Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Samstag 18. Juli 2015, 17:36

Leider lohnte sich die Reparatur meiner alten Waschmaschine (WA) Überhaupt nicht mehr. Also kaufte ich mir in einem Fachgeschäft eine gebrauchte Miele, da diese noch mit einem Stahlbottich ausgestattet ist. Ebenfalls werden auch auf lange Sicht Ersatzteile verfügbar sein.
Das sind die guten Nachrichten gewesen.

Natürlich wurde die WA mit einer chemischen Lösung behandelt und angeliefert - übelst :shock:
Aber nach 4 Stunden Vordekontaminierung und anschließendem ca. 4 Stunden Waschen war diese Lösung so gut wie beseitigt.

Doch nun traten die "Vorbesitzer-Duftstoffe" hervor. Das Schubfach bzw. der gesamte Einlauf stinkt übelst nach altem Waschmittel- und Nachspülermix. Heißes fließendes Wasser hilft kaum bzw. ist nicht nennenswert, Abreiben mit Kaffee ebenfalls nicht; Bürste, Pinsel und Lappen versaut eher diese Reinigungsgeräte .... trotzdem auf Dauer hat es ein wenig geholfen - bzw. blanker sind die Kunststoffteile nicht zu bekommen - ergo ist auch mit diesen Methoden nicht mehr an Duftstoffen zu beseitigen. :(

Nun habe ich heute morgen Schubfach und -lade mit dem Gasbrenner vorsichtig behandelt .. was eine Art von Ozonierung darstellt. Ja - das vertrieb so manche Duftstoffe aus der Materialoberfläche ... aber nicht genug :( und noch mehr rumkokeln wird wohl auch nichts bringen.

Es könnte sein, dass der Waschbereich, wo die Wäsche gewaschen wird schon fast clean genug ist .... aber diese Ausgasungen der Kunststoffteile im Wassereinlaufbereich stinken so dermaßen, dass ich Probleme in meiner Wohnung habe, denn die WA steht im Bad.
Je wärmer die WA wird, um so mehr stinkt es :evil:

Natron hatte ich schon eingefüllt. Die nächsten Tage werde ich die Schublade speziell in ein Natronbad einlegen ..... aber für heute habe ich die Nase voll, so dass ich die Schublade und das Bullauge zu lasse :!:

Jedoch läßt sich das Schubfach und sonstige Verbindungen zur Trommel nicht in ein "Natronbad" einlegen :(

Über weitere Tipps wäre ich sehr dankbar :idea:


Auf jeden Fall werde ich die nächsten Tage weiter um die neue "gebrauchte WA" kämpfen und hoffen, dass die Beharrlichkeit eine Milderung bringt :roll:
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Nachtigall » Sonntag 19. Juli 2015, 07:43

Twei hat geschrieben:
Über weitere Tipps wäre ich sehr dankbar :idea:



Hi Twei,

versuche es mal mit 30/40° warmen Sonnenblumenöl (falls du das verträgst)
den Einspülkasten darin einzuweichen und die Türdichtung sowie Faltenbalg damit abzuwischen - aber danach auch wieder sofort gründlich mit Waschlauge abwischen sonst zerlegt es die Gummis ;)
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Sonntag 19. Juli 2015, 10:13

Schon mal danke Nachtigall .... vermutlich würde dann auch Distelöl funktionieren.


So - über Nacht fasste ich den Entschluß mich systematisch an das Problem durch zu handwerkeln. Ich habe den Spülkasten abmontiert.

Spülkasten und -einschub liegen jetzt in einem 50 Liter Eimer mit Wasser und zwei Tüten Natron.

a) Wie lange müßten die Teile da drinne bleiben :?:

b) Reicht diese Menge "BackNatron" oder sollte ich noch was nachschütten :?:

c) Könnten Schläuche und Gummiedichtungen auch in ein Natronbad gelegt werden :?:



Neue Erkenntnisse:
Unterhalb des Spülkastenfaches befindet sich ein großer nach unten führender Gummieschlauch. Ja - der ist noch kräftig mit Waschpulverresten verkrustet - also ist dieses wohl eine der weiteren Hauptursachen für den Gestank :lol: Da hantiere ich aber erst morgen rum.


