Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung...

Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung...

Beitragvon Maja » Montag 5. August 2013, 15:10

...um meine Vermeidungsstrategien abzulegen.

Ich war heute bei einem Gutachter.

Er war schon gegen mich aufgebracht, weil er sich über das Schreiben geärgert hat, das ich im Voraus geschickt hatte. Es war der Vordruck Gutachterauftrag von CSN. Auf das Schreiben hatte er nicht geantwortet, und als ich einige Zeit später anrief und fragte, ob er mir noch antworten wird, ließ er mir nur ausrichten, der Termin zur Begutachtung würde stehen.

Er hat mir dann heute nochmal gesagt, dass er über das Schreiben sauer war. Aber er hätte sich abgeregt.

Mir schien es, als hätte er sich schon auf unseren Termin vorbereitet, mit Gegenargumenten. Er hat mir zwar Fragen gestellt, aber mit welchen Stoffen ich meine vergiftet zu sein, hat ihn nicht interessiert.

Mitgebrachte Befunde hat er durchgeblättert, von einem mitgebrachten Gutachten hat er nur die Zusammenfassung gelesen.

Dann hat er mich zum EEG geschickt und zum Messen der Nervenspannung (?) in Unterschenkel und Füßen. Es war in einem Krankenhaus, und dort war ziemlich viel Desinfektionsmittel und sowas. Ich war benommen bei diesen Untersuchungen, beim EEG hatte ich Kopfschmerzen und habe dort auch eine Zeitlang Lösungsmittel gerochen. Laut Krankenschwester war da aber nichts.

Nach der Untersuchung sagte der Arzt, weder die Messung noch das EEG hätte etwas ergeben, und er hält nichts von Chelattherapie. Dass ich Vitamin- und Mineralstoffmängel habe, war für ihn nicht interessant, weil es "wissenschaftlich" nicht festzumachen sei, weil es keine objektiv festgelegten Grenzwerte gibt, wie viel Vitamine und Mineralstoffe ein gesunder Mensch hat und ab wann es wissenschaftlich gesichert ein Mangel ist.

Das einzige, was er als Hilfe nannte, war, dass ich eine psychologische Begleitung brauche, die mir hilft, meine Vermeidungsstrategie aufzugeben und mich wieder mehr unter Menschen zu begeben.

Ich bin total verzweifelt. Wir wissen doch alle, dass das nicht so einfach geht wie Gesunde sich das denken. Aber wie kann ich seine Messungen entkräften? Er meinte, ich habe keine Neuropathie.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Clarissa » Montag 5. August 2013, 15:31

was für eine facharzt war das denn? alleine das sagt schon aus das der mann keine ahnung hatte. evtl. sollte man überlegen eine anzeiger gegen diesen gutachter zu erstatten.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Montag 5. August 2013, 17:22

Neurologe und Psychiater.

Kann man denn ALLE Neuropathien messen, indem man die Nerven unter Strom setzt, so wie er es gemacht hat? Ich habe dazu das hier gefunden:

Elektroneurografie (ENG)
Messen der Nervenleitgeschwindigkeit

Bei Patienten mit ausgeprägten Neuropathien wird gemessen, wie schnell und wie gut Nerven Reize weiterleiten.

Als zusätzliche Untersuchung kann ein Neurologe außerdem die Nervenleitgeschwindigkeit in Armen und Beinen messen. Fachleute bezeichnen diese Untersuchung als Elektroneurografie (ENG). Dem Patienten legt der Arzt dazu Elektroden an, meist an den Fingermuskeln. Er reizt dann den Nerv, der diese Muskeln stimuliert, an zwei Stellen elektrisch. Für den Patienten ist das möglicherweise kurz unangenehm. Das angeschlossene Messgerät prüft die Zeit, die der Muskel zur Reaktion auf die Stimulation benötigt. Neurologen erkennen dadurch, ob die Reizweiterleitung in irgendeiner Form beeinträchtigt ist und ob Nerven oder ihre Hüllen geschädigt sind.

