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Beitragvon kati » Freitag 9. Oktober 2009, 15:18

Hallo liebe Mitbetroffene,

Wie viele von euch wissen, wollen ich und mein Mann aus England weg ziehen. Zum einen um flexibler zu sein, weil der Kanal nicht mehr zwischen uns und der Familie und Freunden, die uns helfen würden, liegt, zum anderen hoffentlich irgendwohin wo die Luft klarer ist (was nicht sehr schwer sein sollte... aber eine Verbesserung wäre für mich wichtig) und es nicht um 4 Uhr nachts auf der Strasse massiv nach Duftstoffen riecht, so dass man praktisch nie lüften kann. Von Kaminen etc will ich gar nicht reden. Ihr kennt das ja alles.
Da wir auf das Gehalt meines Mannes angewiesen sind, müssen wir für ihn erstmal eine Arbeit finden. Er hat dafür jetzt eine Fortbildung gemacht, und seitdem interessiert sich der Arbeitsmarkt für ihn. Wir kommen dem Plan also ein Stückchen näher.
Bei uns geht es nun also in die erste Phase des Umzuges, das bedeutet während der Vorstellungsgespräche müssten wir auch die Lage in der Gegend erkundigen. Dafür bräuchte ich Tipps zu verträglichen Unterkünften. Außerdem Infos zu der Luftqualität in der Gegend. Falls ich mich nicht auskenne auch über Mentalität der Menschen, Mieten, im Ausland (außer Deutschland) auch Infos zum Krankensystem.

Derzeit haben wir Kontakt zu Firmen in
Maastricht/ Aachen: Der Job sieht sehr vielversprechend aus...Wie ist das so in Holland, auch mit dem Gesundheitssystem??? Gibt es hier jemand der dort lebt, und der mir weiterhelfen könnte, wenn ich Fragen habe? Oder jemand der direkt an der Grenze wohnt und was weiß?
Chemnitz: Ich kenne die Gegend gar nicht und bräuchte eine Unterkunft für zwei Nächte, um mich dort umzusehen...
Wien: Wie sind die Mieten vor der Stadt? Kann man draußen wohnen und in der Stadt arbeiten? Wien kenne ich; damals hatte ich aber noch keine starke MCS.
Rostock: kenne ich auch nicht... und ich bräuchte eine Unterkunft, neben Infos
Allgemein, wie ist die Luft an den Orten? Denn ich habe feststellen können, dass die Außenluft sowie das einigermaßen MCS-taugliche Wohnumfeld das A-und-O sind, um eingermaßen gut leben zu können. habe ich das, dann kann ich auch so manches nach einer Weile wieder wegstecken. Ich merke nur, dass ein Umzug jetzt dringend wird, denn die Beschwerden werden immer irreversibler.

Ich bin für eure Hilfe sehr dankbar!

Weitere Anfragen werden wohl folgen... ;-)

Kati
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Beitragvon Osmanthus » Freitag 9. Oktober 2009, 18:13

Wien ist eine Stadt mit viel CHarme. Man kan außerhalb wohnen und in der Stadt arbeiten.
Soviel ich weiß gibt es jetzt auch eine MCS Gruppe in Österreich, die könntest Du fragen.
Osmanthus
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Beitragvon Gatano » Samstag 10. Oktober 2009, 19:25

Hi Kati,
Kennst Du diese UBA Karte wo man Orte eingeben kann und dann die Schadstoffemittenten sieht?
Ist bestimmt eine Entscheidungshilfe.

Viele Grüße
Gatano
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Beitragvon kati » Sonntag 11. Oktober 2009, 16:22

Nein, die Karte kenne ich nicht.
Wie verlässlich ist so eine Karte? Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass für mich solche Karten nicht wirklich hilfreich sind. Ich hatte gehofft, dass mir Leute die dort wohnen und auch Probleme haben, eher handfeste Infos geben könnten und vielleicht zwecks Unterkunft und Infos weiterhelfen können.
Ein großes Problem ist nämlich die Gegend selbst zu erkunden; besonders im Winter, denn da kann man schlechte im Auto übernachten. Als Arbeitssuchender muss man sich in der Regel schnell entscheiden, ob man die Stelle nun nimmt, aber mit MCS und wenn man in GB auf der Insel sitzt, ist es nicht sehr einfach die Lage vor Ort zu erkunden...
Danke für den Tipp ,it der Gruppe in Ö; das werde ich probieren.
Gibt es denn Kontakte nach NL? Das sieht so aus als ob mein Mann wahrscheinlich ein Angebot der Firma bekommt, er ist in der (sehr) engeren Auswahl. Dann ist die Frage ob in D oder NL wohnen besser ist...
kati
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Beitragvon alena-norge » Montag 12. Oktober 2009, 11:24

