KKH nötigt Schwerkranke zu Kassenwechsel

KKH nötigt Schwerkranke zu Kassenwechsel

Beitragvon Miss Excel » Dienstag 30. Oktober 2012, 21:47

Krankenkasse soll Schwerkranke zu Wechsel gedrängt haben

30.10.2012, 17:33 Uhr

Schwere Vorwürfe bringen die KKH-Allianz in Erklärungsnot. Einem Bericht des ZDF-Magazins \"Frontal 21\" zufolge soll die gesetzliche Krankenkasse schwer kranke Mitglieder im Rahmen einer groß angelegten Telefonaktion zum Kassenwechsel gedrängt haben. Entsprechende Vorwürfe hätten sowohl Versicherte als auch Mitarbeiter der Redaktion bestätigt, teilte das ZDF vor der Sendung am Dienstagabend (30.10.2012) mit. Die KKH-Allianz erklärte in Hannover, der Vorstand habe aufgrund der Vorwürfe eine interne Prüfung veranlasst und gehe den Hinweisen nach.

Telefonaktion ging über mehrere Monate

Das ZDF berief sich in dem Beitrag auch auf interne und sehr detaillierte Telefonprotokolle der Versicherung, die während der Telefonaktion angefertigt wurden. Die Aktion soll den Recherchen zufolge über mehrere Monate angedauert haben - dabei seien Hunderte Versicherte kontaktiert worden.

So hieß es zum Beispiel in einem Protokoll zu einem mit HIV infizierten Mann: \"Er sei immer schon bei KKH und die zahlen auch seine HIV-Therapie; nach langem Gespräch dennoch überzeugt, über Kassenwechsel nachzudenken; Kündigung liegt vor.\" Und in dem Vermerk zu einer schwer kranken Diabetikerin laute der Eintrag laut \"Frontal 21\", dass die Frau am Telefon geweint habe und die Kündigung vorliege. Über eine andere Frau: \"Kundin ist blind; Kassenwechsel als Möglichkeit aufgezeigt.\"

\"Grenzen dürfen nicht überschritten werden\"

Der von dem Sender zu diesem Thema befragte Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte das Verhalten der Kasse scharf. \"Ich denke, dass Wettbewerb nicht dazu führen darf, dass man gesetzliche Grenzen überschreitet\", sagte er dem Sender. Hunderte Versicherte wurden dem Bericht zufolge kontaktiert und die Gesprächsinhalte detailliert festgehalten.

Der Gesundheitsökonom und Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Professor Rolf Rosenbrock, wertete das Vorgehen in dem Bericht als Skandal: \"Das entspricht auf keinen Fall dem Auftrag einer gesetzlichen Krankenversicherung.\" In Paragraf 1 des zuständigen Gesetzes stehe, dass die gesetzliche Krankenkasse eine Solidargemeinschaft ist, so Rosenbrock weiter .
Telefonat galt angeblich nur Schuldnern

Nach Angaben der Kasse diente die genannte Telefonaktion ausschließlich dazu, ausstehende Zusatzbeiträge von säumigen Versicherten einzufordern - die KKH-Allianz hatte von März 2010 bis Februar 2012 einen Zusatzbeitrag erhoben, den aber ein kleiner Teil der Mitglieder nicht zahlte. \"Dies galt ausnahmslos für alle Schuldner und unabhängig von Alter, Geschlecht, Krankengeschichte oder sonstigen Kriterien\", erklärte die KKH-Allianz. Es sei \"ausdrücklich\" nicht Ziel der Anrufe gewesen, Mitglieder zum Kassenwechsel zu bewegen.

Inzwischen hätten jedoch 97 Prozent der Mitglieder den Zusatzbeitrag bezahlt. Im Übrigen sei es nach den derzeit geltenden Bestimmungen nicht mehr zutreffend, dass eine Kasse nur mit gesunden Mitgliedern wirtschaftlich besser dastehe. Zwischen den Kassen gebe es einen Risikostrukturausgleich für chronisch kranke Versicherte.

Die Kasse hat nach eigenen Angaben rund 1,8 Millionen Kunden.


@ admin: Ich habe hier nicht verlinkt, weil ich davon ausgehe, dass die Seite nicht lange zum Abruf zur Verfügung steht
http://wirtschaft.t-online.de/kkh-allianz-krankenkasse-soll-schwerkranke-zur-kuendigung-gedraengt-haben/id_60708184/index
- Editiert von Miss Excel am 30.10.2012, 21:47 -
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Beitragvon Kira » Mittwoch 31. Oktober 2012, 11:44

Vorwürfe gegen KKH-Allianz
Kranke zu Kündigung gedrängt?
Die gesetzlichen Krankenkasse KKH-Allianz soll schwer kranke Mitglieder im Rahmen einer großangelegten Telefonaktion zum Kassenwechsel gedrängt haben. Entsprechende Vorwürfe bestätigten sowohl Versicherte als auch Mitarbeiter dem ZDF. Sozialverbände reagieren empört.
http://www.n-tv.de/politik/Kranke-zu-Kuendigung-gedraengt-article7618356.html
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Beitragvon Kira » Mittwoch 31. Oktober 2012, 11:48

Sendung vom 30. Oktober 2012

http://frontal21.zdf.de/
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Beitragvon Miss Excel » Freitag 2. November 2012, 17:49

Ich habe an das ZDF geschrieben und geschildert, dass mir auch durch die Krankenkasse Hilfe verweigert wird mit der Begründung, ich hätte ja auch den Zusatzbeitrag nicht gezahlt. Natürlich wird das nur telefonisch geäußert.

Hier die Antwort vom ZDF:

Sehr geehrte Frau XY,


vielen Dank für Ihre E-Mail an das ZDF und Ihre inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Beitrag über die KKH Allianz in "Frontal 21" vom 30. Oktober.