http://www.krebsinformationsdienst.de/leben/neuropathie/neuropathie-behandlung.php

Wenn er da nun mit dieser Methode nichts Krankhaftes gefunden hat, heißt es dann, dass auch nichts da ist? Dr. xxxxxx hatte mit seinem Zahnrädchen durchaus was gefunden.
Zuletzt geändert von Captain K am Donnerstag 8. August 2013, 10:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Amazone » Montag 5. August 2013, 17:32

Hallo Maja,

ich nehme mal an, dass man dich zu einem Neurologen, die meistens auch Psychiater sind, geschickt hat. Darf ich fragen, weshalb du zu diesem Gutachter musstest?

Mal abgesehen davon, dass ich persönlich bei einem Gutachter niemals das Wort "Vergiftung" in den Mund nehmen würde, gilt auch für Menschen mit MCS die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) und dafür braucht man keinen Schwerbehindertenstatus. Lt. dieser UN-Behindertenrechtskonvention dürfen Menschen mit Behinderungen nicht diskriminiert werden.

Mir liegt eine Email von einem Mitglied es UN-BRK Fachausschusses vor, in der mir mitgeteilt wurde, dass auch Menschen mit Unverträglichkeitsreaktionen auf Umweltschadstoffe/Chemikalien durch diese UN-BRK geschützt sind. Wenn du willst, kann ich dir diese Email schicken. Außerdem gab es ein Gerichtsurteil, das besagte, dass sich ein Gutachter an dem aktuellen Stand der medizinischen Erkenntnisse orientieren muss. In dem Fall war das die Hypothese von Martin Pall. Dieses Urteil habe ich auch irgendwo abgespeichert.

Vielleicht hilft dir das weiter.

Viele Grüße
Amazone
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Montag 5. August 2013, 17:44

Amazone hat geschrieben: Darf ich fragen, weshalb du zu diesem Gutachter musstest?


Ich habe Klage gegens Jobcenter eingereicht wg. Mehrbedarf Ernährung

Amazone hat geschrieben:Mir liegt eine Email von einem Mitglied es UN-BRK Fachausschusses vor,...Wenn du willst, kann ich dir diese Email schicken.


Ja, das wäre super.
xxxxxx


Amazone hat geschrieben:In dem Fall war das die Hypothese von Martin Pall. Dieses Urteil habe ich auch irgendwo abgespeichert.

Vielleicht hilft dir das weiter.


Ja, das hilft bestimmt!!

Vielen Dank, Amazone!
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Dienstag 6. August 2013, 09:12

ja, wie ist es denn nun?

Sind seine Messungen in Stein gemeißelt? Unfehlbar?

MUSS man denn mit MCS zwangsläufig Neuropathien haben? Ich glaube doch, nein. Und selbst wenn Dr. xxxxxx fälschlicherweise Neuropathien diagnostiziert haben sollte - das macht doch nicht die ganze Diagnose hinfällig.

Er lehnt ja jegliche sinnvolle Behandlung (Gabe von Vitaminen und Mineralstoffen) ab und meint, ich soll zum Psychologen.

Das kanns doch nicht sein.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maus 22 » Dienstag 6. August 2013, 14:03

Bei Patienten mit ausgeprägten Neuropathien ...


Ist deine Neuropathie denn soooo ausgeprägt?
Nein, mit MSC hat man noch lange nicht unbedingt Neuropathie. Wenn du den Antrag wegen MCS gestellt hast, MUSS er dich nach den Stand der Wissenschaft und das heißt nach den Cullen-Kriterien untersuchen. Das heißt, er stellt dir 6-7 Fragen und dann weiß man ob du MCS hast oder nicht.

