschland ist deutlich schlechter als vom offiziellen Pflege-TÜV des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen bislang dargestellt. Aus einer neuen Auswertung der Pflege-Noten durch die Bertelsmann-Stiftung geht hervor, dass nur elf Prozent der Heime und 29 Prozent der Hilfsdienste alle wichtigen Kriterien erfüllen.
...

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/w ... -1.3005130
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So wenig dürfen wir über die Qualität von Pflege wissen

Beitragvon Kira » Montag 6. Juni 2016, 10:14

4. Juni 2016
von Daniel Drepper, Anette Dowideit, Benjamin Knödler, Vanessa Wormer



Black Box Pflegeheim

Pflegenoten als Feigenblatt, schweigsame Prüfer, geheime Berichte: So wenig dürfen wir über die Qualität von Pflege wissen

Wie es in deutschen Pflegeheimen aussieht, kann man als Patient kaum erkennen. Und das, obwohl häufig genügend Informationen vorliegen. Der Staat schafft es seit Jahren nicht, Transparenz herzustellen.

Diesen Text veröffentlichen wir in Kooperation mit der „Welt am Sonntag“. Alles zur Pflege gibt es auf unserer Themenseite.
...

https://correctiv.org/recherchen/pflege ... pflegeheim
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Undercover im Pflegeheim: Wo ist Charlotte? - correctiv.org

Beitragvon Kira » Samstag 18. Juni 2016, 10:36

correctiv.org
17. Juni 2016

Michael Schomers, Benedict Wermter, Daniel Drepper


Undercover im Pflegeheim: Wo ist Charlotte?

Acht Tage verbringt unser Autor in einem Pflegeheim. Als Bewohner. Mit versteckter Kamera.


Michael Schomers ist 66 Jahre alt, hatte vor zwei Jahren Speiseröhrenkrebs – und hat jahrelang als investigativer Journalist mit versteckter Kamera gearbeitet. Perfekt. Für uns ist er in ein ganz normales, sehr gut bewertetes Heim gezogen. Wie ist der Alltag in deutschen Pflegeheimen?

Diese Recherche findet Ihr in einer Langversion auch in unserem Buch „Jeder pflegt allein: Wie es in deutschen Heimen wirklich zugeht“, das Ihr ab sofort unter shop.correctiv.org bestellen könnt. Die Aufnahmen aus dem Heim zeigen wir mit dem NDR in einer halbstündigen Reportage. https://correctiv.org/recherchen/pflege ... pflegeheim
...

https://correctiv.org/recherchen/pflege ... charlotte/
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Re: Undercover im Pflegeheim: Wo ist Charlotte? - correctiv

Beitragvon Nachtigall » Sonntag 19. Juni 2016, 08:57

Kira hat geschrieben:
correctiv.org
17. Juni 2016

Michael Schomers, Benedict Wermter, Daniel Drepper


Undercover im Pflegeheim: Wo ist Charlotte?

Acht Tage verbringt unser Autor in einem Pflegeheim. Als Bewohner. Mit versteckter Kamera.


Michael Schomers ist 66 Jahre alt, hatte vor zwei Jahren Speiseröhrenkrebs – und hat jahrelang als investigativer Journalist mit versteckter Kamera gearbeitet. Perfekt. Für uns ist er in ein ganz normales, sehr gut bewertetes Heim gezogen. Wie ist der Alltag in deutschen Pflegeheimen?

Diese Recherche findet Ihr in einer Langversion auch in unserem Buch „Jeder pflegt allein: Wie es in deutschen Heimen wirklich zugeht“, das Ihr ab sofort unter shop.correctiv.org bestellen könnt. Die Aufnahmen aus dem Heim zeigen wir mit dem NDR in einer halbstündigen Reportage. https://correctiv.org/recherchen/pflege ... pflegeheim
...

https://correctiv.org/recherchen/pflege ... charlotte/


Hierzu fand ich zwei Einträge in einem Schweizer Forum die mich erschüttern
Gestern, 23:31

Undercover im Pflegeheim: Michael Sch. mit versteckter Kamera #2 und #3

http://www.symptome.ch/vbboard/leben-al ... ost1119147
Nachtigall
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Hamburger Pflegeheim wegen Mängeln geschlossen

Beitragvon Kira » Dienstag 2. August 2016, 10:46

ndr.de
Stand: 27.07.2016


Hamburger Pflegeheim wegen Mängeln geschlossen

Wegen mangelhafter Betreuung, Pflege und Hygiene hat das Bezirksamt Hamburg-Nord das privat betriebene "Seniorenzentrum Röweland" in Langenhorn zum Teil geschlossen. 13 schwer pflegebedürftige Menschen mussten kurzfristig in andere Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser verlegt werden, teilte das Bezirksamt am Mittwoch mit.