Hallo Kati,

D. oder NL?
Lebenskvalitet in D ist auf Plaz 22 NL auf 7 :)

http://nachrichten.t-online.de/human-development-report-entwicklungsindex-der-vereinten-nationen/id_20159908/index

LG Alena
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Beitragvon Liesa » Montag 12. Oktober 2009, 14:51

Hey, Kati,

schau mal hier: viewtopic.php?t=9379

Wenn ich heute, nach längerer Erfahrung an der Küste, wieder im Raum Maastricht - Aachen bei Freunden bin, darf ich meine Sauerstoffflasche nicht vergessen.

Für mich war damals hilfreich für meine Entscheidung, die OMI-Satellitenmessungen täglich im Internet zu verfolgen. Link im o.g. thread.

Alles Gute !
Liesa
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Beitragvon kati » Montag 12. Oktober 2009, 15:10

Wo wohnst du an der Küste? Wäre das eine Option dort zu wohnen und in Maastricht zu arbeiten?

In dem Thread hatte ich eine Karte gepostet. ;-) Wir fahren regelmäßig nach D, und ich weiß wie dick die Luft zwischen Dünkirchen und Namur ist. Südlich wird es dann besser.
Allerdings sieht Luxemburg auf der Karte sehr gut aus. Aber dabei handelt es sich halt nur um die Verbrennungsabgase. Luxembourg ginge für mich noch weniger als der Norden Belgiens oder das Ruhrgebiet (dort ist es vor allem der Feinstaub) und meine Familie wohnt auch in einem "roten Gebiet" und das ist ok. Mhhmmm... ich weiß auch nicht... Ist halt schwer das zu beurteilen, denn Reisen ist von hier aus derzeit nicht drin.

Alena, die Niederlande haben im Norden sehr klare Luft. Aber der Süden ist dafür umso verpesteter. Meine Mutter hat die Luft als "krass" bezeichnet, als sie dort im letzten Jahr Richtung Rotterdam durchgefahren ist.

So wie es aussieht wird mein Mann die Stelle annehmen wollen wenn es denn damit klappt, weil hier wird es ja auch nicht besser und wenn wir von der Insel runter sind kann ich wenigstens bei meiner Familie wohnen -wo es für mich ok ist- und wir führen dann halt eine Wochenend-Beziehung. WNach einem anderen Job weitersuchen kann er dann ja immer noch, meint er. Ich habe halt bedenken, weil er auch betroffen ist.
Auf der anderen Seite, sehe ich seit sie die schnelle Fähre abgeschafft haben und die neue ist innen parfümiert, meine Familie nur noch max 2x im Jahr und hier haben wie keine Familie mehr. Leute, die auf MCS-Betroffene Rücksicht nehmen, kenne ich hier keine. In D schon.

Liesa, gibt es in der Nähe von Aachen keinerlei Möglichkeiten einigermaßen gesund zu wohnen. mein Mann fährt derzeit 1 1/2 Stunden zur Arbeit, das wäre durchaus ok.
kati
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Beitragvon Stier » Montag 12. Oktober 2009, 15:36

hallo Kati,


Aachen ist nicht weit weg von der EIFEL. Vielleicht gibt es dort irgendwo einen möglichen Aufenthaltsort.
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Beitragvon Liesa » Montag 12. Oktober 2009, 16:24

