Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Beitragvon Karlheinz » Sonntag 25. November 2007, 13:27

Von den Lübecker Nachrichten http://www.ln-online.de/lokales/2260791

Feinstaub aus dem Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Lübeck - Ein Rußfilter für jede Holzheizung - dazu will das Bundesumweltministerium die Hausbesitzer verpflichten. Egal ob Kaminofen, Kachelofen oder Holz-Zentralheizung: Wer strenge Feinstaub-Grenzwerte nicht einhält, muss künftig einen Filter einbauen. Kosten: rund 1200 Euro. Der Hausbesitzerverband reagiert mit Empörung auf die Filterpflicht.

Das Umweltministerium allerdings ist entschlossen - und macht Tempo bei der Novelle der Bundesimmissionsschutzverordnung. "Wir wollen das so schnell wie möglich machen, da wir es mit einem sehr ernsten Problem zu tun haben. Da geht es um die Gesundheit von vielen Menschen", sagte ein Sprecher von Minister Sigmar Gabriel (SPD) den LN. Das Thema solle noch in diesem Jahr im Kabinett beraten werden.

Unbestritten gilt Holz als umweltfreundlicher, weil CO2-neutraler Brennstoff. Doch wo Holzfeuer ist, ist auch Rauch: Aus deutschen Schornsteinen quillt laut Bundesumweltministerium mehr Feinstaub, als alle Dieselstinker zusammen produzieren. Die rund 15 Millionen Holzfeuerungen in deutschen Haushalten stoßen im Jahr rund 24 000 Tonnen gefährlichen Feinstaubs aus - alle Dieselfahrzeuge einschließlich Lastwagen bringen es auf rund 21 000 Tonnen.

Schritt eins laut geplanter Verordnung: Der Schornsteinfeger misst den Feinstaubausstoß von Holzfeuerstellen im Haushalt (bisher nicht vorgeschrieben). Schritt zwei: Werden neu geschaffene strenge Grenzwerte überschritten, muss ein Filter her. "Bei rund 6,5 bis 7 Millionen Anlagen muss wahlweise entweder mit einem Filter nachgerüstet - oder sie müssen außer Betrieb genommen werden", so das Ministerium. Die Grenzwerte gelten für alle Holzöfen, auch für Pelletheizungen. Einzige Ausnahme von der Filter-Pflicht: private Kochherde, Backöfen und Badeöfen, offene Kamine (Filter sind hier technisch nicht machbar) und vor 1950 errichtete historische Öfen.

Ein Feinstaubfilter wird entweder in das Ofenrohr oder in den Schornstein eingebaut. Solche Filter sind gerade erst zur Serientauglichkeit gereift und noch kaum auf dem Markt erhältlich. Massive Probleme mit mangelhaften Rußfiltern gibt es derzeit bei Dieselfahrzeugen. In Sachen Ofenfilter haben Industrie und Hersteller aber noch Zeit: Die geplante Verordnung sieht Übergangsfristen bis 2014 vor.

Die Filter-Pflicht stößt bei der FDP-Bundestagsabgeordneten Christel Happach-Kasan aus Bäk bei Ratzeburg auf Kritik. "Die Preise für die Partikelfilter sind erschreckend hoch. Angesichts des hohen Ölpreises sollte man nicht mit aller Strenge vorgehen, um die Filter einzuführen", sagt die Vorsitzende der schleswig-holsteinischen Waldschützer. Sonst drohe die Akzeptanz des Brennstoffs Holz zu sinken. Alexander Blazek, Verbandsdirektor der Hauseigentümervertretung Haus und Grund Schleswig-Holstein, kritisiert, es würden "unnütze Kosten für die Hausbesitzer" und neue Bürokratie produziert. Kritisch sieht er auch die Aufgabe der Schornsteinfeger. "Die leben in Angst vor dem Ende ihres Monopols. Da ist es naheliegend, dass sie ihre Lobby in Gang setzen, um neue Betätigungsfelder zu erschließen", so Blazek.