Einrichtung schon länger im Fokus

Die Langenhorner Einrichtung mit 140 Plätzen sei seit einiger Zeit im Fokus der ...

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/ ... im130.html
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Re: Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

Beitragvon Kira » Dienstag 16. August 2016, 19:06

ndr.de
Stand: 16.08.2016


Pflegeeinrichtungen endgültig geschlossen

Die zwei umstrittenen Pflegeeinrichtungen in Krakow am See sind endgültig geschlossen. Nachdem am Freitag eine letzte Frist ausgelaufen war, hatte es am Dienstag eine Kontrolle der Heimaufsicht gegeben. Diese stellte dabei fest, dass der Betrieb endgültig eingestellt wurde. Damit sei eine entsprechende Verfügung des Landkreises von Ende April umgesetzt, so ein Behördensprecher.

OVG bestätigte Schließung
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http://www.ndr.de/nachrichten/mecklenbu ... ge596.html
"Wo der Mut keine Zunge hat, bleibt die Vernunft stumm."
(Jupp Müller, deutscher Schriftsteller)

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Re: Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

Beitragvon Kira » Freitag 14. Oktober 2016, 18:30

AKTE 20.16
Undercover im Billig-Pflegeheim im Ausland

Staffel 2016
Liebevolle Betreuung oder totale Verwahrlosung - wie gut sind Billig-Pflegeheime im Ausland wirklich? Unsere Reporterin war undercover in einem tschechischen und polnischen Pflegeheim.

11.10.2016 22:05 | 14:40 Min | © Sat.1

http://www.sat1.de/tv/akte/video/2016-u ... sland-clip
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Wie Menschen in Heimen ihrer Freiheit beraubt werden -Ethikr

Beitragvon Kira » Freitag 26. Mai 2017, 18:22

Sie nennen es "wohltätigen Zwang"
Wie Menschen in Heimen ihrer Freiheit beraubt werden
In vielen Heimen für Menschen mit Behinderung, psychisch Kranke, Senioren und in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe gehören Zwangsmaßnahmen zum Alltag. Beschönigend „wohltätiger Zwang“ genannt. Jetzt schlägt der Deutsche Ethikrat Alarm.

Von: Gabriele Knetsch und Carola Brand

Stand: 19.05.2017

Ruhigstellende Psychopharmaka, Bettgitter, Fixiergurte - aber auch geschlossene Stationen, die verwirrte alte Menschen nicht mehr verlassen dürfen - so sieht das Arsenal von Zwangsmaßnahmen aus, das Menschen in den Pflegeeinrichtungen erleiden müssen.
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http://www.br.de/nachrichten/zwang-alte ... t-100.html
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Re: Fast in jedem Pflegeheim wird fixiert....

Beitragvon Nachtigall » Montag 29. Mai 2017, 16:40

Lauterbach: „Viele Pflege-Patienten sterben wegen wirtschaftlicher Zwänge unter menschenunwürdigen Bedingungen“

Epoch Times/29. May 2017 /Aktualisiert: 29. Mai 2017 7:59

"Viel zu viele Patienten sterben jedes Jahr wegen wirtschaftlicher Zwänge unter menschenunwürdigen Bedingungen in Pflegeheimen", so SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. "Wir brauchen eine finanzielle Gleichstellung für die Betreuung von Sterbenden in Pflegeheimen und Hospizen".
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http://www.epochtimes.de/politik/deutsc ... 29417.html
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Medikamentöse Fixierung Graubereich gibt Raum für Missbrauch

Beitragvon Kira » Donnerstag 15. Juni 2017, 19:43

Medikamentöse Fixierung

Graubereich gibt Raum für Missbrauch

Eine Studie zeigt auf: In Deutschland wird in Heimen und Institutionen grosszügig mit der Vergabe von Neuroleptika umgegangen. Deren therapeutische Wirkung ist umstritten und führt zu Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, was ethische und rechtliche Fragen aufwirft.

Von Melanie M. Klimmer
@2017
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https://alzheimer.ch/de/wissen/medizin/ ... issbrauch/
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