schmerzender Zahn

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Beitragvon Kerstin » Mittwoch 2. Juni 2010, 19:55

Hallo,

muss mich heute wieder mal hilfesuchend an euch wenden. Habe schon seit längerem Zahn- und Kieferschmerzen, mal mehr und mal weniger - wie das halt mit MCS so ist. Doch dann wurde es so schlimm, dass ich doch den Zahnarzt aufsuchen musste. Hatte schon seit Jahren einen dunkel verfärbten Zahn, der nun keine Ruhe mehr gab. Vorher hat das keinen interessiert und ich wollte eigentlich auch nicht zum Zahnarzt. Wegen der starken MCS. Jedenfalls wurde der Zahn aufgebohrt, Desinfektionsmittel rein und provisorisch wieder zugemacht. Danach ging das Dilemma erst so richtig los. Ich vertrug das Desinfektionsmittel nicht, die Schmerzen wurden viel schlimmer, ein ständiges pochen im Kiefer, dazu die Auswirkungen vom Zahnarzt. Lag nur noch flach und musste aber nach 2 Tagen wieder zum ZA. Zahn wieder aufgebohrt, mit Natriumchlorid gespült und den Zahn längere Zeit offen gelassen. Hat sich etwas beruhigt, tut aber noch weh und drauf kauen kann ich auch nicht. Der Zahn ist provisorisch zugemacht und der ZA hofft, dass sich der Zahn noch beruhigt. Das könne manchmal länger dauern ...

Eigentlich hatte ich gesagt, dass ich keine Wurzelbehandlung möchte, die wahrscheinlich doch durchgeführt wurde (es wurde mit einer spiralförmigen Nadel im Zahn rumgestochert). Der Zahn soll unbedingt erhalten bleiben lt. ZA.

Soll ich auf dem Ziehen des Zahnes bestehen oder kann ich das fordern? Wenn ja, welches Betäubungsmittel ist bei starker MCS geeignet und bringt nicht noch mehr Nebenwirkungen? Ich bin sowieso immer gleich benebelt wenn ich schon den Eingangsbereich des ZA betrete. Und klar denken ist dann auch nicht mehr möglich.

Schade dass es hier keine mobilen ZA gibt, dann könnte man sich wenigstens den Weg zum ZA sparen. Haben leider auch kein verträgliches Auto, so dass auch das schon ein Problem ist. Und Sauerstoff habe ich leider auch nicht. Helfe mir mit O-Pur aus der Dose über die Runden.

Ich weiß ja, dass wurzelbehandelte Zähne nicht gut sind. Damals bei der Zahnsanierung im Jahr 1999 hatte der ZA ja auch schon zwei wurzelbehandelte Zähne gezogen. Jetzt ist keine Rede mehr davon. Und nach der Zahnsanierung ist ja MCS bei mir so langsam ausgebrochen. Habe ein ungutes Gefühl und weiß nicht so richtig weiter.

Habt ihr Tipps? Kann ich es mit einem Betäubungsmittel für den Zahn wagen (beim ZA)?

Liebe Grüße
Kerstin
- Editiert von Kerstin am 02.06.2010, 19:59 -
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Beitragvon karen.S » Mittwoch 2. Juni 2010, 20:49

Liebe Kerstin,

das Thema Zaehne ist auch fuer mich immer sehr schwierig. Ich war letztes Jahr zu dieser Zeit in einer aehnlichen Situation wie Du jetzt und habe eine aehnliche Frage hier gestellt.Das kannst Du hier Forum noch nachlessen.
Der ZA wollte einen schmerzenden Zahn Wurzel-behandeln um ihn zu erhalten. Nach langem Abwaegen habe ich mich zum Zahn ziehen entschlossen, weil ich keinen toten Zahn haben wollte und Angst hatte vor den Mitteln die verwendet werden zur Wurzelbehandlung. So hatte ich "nur" die Probleme mit dem Betaeubungsmittel und nicht noch vielen anderen Stoffen.
Bei den Betaeubungsmitteln achte ich auf folgendes:
Es sollte kein Articain darin enthalten sein.Wenn Du magst lies Dir doch die Info ueber articain durch.
http://www.bosscherstichting.org/index.php/german/home.html
Wegen der Spritze habe ich auf anraten von Dr. Kamsteeg einige Tage vorher schon und am Tag des Eingriffs selber auch Methylcobalamin sublingual eingenommen.
Ich bin dann mit 3 Liter Wasser bewaffnet zum Zahnarzt, hatte vorher schon eine ordentlich Menge getrunken, und habe direkt nach dem Zahn ziehen sofort grosse Mengen getrunken.
Mir gings trotzdem arg schlecht danach, aber eben doch ein bisschen weniger schlimm als ich es sonst gewohnt bin.Die Beschwerden haben auch schneller nach gelassen. Das Methylcobalamin habe ich noch einige Tage weiter genommen.

Tja, mehr kann ich Dir leider auch nicht dazu sagen oder raten.Ist echt immer eine schwierige Situation und mit so vielen problemen verbunden.
Ich hoffe Du ueberstehst die Sache gut!