Von Susanne Peyronnet, LN
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Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Beitragvon schlumpf » Sonntag 25. November 2007, 16:38

Mal eine gute Nachricht! Ich kann bei mir oft kein Fenster aufmachen vor lauter stinkendem Qualm.
Die Übergangsfrist ist nur viel zu lange. Ende 2009 dürfte wohl problemlos machbar sein!
schlumpf
 

Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Beitragvon Karlheinz » Dienstag 27. November 2007, 13:54

Es besteht die Möglichkeit, auf der HP des Bundesumweltministeriums einen Kommentar zu hinterlassen. Da so das BMU sich auch ein wenig eine Meinung über volkes Stimme bilden kann, wäre es vielleicht nicht verkehrt dort präsent zu sein. Bislang sind die unbelehrbaren asozialen Stinker in der Mehrheit.

http://www.bmu.de/service/gaestebuch/content/4085.php
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Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Beitragvon schlumpf » Dienstag 27. November 2007, 18:11

Zur Zeit sehen die Einträge so aus wie dieser:

Gästebucheintrag:
Rußfilter für Kamine: Ich habe seit einigen Tagen überlegt, an dieser Stelle zwecks Bürokratieabbau die Abschaffung sämtlicher Emissionsvorschriften anzuregen, da die herkömmlichen Emissionen neben denen der vielen Holzöfen sowieso nicht mehr ins Gewicht fallen. Das beschleunigte Ableben dysfunktionaler Allergiker hätte gewiss auch volkswirtschaftliche Vorteile. Mit freudiger Verblüffung (und leisen Zweifeln am Ergebnis) nehme ich daher die geplante Einführung von Rußfiltern zur Kenntnis. Die Dinger zu schließen wäre natürlich noch besser gewesen.

von: Karlheinz Ramm
Eingang: 25.11.2007 - 12:36:13
schlumpf
 

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Beitragvon Karlheinz » Dienstag 27. November 2007, 19:28

???
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Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Beitragvon Karlheinz » Donnerstag 29. November 2007, 10:14

Die ganze Aktion dürfte dann wohl nicht allzuviel bringen. An sonstige Emissionen wie Kolenmonoxid, Formaldehyd, Terpene, Dioxine aus mitverbranntem Hausmüll denkt offensichtlich keiner.

dradio.de
URL: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/703455/
FORSCHUNG AKTUELL

28.11.2007 · 16:35 Uhr

Behagliche Wärme, aber womöglich schlechte Luft: Im Kamin entstehen Rußpartikel. (Bild: Uni Arizona)

Rußfilter für Kaminöfen
Bundesumweltministerium will Feinstaubemissionen reduzieren
Moderation: Gerd Pasch
Umwelt. - Die steigenden Energiekosten lassen viele Verbraucher auf alternative Heizverfahren umsteigen, auf den schon fast vergessenen Kaminofen etwa. Aber es gibt einen Haken: Beim Verbrennen des Holzes entstehen Ruß und Feinstaub. Das Bundesumweltministerium will deshalb künftig Rußfilter für Kaminöfen zur Pflicht machen. Der Wissenschaftsjournalist Mirko Smiljanic erläutert das Problem im Gespräch mit Gerd Pasch.


Gerd Pasch: Herr Smiljanic, wie schwerwiegend ist denn der Feinstaubauswurf beim Heizen mit Holz?

Mirko Smiljanic: Wenn man den Berechnungen des Umweltministeriums Glauben schenken darf, dann ist das eine ganze Menge. 2005 waren es immerhin 24.000 Tonnen Stickoxide und Feinstaub, die durch die Kamine in die Luft gelangten, Tendenz steigend. Mittlerweile sind ja die Gas- und Ölpreise so hoch, dass Kaminöfen nicht nur eine angenehme Wärme produzieren, sondern da kann man auch richtiges Geld sparen. Ganz so selten sind diese Öfen nicht, es gibt in Deutschland und 30 Millionen Feuerstätten. Zur einen Hälfte sind das Öl- und Gasfeuerstätten und zur anderen schon Holz. Würde man diese 15 Millionen Öfen mit Rußfiltern ausrüsten, ließe sich der Feinstaubausstoß um etwa ein Drittel reduzieren.

Pasch: Wie viel gibt es denn jetzt an Tonnen Rußpartikeln?

Smiljanic: Zurzeit gibt es ungefähr 24.000 Tonnen, die ausgestoßen werden. Wenn diese Rußfilter eingebaut werden, dann sind es ungefähr noch 10.000 Tonnen. Es ist eine Frage der Rechnung.

