Vertrage keine Füllung mehr

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Beitragvon Anne » Freitag 25. Januar 2008, 20:19

Hallo,

meine Zahnärztin hat mir vor einer Woche eine Füllung an einem Eckzahn gemacht mit einem zahnfarbenem Werkstoff. Es ist zwar schon längere Zeit her, als ich die letzte Füllung bekam, aber bisher hatte ich alle vertragen (außer Wurzelfüllungen). Nun scheint das vorbei zu sein, denn seit einer Woche habe ich am behandelten Zahn ständig Nervenschmerzen. Es hat auch nichts mit kalten, heißen oder süßen Speisen zu tun, sondern der Schmerz ist beständig und gleichmäßig.

Nun war ich heute bei meiner Zahnärztin und wollte besagte Füllung wieder entfernen lassen mit dem Hinweis auf meine Unverträglichkeit vieler Chemikalien. Sie schüttelte nur den Kopf und meinte, daran kann es nicht liegen. Sie schaute mir in den Mund und meinte, den Zahn gefunden zu haben, der für meine Schmerzen verantwortlich ist. Eh ich mich versah, bohrte sie am ersten Frontzahn rum (vor ein paar Wochen war dieser Zahn bei einer Kontrolle angeblich noch in Ordnung!).
Gut, das Bohren war nicht weiter schlimm. Schlimm war nur, was sie alles in diesen Zahn füllte. Es waren anscheinend mehrere Schichten, die sie einfüllte, irgendwas davon hatte einen Geruch wie Kleber. Zum Schluss kam dann diese zahnfarbene Füllung drauf, die mit Licht gehärtet wurde.

Nun konnte ich nur hoffen, dass alles gut geht. Aber dem war gar nicht so. Der Eckzahn schmerzte weiter und heute Nachmittag begann auch der Frontzahn zu schmerzen, an dem sie heute Morgen rumarbeitete. Anfangs schmerzte er nur leicht, später strahlten die Schmerzen bis in den ganzen Ober- und Unterkiefer aus und ich hätte die Wände hochlaufen können. Das ist aber nicht alles. Als ich vom Zahnarztstuhl aufstand war noch alles o.k. Aber schon unterwegs merkte ich das Brennen im Mund und Rachen, ich bekam Atemnot, war völlig benommen und fühlte eine Kraftlosigkeit.
So musste ich leider wieder am eigenen Leib erfahren, man hat als MCS-Kranker kaum eine Chance auf eine angemessene Behandlung. Die meisten Schulmediziner sind mit unserer Erkrankung völlig überfordert.

Nun werde ich wohl keine andere Wahl haben als mir wieder einen anderen Zahnarzt zu suchen und diese Füllungen entfernen zu lassen. Aber ich bin langsam sehr misstrauisch geworden, zumal mir diese Zahnärztin zusicherte, auf meine Chemikalienintoleranz Rücksicht zu nehmen. Aber das ist anscheinend immer nur leeres Gerede, worauf man sich nicht verlassen sollte.

Immerhin habe ich es geschafft, meine Beschwerden zu bessern. Nach Empfehlung von einem Umweltmediziner habe ich das Medikament ACC eingenommen, um die Symptome abzumildern. Ich denke deshalb, dass es kein Zufall war, dass meine heftigen Zahn- und Kieferschmerzen und mein allgemeines Wohlbefinden sich wieder deutlich gebessert haben, bis auf ein leichtes Ziehen an den behandelten Zähnen.

Mich würde mal interessieren, ob noch jemand mit ACC Erfahrungen gemacht hat. Ich kann mir kaum vorstellen, dass es Zufall war, dass sich mein Befinden nach der Einnahme so schnell gebessert hat. Es wäre zumindest eine Hoffnung, sich in bestimmten Situationen über Wasser zu halten.

LG Anne
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Beitragvon Andreas » Freitag 25. Januar 2008, 21:47

Ich hatte auch mal solche Schmerzen bekommen wegen einer Füllung, mit Havardzement oder Steinzement. Über ein paar Wochwen. Und es hat mich so geschwächt, daß ich auch nicht mehr in der Lage war zum Zahnarzt zu gehen und sie rausnehmen zu lassen. Ich war vorher schon kaum zum Zahnarzt gekommen.
Der Zahnarzt hat abgestritten.
Im Havardzement ist Caciumfluorid drin, im Steinzement nicht. Vielleicht war es das? Steinzement hatte ich nämlich glaub ich vertragen.
Andreas
 

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Beitragvon Anne » Freitag 25. Januar 2008, 22:57

Hallo Andreas,

wurde dann die Füllung mit Zement noch rausgenommen, oder ging es dir nach ein paar Wochen besser?