Ihre Anmerkungen zu Thema und Themenaufbereitung haben wir der zuständigen Redaktion unseres Hauses zur Kenntnis gebracht. Dort werden sie in der internen Auseinandersetzung mit unserem Programmangebot bzw. im Rahmen unserer Nachbesprechungen zu den Sendungen zusammen mit anderen Zuschauerreaktionen berücksichtigt.

Ihre Ausführungen fließen darüber hinaus in unsere hausinterne Auswertung ein und bilden somit einen wichtigen Hinweis darauf, welche Resonanz unsere Programmarbeit beim Zuschauer findet.


Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende.


Mit freundlichen Grüßen
Petra Leist
ZDF, Zuschauerredaktion


[b][size=12]Ich bitte Euch, ebenfalls beim ZDF Eure MCS - diskriminierenden Erfahrungen bei der Krankenkasse zu schildern.[/size][/b]
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Beitragvon Miss Excel » Montag 5. November 2012, 11:40

In der Zeitschrift "neurodermitis" vom Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V., Nr. 60, Oktober 2012, ist ein Artikel erschienen, in dem es um die willkürliche Diskriminierung von Umwelt- und Allergiekranken durch die DAK geht.

Ich würde den gern hier veröffentlichen.

Falls der Herausgeber damit einverstanden ist - wie bekomme ich eine PDF-Datei bzw. eine TIF-Datei hier hochgeladen?
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Beitragvon Miss Excel » Montag 5. November 2012, 14:07

Habe jetzt die Genehmigung vom Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V. .
http://www.neurodermitis.net/

Quellenangabe: Zeitschrift \"neurodermitis\", Nr. 60, Oktober 2012

[hr]

[b][size=12]DAK Gesundheit – „Für jede Lebenssituation maßgeschneidert – Ausgezeichnete Leistungen“ auf Patientendeutsch: Willkürliche Diskriminierung von Umwelt- und Allergiekranken[/b][/size]

Seit geraumer Zeit berichten uns zahlreiche Verbandsmitglieder, die an Allergien und umweltbedingten Erkrankungen leiden, dass seitens ihrer Krankenkasse, der DAK, der Zugang zur Spezialklinik Neukirchen erschwert wird. Aufgrund der Vielzahl an herangetragenen Berichten und der Tatsache, dass es sich hier um ein zugelassenes Krankenhaus nach § 108 SGB V handelt, welches seit über 20 Jahren unumstritten gute Behandlungsergebnisse erzielt, nahmen wir die Berichte unserer Mitglieder unter die Lupe und recherchierten umfassend den Sachverhalt.

Zunächst setzten wir uns mit der Verwaltung der Spezialklinik Neukirchen in Verbindung und fragten an, inwiefern sich die Zusammenarbeit mit der DAK darstellt. Daraufhin wurde uns berichtet, dass entgegen der getroffenen Vereinbarung aus dem Jahr 2009 die DAK ab 2011 in nahezu jedem zweiten Behandlungsfall eine nachträgliche MDK-Prüfung veranlasst hat. Diese „Prüfwut“ hat für die Spezialklinik Neukirchen zur Konsequenz, dass sie zur Zeit mit massiven Behandlungskostenrückforderungen seitens der DAK konfrontiert wird und in zeitraubende Widerspruchsverfahren eingestiegen ist. Als Kompromisslösung wurde Anfang des Jahres vereinbart, dass Patienten, die an umweltbedingten Erkrankungen leiden und in der Spezialklinik Neukirchen aufgenommen werden sollen, vorab vom MDK nach Aktenlage „geprüft“ werden – auch wenn der behandelnde Hausarzt die stationäre Einweisung bereits verordnet hat.

Unsere Nachforschungen ergaben nun, dass dieser MDK in bislang allen zur Prüfung erhaltenen Umwelt-Fällen eine stationäre Behandlung in der Spezialklinik Neukirchen abgelehnt hat – allerdings ohne den betroffenen Patienten je gesehen zu haben (!). Stattdessen verwies er pauschal auf ambulante Maßnahmen, teilweise sogar im Selbstzahlerbereich. In allen abgelehnten Fällen schloss sich die DAK vollumfänglich der MDK-Empfehlung an, obwohl gesetzlich der DAK die alleinige Leistungsentscheidung obliegt.

Ein Teil der Betroffenen ließ sich trotz ihres schwer beeinträchtigten Gesundheitszustandes diese einzigartige und zudem beispiellose Willkürhandlung nicht gefallen und setzten sich mittels juristischem Beistand entschlossen zur Wehr – mit Erfolg, wie die nachfolgenden Fallbeispiele belegen:

[b]Frau D. aus Hessen, 26 Jahre: [/b]
Die junge Frau leidet seit ihrem 20. Lebensjahr an der schweren Autoimmunkrankheit „Systemischer Lupus erythematodes“ und obwohl sie sich seit Ausbruch der Beschwerden zahlreichen immunsuppressiven Behandlungen unterzogen hat, griff die Krankheit im Laufe der Jahre auf verschiedene Körperorgane und die Gelenke über.

Frau D.s Gesundheitszustand verschlechterte sich im vergangenen Winter derart, dass sie ihren Beruf als Bankfachwirtin nicht mehr ausüben konnte. Da zu diesem Zeitpunkt alle zur Verfügung stehenden Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft waren und die Spezialklinik Neukirchen für die Behandlung von Autoimmunkrankheiten wie den Lupus erythematodes zugelassen ist, veranlasste ihr behandelnder Hausarzt die stationäre Einweisung in diese Einrichtung.
Vereinbarungsgemäß stellte Frau D. im Mai den Kostenübernahmeantrag und überließ der DAK alle ihre Behandlungsunterlagen.