Pasch: Und wir kommen noch mal auf die Filter zurück: Wie funktionieren die?

Smiljanic: Da ist eine Menge Hightech notwendig. Das Problem ist dabei: Der Rauch hat keinen Druck wie zum Beispiel beim Dieselmotor, da ist es sehr viel einfacher. Man kann also den Rauch nicht irgendwie durch einen wie immer aufgebauten Filter hindurchdrücken. Als Lösung kommen da zunehmend elektrostatische Partikelabscheider - so heißen sie korrekt - auf den Markt. Die Funktionsweise ist ungefähr so: In das Abgasrohr wird eine Elektrode aus Wolfram gespannt. Diese Elektrode wird mit 20.000 Volt Hochspannung aufgeladen. Es kommt zu einer Ionisierung, bei der geladene Teilchen und Gasionen entstehen. Diese Gasionen lagern sich an die Feinstaubpartikel an und laden ihrerseits nun die Partikel auf. Die werden dann durch die elektrostatischen Kräfte an die Rohrwand gedrückt. Dort verlieren sie zwar ihre Ladung, haben aber sich mit anderen Partikeln so verzahnt, dass sie eben dort bleiben und dort können sie dann vom Schornsteinfeger bei der nächsten Reinigung ganz normal entfernt werden.

Pasch: Sie haben eben ein paar Zahlen genannt. Beziehen sich die auch auf die Wirkungsgrade der einzelnen Anlage?

Smiljanic: Der TÜV Süd hat sich mal ein solches System genauer angesehen und ist auf Reinigungswerte in der alltäglichen Praxis von 50 bis 90 Prozent gekommen, 90 Prozent sicherlich nur bei ganz modernen Öfen, die perfekt mit gut abgelagertem Holz befeuert werden. Diese Technik kann eingesetzt werden bei Öfen mit einer Leistung von 40 Kilowatt, so werden die normalerweise gemessen. Zum Vergleich: Ein ganz normaler Ofen in einem normalen Wohnzimmer hat ungefähr sieben Kilowatt. Man kann also auch große Pellet-Öfen, Anlagen zum Beispiel damit säubern.

Pasch: Sie haben jetzt gerade schon ein paar Verbrennungsverfahren genannt. Spielen die bei der Reinigung bei dem Filter eine Rolle?

Smiljanic: Absolut, das ist ein ganz wichtiger Punkt, der wird häufig vergessen. Wenn das Holz trocken ist und vollständig bei genügend Sauerstoff verbrannt wird und bei einer relativ hohen Temperatur, entstehen weniger Schadstoffe und Rußpartikel. Genau das funktioniert ja bei alten Öfen, bei Kaminöfen zum Beispiel dann eben nicht mehr, die älter als 40 Jahre alt sind. Die Verbrennungstemperaturen sind da zu niedrig, manchmal gibt es Schwelbrände, bei denen viel Schadstoff entsteht. Umgekehrt heißt das aber auch: Wer einen modernen Kaminofen hat mit einer automatisierten Luftzufuhr erfüllt möglicherweise schon jetzt die geforderten Emissionswerte von 100 Milligramm Staub pro Kubikmeter Luft.

Pasch: Also da gibt es noch Unterschiede. Wer muss denn wann seinen Ofen umrüsten?

Smiljanic: Da gibt es ein gestaffeltes Verfahren, das ist noch nicht juristisch und gesetzlich genau entschieden. Aber es läuft darauf hinaus, dass Öfen, die vor 1975 aufgestellt wurden, die müssen bis Ende 2014 umgerüstet werden oder abgebaut werden. Das sind die großen Dreckschleudern. Öfen, die nach 1995 aufgestellt werden bis Ende 2024, die Kosten liegen so um die 1000, 1500 Euro, in dem Dreh wird sich das bewegen. Aber das sind alles in der Regel nur theoretische Werte. Wer weiß schon, welche Techniken im Jahr 2024 auf dem Markt sind. Ich denke mal, da wird sich in den kommenden Jahren noch jeder Menge ändern.
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Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Beitragvon Karlheinz » Freitag 30. November 2007, 08:41

Brennstoff aus Abfall: Holzpellets sind ein Nebenprodukt aus der Holzindustrie. Absatzprobleme und Filterpflichten

Holzpellets, Pelletheizungen und Klimaschutz
Von Tonia Koch

Die Diskussion über die Feinstaub-Luftbelastung durch Holzverbrennung kommt für den Markt für Holzpellets, also aus Holzspänen gepresste zylinderförmige Stäbchen, zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Denn nach beachtlichen Steigerungsraten in den Jahren 2005 und 2006 ist der Absatz von Holzpellets im laufenden Jahr eingebrochen.