LG Anne
Anne
 

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Beitragvon Monja » Samstag 26. Januar 2008, 00:34

Ich habe so viele Füllungen ausprobiert und bei jeder
ganz neue, wieder andere Symptome festgestellt, von
Harvard, Ketac-Silver, Eugenol und wie sie alle hießen.
Von letzterem bekam ich Neurodermitis am Ohr (sagte jedenfalls
die Hautärztin), von anderen z. B. Atemnot und vieles mehr,
es ist einfach wirklich nichts Gesundes dabei, so viel
ist mal sicher. Bienenkitt vielleicht, wenn das geht...
Ich nehme nichts mehr rein, seit ich das alles wieder hab
nach wenigen Tagen entfernen lassen.
Aber die Wirkung von ACC würde mich auch mal brennend
interessieren...
Liebe Grüße Monja
Monja
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Beitragvon Andreas » Samstag 26. Januar 2008, 01:58

Nein ich konnte ja nicht zum Zahnarzt, und nach ein paar Wochen waren die Scghmerzen weg. Aber die anderen Folgen...??? Die Plombe ist immer noch drin :((((
Der Zahnarzt hat mir eingeredet , dass es gebnau umgekehrt war mit den Materialien.
Ich kann es ja NICHT mal überprüfen....
Andreas
 

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Beitragvon Anne » Samstag 26. Januar 2008, 15:17

Hallo,

habe heute Nacht wieder Zahnschmerzen und dazu eine Gesichtsschwellung bekommen. Obendrein sind meine Nasenschleimhäute angeschwollen, sodass ich schlecht Luft bekomme und so spreche als hätte ich einen Schnupfen, habe ich aber nicht, auch Kopfschmerzen begleiten mich nun schon in der ganzen Zeit, sodass ich heute noch zum Bereitschaftsdienst muss. Ich möchte mir diese Füllungen rausnehmen lassen. Ich muss nun mit rechnen, dass der Bereitschaftszahnarzt wieder keine Ahnung über MCS hat und Unverständnis zeigt, d. h. nicht erkennt, dass zwischen der Gesichtsschwellung, Nasenschleimhautanschwellung, den Zahnschmerzen und dem Füllungsmaterial ein Zusammenhang besteht, und mir irgend etwas anderes einreden will.

Ich hab echt langsam die Faxen dicke. Das Leben besteht nur noch aus Kampf und das deshalb, weil solche Leute wie Nowak, Wiesner, Eikmann als Diener der industriellen Machenschaften versuchen, kaltblütig die ganze Ärzteschaft gegen uns zu beeinflussen.
Mir wird sicher kein Zahnarzt oder anderer Arzt glauben, wenn ich versuche, ihm etwas über MCS zu erklären (es sei denn, er hat selbst am eigenen Leib oder in der näheren Verwandschaft schon eine MCS-Erkrankung erlebt).
Denen, die sie Glauben schenken oder schenken wollen, sind die, die mit ihren großen Köfferchen die nicht minder großen Geschenke über den Arzttisch schieben und zu kostenlosen Kongressen über die psychische Ursache von MCS einladen, natürlich mit Anhang und Rahmenprogramm.
Da kann ich natürlich nicht mithalten. Selbst wenn ich diesen Ärzten die aktuellsten und aussagekräftigsten internationalen Studien über den Tisch schiebe.

Das ACC habe ich wieder genommen und habe das Gefühl, dass meine Beschwerden dadurch wirklich etwas gemildert worden sind, sonst hätte ich jetzt nicht schreiben können. Ich muss nur zusehen, dass ich bis zum Sprechstundenbeginn heute Abend aushalte,
Werde dann weiter berichten, wie es mir ergangen ist.

