Zahnfüllstoffe

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Beitragvon Ina » Freitag 11. März 2011, 18:22

Hallo ihr Lieben,
leider habe ich im Moment wieder das Problem, dass ich weder die neuen Kunststoffüllungen noch die Zementfüllungen (ausgewechselt) so richtig vertrage.
Jetzt habe ich nun gegoogelt und festgestellt, dass z. B. bei den Zement-Inhaltsstoffen ganz lapidar steht "Konservierungsmittel". Na Prost Mahlzeit, hier also auch!
Ich vertrage ja einige nicht.
Nun habe ich diese Firma (und einige andere) angerufen. Aber diese geben mir keine Auskunft, was das nun genau für Konservierungsmittel sind!
Wisst ihr was darüber?

Liebe Grüsse
Ina
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Beitragvon Lulabee » Freitag 11. März 2011, 18:34

@ all

Sind die Hersteller nicht verpflichtet solche Anfragen zu Konservierungsstoffen beantworten?
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Beitragvon Ina » Freitag 11. März 2011, 18:58

Tja, das hatte ich auch gedacht. Scheint aber nicht so zu sein!
Ich hatte das gleicht Problem ja schon mit einem Farben/Putzhersteller. Auch keine Auskunft!
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Beitragvon Tohwanga » Freitag 11. März 2011, 18:58

Ina
warum fragst du nicht deinen Zahnarzt? Er kann auf seine Unterlagen zurückgreifen oder sich online direkt einloggen. Ihr könnt doch alles zusammen besprechen.
Unser Zahnarzt macht das ohne das ich nachfragen muss, weil er unsere Erkrankung kennt und bespricht mit mir genau jeden einzelnen Inhaltsstoff (in diesem Fall ging es um die Versiegelung meines Sohnes neuen Zähnen) und das für und wider für dessen Einsatz.
Dafür ist der Zahnarzt da und jeder seriöse umsichtige Zahnarzt würde nie diese Auskünfte verweigern.
Tohwanga
 

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Beitragvon Ina » Freitag 11. März 2011, 19:29

Mein neuer Zahnarzt hat ja auch nur den Beipackzettel, der im Internet zu finden ist.
Vielleicht bekommt er eher dort Auskunft, ich glaube es aber nicht. Die genauen Rezepte sind anscheinend geheim.

Im übrigen wisst ihr doch wie das ist. Man muss sich schon selber informieren, den meisten Zahnärzten ist doch die Mühe zuviel. Die haben halt ihre Produkte, die sie gut finden und fertig. Ist doch nicht ihre Gesundheit.
Ich habe erst kürzlich den Zahnarzt gewechselt, weil es dort nur Amalgam oder teure Kunststoffüllungen ohne Unterfüllung gab. Und mit diesen Kunststoffüllungen ging das Dilemma los...
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Beitragvon Riccardo Tisici » Freitag 11. März 2011, 19:55

Der Zahnarzt muss den Konservierungsstoff gesagt bekommen.
Wenn der Hersteller ihn nicht preisgibt, obwohl der Zahnarzt mitteilt, dass Allergien bestehen, dann stinkt etwas.
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Beitragvon mirijam » Freitag 11. März 2011, 21:09

Hier sind Dentalzemente beschrieben. Die Zusammensetzungen findet man weiter unten ab Seite 16.

http://www.ximalab.de/download/Vortrag_Dentalzemente.pdf
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Beitragvon mirijam » Freitag 11. März 2011, 21:20

Noch eine Info:

"Zahnzement enthält giftige Schwermetalle


Sehr geehrter Herr Dr. Daunderer,

ich wäre sehr dankbar, wenn Sie mir eine Frage beantworten würden.