Gehe jetzt schon gegen die Untersuchung an. Schreibe dem Jobcenter (mit Rückschein) dass die Untersuchung so und so ablief, dass er schon im Vorhinein gegen dich war und dass er dich diskriminiert hat. Und dass du einen anderen Gutachter möchtest, der dich nicht diskriminiert. Das alles so schnell wie möglich schreiben, damit das Gutachten nichtig wird.
dann solltest du das Jobcenter dazu auffordern dir das Gutachten bei erhalt sofort zuzuschicken, damit du rechtliche Schritte gegen den Gutachter kannst.

Ich hatte 2 ähnliche Situationen. beim ersten mal musste ich zu einem Gutachter (Zahnarzt), weil ich meine Goldfüllungen entfernt haben wollte, da ich hochgradig auf Palladium (ist zu 17-18 % in Goldfüllungen enthalten) reagiere. der Gutachter empfand die Füllungen für ok und sagte, dass ich im jemanden zeigen sollte, der gegen Gold allergisch reagiere. Meine Einwände es sei Palladium im Gold gemischt, interessierten ihn nicht. ich ging vom Gutachter aus sofort zur KK (war genau um die Ecke) und Beschwerte mich. Der Gutachter wäre völlig ungeeignet für meine Problematik und ein Chemiker wäre da wäre da wohl angebrachter. Das Gespräch würde von der KK schriftlich festgehalten und am nächsten Tag hatte ich die Genehmigung im Briefkasten, dass ich neue Füllungen gekommen durfte. die haben sich wohl sofort mit dem Gutachter auseinander gesetzt, bevor der was schreiben konnte.

Die 2. Situation war, der Gutachter vom MdK. Der schrieb in seinem Gutachten, das mein Problem psychisch sei. Auch dort hatte ich mich zuvor schriftlich an die KK gewannt, und ihnen die Untersuchung und "Behandlung" des Gutachters geschildert. Auch ich hatte rechtliche Schritte angedroht. Durch das DIMDI-Schreiben, musste der Gutachter nach Aufforderung der KK einen neuen Bericht schreiben.

Aber eine frage hab ich noch: warum bist du nicht aufgestanden und gegangen ????
Maus 22
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Melville » Dienstag 6. August 2013, 21:45

@ Maus22

Der Stand der Wissenschaft bei MCS sind NICHT die Cullen Kriterien sonder der American Consensus.
Siehe diverse CSN Blogs und neuere Studien aus verschiedenen Ländern. Der American Consensus wird dort als Diagnose/Fallkriterien zugrunde gelegt.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Mittwoch 7. August 2013, 10:05

Maus 22 hat geschrieben:Ist deine Neuropathie denn soooo ausgeprägt?


Dr. xxxxxx Rädchen hat nur sockenförmig und handschuhförmig angezeigt, also nicht, wie ich von anderen gehört hatte, den ganzen Arm oder das ganze Bein. Von daher wird die Neuropathie wohl nicht so ausgeprägt sein.

Nun müsste man wissen, ob man durch diese ENG-Messung nur ausgeprägte oder auch leichte Neuropathien feststellen kann. Die Krankenschwestern haben auch mit der Stromstärke herumexperimentiert... ich könnt mir vorstellen, dass das auch was ausmacht, gerade wenn ein Nerv schon angeschlagen ist. Aber dazu bräuchte ich irgendwas Fachliches.


Außerdem das EEG, das unauffällig war.... haben wir mit MCS denn ein auffälliges EEG?

Und: Haben wir bei Kontakt mit Auslösern ein auffälliges EEG? --- Ich hatte ja während der Messung einen Lösungsmittelgeruch wahrgenommen, jedenfalls eine Zeitlang. Und während der Exposition mit diesem Lösungsmittel hatte ich Kopfschmerzen. Weiß nicht, ob sie mich da absichtlich einem Expositionstest unterzogen haben oder ob das Zufall war.


Maus 22 hat geschrieben:Das heißt, er stellt dir 6-7 Fragen und dann weiß man ob du MCS hast oder nicht.