Nach Angaben des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes ist der Absatz von Holzpellets auf dem deutschen Markt in diesem Jahr um über 60 Prozent zurück gegangen. Für diese Entwicklung führt der Verband mehrere Gründe ins Feld. Zum einen hätte sich die Abschaffung der Eigenheimzulage negativ ausgewirkt. Wenn keine privaten Ein- und Zweifamilienhäuser gebaut würden, so würden dort auch keine Heizungsanlangen nachgefragt. Im öffentlichen Sektor werde ohnehin - so der Verband- nur selten auf Pellet-Heizungen zurück gegriffen. Zum zweiten hätte der milde Winter zum Jahreswechsel 2006/2007 und der zu diesem Zeitpunkt vergleichsweise niedrige Ölpreis, die Verbraucher davon abgehalten in die Jahre gekommene Heizungsanlagen auszutauschen. Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes:

Die Heizungsbranche ist gerade in einem historischen Tief. Der deutsche Kunde kauft keine Heizung mehr, weil er verunsichert ist, anhand einer Vielzahl von Alternativen aus dem erneuerbaren Bereich. Und nicht zuletzt: Bei ihm ist der Aufschwung im Geldbeutel nicht angekommen. Er kann nicht sagen, ich kaufe mir jetzt für 15.000 Euro eine neue Heizung.

Verunsichert wurden die Verbraucher allerdings auch durch eine Diskussion, die sich um die Freisetzung von Feinstäuben durch Pellet-Heizungen entzündet hatte sowie durch die hohen Preise zu Beginn des Jahres. Inzwischen sind die Preise von 265 Euro die Tonne auf 180 Euro die Tonne gesunken. Das entspricht - nach Angaben des Verbandes - etwa der Hälfte dessen, was der Verbraucher augenblicklich für die fossilen Energieträger Öl und Gas zahlen muss. Einen Nachfrageschub hat die Preisentwicklung nach unten bei den Pellets allerdings nicht ausgelöst. Im Gegenteil. Der Markt kämpft mit Überkapazitäten. Martin Bentele:

Die Produktionskapazitäten haben sich in den letzten vier Jahren vervierfacht. Es wird sogar nur die Hälfte dessen produziert, was man machen könnte. Und nur die Hälfte dessen wird innerhalb Deutschlands verbraucht. Die andere Hälfte geht nach Holland und Belgien in Kraftwerke.

Hinzu kommt, dass immer mehr ausländische Anbieter den deutschen Markt entdecken. Und das führt dazu, dass nach Auffassung einer Reihe von Händlern immer mehr Qualitätsprobleme im Pellet-Bereich auftreten. Die Eigenschaften, die ein Pellet aufweisen muss, beispielsweise hinsichtlich seiner Dichte, seines Wassergehaltes oder seiner chemischem Zusammensetzung sind genormt. Und der deutsche Energie-Pellet-Verband vergibt auch ein Prädikatsiegel, wenn Pellets die sogenannte Din-Plus-Norm erfüllen. Allerdings eröffneten die festgelegten Schwankungsbreiten bei den Grenzwerten zu viele Spielräume. Thomas Merz vom Rohstoffhändler RAT im saarländischen Waldhölzbach:

Die Norm ist zu weit gesteckt. Die Problematik ergibt sich einfach daraus, dass viele Dinge, insbesondere Feinst-Anteile, zu ungenau geregelt sind und der Endverbraucher den Schaden hat beziehungsweise Probleme mit der Regulierung bekommt.