Eingeständnis zu gestrige Aktionen:
Also die Behandlung mit dem Gasbrenner hätte ich wenn erst später machen sollen, wenn überhaupt. Schließlich kenne ich mich mit den Wirkungsweisen von Natronbad und Ölabreibungen nicht aus ... darum der ungeduldige Entschluß gestern mit dem Abflämmen. Bei meinem alten PC-Gehäuse war das allerdings eine positive Erfahrung .... aber es wäre besser die anderen Methoden anzuwenden - mal abwarten.
(Außerdem, wenn ich einen Fön oder Heißluftfön gehabt hätte, hätte ich auch eher diesen genommen).
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Montag 20. Juli 2015, 19:18

Heute waren die gesundheitlichen Nachwirkungen von den Belastungen der vorherigen Tage ... - also konnte ich gar nichts weitermachen :(
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Bergfee » Freitag 24. Juli 2015, 19:27

Hallo Twei,

hoffentlich geht es Dir wieder etwas besser.

Versuch mal die Waschmaschine mit beeta Universalreinigungskonzentrat zu reinigen. (Natürlich das ohne Duft) Es entfernt sehr gut Waschmittelgerüche in der Maschine und auch aus der Wäsche.
Ich habe damit eine verseuchte Waschmaschine wieder clean bekommen, allerdings war das Einspülfach nicht so schlimm wie das von Dir.

Du kannst das Konzentrat wie ein Flüssigwaschmittel in die Maschine geben und dann bei 60 oder 95 Grad laufen lassen. Vermutlich musst Du es mehrmals machen.

Ich hoffe es klappt.

Noch gute Besserung

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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Samstag 25. Juli 2015, 15:52

Hi Bergfee,

ja - so einen Reiniger sollte/werde ich mir zum Experimentieren zulegen - danke.
Der Waschbereich ist ja gar nicht mehr so ein Problem.
Spülkasten und Einschub sind nun relativ duftfrei. Den Gummieschlauch konnte ich unter warmem Wasser zwischen den Händen reiben, sodass auch dort alle sichtbaren Rückstände beseitigt sind. Falls nötig, wird dann noch eine Ölbehandlung, siehe oben, vollzogen und dann mit dem empfohlenen Reiniger wieder entölt ;)
_______________________________________________________

Kauft Euch keine gebrauchte Waschmaschine!

1. kann und darf jetzt nur noch "Elektro-Fachpersonal" folgende Arbeiten durchführen (so wie z.B. ich) :!:

2. weiß ich bis heute noch nicht, ob ich am Ende tatsächlich noch einen Erfolg zu verbuchen habe :evil:

3. braucht es unglaublich viel Durchhaltevermögen, Geduld und den Mut eventuell am Ende alles wegschmeißen zu müssen :shock:

4. das Badezimmer ist nicht mehr zu benutzen .... die Tür muß nun immer mit Aluklebebande versiegelt werden :cry:

Der Vorbesitzer hat es geschafft, dass die Innenwand vom Frontbereich und der Bodenblechbereich übelst mit Flüssigwaschmittel/Weichspüler verseucht und verklebt ist. Daher kommt der permanente ekelhafte Duftpestgestank.
Weitere 2 Stunden Arbeit an diesem Gerät haben mir sogar Kopfschmerzen zugefügt.
Außerdem komme ich unter solch kontaminierten Zuständen überhaupt nicht vorwärts. Der Arbeitsbereich ist eng und am Boden - fürchterlich :!:

Normalerweise muß ich teilweise an bestimmten Stellen riechen, um zu ermitteln WO und WIE stark WELCHE Teile/Bereiche verseucht sind, damit weiteren Kontaminierungen nicht Vorschub geleistet werden; das weiß ich mittlerweile. Für jeden Handgriff benutzte ich immer einen neuen Klopapierabschnitt.

