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kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Samstag 16. April 2011, 18:05
von Tohwanga
kein verträglicher Wohnraum - kein wirklicher Lebensraum.

Ein ständiges Spießrutenlaufen und Aufpassen immer griffbereit die Gasmaske an der Seite. Mit Strategie raus, viel zu viele Mißerfolge und ständig einen Duft, Abgasgeruch, Holzgeruch, etc. in der Nase.

Suche nach Lebensraum oft Erfolglos. Hat man was gefunden, wird es kurze Augenblicke später vereitelt durch einen Jogger, ein vorbeifahrender Traktor oder Mofa oder eine Fahne Zigarettenrauch.

Das schlimmste keinen Wohnraum, nicht wissen wohin, nicht wissen wie und womit, kein Platz für uns. Keine Ruhe, Kein Seindürfen, Kein Ausspannen.

Mein Sohn fragt mich: "Mamma warum sind wir unsichtbar für die Menschen?"

Geht es Euch auch so?

Wo schreit Ihr noch Hilfe?

Wo bekommt Ihr Hilfe?

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Samstag 16. April 2011, 19:43
von Marina
Kein Wunder. Unsere Umwelt wird immer belastender für uns.

Ich fühle mich auch, wie ständig auf der Flucht. Hetze von einer Ecke zur anderen.

Überall stinkt es immer schlimmer nach diesen ekligen Waschmitteldüften. Reicht schon der ganze andere Gestank.
Auch wird es bei mir immer schwieriger an nicht-duftstoffkontaminierte Lebensmittel zu kommen. Fast alles, was man von den Läden frisch nach Hause bringt, stinkt nach Parfüm. Danach kann man es gleich entsorgen oder man muss ständig alles umfüllen oder die Verpackungen putzen. Dabei ist der Einkauf selbst schon ein Gestankshorror.

Das Alles geht echt gewaltig an die Substanz und auch an den Geldbeutel. An das Älterwerden und körperlich weiter Abbauen möchte ich lieber nicht denken.

Marina

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Samstag 16. April 2011, 20:24
von darkat
Hallo Tohwanga,

darf ich antworten, obwohl ich erst so kurze Zeit im Forum angemeldet bin?

Wir müssen einen hohen Preis zahlen, wenn wir dafür sorgen, dass es uns einigermaßen gut geht – den Preis der Einsamkeit.

Ich werde immer besonders wütend, wenn ich diesen Preis zahle und dann trotzdem noch etwas passiert, wodurch ich wieder tagelang keine Luft kriege, mit Herzrasen und all den anderen Symptomen, die mir oft auch Angst machen, und ich gebe zu, dass ich mich auch hin und wieder frage, ob ich diesen ewigen Kampf nicht beendenden soll.

Ich wohne (verbotener Weise) in einer Kleingartensiedlung.
An lauen Sommerabenden muss man rein, weil die Nachbarn den Grill anwerfen. Im Frühjahr streicht und repariert jeder, also nichts mit frischer Luft.
Ein einsames Plätzchen an einem See, endlich gefunden, und dann setzt sich jemand in die Nähe, der eine penetrante Sonnencreme benutzt hat, usw. usw. Wir kennen das ja alle.

Manchmal hilft es mir, wenn ich meinen jetzigen Zustand mit dem von vor drei Jahren vergleiche. Ich stelle dann fest, dass ich durchaus mehr Übung habe im „Ausweichen“ und dass dadurch die Anzahl der Unglücksfälle weniger geworden sind.

Und ich bin immer noch auf der Suche nach dem Ort, an dem ich die Fenster öffnen kann, wann ich Lust dazu habe. Dummerweise habe ich nicht im Lotto gewonnen, ein nettes schadstofffreies, einsam gelegenes Häuschen kommt also wohl nicht in Frage.
Also Wohnwagen?
Meine diesbezüglichen Versuche waren mehr oder weniger erfolgreich. Der Abstand zwischen mir und den anderen ist einfach zu gering, um weichgespülter Wäsche, Zigarettenrauch und Parfum aus dem Wege zu gehen.
Aber leben könnte man durchaus so beengt, wenn man dafür ohne Sorge die Tür öffnen könnte.