LG Anne
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Beitragvon Andreas » Samstag 26. Januar 2008, 17:05

Das schlimmste ist ja daß die deutschen Ärzte offiziell dazu instruiert wurden SO ZU TUN, als ob sie uns glauben...
Andreas
 

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Beitragvon Leckermäulchen » Samstag 26. Januar 2008, 22:58

Hallo Anne,

meine Erfahrungen mit meinem jetzt gewesenen Zahnarzt decken sich ungefähr mit deinen, was so sein Verhalten anbelangt. Vor einem halben Jahr musste mir meine Schneidezahnbrücke erneuert werden, da die alte mit Nickel belastet war. Den Kleber der neuen Brücke, Ketac cem heißt er, vertrage ich auch nicht. Ich hatte bis jetzt eine Unmenge von anfänglich wochenlang sehr schlimmen Symptomen. Jetzt sind die meisten Symptome nach wie vor da – Kopfschmerzen, Missempfindungen sowie Eiseskälte an Händen und Füßen, ekliger (nicht metallischer) Geschmack im Mund... und ich habe auch Pickel am Ohr bekommen wie Monja. Meine sind schwarz (richtige GIFTPICKEL).

Ich hatte auch mal vor Jahren von einem Umweltmediziner zusatzstofffreies ACC empfohlen bekommen, allerdings ging es damals – und heute auch noch – um Symptome, die Insektizide bei mir auslösen. Das sind extreme Lähmungen und die sind dadurch wesentlich abgemildert worden. Damals hatte ich mit meinen Zähnen noch keine Probleme.

LG
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Beitragvon Anne » Samstag 26. Januar 2008, 23:04

Hallo,

mein Zahnarztbesuch heute Abend war wieder sehr frustrierend. Ich habe versucht, dem ZA zu erklären, dass ich anscheinend das Füllungsmaterial nicht vertrage, welches diese Woche in zwei Zähne gefüllt wurde. Habe auch erklärt, dass ich eine Chemikalienintoleranz habe. Irgendwie hat er das anscheinend nicht richtig verstanden und klopfte an den beiden Zähnen rum. Da ich aber keine Klopfschmerzen hatte (sondern "nur" ziehende Schmerzen und die beständig), wusste er nicht so recht, was er mit mir anfangen sollte und fragte mich, ob er wirklich was an den Zähnen machen soll.
Er machte noch einen Test, mit irgend einem Stoff, ob es irgendwo von außen Schmerzen gibt. Dem war aber nicht so. Es ging bei mir ja auch nicht um eine Karies, sondern um Nervenschmerzen meiner Zähne. Ich wollte eigentlich nur, dass er mir diese Füllung rausnimmt und ein Kalkpräparat reinfüllt, durch welches die Schmerzen nachlassen und welches ich gut vertrage. Das lehnte er ab, so was würde bei ihm nicht in den Zahn gefüllt.
Dann begann noch eine Diskussion und er meinte, dass notfalls eben eine Wurzelbehandlung gemacht werden muss. Ich sagte ihm, dass ich auch die Wurzelfüllung nicht vertrage, woraufhin er lächelnd meinte "Da ist doch aber nichts Schädliches drin". Ich fühlte mich voll verklappst, denn mittlerweile weiß auch ich, dass Cadmium (hochgiftig) in der Wurzelfüllung enthalten ist, was ich ihm auch sagte. Von ihm kam daraufhin keine Antwort.

Da ich meine Schmerzen und meine Gesichtsschwellung loswerden wollte (Die Sprechstundenschwester hatte meine einseitige Schwellung übrigens bemerkt, der Zahnarzt nahm sie aber nicht zur Kenntnis und ging auch nicht drauf ein) erklärte er sich nach längerer Diskussion bereit, dieses Kalkpräparat doch in den Zahn zu füllen. Als er aufgebohrt hatte, gab er der Schwester den Auftrag, eine kleine Messerspitze Fletscher bereitzustellen. In dem Moment konnte ich aber grad nichts mehr sagen, weil ich meinen Mund weitgeöffnet halten musste und naja........ nun habe ich doch wieder etwas im Mund, von dem ich nicht weiß, ob ich es vertrage.

Zum Schluss sagte der Zahnarzt noch, ich hätte jetzt ja nur dieses Kalkpräparat im Mund... hm... dass er auch ne Messerspitze Fletscher-Zement mit reingemacht hat, hatte er wohl schon vergessen..... Nun ja.... hoffentlich vertrags ich's.
Zum guten Schluss bin ich raus mit nur einem gemachten Zahn, die Schmerzen am anderen Zahn muss ich aushalten. Der Zahnarzt fand keinen Anlass daran etwas zu machen, meine Nervenschmerzen wollte er anscheinend nicht glauben.