Die Qualitätsproblematik ist beim Verband angekommen. Sie wird von Produzenten, Händlern und Anlagenbauern gemeinsam gelöst werden müssen, damit das Vertrauen der Verbraucher nicht leidet. Denn der Modernisierungsstau in deutschen Heizkellern ist enorm. Nach Angaben des Bundesverbandes für Haus- Energie- und Umwelttechnik sind 20 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland älter als 24 Jahre. Anfang Dezember will die Bundesregierung das Erneuerbare Energien-Wärme-Gesetz auf den Weg bringen. Davon erwartet sich die Pellet-Branche neue Impulse. Denn der Gesetzgeber will Häuslebauer dazu verpflichten, dass sie zukünftig einen Teil ihrer Wärmeversorgung über erneuerbare Energien abdecken. dlf
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Feinstaub aus Kamin: Berlin will Rußfilter-Pflicht

Beitragvon Karlheinz » Sonntag 20. Januar 2008, 18:38

San Francisco Chronicle
http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2008/01/20/MNGQUGD16.DTL

Proposed wood burning ban draws fire
Jane Kay, Chronicle Environment Writer

Sunday, January 20, 2008

A proposed ban on burning wood in the Bay Area\'s 1 million fireplaces and stoves on bad-air days has drawn praise - and heat - from hundreds of residents as regulators consider how to balance the health risks of inhaling smoke against the need to stay warm.

The Bay Area Air Quality Management District\'s plan to restrict wood burning comes after federal officials imposed tighter limits on emissions of fine particles, a move that regional officials say could lead them to declare 20 Spare the Air days during the winter season. There have been six such days in the region since November.

After sifting through more than 400 comments, Bay Area air-quality officials plan to refine their proposal by spring, intending to put new rules in place by next winter. Presto logs and logs made of coffee grounds and nutshells would be regulated like wood.

\"We know there are very toxic components in wood smoke,\" said Dr. Janice Kim, public health medical officer with the air toxicology and epidemiology branch of the state\'s Office of Environmental Health Hazard Assessment.

People who burn wood \"are exposing themselves, their neighbors and their families to harmful compounds, including carcinogens,\" Kim said.

Influenced by a rash of studies showing that wood smoke poses severe health hazards, two-thirds of the residents who commented on the air district\'s plan said they favor mandatory controls on haze, smoke and airborne dust to control pockets of plumes in their neighborhoods.

Paul Spiegel of Walnut Creek said, \"There is no escape from inhaling these emissions, even inside your own home with an air-cleaner going.\" He complained that people use green wood and construction waste that burn dirty.

Spiegel said he\'d accept more government controls \"to allow these chronic and abusive wood-burners to needlessly pump our lungs full of their irritating, penetrating and persistent fumes and particulates which bring great risks to our immediate and long term health.\"

But James Sayre of Oakland wrote: \"Sometimes it seems as if our government is trying to squeeze out every last bit of fun and joy in life (unless it is sold to us at a profit by major corporations). This proposed regulation of private fireplaces seems quite heavy-handed and probably impractical to enforce, to boot.\"

Sayre said environmental regulators should instead crack down on diesel truck and bus emissions.

For more than a decade, the Bay Area\'s air quality district has considered controlling wood smoke from about 1,400 cords of wood - enough to fill the beds of 2,800 pickup trucks - that are burned daily in cold weather.

Air regulators in the San Joaquin Valley and Sacramento have put in place \"Check Before You Burn\" restrictions, which prohibit wood fires during periods of poor air quality.

\"For the most part, once folks understood how the rule works, that there are not burning restrictions every day, they weren\'t against it,\" said Aleta Kennard, program supervisor for technical services at the Sacramento Metropolitan Air Quality Management District.

As early as 1990, scientists attributed 40 percent of the airborne particulates in San Jose in the wintertime to wood smoke, and the researchers found an increase in deaths related to an increase in particulates. In 1997, state researchers conducted a study in Santa Clara County that linked particulate levels and increased emergency room visits for asthma.

Since 1998, about 40 cities and counties in the Bay Area have adopted regulations, mainly prohibiting the construction of fireplaces in new homes - and the cities of Fremont, Gilroy, Los Altos Hills, Los Gatos, Martinez, Mill Valley, Oakland, Rohnert Park, San Pablo and Union City banned burning on bad-air days.

Studies have found that the microscopic mix of solids and liquid droplets in wood smoke are composed of acids, organic chemicals, metals, dust particles and allergens - quite different from the emissions from burning fossil fuels. Scientists are examining the toxicity of the entire mixture - not just separate components - just as they do for tobacco smoke.