Manchmal träume ich von einem kleinen Campingplatz, nur für Menschen ohne Duftstoff. Er müsste bei einem Biobauernhof liegen, so dass keine Gefahr durch Spühaktionen besteht.
Und bevor ich den nicht gefunden habe, werde ich nicht aufgeben.

Und bis dahin habe ich hoffentlich endlich die zündende Idee, wie man Eikmann und Co stoppen kann.LG.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Sonntag 17. April 2011, 08:03
von Mia
Selbst die Winter werden anstrengender durch die Holzbefeuerung (in gleichem Maße werden mehr Bäume gefällt, die doch Sauerstoff liefern!)Dazu wird Hausbesitzern eingetrichtert, sie müßten unbedingt die Häuser luftdicht machen von wegen Energiesparen usw. Das ist doch größtenteils auch nur ein Geschäft! Gesundes Wohnen spielt einfach keine Rolle. Wenn ich Energie sparen will, benutze ich weniger davon und ziehe im Haus mich wärmer an usw. Aber das ist wohl uncool. Viele lassen sich von Zahlen und Statistiken der Handwersbetriebe usw. beeindrucken, anstatt selber das Gehirn einzuschalten!

Mia

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Sonntag 17. April 2011, 08:14
von Clarissa
ich habe mehrere bekannte die müssen im winter mindestens 23° in der wohnung haben und weil es dann so schön warm ist kann man ja barfuß und im t-shirt in der wohnung herum laufen. aber wenn dann die heizkostenabrechung kommt, aus allen wolken fallen und sich beschweren. okay es kann nicht jeder wie ich im winter bei 19° leben aber 23-25° müssen ja wohl echt nicht sein.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Sonntag 17. April 2011, 09:32
von Tohwanga
@ Marina
ja die Preisschilder oder dessen Kleber stinken jetzt nach Duft. Viele Umverpackungen sind durch so viele Dufthände gewandert und sind zu Hause dann angekommen nicht tolerierbar.
Ich kaufe grundsätzlich mit Gasmaske ein, sowie ich grundsätzlich mich in der Öffentlichkeit mit Gasmaske bewege. Ich bekomme den \"Gestank\" erst im Auto mit, wenn ich meine Maske abnehme und meine Kleidung wieder nach xx riecht. Das reicht mir schon. Eine Zeitlang bin ich auch mit Regenponcho gegangen. Doch im Sommer fließe ich darunter einfach weg. Dieses praktiziere ich seit Nov. 2007 und mein massives Vorhofflimmern ist zurück gegangen.

@ darkat
natürlich! Wir sind zwar nur vor dem Gesetz freie Menschen, aber hier im Forum dürfen wir unsere freie Meinung äußern.
Du die Zwangsisolation und das Leben außerhalb der Gesellschaft macht mir eigentlich nicht so viel aus. Auch mein 7jähriger Sohn wächst ja damit auf. ABER, wir MÜSSEN ja in die Gesellschaft, es besteht Schulpflicht.

Mich machen die Profilneurosen zu schaffen, die die Menschen im (Nicht)Umgang mit uns entwickeln. Sie tuen so als wollten sie uns nicht sehen, aber versuchen uns möglichst viel zu schaden. Es wird extra die Zigarette angezündet, sie kommen frisch übersprüht vorbei, es wird jetzt extra viel Wäscheduft genutzt und der Trockernerschlauch in unsere Richtung gehängt, er Traktor wird 20 min im Stand warmlaufen gelassen, die Mofa wird immer rund um unseren Bereich ausgefahren, etc....
Diese Grausamkeit gegen Andersartigkeit ist wohl in den Menschen drin. Der Mensch ist zu unglaublich Grausamen fähig, dieses zieht sich durch unser gesamtes Dasein, früher wie heute. Heute vielleicht noch subtiler wie früher.

Wohnwagen ist für mich ein NoGo.

@Mia
Ja dieses fürchterliche Holzofenspektakel, was ja auch vom Staat gefördert wird, ist für mich ein Rückschritt ins Mittelalter. Die Feinstäube animieren zu vermehrtem Putzen - aber wir haben ja Febreeze und die hübschen duftigen Staubtücher, gell!

