Wir trauern um Monika Quinlan

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Beitragvon Silvia K. Müller » Dienstag 30. Dezember 2008, 20:31

Wir müssen die traurige Nachricht übermitteln, dass Monika Quinlan verstorben ist.
Monika war Teil unserer MCS Aktivistengruppe CS_eXchange. Sie war ein herzlicher Mensch, der
eine tiefe Lücke hinterlässt. Trotz ihrer schweren MCS setzte sich Monika immer wieder für die
weitere Anerkennung von MCS in Kanada ein.

Monika verstarb am 26. Dezember nach langem Leiden.

Den Angehörigen gehört unser aufrichtiges tiefes Beileid,
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Silvia K. Müller
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Beitragvon Mia » Dienstag 30. Dezember 2008, 22:02

In stiller Trauer und herzlicher Verbundenheit
mit den trauernden Angehörigen

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Beitragvon Karlheinz » Mittwoch 31. Dezember 2008, 08:37

Monika war Lehrerin für Naturwissenschaften und machte vor einigen Jahren noch trotz MCS ihren Master in Theologie an der University of Missouri. Vielleicht kennt sie der eine oder andere noch von dem Newsletter Our Toxic Times von CIIN (http://www.ciin.org). Sie war dort glaube ich auch mal für wissenschaftliche Fragen zuständig und hatte dort später eine Kolumne christlich spirituellen Inhalts, die sie dann wegen ihrer sich verschlechternden Gesundheit wieder aufgab. Sie war auch Mitglied einer hochkarätig besetzten CIIN-Arbeitsgruppe, die im letzten Jahr eine neue MCS-Falldefinition zu erarbeiten versuchte. Zuletzt schrieb sie noch gelegentlich zu spirituellen Themen im ECO-Newsletter (http://echomcsct.homestead.com/), war auch noch etwas in ihrer Gemeinde aktiv und leitete eine spirituelle Internet-Reading-Group, die für mich Anlaß und Gelegenheit war zu dem Thema endlich mal etwas dazuzulernen.

Wenn es irgendwo eine bessere Welt geben sollte, ist sie jetzt bestimmt dort.
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Beitragvon Monja » Donnerstag 1. Januar 2009, 21:41

Woran verstirbt man denn mit schwerer MCS? An einem allergischen
Schock? Ich weiß, das mag eine unpassende Frage sein, aber da ich
auch MCS habe, möchte ich es wirklich schon lange wissen. Oder darf
das hier nicht gesagt werden? In den ersten Jahren dachte ich oft zu
ersticken, ist es das? Ich glaube auch an Karlheinz s letzten Satz.
Man braucht diesen Trost bei so einer Krankheit. Dass es irgend wann
einmal besser wird. Und sei es auch, nicht in diesem Leben mehr.
Liebe Grüße Monja
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Beitragvon Karlheinz » Freitag 2. Januar 2009, 07:36

Sie starb an einer Lungenentzündung. Sie war schon im letzten Winter mal kurz davor gewesen. Den genauen medizinischen Hintergrund weiß ich im Moment nicht, vermutlich ein Problem mit dem Immunsystem. MCS kann ja sehr verschieden daherkommen und ist dabei letzlich doch immer gleich. Und wenn man zusätzliche verwundbare Punkte hat, macht es alles schlimmer, je länger es andauert umso mehr.
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Beitragvon Maria » Freitag 2. Januar 2009, 10:42

Es ist tragisch, dass MCS Patienten keine Hilfe erfahren und ihrem tragischen Schicksal überlassen werden.
Ich möchte mein aufrichtiges Mitgefühl den Hinterbliebenen übermitteln,

Maria
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Beitragvon Karlheinz » Freitag 2. Januar 2009, 15:04

@Maria: Ich weiß zwar nicht, ob Du es so gemeint hast (oder mehr allgemein), aber ich glaube nicht, dass man sie ihrem Schicksal überlassen hat. So weit ich das beurteilen kann, hatte sie eine gute und liebevolle Familie und man hat sicher alles versucht, was möglich war.
- Editiert von Karlheinz am 02.01.2009, 15:05 -
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Beitragvon Maria » Freitag 2. Januar 2009, 16:32

Hallo Karlheinz,

ich meinte es allgemein auf alle MCS-Kranken bezogen, weil viele MCS Kranke noch leben könnten, hätten sie adäquate Hilfe erhalten. Bei Vielen wäre die Krankheit nie und nimmer so weit fortgeschritten und sie hätten nicht solch ein leidvolles Leben führen müssen. Auch wären ihre Körper nicht so geschwächt und hätten manch anderer Erkrankung besser trotzen können, so dass viele noch am Leben sein könnten.

Mit der Familie von Monika Quinlan hatte meine Kritik am allgemeinen passiven Verhalten uns MCS Kranken gegenüber, nichts zu tun. Ich kenne die Umstände ja garnicht, ich meinte es völlig allgemein.

Ich wünsche mir nur inständig, dass sich bald etwas ändert, denn ich bekomme auch Einblick in andere MCS-Schicksale, und vieles von dem was geschieht oder besser nicht geschieht, weil sich kaum jemand zuständig fühlt, macht mich einfach nur wütend, hauptsächlich dann, wenn ich außer Zuhören selbst nichts helfen kann. Dass man meist so belanglos mit den Bedürfnissen von MCS Kranken verfährt, führt oft dazu, dass viele keinen Lebensmut mehr haben.

Es tut mir aufrichtig Leid, für die Familie von Monika Quinlan.
Maria
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Beitragvon Monja » Samstag 3. Januar 2009, 10:54

hast Recht, liebe Maria, dein letzter Satz:...
"dass viele keinen Lebensmut mehr haben". Ich dachte schon daran,
mal einen thread zu eröffnen mit der Überschrift: Habt ihr noch
Lebensfreude mit MCS??? Ich denke, wenn man nicht wie ich, seinen
Glauben hat und Kinder oder Tiere, dann weiß man wirklich nicht mehr,
wozu man dieses Leben noch erträgt. Und auch die HOFFNUNG, dass
MCS, CFS, Fibro eines Tages heilbar ist. Ein Leben ohne Dauerschmerzen,
ohne Gestank von anderen Leuten, ohne all die vielen Symptome, das muss
wirklich göttlich sein. Ich kann mich kaum dran erinnern, wie das ist.
Weißt du, oftmals ist es die reine Wut auf die Borniertheit, die mir
wieder kraft gibt, weiter zu kämpfen. Denn die dürfen einfach nicht siegen!
Herzlichst Monja
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Beitragvon Schnaufti » Freitag 30. Januar 2009, 15:54

Mein aufrichtiges Beileid der Familie von Monika Quinlan.

Es ist schwer einen geliebten Menschen zu verliehren und
es tut sehr weh, wenn man ihn/sie vorher noch leiden sieht.

Herzlichst Schnaufti
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