Vera Mahler1, Anne Schmidt2, Manigé Fartasch1, Thomas H. Loew3, Thomas L. Diepgen1
1Dermatologische Universitätsklinik Erlangen (Direktor: Prof. Dr. G. Schuler)
2Gewerbeaufsichtsamt, Gewerbeärztlicher Dienst, Nürnberg
3Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universität Erlangen-Nürnberg (Kom. Leiter: Prof. Dr. A. Barocka)
Stellenwert der psychotherapeutischen Medizin bei der Begutachtung von Hautkrankheiten
Empfehlungen für die Indikation eines Zusatzgutachtens „Psychotherapeutische Medizin” in der Begutachtung aus der Sicht der Dermatologie
Zusammenfassung
Zwischen Haut und Psyche sowie psychischer Alteration bestehen bei vielen Dermatosen wechselseitige Zusammenhänge, die auch in Begutachtungssituationen zutagetreten können. In bestimmten Fällen kann daher eine Zusatzbegutachtung durch die psychotherapeutische Medizin erforderlich werden, insbesondere wenn daraus neue Erkenntnisse zur Aufklärung, Diagnosesicherung oder Einschätzung der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) resultieren. Die unterschiedlichen rechtlichen Grundlagen der verschiedenen Rehabilitationsträger sind dabei zu berücksichtigen. Die unterschiedlichen Indikationen zur Zusatzbegutachtung durch die psychotherapeutische Medizin werden anhand von konkreten Gutachtensbeispielen dargestellt. Die Wertung neuer möglicherweise berufsassoziierter Erkrankungen wie z.B. “multiple chemical sensitivity” und Mobbing wird diskutiert.
Zeitschrift Der Hautarzt
Verlag Springer Berlin / Heidelberg
19. Februar 2004
http://www.springerlink.com/content/6n13e93kh284g0fy/