Er hat gar nicht in diese Richtung gefragt. Also nicht wirklich. Nur, was für Beschwerden ich aktuell habe. Ich hatte es mir nicht aufgeschrieben, weil ich dachte, ein "Spickzettel" macht meine Äußerungen unglaubwürdig, und ich habe vergessen, meine Vergesslichkeit zu erwähnen. Dass ich oft gar nicht mehr auf dem neuesten Stand bin. So freue ich mich zB den ganzen Tag darauf, irgendwas Bestimmtes zu Mittag zu kochen, und wenn ich dann in den Kühlschrank gucke, dann habe ich es schon am Tag davor gegessen. Ist mir schon ein paar Mal passiert, sowas in der Art.

Bei seiner Befragung hat er mMn keine Zusammenhänge sehen wollen. Für ihn war eine Reaktion nur dann eine Reaktion, wenn auch Hauausschlag dabei ist -> Allergie. Keine Allergie, so seiner Meinung nach kein MCS bzw keine wirkliche körperliche Reaktion.

In einem Befund hatte eine Ärztin geschrieben, ich hätte eine Fettleber, "am ehesten im Sinne einer alkoholbedingten" Fettleber. Da haben mir schon mehrere Ärzte gesagt, dass dies "am ehesten im Sinne" bedeutet, dass sie nicht weiß, warum, und mit dem Alkohol nur eine Mutmaßung anstellt. Dieselbe Ärztin hat in einem neueren Befund geschrieben "am ehesten im Sinne eines Medikamentenabusus". Aber der Gutachter hat ein paar Mal versucht, mir Fangfragen zu stellen, damit ich "zugebe", dass ich ein Alkoholproblem habe oder hatte.

Ich hatte auch Gesicht, Hals und Ausschnitt voller Pickel. Weiß nicht, ob das noch zur Rosazea gehört oder was anderes ist, aber ich denke, da will irgendwelches Gift raus aus dem Körper. Diese Pickel haben ihn gar nicht interessiert, sie wären ja auch ein Hinweis in Richtung einer Vergiftung gewesen.

Maus 22 hat geschrieben:Gehe jetzt schon gegen die Untersuchung an.

Habe mit meinem Rechtsanwalt gesprochen. Er meinte, noch kann man nicht angehen, es geht erst dann, wenn das Gutachten vorliegt, und dann kann man es nur fachlich angreifen.

Und das geht nur, wenn ich "fachlich" nachweisen kann, dass ich zwar eine Neuropathie habe, dass die aber noch nicht stark ist. (Vielleicht sogar reversibel?) Und wenn ich "fachlich" nachweisen kann, dass ein unauffälliges EEG bei MCS nix aussagt.


Maus 22 hat geschrieben:Aber eine frage hab ich noch: warum bist du nicht aufgestanden und gegangen ????


Weil der Gutachter UND das Gericht sich schon über das Schreiben geärgert haben, das ich im Voraus geschickt hatte.
http://csn-deutschland.de/gvordr.htm
Ich wollte ihn nicht noch mehr gegen mich aufbringen, weil er gesagt hat, er hätte sich sehr aufgeregt, hätte sich aber jetzt wieder abgeregt. Das konnte ich ihm zwar nicht so ganz glauben, aber er hat an sich einen guten Ruf (Habe einen Bekannten aus dem Krankenhausumfeld, der sich für mich umgehört hat und nur positive Aussagen über diesen Arzt bekommen hat). Und er hat sich auch ganz normal mit mir unterhalten. Also nicht irgendwie aggressiv.

Ich wollte ihm micht von vornherein unterstellen, dass er mir bloß eins reinwürgen will. Und ich weiß auch nicht, ob er das will oder ob er einfach diese Einstellung zu MCS hat. Ich meine Bredstedt/Dr. Mai sieht das ja ähnlich, und wenn er sich daran orientiert bzw deren Meinung auch seine Meinung ist, dann ist das halt so.
Zuletzt geändert von Captain K am Donnerstag 8. August 2013, 10:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Mittwoch 7. August 2013, 10:22

Habe noch etwas vergessen.