Der Broschüre „Legierungen in der zahnärztlichen Therapie“ vom Bundesgesundheitsamt ISBN 3-89254-178-7 konnte ich auf Seite 9 folgendes entnehmen: „Aus Gründen von Patienten- und Anwenderschutz dürfen Dental-Gußlegierungen, Dentallote und kieferorthopädisch eingesetzte Legierungen, welche Beryllium, Cadmium und Blei enthalten, in der zahnärztlichen Therapie nicht verwendet werden.“

Trotz Vorlage eines Allergiepasses – Allergie auf Amalgam/Quecksilber, Benzoylperoxid und Ammoniumtetrachloroplatinat – hat mir ein Zahnarzt einen Zement mit Thiomersal/Quecksilber in den Mund eingebracht. Ich habe den Zement inzwischen untersuchen lassen und festgestellt, dass u.a. auch Cadmium, Blei, Gallium, Palladium enthalten ist (siehe bitte Befund!).

Das BfArM schreibt mir auf meine Anfrage „Darf der Zement in Deutschland verwendet werden?“:

„Es zeigt sich das für einen Zink-Phosphat-Zement übliche Bild; alle der genannten Elemente außer Zink liegen in ihrem Anteil unter 0,01%. In der aktuellen internationalen Norm zu zahnärztlichen Zementen mit Säure-Basis-Abbindung (ISO/DIS 9917-1) wird ein maximaler Bleigehalt von 100mg/kg (dies wären 100000µg/kg) angegeben. Petralit erfüllt somit diese normative Vorgabe zur Zusammensetzung.“

Zur enthaltenen Cadmiumkonzentration äußert man sich aber nicht! Ich habe diesbezüglich nochmals nachgefragt, aber bisher keine Antwort erhalten. Können Sie mir sagen, ob Cadmium überhaupt in Zahnzementen enthalten sein darf – wenn ja – in welchen Konzentrationen?

Multi-Element-Analyse des Materials (Zahnzement):

Blei 41000 µg/kg

Cadmium 65000 µg/kg

Kobalt < 250 µg/kg

Gallium 11700 µg/kg

Gold < 250 µg/kg

Indium <250 µg/kg

Kupfer 2200 µg/kg

Molybdän 550 µg/kg

Palladium 6200 µg/kg

Platin <250 µg/kg

Silber 370 µg/kg

Thallium <250 µg/kg

Wismut 580 µg/kg

Zink 156000000 µg/kg

Zinn 920 µg/kg

Quecksilber 95000 µg/kg


http://www.toxcenter.de/artikel/Zahnzement.php
mirijam
 

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Beitragvon mirijam » Freitag 11. März 2011, 21:52

Sicherheitsdatenblatt Dentalmaterialien Kunststoff (zwar für Prothesen, aber immerhin gut zu wissen, denn Kunststoffe werden auch als Füllungen eingesetzt):

Zusammensetzung
ProBase Cold Polymer

Chemische Charakterisierung
Pulver aus Polymethylmethacrylat, Weichmacher, Pigmenten und
Katalysatoren

Gefährliche Bestandteile
0.5 - 1.5 % Benzoylperoxid

Xi: Reizend. E: Explosionsgefährlich. R2: Durch Schlag, Reibung, Feuer oder andere
Zündquellen explosionsgefährlich. R36: Reizt die Augen. R43: Sensibilisierung durch
Hautkontakt möglich.
CAS Nr. 94-36-0

Link: https://http://www.dentaltiger.de/uploads/tx_dentaltigerproducts/73184_1_x_851901.pdf


@ Ina

Vielleicht handelt es sich bei den von dir gesuchten Konservierungsmitteln auch um Benzoylperoxid? Wäre möglich.
mirijam
 

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Beitragvon mirijam » Freitag 11. März 2011, 22:03

Hier kann man auch stöbern und vielleicht auf nützliche Infos stoßen:

http://www.csn-deutschland.de/forum/showboard.php?id=63
mirijam
 

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Beitragvon Amazone » Montag 14. März 2011, 11:28

Hallo Ina,

der Hersteller ist verpflichtet, solche Angaben in den Beipackzetteln zu machen. Wenn du oder dein Zahnarzt keine Auskunft von den Herstellern erhaltet bzw. keine genauen Angaben in den Beipackzetteln stehen, gibt es die Möglichkeit, diese Hersteller den zuständigen Behörden (abhängig vom Sitz des Herstellers) zu melden. Die zuständige Behörde kann man bei der Bezirksregierung des Bundeslandes, Abteilung Medizinprodukte erfragen.

LG Amazone
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