Herzliche Gruesse,

Karen
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Beitragvon Blonde Babe » Mittwoch 2. Juni 2010, 21:12

Wo wohnst Du Kerstin?
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Beitragvon Kerstin » Donnerstag 3. Juni 2010, 11:17

@ karen
Danke für die Info. Was ist Methylcobalamin? Von welcher Fa. hast Du es und in welcher Dosierung? Ich kann leider nicht so lange am Computer sein, wegen Elektrosensibilität.

@ blonde Babe
Ich wohne im ERzgebirge. Näheres gerne per PM.

@ alle
Hat sonst noch jemand Erfahrungen und Tips? Bin für jede Meinung dankbar.

Liebe Grüße
Kerstin
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Beitragvon Galaxie » Donnerstag 3. Juni 2010, 19:41

ich lasse mich mit Meaverin ohne Gefäßverengung 3% ohne Konservierungsmittel betäuben. - Alle Lolkalanästhesien bis 3% enthalten keine Konservierungsmittel. - Vorsicht aber bei Ultracain (enthält auch Adrenalin. - Vertragen einige von uns nicht. Versehentlich bekam ich mal so eine Spitze und ich kam mir vor wie eine Marathon Läuferin. - Vor allem immer eigenes Wsser zum trinken und spülen mit zum ZA mitnehmen und nicht das aus dem Becher am Behandlungstuhl, denn dort sind Restchemikalien enthalten, sagte mir mein Za. - Ich habe sowieso immer mein eigenes Wasser mit.

Und immer darum bitten, das die Fenster geöffnet und wenn möglich weit geöffnet werden. oft bringen Lüftungen auf Kipp nicht so viel.

Das beste ist soein Zahn ziehen zu lassen, da durch die Nervtötung mit meisten Calcyl Bariumsulfat vorgenommen wird und dabei Mercaptane Thioether (Leichengifte) durch Tötung des Zahns den Organismus belasten, dadurch kann auch Interferongamma aktiviert werden und schwere Krankheiten wie Rheuma u.a. ausgelöst werden. MCS kann sich verschlimmern vo 1000facher Empfindlichkeit auf 2000facher Empfindlichkeit, wie es bei mir der Fall ist.

-Durch den Effektorzelltypisierungstest kann man das bei Labor Volker von Baehr oder woanders nachweisen lassen. Adresse habe ich im moment nicht parat.

Grüsse v. Galaxie!
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Beitragvon Kerstin » Freitag 4. Juni 2010, 13:18

Danke für die Hinweise. Was wird genau bei dem Effektorzelltypisierungstest gemacht? Habe mal kurz im Internet nachgeschaut, komme aber mit den angegebenen Aussagen nicht so klar. Habe nicht so viel medizinische Vorkenntnisse. Reicht für diesen Test eine Blutabnahme oder wird da eine Testsubstanz am Zahn entnommen oder ...? Bitte gebt mir mal Bescheid, wenn das jemand weiss.

http://www.riedl-hohenberger.at/2009_Veroeffentlichungen/Zahnkrone.pdf

http://www.z-systems.de/medien/3/Labordiagnostik_fuer_die_Zahnmedizin.pdf

Gruß Kerstin
- Editiert von Kerstin am 04.06.2010, 13:23 -
- Editiert von Kerstin am 04.06.2010, 13:26 -
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Beitragvon Galaxie » Freitag 4. Juni 2010, 18:17

Hallo Kerstin,

ich habe bei Dr. Volker von Baehr angerufen, mir die Versandtasche und Behälter zukommen lassen und bin zu ein Labor in meiner Nähe (man kann auch zu sein Arzt gehen damit) und habe mir Blut abnehmen lassen und auch Zahnstoffe und Materialien dort hingeschickt. - Du kannst unter DIE EFFEKTORZELLTYPISIERUNG: IMD-INTRANT bei Google eingeben und anklicken und noch viel mehr erfahren. Dr. Volker von Baehr hat da einiges dazu veröffentlicht.

LG
Galaxie!
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Beitragvon Galaxie » Freitag 4. Juni 2010, 18:22

auf jedem Fall bei Nervtötungen und Wurzelbehandlungen mit dem Effektorzelltypisierungstest auf Mercaptane Thioether (Blutuntersuchung machen lassen).

Galaxie!
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Beitragvon karen.S » Freitag 4. Juni 2010, 20:57

Hallo Kerstin,

Mein Methylcobalamin ist von der Firma "Similia". Es sind Saugtabletten die man unter der Zunge zergehen lassen soll. Eine Tablette enthaelt 1000mcg Methylcobalamin. Das ist eine aktive Form von Vitamin B12. Ich habe pro Tag eine halbe Saugtablette eingenommen. Und am Tag des Zahnziehens eine Ganze.Ich weiss im Moment leider nicht den Namen des Lokalanaesthetikums das bei mir benutzt wurde. Es war jedenfalls auch ohne Adrenalin und Konservierungsstoffe.