Gestern und heute habe ich noch mit meinem Besuch im Krankenhaus zu tun. Habe gestern sehr viel geschlafen und auch heute noch stärkere Kopfschmerzen als vorher.

Aber das weiß der Gutachter ja nicht, und er wird es auch sicher nicht ernst nehmen bzw. nicht dem Besuch im Krankenhaus zuordnen.

Einen anderen Grund dafür, dass ich jetzt so fertig bin, kann ich mir aber nicht vorstellen, ich war vorher tagelang "stabil" und für meine Verhältnisse leistungsfähig.
Maja
 

Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 7. August 2013, 10:38

Maja hat geschrieben:Habe noch etwas vergessen.

Gestern und heute habe ich noch mit meinem Besuch im Krankenhaus zu tun. Habe gestern sehr viel geschlafen und auch heute noch stärkere Kopfschmerzen als vorher.

Aber das weiß der Gutachter ja nicht, und er wird es auch sicher nicht ernst nehmen bzw. nicht dem Besuch im Krankenhaus zuordnen.

Einen anderen Grund dafür, dass ich jetzt so fertig bin, kann ich mir aber nicht vorstellen, ich war vorher tagelang "stabil" und für meine Verhältnisse leistungsfähig.

Führe bitte ein Protokoll wie und was es dir geht und sende dieses an den gutachter und den auftraggeber, wenn du kannst geh zu deinem arzt und lass das feststellen und protokollieren.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon PappaJo » Mittwoch 7. August 2013, 11:04

Wohl eher vom Krankenhaus-Geruch und den Lösungsmitteln, die Du angesprochen hattest. Mußt nur aufpassen! Wenn ich von diversen Stoffen was abbekommen habe und nicht schnell genug weg war, von der Exposition, hat sich die MCS immer verschlimmert. Und das blieb auch bisher so.

:!: Merke: Bei MCS wenn Du was abbekommst was Du nicht verträgst, SOFORT WEGGEHEN! Je länger Du so was einatmest und aushälst, desto schlimmer wird die MCS. Nachhaltig.

Zum Thema Gutachter:
Es gibt keine "bestellten" Gutachter die bei irgendwem MCS diagnostizieren! Die haben den Auftrag eben keine MCS zu diagnostizieren! Deshalb sollte man wenn man so was macht, einen dicken Geldbeutel haben, um im Anschluss eigene Gutachten, Anwälte und Gerichtsprozesse zu bezahlen. Alles andere ist ein Himmelfahrtskommando und die allgemeine Lage, in jeder Hinsicht, wird sich verschlimmern! Denn nun bist Du lt. Gutachten erstmal KERNGESUND und PSYCHISCH LABIL!

Also an zum Anwalt - einen der Ahnung hat - und SOFORT KLAGE EINREICHEN. Weil sonst hast Du verloren! :shock:
"Man kann das ganze Volk eine Zeit lang täuschen und man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen, aber man kann nicht das ganze Volk die ganze Zeit täuschen."
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Mittwoch 7. August 2013, 12:27

@ Clarissa

Danke


@Papajo

Kann ich mir nicht leisten. :(
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Thommy the Blogger » Mittwoch 7. August 2013, 13:34

@ Maja

Es gibt etliche MCS Kranke die in den letzten 12 Jahren sehr positive Erfahrung gemacht haben mit den CSN Vordrucken.
Einige konnten eine Begutachtung bei einem Negativgutachter abwenden.
Andere Betroffene bekamen einen anderen Gutachter, oder sie mussten nicht in eine vorgeschlagene Klinik in der ihr Gesundheitszustand
sich verschlechtert hätte.

Jeder Fall ist anderes gelagert. Jeder MCS Kranke muss Vordrucke auf seinen Fall hin modifizieren.

MERKE: CSN is not your personal Army!

Und jeder Betroffene muss sich völlig im Klaren darüber sein, dass sein eigenes, persönliches Auftreten bei einem Gutachter letztendlich entscheidend ist.

