Umweltkrankheiten im Bundestag
Liebe Mitbetroffene und Interessierte,
im Deutschen Bundestag kam das Thema Umweltmedizin am 17.3. 2007 zur Sprache, nachdem die Fraktion der Grünen eine Anfrage gestellt hatte.
In der Antwort der Bundesregierung wird die medizinische Versorgungssituation als bestens dargestellt. Leider stellt sich uns als Organisation, die Umweltkranke betreut, die Realität völlig anders dar. Wir werden täglich damit konfrontiert, dass Umweltkranke weder adäquate Diagnostik und noch viel weniger adäquate medizinische Versorgung erhalten. Weiterhin werden Umweltkranke regelmäßig psychiatrisiert, diskriminiert und in jeglicher Hinsicht im Stich gelassen.
Die Antwort der Bundesregierung ist daher nicht akzeptabel, und wir sollten im Gegenzug die Realität ans Licht bringen.
Mit freundlichen Grüssen
Silvia K. Müller
CSN - Chemical Sensitivity Network
Pressemitteilung Deutscher Bundestag:
Im Bundestag notiert: Umweltmedizin
Berlin: (hib/MPI) In Deutschland gibt es laut Bundesregierung gut 4.000 umweltmedizinisch qualifizierte Ärzte. In ihrer Antwort ( 16/4848) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ( 16/4657) schreibt die Regierung, bundesweit hätten 212 Ärzte die Fachqualifikation "Hygiene und Umweltmedizin", einer von ihnen sei für die Behandlung gesetzlich versicherter Patienten zugelassen. Zudem gebe es 3.890 Ärzte mit einer umweltmedizinischen Zusatzqualifikation. Von diesen hätten 1.831 eine Kassenzulassung. Der Anteil der umweltmedizinisch ausgebildeten Hausärzte beträgt den Angaben zufolge 1,2 Prozent. Es gebe rund 50 umweltmedizinische Beratungsstellen und Ambulanzen, heißt es weiter.
Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ( 16/4657) vom 08.03.2007 zu Umweltkrankheiten: http://dip.bundestag.de/btd/16/046/1604657.pdf
Antwort der Bundesregierung zum Thema Umweltmedizin und Versorgung Umweltkranker: http://dip.bundestag.de/btd/16/048/1604848.pdf