Es ist und bleibt für uns schwierig, einen Arzt zu finden, der unsere Beschwerden ernst nimmt. Und die ständigen Erkläerereien, die bei den meisten Ärzten nach meiner Erfahrung eh zwecklos sind, hat man einfach satt.

Anne
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Beitragvon Anne » Samstag 26. Januar 2008, 23:17

Hallo Leckermäulchen,

meine Güte, hast du denn Bücke noch im Mund? Ist es nicht möglich, zur Befestigung der Brücke einen möglichst verträglichen Zement zu bekommen?
Ich habe vor ein paar Jahren mir eine Brücke machen lassen und die wurde mir auch mit Zement eingeklebt. Damit hatte ich keine Probleme, obwohl ich den Zement als Füllung nicht vertragen konnte.

Bei dir hat also ACC auch geholfen? Ich habe auch bei mir den Eindruck, dass ACC die Symptome ein ganzes Stück abgemildert hat.

Mein ACC, welche sich nehme, ist leider nicht ganz zusatzstofffrei. Ich hatte zwar in der Apotheke nachgefragt, aber habe nur bis jetzt das mit Zusatzstoffen verwenden können. Kannst du mir sagen, welches du nimmst?

LG Anne
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Beitragvon Leckermäulchen » Samstag 26. Januar 2008, 23:36

Hallo Anne,

die Brücke ist noch drin, der Zahnarzt sagte, auf die Brücke sind zwei Jahre Garantie. Und in der Zeitspanne zahlt die Kasse nicht einen Cent dazu. Jetzt komme ich einigermaßen klar, nur anfangs hat es wochenlang den Tag- und Nachtrhythmus völlig durcheinandergebracht und manche Tage kam ich nicht mal aus dem Zimmer raus, geschweige aus der Wohnung. Das ist jetzt aber vorbei.

Ich war Ende letztes Jahr bei einem GMZ-Zahnarzt, der mir Klebermaterialien für einen LTT mitgegeben hat. Der wiederum kostet Geld. Wenn ich das auf die Reihe kriege, will ich den Test machen lassen und dann weitersehen.

Mit dem ACC vermindere ich ja die insektizidbedingten Lähmungen. Im Körper sind sie verzögert und schwächer, und durchs Gehirn gehen sie nicht mehr, also denken und reden und so kann ich dann weiterhin. Das finde ich gut. Es heißt N-Acetyl L-Cystein, ist aber ziemlich teuer: fast 1 Euro für 1 Gramm. Das wird als Pulver verkauft, ist auch extrem viel Geld für jemand, der es beileibe nicht so dicke hat. Mir wurde das aber wegen meiner vielen und auch schweren Allergien ohne Zusatzstoffe verkauft. Allerdings musste ich dazu noch ein ca. 20-minütiges Gespräch mit der Apothekerin führen.

Aber dafür kann ich mich freier bewegen.

LG
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Beitragvon Andreas » Sonntag 27. Januar 2008, 00:34

"Zum Schluss sagte der Zahnarzt noch, ich hätte jetzt ja nur dieses Kalkpräparat im Mund... hm... dass er auch ne Messerspitze Fletscher-Zement mit reingemacht hat, hatte er wohl schon vergessen..... Nun ja.... hoffentlich vertrags ich's.
Zum guten Schluss bin ich raus mit nur einem gemachten Zahn, die Schmerzen am anderen Zahn muss ich aushalten. Der Zahnarzt fand keinen Anlass daran etwas zu machen, meine Nervenschmerzen wollte er anscheinend nicht glauben."

Meiner meinung kann man sich nur schriftlich gegen swas wehren. Bevor man zum Arzt geht alles exakt aufschreiben, dann können de nämlih hinterher NICHT mehr behaupten sie hätten nichts gewußt. Dadurch könnem sie sich dann bnicht sio eine narren freiheit rausnehmen.
UInd wenn was falsch gelaufen uist wieder schreiben. Vielleicht kamnnst du so erreichen, daß er am andereen zahn doch was macht. Erst bruef schreiben, und dann anrufen und fragen, ob er es noch macht.