@Clarissa
Schon als Kind, war klar, dass ich die Heizungswärme nicht vertrage. Sie löste Asthma aus. Wir leben bei im Eiskeller, so bezeichnen unsere wenigen Besucher unsere Wohnung. Wenn es aushaltbar ist, haben wir gar keine Heizung im Winter an. Wir ziehen uns entsprechen warm an.
Was aber auch zum Problem wird, wenn wir die Öffentlichkeit aufsuchen. Nicht nur das die Alltagschemikalien eine rote Bombe und Hitzewallungen, etc. hervorrufen auch haben wir mit den überheizten Räumlichkeiten Probleme.
Mein Sohn sitzt in der Schule und schwitzt vor sich hin. Die Lehrer haben es jetzt verstanden, das er dort im T-Shirt sitzt und öfter auf den Schulhof muss um auszulüften, während die anderen Kids schnatternd da sitzen im dicken Pelz. Sie wollten immer, das er eine Jacke anzieht, jetzt wird ihm keine Kleiderordnung mehr aufgezwungen.


@all
und wo und wie bekommt Ihr Hilfe?



- Editiert von Tohwanga am 17.04.2011, 09:34 -

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Sonntag 17. April 2011, 09:37
von Clarissa
hilfe? keine, von wem sollte die denn bitte auch kommen? für die öffentlichkeit sind wir doch gar nicht richtig krank, wir spinnen doch einfach nur.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Sonntag 17. April 2011, 18:18
von Marina
Hilfe braucht man nicht zu erwarten. Eher sollte man hoffen, dass es nicht noch schlimmer wird, als es eh schon ist.
Leider.

Marina

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Sonntag 17. April 2011, 20:09
von Kira
Hilfe von wem??? wir sind uns eh allein überlassen!!!!! Daher weiter für unsere Rechte kämpfen und laut werden!!!

@Tohwanga,
wünsche dir und deinem Sohn die Kraft und das nötige Durchhaltevermögen !!
- Editiert von Kira am 17.04.2011, 20:11 -
- Editiert von Kira am 17.04.2011, 20:11 -

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 08:56
von Tohwanga
aber wo laut werden?

Ich danke dir Kira. Es ist so, das ich keine Hoffnung sehe, weil da keine Sicherheit mehr ist kein Fundament auf dem ich stehen kann.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit meinem Vermieter, der im Grund wirklich nett und auch verständnisvoll ist. Aber Einschränken oder vom duftigen Konsumverhalten abrücken ist unvorstellbar.

Es ist eben immer wieder die Frage: Warum sollen sich andere Einschränken, Beschränken lassen, verzichten, verändern nur wegen uns. Wir würden die Persönlichkeitsentfaltung beschränken, wir wollen das andere Verzichten. Warum? Die können ja nichts dafür, das wir krank sind .... und und und.

Aus deren Sicht ist es unglaublich überzogen und nicht leistbar, einfach grotesk was für Forderungen wir Chemikaliensensiblen an die Menschen stellen. Wir müssen alleine klar kommen mit unserer Krankheit, das tuen doch alle anderen Kranken auch.

Argumente, wie auf frisch Herzoperierte, etc. wird Rücksicht genommen. Ja, aber da ist es nur für kurze Zeit, dann kann man die ja wieder einqualmen. Aber bei uns ist es für immer - ein Verzicht -. Die Argumentationen: "Es ist doch kein Verzicht, sondern wiedergewonnene Lebensqualität" Oder "Aber dann geht es Ihnen doch auch gesundheitlich besser". Sind null und nichtig.

"Wir haben keine Probleme mit Duftstoffen" Wirklich? Und warum husten Sie so viel? Warum sind Sie ständig Heiser oder erkältet? Oder Warum sind Ihre Kinder ständig krank?

All die wirklich guten Fragen perlen ab. Niemand will wirklich darüber nachdenken. "Uns geht es doch gut."

Und wir? Wir Chemikaliensensiblen? Wo sollen wir denn hin? Uns wird alles genommen. Haben wir denn kein Recht auf Leben? "Natürlich haben wir alle Rechte, bloss wir dürfen unsere Mitmenschen nicht einengen und beschränken und unsere Forderungen sind überzogen."

In Deutschland ist es überzogen?, in Kanada, Norwegen, USA wird Duftstofffreiheit gelebt? Wie passt das nur zusammen?