Dieser Antrag wurde dem MDK zur Prüfung vorgelegt - sein Fazit: [i]„Der MDK kommt in seinem medizinischen Gutachten zu dem Ergebnis, dass eine medizinische Notwendigkeit für die beantragte Maßnahme nicht besteht .... Ein akutes Krankheitsbild, das aufgrund seiner Schwere und aus medizinischen Gründen der stationären Aufnahme und Unterbringung in einem Akutkrankenhaus bedürfte, ist anhand der vorliegenden Unterlagen nicht ersichtlich“. [/i] Das hierauf basierende Ablehnungsschreiben der DAK liegt der Redaktion vor, Zitat: [i]„Nach Würdigung aller vorliegenden Unterlagen kommt der MDK zu dem Ergebnis, dass die vertragsärztliche Versorgung im ambulanten Bereich Vorrang vor stationärer Behandlung hätte. Die DAK-Gesundheit schließt sich der Meinung des MDK an.“ [/i]

Frau D. wandte sich in Folge dieser Ablehnung an unseren Verband und wir berieten sie hinsichtlich der weiteren juristischen Vorgehensweise. Frau D. mandatierte sodann einen Rechtsanwalt, der in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Hausarzt noch im außergerichtlichen Verfahren die Kostenübernahme für die Behandlung in der Spezialklinik Neukirchen erwirken konnte.

[b]Frau O. aus Berne, Niedersachsen, 43 Jahre: [/b]
Frau O. war in ihrem Beruf als Tischlerin über viele Jahre hinweg Schadstoffen und toxischen Metallen ausgesetzt. Hierdurch entwickelte sie eine MCS-Erkrankung (multiple Chemikaliensensitivität) und zudem, wegen einer durchgemachten Borrelieninfektion, trat eine CFS-Erkrankung (chronisches Müdigkeitssyndrom) auf. 2003 ereignete sich dann der völlige körperliche Zusammenbruch. Frau O. war über Monate bettlägerig und durchlebte eine wahre Ärzte-Odyssee – vom Internisten zum Allergologen, vom Neurologen zum Psychologen – aber kein Arzt konnte ihr wirklich helfen.
Frau O. verlor zu dieser Zeit nicht nur ihre Arbeit, durch die Folgen des körperlichen Zusammenbruchs hatte sie auch kaum mehr Teilhabe am sozialen Leben. Nur wenige Weggefährten blieben ihr und auch ihren einst so geliebten Reitsport musste sie aufgeben. Vor zwei Jahren wurde Frau O. schließlich berentet, obwohl gesund zu werden, um in ihr altes Leben zurückzukehren, ihr größter Wunsch war.
Erst ein 2010 aufgesuchter Umweltmediziner konnte durch spezielle immunologische Diagnoseverfahren die richtigen Therapieschritte einleiten. So wurde bei Frau O., neben einer Störung der Stoffwechselregulation, festgestellt, dass sie genetisch bedingt gar nicht in der Lage ist mit Hilfe der körpereigenen Entgiftungssysteme erworbene chemische und mikrobiologische Noxen (= Stoff mit pathogener und schädigender Wirkung; die Red.) abzubauen.

Aufgrund ihrer komplexen Krankheitssymptomatik attestierten ihre behandelnden Ärzte die Notwendigkeit einer Membranfiltrations-Apherese in einer ambulanten Facheinrichtung sowie einer stationären Behandlung in der Spezialklinik Neukirchen.

Die DAK lehnte jedoch den diesbezüglich gestellten Kostenübernahmeantrag von Frau O. ab, obwohl die Spezialklinik Neukirchen für die Behandlung der MCS- und CFS-Erkrankung konzessioniert ist. Gestützt wird der Ablehnungsbescheid auf die folgende MDK-Aussage: [i]„Inwieweit aktuell und konkret ambulante fachärztliche Versorgung erfolg,t lässt sich nicht nachvollziehen. ... das Vorliegen einer Umweltkrankheit ist nicht nachvollziehbar ...“[/i]. Zu betonen ist hier, dass der Gutachter keine Fachausbildung für Umweltmedizin besitzt und seine Aussage im krassen Gegensatz zu der Begründung des behandelnden Arztes vom 25.06.2012 steht, welcher die [i]„Notwendigkeit zur Durchführung der therapeutischen Apherese bei chronisch inflammatorischer Mult-Systemerkrankung unter Berücksichtung der nicht effektiven Standardtherapie“[/i] betont und [i]„Ebenfalls ist eine 3-wöchige Nachbehandlung im Krankenhaus Neukirchen dringend notwendig um nach den Apheresen eine Stabilisierung und eine Neueinstellung des Stoffwechsels einzuleiten.“[/i] beantragt.

Auch im Widerspruchsverfahren blieb die DAK bei ihrer Ablehnung und somit war Frau O. gezwungen juristische Schritte einzuleiten. Wegen der Dringlichkeit der abgelehnten Behandlungsmaßnahmen wurde schließlich im Rahmen einer einstweiligen Verfügung die DAK zur Kostenübernahme verpflichtet. Zu den Entscheidungsgründen teilte das Sozialgericht mit, dass insgesamt sechs Befundberichte eingeholt wurden und die von Frau O. beantragten Therapiemaßnahmen [i]„pathophysiologisch sowie klinisch absolut begründet sind“. [/i]
Frau O. konnte kürzlich mit erheblicher Verspätung sowohl ihre Apherese-Therapie als auch den stationären Aufenthalt in der Spezialklinik Neukirchen antreten. „Es wurde höchste Zeit“. Sie bestätigte uns kürzlich, dass sie nach dem oben genannten Aufenthalt in der Spezialklinik Neukirchen eine deutliche Symptombesserung erlebt hat.