Gruß,
Thommy the Blogger

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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Mittwoch 7. August 2013, 15:09

Ja, ich habe mit dem Vordruck auch vorher schon 4 Gutachter angeschrieben, zwei davon haben geantwortet, sie haben keine Ahnung von MCS. Einer hat nicht geantwortet und einer schrieb, er hätte weniger als einen MCS-Fall im Jahr, aber er hätte schon damit zu tun gehabt.

Zu dem war ich dann auch gegangen und es war so weit ok.

Allerdings war es damals für die DRV gewesen.


Dieses Gutachten hier war für einen Prozess. Der Gutachter wurde vom Gericht bestellt. Ich wusste nicht, dass ich diesen Gutachter nicht direkt anschreiben darf. Ich hätte bei Gericht meine Fragen stellen müssen und die hätten es dann weiter geleitet.

Der Gutachter fühlte sich von dem Schreiben auf den Schlips getreten und in seiner Kompetenz angegriffen. Ich denke deswegen einfach mal, er hat nicht wirklich Ahnung von MCS. Aber er hat sich vorbereitet gehabt. Ob er sich vorbereitet hat, um eine objektive Untersuchung zu machen oder ob er sich vorbereitet hat, um ich fertig zu machen, kann ich nicht sagen.

In jedem Fall waren die Würfel schon diesbezüglich gefallen, bevor er mich persönlich kennen gelernt hat.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Mittwoch 7. August 2013, 15:23

Thommy the Blogger hat geschrieben:
Jeder Fall ist anderes gelagert. Jeder MCS Kranke muss Vordrucke auf seinen Fall hin modifizieren.


Ja, das ist ja klar. Trotzdem bleiben bisher noch diese beiden Fragen offen:

1)
Nun müsste man wissen, ob man durch diese ENG-Messung nur ausgeprägte oder auch leichte Neuropathien feststellen kann. Die Krankenschwestern haben auch mit der Stromstärke herumexperimentiert... ich könnt mir vorstellen, dass das auch was ausmacht, gerade wenn ein Nerv schon angeschlagen ist. Aber dazu bräuchte ich irgendwas Fachliches.


2)
Außerdem das EEG, das unauffällig war.... haben wir mit MCS denn ein auffälliges EEG?

Und: Haben wir bei Kontakt mit Auslösern ein auffälliges EEG? --- Ich hatte ja während der Messung einen Lösungsmittelgeruch wahrgenommen, jedenfalls eine Zeitlang. Und während der Exposition mit diesem Lösungsmittel hatte ich Kopfschmerzen. Weiß nicht, ob sie mich da absichtlich einem Expositionstest unterzogen haben oder ob das Zufall war.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Thommy the Blogger » Mittwoch 7. August 2013, 15:46

Miss Maja

ich warte gespannt auf Deine nächste Story;) :roll:
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon FriedrichZum » Mittwoch 7. August 2013, 16:53

Hallo Maja,

Du berichtest:
Dieses Gutachten hier war für einen Prozess. Der Gutachter wurde vom Gericht bestellt. Ich wusste nicht, dass ich diesen Gutachter nicht direkt anschreiben darf. Ich hätte bei Gericht meine Fragen stellen müssen und die hätten es dann weiter geleitet.


Danke für die Information!
Mit besten Grüßen
FriedrichZum
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Husky » Mittwoch 7. August 2013, 17:52

Wurde bei Dir MCS überhaupt schon von einem Facharzt diagnostiziert?
Beim wem?
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Mittwoch 7. August 2013, 19:23

@Husky

Zuerst bei Dr. xxxxxx, dann haben noch vier andere Ärzte diese Diagnose bestätigt.