Ist natürlich viel arbeit. aber jemand den ich kenne macht es so und er erreicht ziewmlich viel auf die werise und die leute sind bei ihm vorsichtig.
Andreas
 

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Beitragvon Leckermäulchen » Sonntag 27. Januar 2008, 11:01

Nachtrag zu meinem letzten Posting (ich war gestern abend schon zu kaputt):

Ich hatte vor einiger Zeit mit einer Betroffenen gesprochen, die mir sagte, mit einem MCS-Pass könnte ich evtl. leichter die Kosten für den LTT von der Krankenkasse erstattet oder wenigstens tlw. erstattet bekommen. Ich warte jetzt seit ca. Mitte Januar auf den Pass v. d. SHG aus Düsseldorf.

Weiß jemand, wie lange die Bearbeitung im Schnitt dauert?

LG
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MCS Pass

Beitragvon Betty Zett » Sonntag 27. Januar 2008, 19:42

Dr. Binz hatte von den Pässen auch welche da, wenn er Dein Arztist
und MCS bei Dir festgestellt wurde, schicken Sie Dir bestimmt einen zu.
Oder rufe bei der SHG Düsseldorf an.
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Beitragvon Anne » Sonntag 27. Januar 2008, 22:18

Hallo,

habe grad mal ein bisschen gegooglet nach "Klopfschmerz". Da ich gleich morgen früh wegen Zahnschmerzen an den behandelten Zähnen wieder zu meiner Zahnärztin gehen muss, wollte ich gewappnet sein, wenn sie mir wieder sagt, dass doch alles in Ordnung sein muss, wenn ich keinen Klopfschmerz habe. Dabei bin ich bei Wikipedia auf folgende interessante Erklärung gestoßen:


Pulpitis
"Pupitis ist die Entzündung der Pulpa, also des Gewebes im Zahninnenraum. Sie wird verursacht durch mechanische, thermische und [b]chemische Reizung[/b] (zum Beispiel [b]während[/b] einer Zahnbehandlung) oder durch Bakterien die in Kariesläsionen oder durch Risse oder Frakturen in den Zahn eindringen. Zahnschmerzen sind Symptome einer akuten Pulpitis. Ist der Reiz kurzzeitig oder lokal begrenzt, tritt Heilung ein (reversible Pulpitis). [b]Bei andauernder Reizung wird die Entzündung chronisch[/b] ."

Zwar steht hier nur etwas von einer chemischen Reizung des Gewebes im Zahninnenraum [b]während[/b] einer Zahnbehandlung, aber ist es nicht auch logisch, dass ein chemikaliensensibler Mensch schon wegen seiner Reaktion auf Niedrigdosen auch "nach" der Zahnbehandlung eine chemische Reizung durch den eingebrachten Füllstoff bekommt?
Für mich ist es eigentlich logisch. Mal sehen, was meine Zahnärztin morgen dazu sagt.....

LG Anne
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Beitragvon Juliane » Sonntag 27. Januar 2008, 22:54

Juliane
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Beitragvon Anne » Sonntag 27. Januar 2008, 23:42

Vielen, vielen, vielen Dank liebe Juliane! Wenn ich morgen bei dem Zahnarztbesuch wieder nicht verstanden werde und keine Hilfe erwarten kann, dann weiß ich wenigstens, wohin ich mich wenden kann. Das gibt mir einen großen Lichtblick.
Ich wär so froh, wenn ich meine beiden Frontzähne behalten könnte.

LG Anne
- Editiert von Anne am 27.01.2008, 23:44 -
Anne
 

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Beitragvon Anne » Montag 28. Januar 2008, 22:42

Entgegen meiner Befürchtung verlief heute der Zahnarztbesuch eher unproblematisch. Ich erklärte der Zahnärztin noch mal etwas ausführlicher meine Situation. Sie zeigte sich heute sogar verständnisvoll und ich bekam erst mal die provisorische Füllung mit einem Kalkpräparat. Nun hoffe ich, dass meine Beschwerden dadurch ganz abklingen. Dann muss eine verträgliche Alternative als Füllstoff gesucht werden.

Ich denke, dass die Ärzte mit uns wirklich überfordert sind. Sie bekommen von nirgendwoher Anweisungen, was bei Patienten zu beachten ist, die an Chemikalienintoleranz leiden und welche Werkstoffe für sie in Frage kommen und vor allem, welche nicht.
Wäre das anders, könnten auch die Krankenkassen viele Kosten sparen. Denn die ständigen wiederholten Zahnarztbesuche sind sicher nicht grad billig und wären bei ordentlicher Aufklärung der Ärzte und dadurch angemessener Behandlung überflüssig.