[b]Frau Z. aus Nordrhein-Westfalen, 49 Jahre:[/b]
Frau Z. leidet seit vielen Jahren an polymorbiden umweltbedingten Beschwerden und Allergien, weshalb sie sich in konsequenter ambulanter Betreuung bei verschiedenen Fachärzten befand. Auch erfolgte bereits 2005 ein Behandlungsversuch in einer universitären umweltmedizinischen Abteilung. Aufgrund der sich verschlimmernden Symptomatik wurde ihr zur Optimierung der bisherigen Diagnostik sowie Therapieintensivierung ihrer MCS-Erkrankung (multiple Chemikaliensensitivität) und Nahrungsmittelunverträglichkeiten die Behandlung in der Spezialklinik Neukirchen empfohlen. Wie die Patientin selbst berichtet, konnte eine andere klinische Einrichtung, die die erforderliche Labordiagnostik und Behandlung vornimmt, von ihren behandelnden Ärzten nicht ermittelt werden.
Vereinbarungsgemäß beantragte Frau Z. im vergangenen April bei der DAK die Kostenübernahme und ihre Behandlungsunterlagen wurden an den MDK weitergeleitet. Auch in diesem Fall konnte der MDK „keine Notwendigkeit für die Behandlung in der Spezialklinik Neukirchen“ erkennen. Jeglicher Logik entbehrend empfahl der MDK stattdessen das Aufsuchen einer Umweltambulanz, welches die Patientin selbst zu bezahlen hätte.
Nachdem Frau Z. bei der DAK gegen diese Entscheidung protestierte, musste sie sich von der dortigen Sachbearbeiterin die Vermutung gefallen lassen, dass sie „eher psychisch krank“ sei. Da der Erfolg eines Widerspruchs gegen die Entscheidung des Medizinischen Dienstes von der DAK als „wohl eher aussichtslos“ bezeichnet wurde, reichte Frau Z. Anfang Juli eine sachlich detaillierte Vorstandsbeschwerde an die DAK ein, die der Redaktion vorliegt. Wir geben diese auszugsweise weiter:
[i]„… Seit 34 Jahren und damit mein gesamtes Berufsleben bin ich bereits bei der DAK krankenversichert, seit mehreren Jahren freiwillig.
… Trotz Diagnosestellung und Verordnung / Einweisung meiner beiden mich langjährig behandelnden Ärzte wird mir die Behandlung in einem staatlich anerkannten Krankenhaus verwehrt. Alternativen für eine ausführliche Labor-Diagnostik und adäquate Behandlung werden nicht genannt.
… Es besteht wohl auch wenig bis kein Interesse an einer Gesundung bzw. Gesunderhaltung ihrer Mitglieder. Es erscheint wichtiger, Patienten in einem Chroniker-Programm zu halten und so entsprechend höhere Beiträge aus dem staatlichen Gesundheitsfond zu erhalten.
... Mir war immer und ist es weiterhin sehr wichtig, arbeitendes Mitglied dieser Gesellschaft zu sein. Allerdings habe ich auch den Anspruch, ein halbwegs gesundes Mitglied dieser Gesellschaft zu sein und am sozialen Leben teilzunehmen. Das ist mir seit vielen Jahren kaum möglich und wird mir durch Ihre Ablehnung meiner Behandlung in einem spezialisierten Krankenhaus nun auch noch weiterhin verwehrt.
…Wenn ich überschlage, wie viel DM/EUR an Beiträgen ich während meiner 34-jährigen DAK-Mitgliedschaft in die sog. „Krankenversicherung“ eingezahlt habe, so überkommt mich eine gewisse Bitterkeit, dass nun, da ich unverschuldet krank geworden bin, diese Versicherung für meine Behandlung nicht aufkommen will.
… Ich würde mich sehr über eine Stellungnahme Ihrerseits freuen“. [/i]

Bis Redaktionsschluss wurde die Vorstandsbeschwerde seitens der DAK nicht beantwortet, weshalb auch Frau Z. zur Durchsetzung ihrer Rechte einen Anwalt beauftragt hat. Wir drücken ihr die Daumen und werden auch in diesem Fall für unsere Leser weiter berichten.

Wenn man bedenkt, dass die Krankenkassen dafür sorgen müssen, dass ihre Versicherten medizinisch so versorgt werden müssen, wie es für ihre Behandlung notwendig ist, hinterlassen die recherchierten Fälle einen bitteren Nachgeschmack.
Es stellt sich die Frage, warum die DAK diesen Kurs eingeschlagen hat. Geldnot kann es zumindest nicht sein, denn jüngst äußerte Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse: [i]„Krankenkassen und Gesundheitsfonds stehen derzeit finanziell sehr gut da. Es gibt keinen Grund, den Kranken sinnlos in die Tasche zu greifen“ [/i](Focus online, 12.08.2012). Einem aktuellem Bericht des „Spiegel“ zu Folge sparten die Kassen allein im ersten Halbjahr 2012 einen Betrag von über 2,7 Milliarden Euro an, wobei insgesamt eine Rekordreserve von 21,8 Milliarden Euro besteht. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr rief daher die Kassen auf, das Geld an die Versicherten zurückzugeben bzw. diese sollten durch [i]„Leistungsverbesserung und Prämienausschüttungen profitieren“.[/i]

Stattdessen zwingt nun die DAK verzweifelte Mitglieder zur Wahrung ihrer Rechte an Selbsthilfegruppen zu appellieren bzw. kostspielige Anwaltsverfahren einzuleiten. Die Lage ist umso unverständlicher, wenn wir wissen, dass alle anderen Krankenkassen den Zugang in die Spezialklinik Neukirchen zur Behandlung therapieresistenter Umwelt- und Hauterkrankungen seit 25 Jahren gewähren. Was sind dann die Beweggründe für diese beispiellose / einmalige Sonderbehandlung?

