Gezielte Degradierung von Kranken durch KK

Gezielte Degradierung von Kranken durch KK

Beitragvon Kai Uwe » Freitag 31. August 2007, 10:26

Kassen wollen Hausärzte benachteiligen
BERLIN (HL). Ein großer Teil der Patienten, die von Hausärzten behandelt werden, sollen nach dem Willen der Krankenkassen gar nicht als krank klassifiziert werden.

Der Hintergrund: Ab 2009 soll das Honorar der Ärzte entsprechend der Morbidität der Kassenpatienten steigen. Zur Morbiditätsmessung soll auf das Patientenklassifikationsverfahren mit ICD-10-Codes zurückgegriffen werden. Dabei wollen die Krankenkassen als Morbidität nur gesicherte Diagnosen - also ICD-10-Codes mit dem Zusatzkennzeichen "G" - akzeptieren. Die Folge: Leiden von Patienten mit unspezifischen Symptomen oder Verdachtsdiagnosen, wie sie vor allem in der hausärztlichen Praxis sehr häufig sind, werden gar nicht als Krankheit erfasst.

Neuer Streit im Honorarpoker zwischen KBV und Kassen ist allerdings auch um den Facharzt-EBM ausgebrochen.

Ärzte Zeitung, 31.08.2007
Kai Uwe
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