Anne
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Beitragvon Clarissa » Dienstag 29. Januar 2008, 07:10

hat zwar nichts mit füllungen zu tun, aber wie vertragt ihr überhaupt die luft in der praxis und die div. düfte der mitarbeiter und ärzte oder die ganzen tollen desinfektionsmittel die überall benutzt werden müssen?

Ich vertags gar nicht nachdem ich die maske abgenommen habe bin ich innerhalb von 2 minuten ein heulendes von krämpfen geplagtes bündel was man zu zweit aus der praxis schleift und an den mitgebrachten sauerstoff im eigenen auto anschliesst und alle 1/4 stunde mal nachschaut ob die patentin noch lebt. so ist natürlich kein behandeln möglich sondern nur das aller notdürftigste. ich müsste dringend wieder mal zu einem zahnarzt aber ich weis wirklich nciht wie ich das schaffen soll!
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Beitragvon Kerstin » Dienstag 29. Januar 2008, 13:25

Hallo Clarissa,
ich kann Dich gut verstehen. Mein letzter Zahnartzbesuch war auch eine Katastrophe´, konnte grad noch schwankend und stark benommen aus der Praxis rauskommen. Sauerstoff hatte ich leider nicht, weiß auch nicht wie ich den bekommen soll. Seitdem habe ich auch Nervenschmerzen in den Zähnen, nicht nur in dem, der behandelt wurde. Es müsste bestimmt noch was gemacht werden, aber wie? Ich weiß auch nicht weiter.
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Beitragvon Anne » Dienstag 29. Januar 2008, 23:08

Hallo,

meine Freude war wohl zu früh. Bin heute Morgen schon mit einem leichten Zahnweggefühl aufgewacht. Es ist der Zahn, in welchem noch der Zement vom Notarzt drin ist, der nur mit etwas Kalkpräparat abgedeckt wurde. Im Laufe des Tages hat meine Zunge immer mehr zu Brennen angefangen und ich habe ständig auf der Zunge ein pelziges oder rauhes Gefühl, so als wenn man grad frisch in eine Zitrone gebissen hat. Habe auch über den gesamten Tag Dauerkopfschmerz.

Nun werde ich wohl morgen früh wieder zur Zahnärztin müssen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es von den Zähnen kommt. Eventuell ist noch die "Messerspitze" Fletscherzement dran schuld, welches der Notarzt in den Zahn eingebracht hat (obwohl ich sagt, dass ich Zement nicht vertrage!). Oder ich bin auch noch auf dieses Kalkpräparat empfindlich geworden? Oder hängt es noch mit der Versieglung zusammen, die meine Zahnärztin aufgetragen hatte (erst beim Auftragen sagte sie mir, was sie macht, sodass ich gar nichts mehr erwidern konnte).

Ich hab es echt langsam satt. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass meine Zahnärztin nun alle möglichen Füllungsstoffe mit mir ausprobieren wird. Das kommt doch viel zu teuer. Sie hat sicher nur ihr Standardmaterial und wenn ich das nicht toleriere, dann habe ich sicher Pech.

Habe heute mal bei Dr. Koch in Herne angerufen, den ich in dem Link von Dir, Juliane , gefunden habe. Leider ist diese Praxis viel zu weit weg. 6 Stunden allein die Hinfahrt mit dem Zug sind für mich zu viel. Übernachten kann ich ja auch nirgends. Geht also nicht. Schade.

LG Anne
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Beitragvon sunday » Mittwoch 30. Januar 2008, 11:12

hallo,

da ich ähnliche (und auch sehr viel schlimmere) erfahrungen mit zahnärzten (und auch mit anderen ärzten) gemacht habe und es auch keinen wirklich 100 %igen schutz vor unerwünschten und schädlichen maßnahmen gibt, geh ich mittlerweile nur noch einmal im jahr (wegen des stempels für die kasse) zu einem sehr teuren "bio"-zahnarzt (naturheilkundlich orientiert), der auch bei kassenpatienten richtig abkassiert und sage sofort, daß ich nur zum nachschauen komme und keine beschwerden habe (was auch stimmt, seit ich nichts mehr bei zahnärzten machen lasse, davor hatte ich viele jahre lang fast pausenlos starke schmerzen, die nach meinem heutigen wissen genau durch die "behandlungen" (wurzelfüllungen, plomben mit schädlichen materialien usw.) entstanden sind) und daß ich sowieso nichts bezahlen könnte, weil ich kein geld habe.