Wir werden diese Entwicklung weiter verfolgen und ggf. weitere brisante, willkürliche Ablehnungsfälle an die Öffentlichkeit (Bildzeitung, Internet) bringen.

(Die vollständigen Namen und Anschriften der Betroffenen liegen der Redaktion vor.) Die Redaktion
[hr]
- Editiert von Miss Excel am 05.11.2012, 14:08 -
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Beitragvon Twei » Dienstag 6. November 2012, 15:09

Die Spezialklinik Neukirchen unter der Leitung von Dr. Ionescu steht bei schwerwiegend Umwelterkrankten, vornehmlich bei MCS und-oder Duftstoffallergiekern, unter starker Kritik!

Infos über den Leiter der Klinik und deren Behandlungsmethoden - siehe http://psiram.com/ge/index.php/John_Gruia_Ionescu

Desweiteren ist er Gründungsmitglied des VHUE.e.V. - siehe
viewtopic.php?t=18038


"Wartezeit Spezialklinik Neukirchen /Hl Blut" - viewtopic.php?t=11154

"Dr. Ionescu über Umweltbedingte Erkrankungen" - viewtopic.php?t=8524

"Kleine Geschichte aus dem Leben" - viewtopic.php?t=17945

Zu den Duftstoffen in der Spezialklinik Neukirchen "Kann man mit MCS Duftstoffe aushalten/vertragen?" - siehe viewtopic.php?t=17028

"Entlassungsbericht Spezialklinik Neukirchen" - viewtopic.php?t=14194

"Wandert die Umweltmedizin in die Esoterik ab" - viewtopic.php?t=15759


und so weiter und so fort....
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Beitragvon Miss Excel » Dienstag 6. November 2012, 16:32

Twei, das ist zwar alles richtig, aber das ist jetzt nicht der Punkt, um den es geht.

Hier geht es darum, dass die DAK die Krankheit MCS gar nicht erst anerkennt und somit jegliche Hilfe verweigert.
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Beitragvon Beobachter » Dienstag 6. November 2012, 17:37

Miss Excel,

doch, um DEN Punkt geht es AUCH.

Warum sollen gesetzliche Krankenkassen Aufenthalte in Kliniken bezahlen, von denen Obiges (Post Twei) bekannt ist und zudem der Leiter/Besitzer einen brasilianischen "Wunderheiler" unterstützt, vergoldete "Energetisierungs-Pyramidenhalter" und Dessous verkauft usw. etc. ?!


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Beitragvon Miss Excel » Dienstag 6. November 2012, 18:59

Es geht erst einmal darum, dass die Krankenkasse - in diesem Fall die DAK - anerkennt, dass es MCS überhaupt gibt.

Und dass man was dagegen tun kann.

Und wenn sie das anerkannt hat, dann kann man auch mit anderen Möglichkeiten gegen MCS bei denen ankommen.
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Beitragvon Twei » Dienstag 6. November 2012, 19:25

@Miss Excel,
das sehe ich auch so, dass die Krankenkassen erst einmal MCS ordentlich anerkennen sollen und mit den Erkrankten vernünftig umzugehen haben.

Ein weiterer wichtiger Schritt wäre dann, dass man für MCS-Erkrankte in Deutschland MCS-Kliniken oder Klinikbereiche schafft nach dem Vorbild des EHC - Dallas (siehe http://csn-deutschland.de/csnford.htm ), um eine Gesundheitsfürsorge sicherzustellen.

EINE SOLCHE KLINIK GIBT ES DERZEIT IN GANZ EUROPA NICHT - obwohl die UN-Behindertenrechtskonvention einen ZUGANG zu allen Bereichen der Gesellschaft für Behinderte vorschreibt, was eine Gesundheitsfürsorge mit einschließt!

Solange dieser Mißstand in Deutschland nicht beseitigt ist, müßten meiner Meinung nach die gesetzlichen Krankenkassen UNS DEUTSCHEN MCS-Erkrankte zur Behandlung nach DALLAS-USA fliegen und selbstredend alle Kosten übernehmen.


Anstelle dessen zu einem Krankenkassenwechsel zu animieren wäre in Anbracht der Sachlage ja wohl völlig daneben - ja sogar gesetzeswidrig!
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Beitragvon Kira » Dienstag 6. November 2012, 19:39

@Miss Excel,
gebe Twei und auch Beobachter recht - wenn, sollte man das gesamte Paket sehen.

Schau einmal im Forum nach, der Kampf mit den K-kassen existiert ja auch nicht erst jetzt.
Zum anderen möchte ich nur einmal hierauf aufmerksam machen: Fatigatio e.V http://www.fatigatio.de/ \"Gefördert durch die DAK – Gesundheit Unternehmen Leben!\"

Desweiteren könnt ich genügend aus dem eigenen Nähkästchen plaudern wie die besagte DAK mit schwer toxisch Erkrankten rumspringt.

- Editiert von Kira am 07.11.2012, 08:17 -
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Beitragvon Miss Excel » Dienstag 6. November 2012, 20:00

[quote]
Desweiteren könnt ich genügend aus dem eigenen Nähkästchen plaudern wie die besagte DAK mit schwer toxisch Erkrankten rumspringt.

was die DAK angeht könnte ich einiges aus dem Nähkästchen erzählen.[/quote]

Ja, dann tu das doch. Bei Frontal und beim Bundesverband Neurodermitiskranker. Der Vorsitzende, Herr Pfeifer, ist wirklich kompetent, und der macht auch Druck. Gib ihm Material, damit er mehr Argumente hat.
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Beitragvon Kira » Dienstag 6. November 2012, 20:17