Nun habe ich schon die gesamte Vorderfront auseinander genommen, einige Steuerelemente abgebaut, von Kabeln entfernt und in den Keller verfrachtet für später :shock: Ja, einige Elektronikelemente haben auch was abbekommen :( (Eine Skizze für den Zusammenbau mußte ich anfertigen).

Als Nächstes werde ich den Kabelstrang der unten am Bodenrahmen befestigt ist lösen, rechts ist auch noch ein Elektroelement das ab muß .... dann könnte ein großer Teil endlich gereinigt werden...
Dafür habe ich mir heute Reinigungshandschuhe gekauft. Meine gute "MCS-Atemschutzmaske aus Baumwolle mit Aktivkohlefilter" für Notfälle, wie z.B. Krankenhaus oder so, werde ich hierfür aber nicht versauen. Ich versuche es nächste Woche mal mit folgendem Typ: "Atemschutzmaske FFP2 mit Aktivkohlefilter bei Smog & Schimmel" /PN.

_______________________________________________________


PS: Wie sollen Personen, die auf Hilfen des Sozialgesetzbuches angewiesen sind, sich eine neue Waschmaschine für ca. 800 Euro leisten?
MCS-Erkrankte können keine Plastikbottiche vertragen und es gibt heute keine Waschmaschinen aus Edelstahl mehr unter diesem Preis :(
Der Sozialsatz berücksichtigt nur Waschmaschinen für einen Kaufpreis für ca. 200 Euro ... oder eher gesagt "Gebrauchtgeräte".
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon PappaJo » Sonntag 26. Juli 2015, 15:27

Ich will nicht dummschwätzen aber das hätte ich Dir vor dem Kauf sagen können. Sowas geht doch nicht, bei dem Duftwahn!
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Hannibal64 » Sonntag 2. August 2015, 20:04

stinkende Waschmaschine kommt gerne davon, dass zu kalt gewaschen wird bzw. hier wurde. das Problem sind dann die Leitungen.

wasch 1-2 mal mit 90 Grad, Kochwäsche, mind 1h.

den Einsatz fürs Waschmittel kannste rausnehmen und evtl. mit etwas Spiritus oder denaturiertem Alkohol (ggf. verdünnen!) behandeln.

Öle aller Art sind übrigens absolut kontraproduktiv! da stinkts noch mehr, weil Öl nur schlecht bis gar nicht wasserlöslich ist!
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon PappaJo » Samstag 22. August 2015, 14:38

Hi Twei,
was macht Dein Projekt?
Das komplette zerlegen und reinigen ist schon mal ein guter Ansatz wenn Du die behalten willst.
Übelst stinkende Teile könnte man einzeln evtl. einfach in Wasser einlegen und die Osmose abwarten. Sollte irgendwann alles im Wasser sein (der Geruch).

Einige Teile evtl. neu kaufen (Ersatzteile) wie z.B Schläuche oder die Einfüllkammer.
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Sonntag 23. August 2015, 09:21

Um es vorweg mal mit Humor zu sagen: "Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut" :lol:

Die "Atemschutzmaske FFP2 mit Aktivkohlefilter bei Smog & Schimmel" /PN hatte mir beim Reinigen recht gut geholfen. Trotzdem atmet die Haut noch so einiges an Duftstoffe bzw. zerfallenden Duftstoffen auf, was dann so 1-3 Tage leichte gesundheitliche Probleme hervorruft. Eine Atemschutzmaske kann ich jedem, der Reinigungsaktionen durchführt, nur empfehlen ;)

Hilfreicher ist es auch, wenn man die kontaminierten Teile zuvor mit kaltem Wasser reinigt und anschließend erst mit warmem oder heißem Wasser. Dadurch werden nicht nur Dämpfe/Expositionen reduziert sondern vermutlich auch das tiefere Eindringen der Chemikalien in die zu reinigenden Materialien.

