.. nicht zugelassener Gen - Mais in Niedersachsen

Verfasst:
Sonntag 6. Juni 2010, 17:41
von Energiefox
http://de.news.yahoo.com/2/20100606/tbs-offenbar-nicht-zugelassener-gen-mais-f41e315.html
Also interessant oder erschreckend wer sich an meine Umweltaktionen erinnert ich habe ja auch schlechte Erfahrungen mit Behörden in Niedersachen.
Der Blog Giftiges Kinderspielzeug spricht doch Bände...
Hier in dem Bericht von Greenpeace doch auch Behörden in Niedersachsen reagieren nicht oder viel zu spät.
Hier zur Erinnerung der Blog... Giftiges Kinderspielzeug..
http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/23/giftiges-kinderspielzeug-ist-keiner-ist-zustandig/
Gruß Fox
.. nicht zugelassener Gen - Mais in Niedersachsen

Verfasst:
Sonntag 6. Juni 2010, 22:38
von Maria
Hallo Fox,
das ist in der Tat ein Skandal. Es ist eine Schande, dass so etwas passieren kann. Aber den Genkonzernen ist jedes Mittel recht, um genverändertes Saatgut auszubringen.
Ist genverändertes Saatgut erst einmal auf dem Acker, lässt sich die Verunreinigung anderer Anbauflächen nicht mehr zurücknehmen. So kann man es auch machen...
Hierzu möchte ich auch auf meinen Blog bzgl. Monsanto hinweisen, aus dem hervorgeht, welche Strategien solche Konzerne verfolgen:
http://www.csn-deutschland.de/blog/2010/05/05/monsanto-patent-auf-schnitzel/
.. nicht zugelassener Gen - Mais in Niedersachsen

Verfasst:
Montag 7. Juni 2010, 09:02
von Lilienblüte
Was passiert mit den Tätern? Woher haben sie den verseuchten Mais?
Diese unerhörte Sauerei muss lückenlos aufgeklärt werden.
.. nicht zugelassener Gen - Mais in Niedersachsen

Verfasst:
Montag 7. Juni 2010, 09:51
von Groppo
Da wird ein ganz mieses Spiel betrieben, auf Kosten von uns allen.
Solche Leute gehören hinter Gitter!
auch in B-W

Verfasst:
Dienstag 8. Juni 2010, 10:55
von Chris50
Wo wächst der Genmais „NK 603“?
Verunreinigtes Saatgut gelangte nach Baden-Württemberg / Suche nach betroffenen Bauern
Von unserem Redaktionsmitglied Elvira Weisenburger (BNN)
Stuttgart//Hamburg. Der neueste Skandal um Genmais-Saatgut hat auch Baden-Württemberg erfasst. Unter Hochdruck läuft nun die Suche nach Händlern, Zwischenhändlern und Bauern – und nach der Antwort auf die entscheidende Frage: Auf wie vielen Feldern und in welchen Ecken des Landes sprießen schon kleine Maispflänzchen aus Saatkörnern mit gentechnisch verändertem Erbgut? Dass verunreinigtes Saatgut in sieben Bundesländer geliefert wurde, gilt als gesichert.
Auf schätzungsweise 2 000 Hektar Ackerland soll die verbotene Futtermais-Saat ausgebracht worden sein. Doch noch kann oder will niemand die betroffenen Orte und Bauern nennen. „Wir sind gerade dabei, die Händler in Baden-Württemberg zu ermitteln, die das Saatgut bezogen haben, und müssen dann klären, welche Bauern bei ihnen gekauft haben“, erklärt die Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums in Stuttgart. „Die Recherchen können ein bis zwei Wochen dauern.“
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace, die den Fall aufdeckte, spricht vom „bisher größten Gentechnik-Saatgut-Skandal in Deutschland“. Heftige Vorwürfe richten sich an das Agrarministerium Niedersachsens, das Erkenntnisse über verunreinigtes Saatgut eines niedersächsischen Produzenten angeblich monatelang ignorierte.
Auslöser der Aufregung ist der Gen-Mais „NK 603“. Nach Erkenntnissen von Greenpeace ist diese Pflanzenspritzmittel-resistente Sorte zu einem Anteil von bis zu 0,1 Prozent in das Saatgut gemischt. „Ein Anteil von 0,1 Prozent hätte zur Folge, dass etwa 100 gentechnisch veränderte Pflanzen auf einem Hektar wachsen“, erklärt Alexander Hissting, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace, im BNN-Gespräch. Er verweist auf eine französische Studie, wonach Blutwert-Veränderungen bei Mensch und Tier nach dem Verzehr des Genmais nicht auszuschließen seien. Bereits voriges Jahr gelangte NK 603 auf Äcker – damals waren im Südwesten 100 Hektar Anbaufläche betroffen. Der Genmais landete 2009 in Biogasanlagen statt in Futtertrögen. Aus Verbrauchersicht paradox: Der Anbau des Gen-Mais „NK 603“ ist in der Europäischen Union verboten – aber „als Lebens- und Futtermittel“ zugelassen. Sprich: Der Mais darf an Tier (und theoretisch auch an Menschen) verfüttert werden – aber anbauen müssen ihn Landwirte außerhalb der EU.
Für den Landesbauernverband zeigt der neueste Skandal, dass Gesetzgebung und Realität auseinanderklaffen. „Die Null-Toleranz-Grenze funktioniert in der Praxis nicht“, sagt Verbandssprecher Heiner Krehl. Im Grunde könne heute kein Händler mehr garantieren, dass sein Saatgut frei von Gentechnik-Produkten sei: „Man sollte dem Verbraucher nichts vormachen. Die Gentechnik hat in unserem Alltag schon längst Einzug gehalten – ob man will oder nicht.“
.. nicht zugelassener Gen - Mais in Niedersachsen

Verfasst:
Dienstag 8. Juni 2010, 12:41
von mirijam
.. nicht zugelassener Gen - Mais in Niedersachsen

Verfasst:
Dienstag 8. Juni 2010, 13:59
von Energiefox
mirijam,
aus dem Bericht....
Die Verzögerung habe lediglich zwei bis drei Wochen betragen und sei keinesfalls absichtlich geschehen. "Die Verschwörungstheorien von Greenpeace sind absurd", sagte Hahne. Auch eine Gefährdung der Verbraucher stünde nicht zur Diskussion. Die Mais-Sorte werde auch in den USA angebaut. Studien, die eine Gesundheitsgefährdung belegen, gebe es nicht....
Die Verzögerung habe lediglich zwei bis drei Wochen betragen....
allein das ist schon unfassbar und bei der Schwere des Delikts nicht hinnehmbar. Dann auch Studien die eine Gesundheitgefährdung belegen gebe es nicht..
Allein die Tatsache das es um nicht zugelassenen Gen Mais handelt hätte eine Behörde in höchste Alarmbereitschaft setzen müssen.
Ich erlebte es immer wieder (hier in Niedersachsen) wenn ich Sachen (Umweltvergehen in meinen Augen) Behörden melde, die werden meist von einer Behörde zu anderen weitergeleitet und zum Schluss bekomme ich keine Antwort. Es ist kein Einzelfall, mehrere Sachen habe ich in der Art erlebt.
Gruß Fox
.. nicht zugelassener Gen - Mais in Niedersachsen

Verfasst:
Mittwoch 9. Juni 2010, 00:08
von mirijam
@ Energiefox
Das Wort "Verschwörungstheorie" ist sehr beliebt, allerdings schon etwas abgedroschen. Auch bei der "Schweinegrippe" benutzte man es gerne.