Sorry Miss Exel nicht mit mir mit solchen Leuten!!
Mache dich mal bitte richtig schlau:

betrifft http://www.neurodermitis.net/pages/vorteile-einer-mitgliedschaft.php">http://www.neurodermitis.net/pages/vorteile-einer-mitgliedschaft.php
schau mal hier nach:
http://www.neurodermitis.net/pages/vorteile-einer-mitgliedschaft.php">http://www.neurodermitis.net/pages/vorteile-einer-mitgliedschaft.php
http://www.neurodermitis.net/pages/hier-koennen-sie-hilfe-erwarten.php

eh ... sorry mir schwillt langsam der Kamm!!

und wo haben die etwas über MCS in ihrer homepage ?????? http://www.neurodermitis.net/pages/allergien.php

Auch hier "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing"
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Beitragvon Miss Excel » Dienstag 6. November 2012, 20:34

[quote]
und wo haben die etwas über MCS in ihrer homepage ?[/quote]

In erster Linie ist der Verband für Neurodermitiker da. Aber Herr Pfeifer hat auch schon MCSlern geholfen, besonders bei der Durchsetzung ihrer Rechte und wenn sie nach Neukirchen wollten.

Ich habe schon mit ihm telefoniert, und er ist wirklich ok.

Bezüglich MCS - guck doch mal ein Stück weiter oben, der Artikel aus der Zeitung vom Bundesverband...
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Beitragvon Twei » Dienstag 6. November 2012, 23:52

Die Arbeit und Existenz vom *Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.* wird seine Berechtigung haben.

Jedoch werden auf den Websites tatsächlich *Chemikalien Sensitivity* nicht erwähnt!

MCS ist keine Allergie, siehe - http://www.csn-deutschland.de/blog/2012 ... sitivitat/

Letztendlich wird in Deutschland MCS als *Diverse Allergie - nicht näher bezeichnet* und-oder *bronchonale Hyperreagibilität*, siehe *Hyperreagibilität – Fehldiagnose und VersmedV* - http://www.blog.dr-merz.com/?p=261 fehlgedeutet!

Aufgrund der Lebensgefährlichkeit einer Falschbehandlung zu MCS, verstehe ich die NICHTERWÄHNUNG nicht; zumal dem Verein diese Krankheit durch oben genannte Artikel (Post: 05.11.2012, 14:07:41) bekannt ist.

Für MCS-Erkrankte sind die Verwendung der meisten Allergiker-Produkte äußerst gesundheitsschädlich als auch die Behandlungsmethoden. Das Besuchen von Praxen sind aufgrund von Desinfektionsmitteln und sonstigen chemischen Ausdünstungen NICHT MÖGLICH! - siehe dazu *Expositionsminderung und ­Vermeidung für MCS ­Patienten* - http://dr-merz.com/media/Downloads/MCS+II.pdf

Das MCS-Erkrankte häufig noch an diversen Allergien leiden ist nicht unbekannt. Weil aber viele Patienten nicht wissen, dass sie an einer MCS erkrankt sind, wäre dieser Hinweis auf der Homepage aus oben genannten Gründen sehr wichtig.



Warum sollte ein tatsächlich MCS-Erkrankter freiwillig in die Spezialklinik Neukirchen gehen?

Warum sollte ein MCS-Erkrankter beim *Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.* "... hat auch schon MCSlern geholfen, besonders bei der Durchsetzung ihrer Rechte..."(Zitat 06.11.2012, 20:34:03) sich Hilfe ersuchen?

Für letzteres steht kostenlos und ohne Mitgliedschaft das CSN zur Verfügung.

In Bezug der Produktvergünstigungen, Laboruntersuchungsvergünstigungen von bestimmten Firmen für Vereinsmitglieder, könnten Interessenkonflikte bestehen - siehe http://www.neurodermitis.net/pages/vort ... schaft.php bzw. oberen Post ( 06.11.2012, 20:17:10).

Über die Effektivität und Adäquatheit der Spezialklinik Neukirchen, die unter anderen wärmstens vom *Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.* empfohlen wird, stehen hier im Thread in Bezug zur *Multiplen Chemikalien Sensitivität* schon genügend Hinweise drin.


Ich finde, dass sich jeder selbst überlegen sollte - wem er seine Krankengeschichte und den damit verbunden Rechtsstreit verkündet.
Zuletzt geändert von Twei am Samstag 20. August 2016, 15:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Kira » Mittwoch 7. November 2012, 08:51

Zur weiteren Aufklärung:
viewtopic.php?t=15759
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Beitragvon Miss Excel » Mittwoch 7. November 2012, 12:10

Vielen Dank für Deine Hinweise, Twei.

[quote]
Warum sollte ein MCS-Erkrankter beim *Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.* "... hat auch schon MCSlern geholfen, besonders bei der Durchsetzung ihrer Rechte..."(Zitat 06.11.2012, 20:34:03) sich Hilfe ersuchen?
[/quote]

Ich wollte nach Neukirchen, weil das die einzige Klinik ist, die auf Krankenkassenkosten DMPS-Therapie macht. Natürlich habe ich überwiegend Schlechtes von Neukirchen gehört. Aber auch, dass einige sich nach ihrem Aufenthalt dort besser gefühlt haben.

Ich kann mir jetzt Heilpraktiker und private Arztbesuche nicht mehr leisten, da ist Neukirchen die einzige Möglichkeit.

Weil die DAK jetzt mehrmals einen Klinikaufenthalt abgelehnt hat, habe ich in Neukirchen angerufen, welche Möglichkeiten ich habe. Dort wurde mir geraten, den Herrn Pfeifer zu kontaktieren.

Natürlich kennt Herr Pfeifer sich in erster Linie mit Neurodermitis aus, aber er hilft auch bei der Durchsetzung von Rente, Schwerbehinderung und Krankenhausaufenthalt. Er ist wirklich kompetent. Und die Mitgliedschaft dort ist 30,- Euro günstiger als bei der VdK, die das Gleiche macht. Aber im Gegensatz zur VdK ist Herr Pfeifer persönlich engagiert.