Was die Teile jetzt noch an Kontamination aufweisen, kann ich auch mit Alkohol oder anderen Reinigungshilfen wie, Bürsten, heißes Wasser u.a. nicht mehr vertreiben. Diese chemischen Verunreinigungen (Waschmittel der Vorbesitzer) sind so tief in die Materialien eingedrungen, dass vermutlich nur die Zeit und der "Betrieb" einer weiteren "Verdünnung" dienlich sein wird.

Letztendlich konnte ich alle Teile von der WA entfernen und separat reinigen. Der vorherige "Schmierfilm" mit stark übelriechenden Substanz ist jetzt beseitigt:

- Metallteile und die, die mit eingebrannten pulverbeschichteten Lacken versehen sind, riechen gar nicht mehr,
- Hartplastik riecht gering bis mittelmäßig, nach zerfallenden Duftstoffen - also dem "Chemiemix", der noch nie an Mensch und Tier erforscht wurde...
- Gummiteile riechen mittelmäßig nach zerfallenden Duftstoffen und Waschmittelchemiekalien
- Kabelstränge riechen mittelmäßig nach Duftstoffen - was bei denen tief in den Isolationsmantel eingezogen ist.

Die von mir gewählte Bezeichnung "mittelmäßig" verdeutlicht nach meiner Auffassung trotzdem einen Reinigungsgrad von ca. 99,99 Prozent der Oberfläche bei einer "mittelmäßigen" fortbleibenden Restausdünstung aus dem Material, die ca. 1-5 Prozent von dem ähnlichen "Geruch" (Exposition) ausmacht, den das "Teil" zuvor an die Raumlauft abgegeben hatte.

Bei der ganzen Mühe hätte ich mir ein besseres Ergebnis erhofft - aber laut gesammelter Erfahrungen weiß ich, dass mit meinen Möglichkeiten keine besseren Reinigungsergebnisse zu erzielen sind. Gebraucht ist halt "Gebraucht" :!: :evil:

Erst wenn die WA wieder zusammengeschraubt und gesteckt ist, kann ich weiteres berichten - zumal sich dann auch viele "Teile" wieder in einem geschlossenem Verbund befinden; d.h., dass dann diese Gerüche sich nicht mehr so leicht in die Raumluft des Badezimmers ausbreiten können.... - so meine kleine Hoffnung :roll:

Derzeit habe ich aber schon über 40 Arbeitsstunden unter widrigsten Umständen in die WA investiert :shock:
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon PappaJo » Sonntag 23. August 2015, 14:23

Naja, nur die Harten komm in Garten. Ich hätte das nicht gemacht, ist ja allein schon beim Gedanken gruselig.
Übelst-Gerüche kenne ich von z.B. gebrauchten Metall/Glas Möbeln. Kaufe ich auch nie wieder.

Kennst Du keinen der den Kabelbaum nachbauen kann?
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Clarissa » Sonntag 23. August 2015, 15:47

PappaJo hat geschrieben:Naja, nur die Harten komm in Garten. Ich hätte das nicht gemacht, ist ja allein schon beim Gedanken gruselig.
Übelst-Gerüche kenne ich von z.B. gebrauchten Metall/Glas Möbeln. Kaufe ich auch nie wieder.

Kennst Du keinen der den Kabelbaum nachbauen kann?



Du könntest bei Miele einen neuen kaufen aber das wäre nicht so preiswert und du musst höllisch aufpassen beim stecken. Ich habe für einen Kabelbaum gute 4 Stunden gebraucht und da war ich im Training.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Sonntag 23. August 2015, 17:28

Ist lieb von Euch gemeint, aber ich benutze den alten Kabelbaum weiter. Denn wenn ich alles hätte Neu haben wollen, dann hätte ich eine komplett neue Maschine gekauft... was wohl auch besser gewesen wäre :oops:

Eine andere Variante wäre den Kabelbaum als auch die Hartplastikteile in einem alten Umluftherd bei 60 Grad für 3-4 Stunden zu backen (aber in getrennten Gruppen)... - habe aber keinen Umluftherd mehr.....

- oder man umwickelt den alten Kabelbaum mit neuem Klebeband....