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 09:17
von Tohwanga
Ich vergleiche mich mit einem weißen Terrier (warum es diese Rasse und Farbe sein muß, weiß ich nicht - aber so ist halt mein inneres Bild) der nicht an die Wand gepresst, sondern platt in die Ecke gedrängt ist und nur noch beißen kann. Schweißgebadet, völlig erschöpft, Speichel im Mundwinkel fließend und nur seine nackte Haut retten möchte.... und es doch nicht vermag.

Wenn ich jetzt das Bild umdrehe und nicht der tief in die Ecke gedrückte Terrier bin, sondern der grausame Mensch (da stelle ich mir die sExperten vor) davor, dann entsteht das platte, eindimensionale Bild einer verrückten Furie. So sehen uns die Menschen!? So lassen uns die narzistischen sExperten aussehen und publizieren nur dieses Bild. Das dort nur ein völlig verängstigter, hemmungslos verzweifelter Terrier tief in die Ecke gedrückt klebt, wird nicht thematisiert.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 09:17
von Valletta
In einem anderen Land ginge es uns noch schlechter, weil keiner von uns unabhängig reich ist um sich in einem
anderen Land ein sicheres Refugium zu schaffen und medizinisch versorgen zu lassen.

Reine MCS Dörfer, selbst wenn es machbar wäre finanziell, lehne ich persönlich ab.
Ich möchte nicht in einem "MCS Ghetto" leben. Meine kleine Wohnung ist safe. Ich habe mich daran gewöhnt
dort fast 24/7 sein zu müssen.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 09:50
von Clarissa
Es müsste kein reines MCS Dorf sein aber es könnte ein Dorf sein wo es keinen Elektrosmog gibt und es keine Duftstoffe. Dort dürften auch normale Menschen wohnen aber sie müssten sich an die Regeln halten.
Ich kenne inzwischen etliche Menschen denen dieser ganze Duftwahn auch stinkt und die für sich schon lange darauf verzichten.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 09:50
von Leckermäulchen
@ Tohwanga

Das geht mir echt nahe, was du schreibst.

Meinst du mit dem weißen Terrier vielleicht einen Westhighlander? Die sind ja ziemlich häufig anzutreffen und ich finde sie süß mit ihren schwarzen Knopfaugen...

Mir geht es zwar nicht auf Dauer so extrem schlecht, aber ich habe auch solche teilweise längeren Phasen, wo ich nur ein Stück weit davon entfernt bin, allerdings ohne Entgiftung, hochdosierte Mineralstoffe und Vitamine wäre ich schon nicht mehr da, wie ich aus der jahrelangen Zeit weiß, wo mein Leben am seidenen Faden hing.

Ich bin dafür manchmal um so überraschter, wenn ein Duft meine Nase streift, der wirklich und wahrhaftig nur nett duftet und keinerlei Symptome hinterläßt. Das passiert ca. in einem von 1000 Fällen – wie gestern gerade.

Aber im Prinzip ist es bei uns im Lande ja leider so, dass das Beispiel der Norweger und Amerikaner den Lobbyisten und Möchtegern-Oberpsychiatern und allen mit diesen zusammenarbeitenden Menschen, Behörden, Versicherungen und Institutionen vollkommen gleichgültig ist.

Die Argumente haben sie, auch die glasklaren Hintergründe, und das seit Jahrzehnten, unanfechtbar im Grunde. Leider haben sie …noch... die Macht.

Ich kann mich nur mit dem Gedanken trösten, daß irgendwann zwar, aber definitiv, die ausgleichende Gerechtigkeit stattfindet. Denn wer sich so dermaßen hoch hinauswagt und dort die Fäden zieht, wird dann auch – irgendwann, um sich nicht etwa rechtzeitig vorher in Sicherheit bringen zu können – entsprechend tief fallen müssen, und zwar ohne Seil und doppelten Boden. Und dann zieht die Fäden nämlich jemand anders, der Recht und Gerechtigkeit wiederherstellt.

Denn es wird einem als Kleinrentner H4-Empfänger ja heute, ob MCS oder „gewöhnlich“ chronisch krank, allein schon durch die ständige Zuzahlerei von hunderten und tausenden Euro wegen der massiven Privatisierung des Gesundheitswesens die Lebensgrundlage auf lange Sicht so dermaßen entzogen, dass ohne diese Hoffnung überhaupt gar kein Leben möglich ist.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 19:11
von Tohwanga
Pestizide können auch zu meiner schlechten Verfassung beigetragen haben: viewtopic.php?t=15424

Ja Clarissa in einem Ghetto möchte ich auch nicht wohnen, da bleibt es ja wie gehabt beim Stigma.