LG,

Karen
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Beitragvon Yol » Freitag 4. Juni 2010, 22:36

@ Kerstin

Auch ich vertrage nur Lokalanästhesie ohne Adrenalin. Mein ZA sagte mir, ich solle ganz kurz vor der Anästhesie etwas essen, dann wird es besser vertragen. Das hab ich die letzte Zeit immer so gemacht und habe eingentlich keine Probleme mehr damit.
Wurzelbehandlung: Weder der tote Zahn noch die Mittel die eingesetzt werden, sind bei MCS anzuraten. Ich hätte fast das Zeitliche gesegnet dadurch, obwohl ich nicht mal informiert war, dass der ZA das mit mir vorhatte. Ich habe zwar sofort gewechselt, doch bis der andere ZA gefunden war, eine fundierte Diagnose/Analyse stattfand und der Zahn gezogen wurde, musste ich 2 1/2 Monate mit sehr schweren Herzrythmusstörungen leben, die dann wiederum mit einem Betablocker irgendwie abgeflacht werden konnten aber omnipräsent blieben.
Und bei mir war schon eine Wurzelbehandlung vorgenommen worden früher, die aber nicht korrekt ausgeführt wurde. Das wurde dann so schlimm, dass der wiederum nächste ZA eine OP vornehmen musste. Es war ein falscher Kanal in den Kieffer gelegt worden und eine Metallschraube eingesetzt worden....
An den 3 Alphacaïnspritzen, die für diese Op gebraucht wurden, wäre ich fast gestorben, erholte mich auch nie mehr davon. Könnte der eingentliche Auslöser von MCS gewesen sein.
Seit in meinem Munde nichts Belastendes mehr ist (leider auch fast keine Zähne mehr, was mich allerdings weniger kratzt) ist mein Zustand relativ stabil und ich bin viel belastbarer geworden. Ich bin immer noch der Meinung dass es richtig war hier keinerlei Kompromisse einzugehen. Der Za sah das auch so.
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Re: schmerzender Zahn

Beitragvon Maggy » Mittwoch 19. Juni 2013, 21:02

Ich war heute wegen schon länger andauernder Zahnschmerzen beim Zahnarzt. Im April hatte er mir den Zahn abgeschliffen und damit war eine deutliche Linderung eingetreten. Jetzt tat es seit etwa einer Woche wieder weh und zog den Trigeminus hoch, bis zum Auge und noch so ein bisschen im Kreis rum.

Der Arzt stellte fest, dass der Nerv entzündet ist. So wie es aussieht, ohne Eiter. Nur angeschwollen wie bei einem Mückenstich. Das hat dazu geführt, dass der Zahn sich ein bisschen nach oben gedrückt hat, und darum hatte das Abschleifen geholfen.

Er ist nun so vorgegangen wie hier beschrieben:

http://www.apotheken.de/gesundheit-heut ... reiterung/

Er hat den Nerv ausgeschabt (mit sehr gering dosierter Betäubung, hab ich gut vertragen) und dann Calcium eingefüllt und provisorisch verschlossen. Ich meinte zuerst, er soll mir den Zahn ziehen, der wär doch dann tot.

Aber er meinte, der Zahn lebt noch, nur der Nerv ist tot, und er würde durch diese Behandlung sämtliches Leichengift entfernen und es würde keine Probleme mehr geben. Die Wurzelhaut würde noch leben, glaube ich, meinte er.

Durch das Calcium soll der Heilungsprozess angeregt werden. In einigen Wochen will er das Calcium herausholen.

Was wird denn als Füllmaterial für die leeren Kanäle gut vertragen?
Maggy
 

Re: schmerzender Zahn

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 19. Juni 2013, 21:15

Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2018 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Re: schmerzender Zahn

Beitragvon Caldito » Donnerstag 20. Juni 2013, 11:29

Hat schon mal jemand eine Zahnbehandlung unter Hypnose versucht? Angeblich geht ja dann sogar Zähneziehen ohne Betäubungsmittel. Würde mich mal interessieren, ob das tatsächlich funktioniert.
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Re: schmerzender Zahn

Beitragvon Maggy » Donnerstag 20. Juni 2013, 11:57

Danke für den Hinweis, Clarissa.

Aber

Was wird denn als Füllmaterial für die leeren Kanäle gut vertragen?
Maggy
 

Re: schmerzender Zahn

Beitragvon Clarissa » Donnerstag 20. Juni 2013, 12:26

Maggy hat geschrieben:Danke für den Hinweis, Clarissa.

Aber

Was wird denn als Füllmaterial für die leeren Kanäle gut vertragen?
Ehrliche Aussage des Zahnarztes und der Oralchirurgin, "Mir ist kein Material bekannt das ich ruhigen Gewissens bei ihnen verwenden könnte".


Ja, ja das hilft dir nicht weiter aber das war die Aussage der beiden Ärzte.
Und allen Leugnern zum Trotz, im ICD-10-GM 2018 ist MCS immer noch im Thesaurus unter T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Re: schmerzender Zahn

Beitragvon Maggy » Donnerstag 20. Juni 2013, 14:34

Danke, das hatte ich überlesen.
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