Vermutlich wird das mit dem Geruch nach einiger Zeit nachlassen..., durch Zerfallszeiten, auflegen von neuen Staubpartikeln, der Betriebswärme ... und es werden ja keine neuen Duftstoffe bzw. Waschmittel nachgeführt.
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Sonntag 6. September 2015, 16:50

Endbericht:

Nachdem die "fast komplett zerlegte" Waschmaschine (WA) im Prinzip einmal ins Wasser geschmissen, beschrubbt, bepinselt, abgerieben, getrocknet und wieder zusammengeschraubt wurde, funktioniert sie glücklicherweise noch einwandfrei :)

Die gesamte Prozedur dauerte bei mir zwischen ca. 60 - 70 Arbeitsstunden bzw. aufgrund der Behinderungen ca. 2 Monate :shock:

Im Kaltzustand / Off ist die WA derzeit im Badezimmer erträglich. Im Betriebszustand / On werden die Expositionen je nach Wahlprogramm der Temperatur entsprechend unangenehmer ... aber beim Waschen ist das Badezimmerfenster offen ;)

:idea: Nach dem Waschen hebe ich die Abdeckung etwas an, damit die Dämpfe schneller und besser entweichen sowie die Maschinenteile schneller abkühlen können. Anschließend schütte ich zusätzlich etwas flüssigen Kaffee in die Einfüllkammer und Waschtrommel; das reduziert etwas die Expositionen.

Eine höhere Umdrehungszahl beim Endschleudern erbrachte kaum einen angemessenen trockeneren Effekt ... also erspare ich mir diese Belastung für die "alten" Maschinenteile ... ich schleudere demnach nur mit 900 U/min..


Die Gerüche der Wäsche ist leicht belastet.
Leider unterlief mir beim Füllen der WA ein Fehler. Beim WA dekontaminieren lief einmal belastetes Wasser in das Handtuch, das als Türdichtung zwischen der Schwelle fungierte. Darum tauschte ich dieses Handtuch aus und legte es neben die dreckige "unbelastete" Wäsche. Leider vergaß ich das nach der langen Zeit und packte leider ALLE Handtücher zusammen in die Trommel. :(

Erst nach ca. 1-2 Tagen kommt dieser "Duftstoffrest" aus der Wäsche leicht hervor ... also dann, wenn der Baumwollgeruch vom Kochen verfliegt. Für "Außenwäsche" oder Handtücher ist das ja noch zu ertragen. Aber leider hatte ich anschließend meine "Innenraumwäsche" gewaschen ... naja ... die riecht jetzt so leicht unangenehm. Solche Belastungen hatte ich schon ab und zu mal ... und sie sind auch so einigermaßen zu erdulden. Um diese aber wieder raus zubekommen, müßte ich wieder mehrmals waschen.

Außerdem waren auch in der Innenraumwäsche ein paar Teile, die zuvor schon so einen "gleichen" Restmuff hatten. Der kommt entweder ab und zu teilweise durchs "Trocknen" in die Kleidung oder manchmal auch durch das zu lange Lagern der dreckigen Wäsche im Nebenraum (Belastungen der Waschküche vom Nebenhaus :evil: )

Letztendlich kann ich nun nicht sagen, ob diese Gerüche eventuell doch noch zu den "Waschmittelresten" der "gebrauchten WA" gehören, :arrow: alleine durch meinen "Verwechslungsfehler" herrühren, :arrow: von "nachbarschaftlichen Expositionen" stammen :arrow: und-oder eine Kombination von allem darstellt. :?

Das werde ich aber mit der Zeit feststellen.
:idea: Nur Waschen kann da helfen :lol:
_______________________________________

...Einige Teile evtl. neu kaufen (Ersatzteile) wie z.B Schläuche oder die Einfüllkammer. ...
Zitat s.o. PappaJo
... Du könntest bei Miele einen neuen kaufen... einen Kabelbaum ...
Zitat s.o. Clarissa
Damit könnte die Raumluft vermutlich gänzlich verbessert werden und im "Waschbereich" die Kontaminierungen reduziert oder gar ausgeschlossen werden.