Ja, ich schrieb ja schonmal in dem o.g. thread, daß die Voreifel, Roetgen z.B. , gut tolerierbar ist. Viele Menschen, die im Aachen-Maastrichter-Raum arbeiten, haben dort deshalb ihre "Schlafstätte". In Autobahn-Nähe wären dann noch AC-Oberforstbach, AC-Walheim und Rott in der Voreifel zu nennen. Fahrzeit etwa 45 Minuten Stadtrand Maastricht o h n e Stau. Der südliche Zipfel der Niederlande, Süd-Limburg, hat die große Kunststoff-Raffinerie in Stein/Geleen. Schau Dir das mal auf der Karte an. W e n n Ihr in die niederländische ländliche Nähe von Maastricht ziehen möchtet, dann müßt Ihr d i e Region auf jeden Fall weitläufig meiden. In Maastricht finde ich erträglich das Stadtrandgebiet: "BUNDE" und den angrenzenden östlichen ländlichen Bereich von z.B. Meerssen bis Valkenburg. In die Region würde ich an Eurer Stelle erstmal ziehen, das erspart die Autofahrten durch die belastete Luft. Und wenn´s nicht geht, in die Eifel, nach Roetgen o.ähnl. fliehen.( So´n Gefühl von Steigerungs- oder Fluchtmöglichkeit ist auch nicht schlecht). Sehr reizvoll - landschaftlich - ist auch das sog. "Mergelland". Mir wäre es bei aller Idylle nur zu nahe an den Lütticher ungefilterten Schwerindustrieabgasen bei Westwind ... Und holländische oder belgische Küste heißt i.d.R.: bei Smog auch noch 3-5 Stunden im Stau, trotz rel. kurzer Strecken. Es ist doch ein ziemliches Verkehrsballungsgebiet.
Du solltest - zum Trost - auch wissen, daß die Feinstaubpartikelbelastung der dortigen Luft ja nicht durchgehend schlecht ist. Ich war im Frühsommer ein paar Tage dort und war erstaunt, wie - relativ - gut es mir ging. Manchmal wehen die Winde einfach auch mal günstig, und d a n n kann man mit Gewinn die wunderschöne Landschaft, die netten Menschen und die Besonderheiten der Maasregion genießen !!! Viel Mut wünscht mit liebem Gruß Liesa
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Beitragvon kati » Montag 12. Oktober 2009, 17:59

Danke Liesa!!! Das ist sehr ausführlich. Werde mir das ausdrucken.
Ich glaube ich werde erstmal bei meiner Familie in Deutschland unterkommen, mein Mann suchte eine Einzimmerwohnung und dann schauen wir uns um wo... Wenn es denn überhaupt mit dem Job klappt. Ich bin in meinem Leben schon zu oft umgezogen, und ich mag das möglichst vermeiden das öfter zu müssen, da mir die Kräfte dafür fehlen.
Der nächste Umzug soll ja die Linderung bringen, und nicht gleichbleibende Probleme. Bei mir wird es dringend dass ich hier rauskomme, bevor ich gar keine Chance mehr auf ein einigermaßen normales Leben habe.
Auf die Kunststoffraffinerie würde ich wohl heftig reagieren, wegen meiner speziellen Vorbelastung. Auch Schwerindustrie hört sich nicht gut an. Westwind hat man bestimmt öfter. ;-) Eifel ist ok... Hoffe bloß dass dann nicht der Stau dazu kommt.

Kann mir jemand was zu Rostock und Chemnitz sagen?

LG,
Kati
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Beitragvon Liesa » Montag 12. Oktober 2009, 18:36

Hallo, Kati,
was Rostock angeht, fühle ich mich wieder angesprochen, weil ich damals aus dem Maasland an die Ostsee gezogen bin. Meine Antwort bewegt sich im "Schwarz-Weiß"-Rahmen, denn so erlebe ich das hier: Du hast von Lübeck bis Polen auf dem Festland große landwirtschaftliche Anbauflächen mit entsprechend großflächiger Pestizidanwendung. Und zwar von März bis November. Und Du hast direkt am Wasser gute, saubere Luft und heilsame Aerosole, vor allem bei Nord- und je nachdem wo Du Dich befindest West- oder Ostwind. Da grundsätzlich i m m e r ein Wind weht, wird der Stadtdreck i.d.R. schnell weggepustet, so habe ich auch in Rostock meist noch das Gefühl von "guter Luft". Wenn ich in Rostock selbst wohnen wollte, würde ich in den nordöstlichen Teil an´s Wasser ziehen. Ansonsten gibt es dann ein Stückchen weiter nach Osten "im Wasser" die Halbinsel Fischland, den Darß . "Leben wo andere Urlaub machen" - aber als MCS-Erkrankte müssen wir auch da immer wachsam sein und aufpassen, woher uns der Wind weht ... ( Dr. Kuklinski hat seine Praxis übrigens in Rostock, und seine Tochter eine MCS-kompatible und -aufgeklärte Zahnarztpraxis. )
Na, Kati, vielleicht werden wir ja noch Nachbarn - und gründen dann die "Ostsee-SHG" :-))
LG Liesa
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Beitragvon kati » Mittwoch 23. Dezember 2009, 13:35

Kurzes Update:
Mein Mann kann den Job in Wien bekommen. Von der Selbsthilfegruppe in Ö habe ich aber keine Antwort bekommen. Hat jemand Kontakte dorthin?
Ein Vorstellungsgespräch in Chemnitz steht noch aus. Wie ist die Luft dort?
Frohe Weihnachten an Alle!
kati
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