Auch der Gutachter für die DRV hat die MCS bestätigt, obwohl das ebenfalls ein Neurologe und Psychiater war.
Zuletzt geändert von Captain K am Donnerstag 8. August 2013, 10:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maus 22 » Donnerstag 8. August 2013, 08:43

Wenn ich noch eine frage stellen darf:
Was war die Aufgabe des Gutachters ?
Mein Gutachter hatte vom Gericht 4 oder 5 fragen gestellt bekommen, die er mit Hilfe der Untersuchung beantworten sollte.
Gehörte festzustellen ob es sich um MCS handelt mit zu seiner Aufgabe ???
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Donnerstag 8. August 2013, 12:32

Maus 22 hat geschrieben:Was war die Aufgabe des Gutachters ?
Gehörte festzustellen ob es sich um MCS handelt mit zu seiner Aufgabe ???


Danke für Deine Frage. Habe mir die Fragen daraufhin auch nochmal angesehen - leider ja.

Fragen:

1. Welche Gesundheitsstörungen liegen bei der Klägerin vor?
2. Ist beim Krankheitsbild der Klägerin (Welche Gesundheitsstörungen liegen im Einzelnen vor?) eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme medizinisch notwendig und wirtschaftlich, um eine drohende Behinderung oder Pflegebedürftigkeit abzuwenden, sie nach Eintritt zu beseitigen, ihre Verschlimmerung zu verhüten bzw. ihre Folgen zu mindern oder sind sie ausreichend?
3. Ist zur Beantwortung der Beweisfrage die Einholung weiterer Fachgutachten (mit Ausnahme des angeordneten Zusatzgutachtens) erforderlich?
4. Reicht die Durchführung ambulanter Maßnahmen zur Erreichung des Behandlungsziels aus? Sind diesbezüglich die vorhandenen Möglichkeiten ausgeschöpft?
5. Ist eine positive Rehabilitationsprognose feststellbar?



Und wo ich gerade die Unterlagen in der Hand habe, hier die Antwort des Gerichts auf meine Anfrage an den Gutachter:


...
Es wird mitgeteilt, dass die Auswahl eines Sachverständigen der Kammer obliegt und die Klägerin nicht berechtigt ist, den Sachverständigen aufzufordern, seine Fachkompetenz darzulegen.
...


Damit Euch nicht das Gleiche passiert:
Niemals einen vom Gericht bestellten Gutachter direkt anschreiben, sondern, wenn Fragen bestehen, sich über den Anwalt ans Gericht wenden.
Maja
 

Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Clarissa » Donnerstag 8. August 2013, 14:32

Da muss man differenzieren, hat man die "Vorladung" direkt vom Arzt erhalten, kann ich direkt mit ihm in Kontakt treten. Kam das Schreiben mit Gerichtspost mit Zustellungsurkunde, dann muss dieser Weg eingehalten werden.

z.B. schreibt der Arzt : ich wurde vom Gericht xyz beauftragt sie zu untersuchen - muss ich mich ans Gericht wenden, persönlich in der Schreibstube oder per Einschreiben Rückschein bzw. einen beteiligten Anwalt.

Steht in dem Anschreiben nur, Ich bitte sie sich am .... um... zu einer Untersuchung ein zu finden, dann darf ich mich direkt an den Arzt wenden, es macht natürlich Sinn dieses Schreiben allen anderen Beteiligten parallel zugängig zu machen, mit dem Hinweis das diese ihrer Information dient und mit selber Post der Gutachter dieses Schreiben erhalten hat.
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Re: Gutachter meint, ich brauche psychologische Begleitung..

Beitragvon Maja » Mittwoch 21. August 2013, 11:39

Der Gutachter hat mir geschrieben, dass er vom Gericht beauftragt wurde, also hätte ich mich übers Gericht an ihn wenden müssen.

Ich habe meinen Anwalt gefragt, ob ich das Gutachten schon im Vorwege wegen Befangenheit ablehnen kann.

Antwort: Können kann ich, es wäre aber nicht ratsam.

Strategisch günstiger sei es, gegen das fertige Gutachten anzugehen.


Somit heißt es abwarten. Mal sehen, was kommt und was drin steht. Wen kann ich denn bezüglich der ENG-Messung fragen, ob dort nur ausgeprägte Neuropathien erfasst werden oder auch leichtere?
Maja
 


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