und das führt dazu, daß dieser zahnarzt (bei dem ich eben auch noch nie eine behandlung habe machen lassen) nur einmal flüchtig im mund rumguckt und ich dann sofort meinen stempel bekomme.

und da ich bei der terminvereinbarung auch immer gleich sage, daß ich eine massive chemikalien- und duftstoffunverträglichkeit habe und auf keinen fall im wartezimmer und auch in keinem anderen raum warten kann, bin ich insgesamt nur wenige minuten in der praxis.
selbst dann habe ich durch das, was da in der luft ist, schon lange anhaltende beschwerden. mehr als 5 minuten kann ich es in keiner arztpraxis aushalten, somit sind zahnbehandlungen sowieso nicht möglich.

im übrigen habe ich ja selbst lange zeit in versch. med. bereichen gearbeitet und da oft miterlebt, daß patienten ohne ihr wissen alle möglichen schädlichen dinge bekamen und oft auch belogen wurden.

wenn sie z.b. fragten, was denn in der spritze drin ist, wurde so getan, als ob es was ganz harmloses und "natürliches" wäre, dabei waren es z.b. mischungen von cortison mit einem starken und schädlichen schmerzmittel und das bei eher geringfügigen rückenschmerzen, die man gut mit wirklich harmlosen mitteln und krankengymnastik wegbekommen hätte und es gab auch ärzte, die ihren patienten medikamente gaben, die diese nie hätten nehmen dürfen oder ihnen sogar süchtig machende pillen verschrieben, um sie sich als dauerpatienten zu erhalten usw. usw.

und bei all den zahnärzten, bei denen ich im laufe meines lebens war und das waren extrem viele, da ich ca. 20 jahre lang die meiste zeit sehr schlimme schmerzen im kiefer hatte und keiner die ursache fand, sondern immer nur drauflosgemurkst hat, war kein einziger, der wußte, welche betäubungsmittel man bei porphyrie nicht nehmen darf, obwohl es sogar in der roten liste drinsteht.

wenn eine za-behandlung nicht zu vermeiden ist, wäre es vielleicht am besten, wenn man versucht, im internet und/oder bei einer mcs-shg in der nähe oder bei einem umweltarzt herauszufinden, zu welchem za man als mcs-kranker überhaupt noch hingehen kann und dann nicht allein geht, sondern eine begleitperson (als zeuge) mitnimmt und dem za vor der behandlung sehr deutlich sagt, daß er nichts machen darf und keine materialien verwenden darf, ohne die vorherige eindeutige zustimmung des patienten.

ein za, der das nicht mitmacht oder pampig reagiert, ist sowieso nicht gut für seine patienten, da sollte man die praxis besser schnell verlassen.

bei zähnen im hinteren backenbereich ist es für mcs-kranke eine entfernung wahrscheinlich oft besser, da es eigentlich keine absolut unschädlichen dinge beim za gibt, auch bei "naturheilkundlichen" o.ä. nicht.

auch ein vorheriger test bringt oft nichts, weil kein test alle unverträglichkeiten feststellen kann und weil selbst dinge, die für die kurze dauer eines tests verträglich scheinen, bei einem längeren verweilen im mund zu einer sensibilisierung und damit zu beschwerden führen können.

was ich machen würde, wenn ich an den vorderen zähnen reparaturbedürftige schäden bekomme, weiß ich auch nicht, ich hoffe, ich bin dann schon so alt, daß ich mir dann einfach ein prothese machen lassen kann (ich habe schon eine teilprothese, die ich anscheinend ganz gut vertrage, da ich keine schmerzen mehr habe, seit ich keine za-"behandlungen" mehr machen lasse (nach der letzten "behandlung" hat es noch ein jahr gedauert bis die schmerzen weg waren) und auch keine entzündungen unter der prothese o.ä.).

liebe grüße
sunday
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Beitragvon Andreas » Donnerstag 31. Januar 2008, 10:05

Das ist ein super Post Sunday, danke dafür.