Vergessen zu erwähnen:
- die Unterseite von der Abdeckung ist auch leicht belastet; leider ist die nicht aus Blech sondern aus Kunststofffurnier. Also könnte man die auch noch auswechseln.
- auch die Gummidichtung der Heizung und andere, die direkt an am Stahlbottich befestigt sind, weisen nach dem Ausbau noch Waschmittel-Kalk-Reste in den Zwischenritzen auf ... also Ausbauen und Reinigen ist effektiver als nur zu Reinigen :roll:
- die Trommelmanschette war schon vom Gebrauchthändler ausgetauscht worden.

Mit Öl hatte ich keine Teile gereinigt sondern anstelle dessen mit Soda/Natron, Schrubben und vielem sehr warmem Wasser.

...Versuch mal die Waschmaschine mit beeta Universalreinigungskonzentrat zu reinigen. ...
Zitat s.o. Bergfee
Den Allzweckreiniger ohne Duftstoffe benutzte ich 2 mal; füllte ihn aber direkt in die Waschtrommel. Leider kann meine Person keinen Reiniger mehr vertragen ... aber aufgrund der fehlenden Duftstoffe, kann ich diesen mit Schutzhandschuhen für wenige, aber schwierige Bereiche in der Wohnung anwenden :)

Euch Allen einen GANZ großen Dank für Eure Tipps und Ratschläge :D


Schlußbetrachtung:
Eine gebrauchte Waschmaschine sollte man mit MCS nicht Kaufen :!:
Alle finanziellen Einsparungen haben ihre "Duft-Konsequenzen" :evil:
Das Erneuern aller belasteter Kunststoff- und Gummiteile, würde sich an den Neupreis der gebrauchten WA annähern.
Müßten die Arbeitsstunden bezahlt werden, würde man dafür schon eine neue WA mit Stahlbottich erhalten können.

Eine Dekontaminierung kann die ganze Waschmaschine zerstören :(
Die Wiederinbetriebnahme einer zuvor zerlegten und behandelten Maschine ist Lebensgefährlich, kann zu Bränden und Stromschlägen führen :!:


Ps:
...4. das Badezimmer ist nicht mehr zu benutzen .... die Tür muß nun immer mit Aluklebebande versiegelt werden ...
Zitat von mir weiter Oben.
Das konnte ich glücklicherweise wieder abwenden :)
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon kati » Mittwoch 16. Dezember 2015, 16:03

Das sollte man nicht pauschalisieren. Neu geht bei mir noch weniger. Ich habe mit gebraucht gute Erfahrungen gemacht.
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Chris86 » Freitag 9. November 2018, 00:32

Hallo Twei, könntest du mir sagen, ob du seinerzeit auch den Laugenbottich geöffnet hattest und ob du anschließend Probleme hattest, mit der alten Bottichdichtung ihn wieder dicht zu bekommen? Lieben Gruß
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Re: Gebrauchte Waschmaschine stinkt übelst

Beitragvon Twei » Montag 12. November 2018, 10:22

Hallo Chris86,
nein - den Stahl-Laugenbottich habe ich nicht auseinandergenommen. Gereinigt habe ich diesen mühsam durch die Öffnungen des herausgenommenen Heizungsstabes und des Abwasserablassloches vom Bottich. Mühsam wurde mit der Rohrreinigungsbürste verzweifelt versucht so viel Rückstände von Kalk-Waschmittelkrusten zu entfernen. Auch der Heizungsstab wurde gereinigt.
Ich denke, dass man das als Nichtfachmann nicht machen sollte.
Ein Fachmann sollte einen neuen Heizungsstab einbauen. Ihn dazu anhalten für vielleicht ein paar Euros extra soviel Dreckkruste im Bottich wegzuschaben wie möglich. Die restlichen Rückstände verschwinden bei einem Stahlbottich dann auch mit längeren Einwirkzeiten von Kalkentfernern bzw. Säure (Essig).
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