UCSF associate clinical professor Dr. Michael Lipsett, who also serves as chief of the exposure assessment section in the California Department of Public Health, was among several authors of a review published last year concluding that wood-burning stoves and fireplaces \"emit significant quantities of known health-damaging pollutants, including several cancer-causing compounds.\"

Among them are polycyclic aromatic hydrocarbons, benzene, aldehydes, respirable particulate matter, carbon monoxide, nitrogen oxides and other free radicals.

\"In the wintertime, residential wood combustion is a significant contributor to fine particles in the air,\" said Lipsett.

The problem with wood smoke is that it hangs close to the ground, particularly on windless, foggy nights. Complaints come from all over the Bay Area - from Cow Hollow in San Francisco to Menlo Park, Novato and Castro Valley - where neighbors\' wood smoke has invaded streets, yards and houses.

Walnut Creek resident Spiegel said the smoke is noticeable as soon as he emerges from the eastern end of the Caldecott Tunnel in Contra Costa County.

\"It can come as a big surprise if you\'re not used to it,\" he said in an interview.

But rural resident Vernon Huffman, who heats his house with wood on a ranch outside of San Anselmo, said the proposal \"will turn this neighborhood into a tattletale state. One smell of smoke will have the cops at each other\'s doors, which ultimately is a violation of our civil and human rights.\"

His natural gas heating system is inefficient and costs too much to run, he said, and a ban on burning during periods of poor air would \"force me to install a heating and air system and be reliant on PG&E.\"

Huffman\'s problem is a problem for the Bay Area air district, too.

Eric Pop, an air-quality specialist for the agency, said his staff is wrestling with how to best define \"sole source of heat,\" one of the few exemptions that the district has offered in the proposed rule. Regulators realize that people without connections to utilities or who can\'t afford other means of heat need to stay warm, but they don\'t want people to lower air quality for others by burning wood.

The air district is considering an option that would allow cleaner-burning devices, such as EPA-certified stoves and fireplace inserts, to operate during restricted periods. Officials are also setting up a program to offer retailer discounts to residents who want to upgrade devices.

In west Marin County, where air pollution from wood stoves hovers on still, cold nights, Susan Goldsborough is searching for an amicable solution. Her neighbors can use electricity or propane, but many choose wood for warmth.

\"Many residents who would consider themselves to be environmentally aware and live a green life burn wood,\" she said. \"It seems to be a blind spot.\"

Goldsborough won\'t let her grandchildren sleep over on smoky nights from November to February, and she suggests that sensors be put in place in problem valleys so neighbors are not policing neighbors.

\"We have the right to clean air,\" she said.

Online resources
Bay Area Air Quality Management District\'s proposed regulations:
sfgate.com/ZCEC

Air district\'s report on wood smoke:
sfgate.com/ZCED

\"Woodsmoke Health Effects: A Review,\" Journal of Inhalation Toxicology:
sfgate.com/ZCEA

Health effects of wood smoke
-- Microscopic particles of smoke are so small they get lodged deep in the lungs and sometimes in the bloodstream. In the lungs, they can cause structural and chemical changes. Little is known about effects on the heart. Researchers suspect exposure to the smoke can cause heart attacks and heart arrhythmias.

-- Long-term exposure can reduce lung function and cause bronchitis and premature death. Short-term exposure can aggravate lung disease, causing asthma attacks and susceptibility to infection.

-- Wood smoke and other particles pose a greater threat to adults when they are physically active because they breathe faster and more deeply, taking in more particles.

-- Older adults are sensitive to air pollution, scientists suspect, because they may have undiagnosed heart or lung disease. Children are sensitive because they are active and also because their lungs are still developing.

-- Most at risk are people with heart or lung disease such as coronary artery disease, congestive heart failure and asthma or chronic obstructive pulmonary disease. People with diabetes may be at increased risk because they may have underlying cardiovascular disease. New studies suggest that inhaling fine particles can cause low birth weight in newborns, preterm deliveries and possibly fetal and infant deaths.

Source: U.S. Environmental Protection Agency
- Editiert von Karlheinz am 20.01.2008, 17:39 -
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