Ich hab 3 tote Zähne im Mund, wurzelbehandelt, einer davon hat einen Enzündungsherd schon seit 2 oder 3 Jahren :(((
Ich habe mich nicht getraut den ziehen zu lasen weil ich bei der letzten Zahnziehung sehr verschlimerung meines Zustandes dauerhaft erfahren habe.
Vor allem mein Gehirn.
Ich dachte daß es an der Betäubungsspritze lag. Ich weiß nicht was schlimmmer ist, das ziehen lassen mit der Betüubungsspritze oder die Leichengifte..... :((((
Ich weiß nicht ob es mit Hypnose gehen würde, aber das kann ich auch nicht bezahlen.
Andreas
 

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Beitragvon sunday » Donnerstag 31. Januar 2008, 12:03

hallo,

die meisten betäubungsmittel hauen mich auch um, allerdings nicht dauerhaft, aber für mehrere tage und tragen vielleicht auch zu einer weiteren verschlechterung der mcs etc. bei, jedenfalls geht es mir seit einiger zahn"behandlungen" vor ein paar jahren ganz erheblich schlechter, was aber zum größten teil wohl an den klebern etc. liegt und daran, daß da ganz erheblicher murks gemacht wurde und ich dadurch auch längere zeit antibiotika nehmen mußte, obwohl ich die absolut nicht vertrage.

hier im forum (oder im pn-forum?) wurden schon verträgliche mittel genannt. mir hilft es, wenn der za die nimmt, die auch bei porphyrie möglich sind (steht hinten in der roten liste), aber ich habe es auch schon mehrmals erlebt, daß zahnärzte sagten, sie nehmen das und haben mit sicherheit doch ein anderes genommen, da ich wieder tagelang heftige eindeutige beschwerden hatte.

alternativ gibt es die hypnose, die gut sein soll, die akupunktur und für nicht-elektrosensible auch eine art reizstrombetäubung. muß natürlich alles selbst bezahlt werden, aber wenn dir ein umweltmediziner bescheinigt, daß du die "normalen" mittel nicht bekommen kannst, zahlt die kasse vielleicht auch auf antrag.

oder du sagst allen verwandten, freunden etc., daß sie dir nichts zum geburtstag und zu weihnachten schenken, sondern dir statt dessen geld für die zahnbehandlung geben sollen. das mach ich schon seit jahren und kann davon filter, medikamente etc. kaufen.

ob es für dich besser ist, die zähne ziehen zu lassen, kann dir keiner 100 %ig garantieren. aber allgemein ist es schon besser.
aber gut wäre es, wenn du da vorher mit einem umweltmediziner drüber reden könntest und auch versuchst, einen za zu finden, der sich mit mcs usw. wenigstens etwas auskennt.

liebe grüße
sunday
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Beitragvon Andreas » Donnerstag 31. Januar 2008, 13:19

"hier im forum (oder im pn-forum?) wurden schon verträgliche mittel genannt."

Hast du da einen Link?
Andreas
 

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Beitragvon sunday » Donnerstag 31. Januar 2008, 16:22

nein, leider nicht.

lg
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Beitragvon Anne » Donnerstag 31. Januar 2008, 21:59

Hallo Andreas,

bist du dir sicher, dass es an der Betäubungsspritze beim Zahnziehen lag, dass sich deine Beschwerden verschlechtert haben?
Wurzelbehandelte Zähne sind mit einem Material gefüllt, welches Cadmium enthält, das hochgiftig ist. Ich könnte mir gut vorstellen, dass deine Beschwerden auch damit etwas zu tun haben.

LG Anne
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Beitragvon Andreas » Freitag 1. Februar 2008, 02:25

Ja, das könnte natürlich auch sein.
Aber ich weiß es ja nicht.
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Beitragvon Anne » Montag 7. April 2008, 16:04

Hallo,

nun ist meine zahnärztliche Behandlung erst mal abgeschlossen. Ich hatte ja zwischendurch immer mal über den Verlauf berichtet und über die Probleme, die dabei auftraten. Jetzt habe ich ein Material im Zahn, welches mit einer blauen Lampe gehärtet wurde. Ich vertrage es bisher gut. Nur habe ich den Kleber, der unter diese Füllung in den Zahn gefüllt wurde, wieder entfernen lassen. Von diesem Kleber bekam ich neben Zahnschmerzen auch Benommenheit, Gesichtsschwellung, Unwohlsein.

Den Namen, wie dieses Material heißt, welches ich vertrage, weiß ich noch gar nicht. Ich möchte aber demnächst nochmal bei der Zahnärztin anrufen und mir diesen Namen notieren.

LG Anne
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