5 Zähne müssen heraus - und dann?

5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon Molly2 » Dienstag 30. September 2014, 22:59

Hallo,
bei mir sollen fünf tote Zähne gezogen werden. Keine Ahnung, warum so viele abgestorben sind.
1) Ein Kieferorthopäde, der sie in Vollnarkose zieht ( wegen Traumatisierung nach Unfall keine lokale Betäubung möglich), will alle auf einmal entfernen, um
nur eine Narkose (= Risiko) machen zu müssen. Wegen Aspirin ( seit dem Stent-Einsatz) ist Nachbluten möglich. Welche Medikamente würde er einsetzen müssen, um ein Nachbluten zu verhindern?
2) Was aber ist danach? Ich weiß doch nicht vorher, ob ich die Brücken der Zahnärztin vertrage. Das Material, Keramik, ist in Ordnung. Das konnte ich im Mund schon als Probe testen. Aber die Befestigung an den seitlichen Zähnen, sei es Zement oder Metall, ist doch das eigentliche Risiko. Und wenn sie dann macht, was sie für notwendig hält, z.B. einen Kleber o.ä., dann kann es schiefgehen. Mit dem Alter ist sie ungeduldiger geworden, hat aber Behandlungsräume, die sich gut lüften lassen
und die ich gut haben kann.
Es wäre schlimm, wenn die teuren Brücken dann wieder herausmüssen.
Was sollte ich vorab mich trauen, gezielt zu fragen?
Ich denke oft, dass eine Vollprothese in meinem Alter (60) besser ist, falls noch mehr Zähne einfach so absterben. Aber auch die kann mit MCS Probleme machen.
Was würdet Ihr tun?

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Re: 5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 1. Oktober 2014, 07:43

Hallo Molly, das ist ja übel mit Vollnarkose, ohjeh. Ich habe vor 2 Jahren alles entfernen lassen müssen, weil die Einlagen und Füllungen mich immer weiter vergiftet haben. Ich lebe wegen völliger Unverträglichkeit ohne Zähne und kann bis auf Nüsse und Steaks alles essen. Ja ich bin auch 60+ und es schaut schon merkwürdig aus aber mein bisschen Gesundheit ist mir viel wichtiger als der schöne Schein.

Ich kann dir leider keinen Rat geben bezüglich Material, meine Frau muss auch ASS 100 nehmen und hat dann immer 2 Tage vor dem ziehen es abgesetzt, die Chirurgin hat dann noch in die Spritze etwas blutstillendes dazu gegeben und es ging sehr gut, innerhalb von 30-40 Minuten hat es nicht mehr geblutet. Frag deinen Internisten ob du das mit dem ASS auch so machen kannst.

Ich wünsche dir viel Glück.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Re: 5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 1. Oktober 2014, 14:19

Molly, hast du die Keramik als noch nicht verarbeitet im Mund als verträglich getestet?

Bei mir war es auch so, dass ich reine Keramik vertragen hätte (lt. LTT), aber sie wird ja dann verarbeitet, und zwar meistens verblendet, was bei mir zu allerschwersten Unverträglichkeitsreaktionen (Entzündungen im gesamten Körper, Blutungen usw., Haut-, Muskel- und Gelenkschäden, ...) führte, so dass die wieder raus mussten. Das hat aber wegen Problemen mit dem ZA, der das gemacht hatte, und wegen der Krankenkasse usw. fünf schwere Jahre gedauert, bei denen ich am Schluss die letzten Wochen nicht mal mehr sicher war, sie zu überleben, da die Blutungen und weiteren Probleme so überhand nahmen, dass ich nichts mehr essen konnte und auch so gut wie null Kraft mehr hatte - ich hatte mit vllt. 1/5 der normalen Kraft, die mir im rechten Arm verblieben war, versucht, so gut es geht, durch die Wohnung zu schleichen, was festzuhalten, mich zu versorgen...)

Aber dann habe ich von einem guten Umwelt-Zahnarzt in der Pfalz gesinterte Keramiken bekommen. Diese vertrage ich gut. Jetzt habe ich meinen Körper wieder weitestgehend in der Gewalt.

Dieser Sachverhalt ist aber vielen Zahnärzten gar nicht bekannt / bewusst.
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Re: 5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon John Doe » Mittwoch 1. Oktober 2014, 19:34

Hallo, mir wurden in 5 Jahren nach und nach 23 Zähne gezogen, mit Teilnarkose. Trotz austesten der Materialien mit LTT Test konnte ich die Protese nicht über längere Zeit im Mund belassen. Sofort lösten sich die Schleimhäute ab. Habe seit Jahren keine Zähne esse aber trotzdem fast alles, wie meine Vorschreiber. Es gilt auch hier ausprobieren was geht. Wünsche allen hier viel Kraft...
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Re: 5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon Leckermäulchen » Mittwoch 1. Oktober 2014, 23:03

Bei mir sind alle verwendeten Materialien vorab getestet worden (LTT). Metall habe ich überhaupt nicht wg. starker Unverträglichkeitsreaktionen; im UK eine Vollprothese, die verträglich ist. Zement kann auch vorab auf Verträglichkeit getestet werden per LTT. Das zahlt die Kasse aber leider nicht. Harvardzement ist bei mir verträglich.
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Re: 5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon Molly2 » Dienstag 7. Oktober 2014, 02:34

Vielen Dank für Eure Antworten! Da liegen ja noch heftige Zeiten vor mir. LTT-Tests sind somit wichtig als erster Schritt.
Und dann die Frage an meinen Kardiologen wegen Ass-Aussetzen für 2 Tage vor dem Ziehen. Aber seine Antwort kenn ich jetzt schon.
Muss dann wohl auf eigene Gefahr handeln.

Gruß Molly2
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Re: 5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon Clarissa » Dienstag 7. Oktober 2014, 07:10

Molly2 hat geschrieben:Vielen Dank für Eure Antworten! Da liegen ja noch heftige Zeiten vor mir. LTT-Tests sind somit wichtig als erster Schritt.
Und dann die Frage an meinen Kardiologen wegen Ass-Aussetzen für 2 Tage vor dem Ziehen. Aber seine Antwort kenn ich jetzt schon.
Muss dann wohl auf eigene Gefahr handeln.

Gruß Molly2


Hallo Molly2, du solltest dir beim LTT aber darüber klar sein, dass das oft keine definitive Aussage für eine Verträglichkeit ist. Ein Bekannter (selber Arzt und Allergologe) verglich den LTT mal mit einer Wünschelrute in der Hand eines Kindes. Mit etwas Glück zeigt er korrekt an aber er muss nicht. Also wundere dich bitte nicht das du trotz LTT hinterher evtl. doch Probleme bekommst.

Ich kann dir nur viel Glück wünschen.
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Re: 5 Zähne müssen heraus - und dann?

Beitragvon werderfan » Dienstag 7. Oktober 2014, 18:09

Hallo, ich habe auch mit Zahnzement gute Erfahrungen ! Ich mußte für 7 Füllungen über 300 Euro bezahlen, da die Kasse nicht
für Zement zahlt. Probleme habe ich auch noch mit einer Brücke, die ich nicht mehr gut vertrage. Und da händle ich es so,
dass ich sie zu Hause draußen lasse. Nur wenn ich irgendwo hin muß setze ich sie ein. Bis jetzt habe ich noch keinen Mut,
mir einen anderen Ersatz anfertigen zu lassen :( , obwohl ich eine sehr gute und vorallem verständnisvolle Zahnärztin
habe!
Liebe Grüße

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