Und weil er persönlich engagiert ist, hilft er auch MCSlern. Auch wenn das nicht sein Haupt-Fach ist.
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Beitragvon Wasabi » Mittwoch 7. November 2012, 12:22

Ist Herr Pfeifer Rechtsanwalt oder Justitiar?
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Beitragvon Kira » Mittwoch 7. November 2012, 12:54

@Miss Exel,

ich hatte dir im Vorfeld per PM schon gewisse Wege genannt, wenn du jedoch diesen Weg bevorzugts ist das deine eigene Entscheidung

\"Suae quisque fortunae faber est. \"
( Gaius Sallustius )
Jeder ist seines Glückes Handwerker. Oder eben: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Toxische Schäden sind irreperabel und progressiv!!!

\"Die meisten Menschen sterben an ihren Medikamenten - nicht
an ihren Krankheiten.\"
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- Editiert von Kira am 07.11.2012, 12:55 -
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Beitragvon Twei » Mittwoch 7. November 2012, 18:38

@Miss Excel

Herr Jürgen Pfeifer kennt sich meiner Meinung nach mit MCS nicht aus, da er 1. selbst nicht an MCS erkrankt ist und 2. diese Krankheit nicht zu seinem Fachgebiet gehört.
Zu seinen beruflichen Angaben gibt die Vereinswebsite "Wir über uns" an, dass er Kriminalbeamter i. R. ist.

Wenn sich Herr Jürgen Pfeifer mit Multipler Chemikalien Sensitivität auskennen würde, dann ließe sich auf der Vereinswebsite garantiert ein Hinweis dazu finden - gibt es tatsächlich aber nicht, siehe meinen obigen Post!

[quote]...bei der Durchsetzung von Rente, Schwerbehinderung und Krankenhausaufenthalt. Er ist wirklich kompetent. Und die Mitgliedschaft dort ist 30,- Euro günstiger als bei der VdK, die das Gleiche macht. Aber im Gegensatz zur VdK ist Herr Pfeifer persönlich engagiert.[/quote] Post Miss Excel 07.11.2012, 12:10:23

Kompetent in solchen Angelegenheiten ist tatsächlich ein RECHTSANWALT!
Meiner hatte dieses alles für mich erledigt und ich bin vollkommen zufrieden damit.
Und ich benötigte keinen Verein, der mir riet zu einem Rechtsanwalt zu gehen; darauf bin ich selbst gekommen.
Letztendlich verfährt Herr Pfeifer auch nicht anders, siehe
[quote]...Frau D. wandte sich in Folge dieser Ablehnung an unseren Verband und wir berieten sie hinsichtlich der weiteren juristischen Vorgehensweise. Frau D. mandatierte sodann einen Rechtsanwalt,...
...somit war Frau O. gezwungen juristische Schritte einzuleiten....
...weshalb auch Frau Z. zur Durchsetzung ihrer Rechte einen Anwalt beauftragt hat...[/quote] Quellenangabe: Zeitschrift \"neurodermitis\", Nr. 60, Oktober 2012 bzw. obiger Post 05.11.2012, 14:07:41.


Ich ersehe für mich keinen Grund die Mitgliedschaft in irgendwelchen Vereinen anzustreben, um mir dadurch irgendwelche Profite zu erhaschen oder Ratschläge, die ich auch ohne Mitgliedschaften einholen kann. Ich finde, dass so eine mehrfach wiederholte Werbung hier nicht ins CSN-Forum gehört - oder hat Dich folgendes dazu bewogen?
- siehe Deinen Post vom 07.11.2012, 12:10:23:
[quote]...Weil die DAK jetzt mehrmals einen Klinikaufenthalt abgelehnt hat, habe ich in Neukirchen angerufen, welche Möglichkeiten ich habe. Dort wurde mir geraten, den Herrn Pfeifer zu kontaktieren....[/quote]


Desweiteren verstehe ich Deinen Ansatz nicht.
Du möchtest, dass die DAK für Dich eine Therapie in der Spezialklinik Neukirchen unterstützt.

Tatsächlich gibt es keine MCS-gerechten Unterbringungen als auch MCS-Therapien in der Spezialklinik Neukirchen - auch wenn die Klinikbetreiber einen anderen Standpunkt vertreten.

Weshalb sollten dann hier im Forum User Beschwerden schreiben für den *Bundesverband Neurodermitiskranker in Deutschland e.V.*, dass die DAK MCS nicht anerkennt, wenn jener Verein versucht Therapien durchzusetzen, die letztendlich nicht MCS-gerecht sind?
Rechtsstreitigkeiten gibt es bei fast allen Krankenkassen, wenn es um Kostenübernahme geht.

Du möchtest eine *DMPS-Therapie* vornehmen lassen.
[quote]Als Dimavaltest (auch "DMPS-Test", nach Dimaval, Handelsname eines Präparates, das Dimercaptopropansulfonsäure DMPS enthält) wird ein umstrittener Urintest bezeichnet, der zum Nachweis einer Quecksilberaufnahme (typischerweise aus Amalgam-Zahnfüllungen) in den menschlichen Organismus eingesetzt wird....

...Die Kosten werden in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen, es handelt sich um eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL)....