Ein Dorf, wo Jung und Alt, Gesunde und Kranke ein duftstofffreies und möglichst schadstoffarmes, belastungsfreies Leben führen möchten. Wo Integration und Hilfsbereitschaft, Toleranz und Reflektion und im Besonderen nur Menschlichkeit erfolgt. Welch wunderschöner Traum. Ob wir das nicht doch irgendwann umsetzen könnten?

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 19:36
von Melville
In Frankreich kannst Du alte verlassene Häuser und ganze Orte in einsamen Gegenden kaufen.
Wer den Sprung wagen will...

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 20:26
von Tohwanga
@Melville
jaein, ich habe einen 7-jährigen schulpflichtigen Sohn und ich habe eine geeignete Schule für ihn gefunden, wo wirklich eine Integration erfolgt. Mein Sohn hat Freunde gefunden und aus dieser guten Lebenssituation für ihn, will ich ihn nicht rausreißen.
Klar ist uns, das mit dem Umbruch weiterführende Schule, sich sehr vieles ändern wird und die Integration nicht mehr gegeben werden kann. Die Kids machen dann nicht mehr mit. Das ist so. Da (er)schlägt die Macht der Werbung, Gruppendynamik und Pubertät einfach jegliche Duftstoffeleminierung.
Eine Auswanderung kann ich mir durchaus sehr gut vorstellen.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 21:07
von Frank-N-Furter
Warum fangt Ihr nicht mir dem Anmieten eines alten Campingplatzes an?

Es gibt Campingplätze, die nicht mehr rentabel waren, weil der moderne Standart fehlt. Für untereins kein Manko.
Ein solcher Platz wird nicht viel kosten zum Mieten und so könnte eine kleine "Community" zusammenwachsen und
als nächstes ein Haus in Angriff nehmen.

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Montag 18. April 2011, 23:48
von Tohwanga
liebe Melville
leider ist das nicht mehr so.

Ich bekam soeben Feedback eines Bekannten aus Frankreich:

\"Die Zeiten dass man in Frankreich billige Häuser oder ganze Dörfer bekam ist mindestens schon 30 Jahre her, selbst als ich 1996 meine Hütte gekauft habe war es schon teuer.... Aber solche Ideen halten sich halt lange....

Da müsstest du den Schritt zurück mit 300 Jahre machen und bist dann immer noch nicht sicher ob es ausreichend war.\"


@ Frank-N-Furter

Camping wäre für mich persönlich völlig indiskutabel. Zelt, Wohnwagen oder sonstige luftige Stätten sind für mich ein NoGo. Hier wäre ich nie sicher vor Luftschadstoffen, denn ich habe keine Möglichkeit mich wirklich zu isolieren.


- Editiert von Tohwanga am 18.04.2011, 23:50 -

kein Lebensraum mehr - wem geht es genauso?

BeitragVerfasst: Dienstag 19. April 2011, 20:46
von Tohwanga
Zitat: wegen der massiven Privatisierung des Gesundheitswesens die Lebensgrundlage auf lange Sicht so dermaßen entzogen, dass ohne diese Hoffnung überhaupt gar kein Leben möglich ist.

ja Leckermäulchen

das hat ja alles System, nämlich weg mit den Kranken. Das System ist aber äußerst wackelig. Auf der einen Seite können wir uns kaum noch fortpflanzen -neue Kinder/neue Menschen braucht das Land-, auf der anderen Seite entziehen sie uns Kranken das Leben.

So oder so, wird der Mensch aussterben. Wer wird überleben. Wirklich die vermeintlich hippen Gesunden? Oder doch wir, die wir uns über all die Jahre zu schützen versucht haben?

Ich hoffe, das bald ein Aufwachen erfolgt, vielleicht hören uns die Fädenzieher doch mal zu? Denn ich denke, bald haben ganz viele Menschen keinen Lebensraum mehr.
Das Bild der Menschen mit Masken wie z.B. in Japan, wird wohl viel früher auch hier generell entstehen.