...Der Patient muss zwei Urinproben abgeben. Eine Urinprobe vor dem eigentlichen Test, die zweite Urinprobe wird eine halbe bis zwei Stunden nach Gabe von 10 mg/kg Körpergewicht Dimaval als Kapsel auf nüchternen Magen oder per Injektion abgegeben. Manche Labore warten auch 24 Stunden ab. Dimaval/DMPS ist ein bekannter Komplexbildner mit Affinität zu vielen Schwermetallen, mit denen er Komplexe bildet. Diese Komplexe werden renal ausgeschieden und erscheinen im Urin. Es handelt sich demnach um einen Provokations- bzw. Mobilisierungstest. Statt Dimaval wird manchmal auch das aus Russland stammende Unithiol eingesetzt.
Die Substanz DMPS ist nicht frei von Nebenwirkungen.
Beim Dimavaltest können die Quecksilberkonzentrationen um die Hälfte, aber auch um den Faktor 180 ansteigen....[/quote] ganzer Artikel siehe http://psiram.com/ge/index.php/Dimavaltest

Zur weiteren Information über den Urheber dieses Verfahrens siehe - http://psiram.com/ge/index.php/Max_Daunderer

Im CSN-Forum wurden über DMPS, DMSA und Chelat Therapie viel diskutiert - auch um die gefährlichen Risiken bei einer MCS-Erkrankung als auch über eine DADURCH entstandene MCS - siehe:
Dr. Ionescu über Umweltbedingte Erkrankungen - viewtopic.php?t=8524

Dr.Daunderer über MCS - viewtopic.php?t=15018

Dr. Mutter spezielle Rohkost anstatt DPMS - viewtopic.php?t=15439


Es hat jeder selbst zu entscheiden, welche Therapien, Kliniken und Vereine für ihn in Frage kommen. Ich bin sehr vorsichtig geworden nach den ganzen Informationen, die hier im Forum vermittelt werden. Auch gibt es ab und zu User, welche sich als *Interessenvertretung* einschleichen und versuchen Propaganda für Therapien und Kliniken zu verbreiten, Falschinformationen setzen und Verwirrung in unsere schwierige Krankheitssituation zu stiften.

Damit wollte ich jetzt nicht Deine Person ansprechen, sondern nur darauf hinweisen, dass selbst alles was im Forum steht, zusätzlich zu hinterfragen ist.
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Beitragvon Twei » Mittwoch 7. November 2012, 20:14

Für MCS-Erkrankte meiner Meinung nach ein wichtiger Hinweis zu Dimaval - siehe:

"Umweltlabor schickte Befunde - Quecksilber" - viewtopic.php?t=8568

"MCS - Was powert Euch hoch?" - viewtopic.php?t=14882
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Beitragvon Miss Excel » Mittwoch 7. November 2012, 20:18

Ich finde es ganz schön krass, dass mir jetzt unterstellt wird, ich würde Werbung für diesen Verein machen. Oder für irgendwelche Bicom-Geräte. Oder für sonstwas.

Ich wollte MCS aus der Nische holen und dazu beitragen, dass MCS überhaupt erst mal von den Krankenkassen anerkannt wird.

Nicht mehr und nicht weniger.
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Beitragvon Frank-N-Furter » Mittwoch 7. November 2012, 20:52

Ein Verein darf bekanntermaßen keine Rechtsberatung geben.
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Beitragvon Kira » Donnerstag 8. November 2012, 09:09

[quote]Ich finde es ganz schön krass, dass mir jetzt unterstellt wird, ich würde Werbung für diesen Verein machen. Oder für irgendwelche Bicom-Geräte. Oder für sonstwas.

Ich wollte MCS aus der Nische holen und dazu beitragen, dass MCS überhaupt erst mal von den Krankenkassen anerkannt wird.

Nicht mehr und nicht weniger.[/quote]

Wenn du das alles so verteidigst, brauchst du dich nicht zu wundern, wenn gewisse Reaktionen von anderen Usern kommen.

Was glaubst du weshalb csn-deutschland seit Jahren aktiv ist?? und dann kommst du und sagst, du willst MCS aus der Nische holen ....lol

Deine Vorgehensweise ist insofern echt kontraproduktiv .... entschuldige bitte, das ich das so direkt sage .... denke mal darüber nach. Und ein Tipp, versuche unsere Ratschläge und Hilfe zur Selbsthilfe auch anzunehmen, denn viele hier sprechen aus gemachten Erfahrungen und jahrelangem Kampf um Gerechtigkeit (und wir verlangen keine Beratungsgebühr!)


Und noch was zum Nachdenken:
"Chronische Vergiftungen und die Chemikaslien-Überempfindlichkeit (MCS) sind aber in der Regel nicht durch ein Biomotoring von Schadstoffen im Blut nachweisbar, weil der zeitpunkt der Schadstoffexposition meist lange vor dem ersten Auftreten von Symptomen eines andauernden chronischen Krankheitsverlauf liegt, und weil die Schadstoffe zum zeitpunkt der chronischen Syptome, wenn ärztliche Hilfe notwendig wird, meist abgebaut, ausgeschieden oder in bestimmten Organen, z.B. m Gehirn gespeichert sind."(Hill 2012)
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Beitragvon Miss Excel » Mittwoch 14. November 2012, 11:27

[quote]
Jeder ist seines Glückes Handwerker. Oder eben: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.
[/quote]

Aufgrund der weiteren Berichterstattung von Frontal 21 über die KKH bin ich auf das Bundesversicherungsamt aufmerksam geworden.

Wenn Ihr Probleme mit den Krankenkassen habt, die sich weigern, MCS anzuerkennen, gibt es die Möglichkeit, sich an dieses Amt zu wenden. Es ersetzt kein Widerspruchsverfahren und keine Klage. Aber die Krankenkasse wird zu einer Stellungnahme aufgefordert und muss sich rechtfertigen, warum sie unsere Beschwerden ignorieren.

Hier die Anschrift:

Bundesversicherungsamt
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn

Telefon: (0228) 619-0 (Mo-Do 8.00 - 16.30 Uhr; Fr 8.00 - 14.00 Uhr)
Fax: (0228) 619-1870
E-Mail: poststelle@bva.de

Ich persönlich werde mich an dieses Amt wenden.
- Editiert von Miss Excel am 14.11.2012, 11:28 -
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