Benötige Rat zu ungünstiger Lebenssituation

Benötige Rat zu ungünstiger Lebenssituation

Beitragvon Luney » Sonntag 29. Januar 2012, 03:13

Hallo zusammen!

Ich bin weiblich, 19 Jahre alt, reagiere schon seit meiner frühen Kindheit empfindlich auf Chemikalien und befinde mich momentan in keiner sonderlichen tollen Lage.

Erst einmal von Anfang an:

Meine Eltern arbeiteten früher (noch bevor ich geboren wurde) beide im Wissenschaftlichen Bereich und kamen viel mit Formaldehyd, Xylol und Alkohol in Kontakt.
Meine Mutter hat mir vor einer Weile erzählt, dass im Raum, in dem sie mit Formaldehyd gearbeitet hat, sogar gefrühstückt wurde und nicht einmal Luftabzüge vorhanden waren.

Ich weiß noch, dass ich im Kindergartenalter, wenn eine stark parfumierte Person mit meiner Mutter und mir im gleichen Bus saß, quengelte, wann wir endlich aussteigen würden, da mir von dem Geruch übel wurde. Das gleiche passierte auch bei Duftkerzen, die ich einmal auf der Geburtstagsfeier einer Freundin bekommen hatte.
Als nächstes wurde mir in der Grundschule von der nach Erdbeer schmeckenden Kinderzahncreme übel.
In der 5./6. Klasse wurde ich von meinen Eltern zur Schule gefahren, da diese nun weiter weg war, und konnte morgens den Geruch des Rasierwassers meines Vaters nicht ertragen (ich bekam Schwindel).
In der 6. Klasse fing ich an morgens immer müde und bleich und schließlich auch aufgequollen im Gesicht zu sein, was allerdings täglich zum Glück innerhalb der ersten 2-3 Schulstunden zurückging.

Schließlich zogen wir, als ich 13 war, aufgrund der Arbeit meines Vaters um, in ein Haus komplett mit Teppichboden belegt und auch meine neue Schule, in der dank zu niedrig gelegener Fenster nie richtig gelüftet werden durfte, hatte überall Teppichboden. Ab da ging richtig die Post ab: Ich wurde nach dem Aufstehen gar nicht mehr richtig wach und mein Gesicht sah unschön verquollen aus, weshalb ich mich nur noch schämte und nicht mit den anderen Mitschülern plaudern wollte - und auch gar nicht plaudern konnte, denn ich bekam kaum noch etwas mit; mir war so schwindelig, dass es mich beim Aufstehen manchmal fast umhaute.
Mein Vater nahm mich für eine Weile von der Schule und ließ mich in einem Krankenhaus untersuchen, auf Herzfehler, Allergien und co., wobei außer einer minimalen Milbenallergie nichts herauskam.
Schließlich flog ich von der Schule, da ich es einfach nicht mehr ertrug hinzugehen. Bald darauf trennten sich meine Eltern und ich blieb bei meinem Vater, der mir, nachdem ich fast ein ganzes Schuljahr einfach ausgesetzt/verpasst hatte, eine neue Schule suchte und mich, da ich damals hauptsächlich mit Schwindel und Schwellungen/Rötungen im Gesicht reagierte, nun, nachdem ein Hautarzt, zu dem er mich gebracht hatte, eine athopische Diathese gestellt hatte, in eine Hautklinik, in der es mir dank dem Laminatgestank im Gebäude aber bloß schlechter ging, schickte. Danach blieb ich allein in meinem Zimmer bei stets offenem Fenster, ging ab und zu spazieren und erst dadurch ging es mir besser.
Jedoch begann dann das neue Schuljahr auf der neuen Schule und der ganze Spaß ging wieder von vorn los. Mittlerweile reagierte ich auf Farben, Lacke, Kleber, Autoabgase, Benzin an Tankstellen, Schuh- und Kleidungsgeschäfte, Teppichbödem, frisch verlegte Böden/Tapeten, Druckerschwärze, bitter riechenden Chemikalien wie Haarsprays, Verbranntes/Rauch, die allgemein schlechte Luft in manchen Städten/Stadteilen wie z.B. Mannheim und Heizungsluft.
Die schlimmsten Probleme hatte ich wohl mit Duftstoffen, mit denen die ganzen Mädchen in der Klasse natürlich richtig schön eingesprüht waren. Zudem fand die Klasse es unverzichtbar lustig, ehe der Lehrer kam, das ganze Klassenzimmer beispielsweise mit Deo zu verseuchen. Obwohl ich jedes mal einen halben Ohnmachtsanfall erlitt und fast die ganze Stunde vor der Tür verbringen musste, konnte dies von Seiten der Lehrer nie gestoppt werden.
Im Winter nahm das Ganze schließlich ein Ende, da ich bei Heizungsluft und durch das ausbleibende Lüften ganz tot im Kopf wurde.
Mein Vater schrie nur noch herum und hetzte mir gemeinsam mit der Schuldirektorin das Jugendamt an den Hals. Ich hätte psychosomatische Probleme oder einfach keine Lust auf Schule, was allerdings gar nicht stimmte, hieß es und nun sollte ich dazu gebracht werden, wieder auf eine Schule zu gehen. Wenn nicht, drohte mir durch das Jugendamt ein Heim oder eine Erziehungsanstalt.
So kämpfte ich mich Jahr für Jahr auf einer neuen Schule durch, jedes mal mit dem selben Verlauf und Ergebnis, während ich mich dabei zwischen meinen Eltern hin und her mogelte; immer zu dem, der gerade am wenigsten gereizt war und auch mal, wenn beide Eltern aufgebracht waren und an einem Strang zogen, in irgendwelchen widerwärtigen Wohngruppen, die das Jugendamt meinen naiven Eltern als super toll vorgeschlagen hatte, in denen sich dann aber bloß die Betreuer richtig bösartig über mich lustig machten, ich sei der erste Mensch, der keinen Rauch verträgt, während sie in meiner Abwesenheit dauernd mit Absicht z.B. Zigarettengestank in mein Zimmer ziehen ließen, wohnen musste.

Ich wusste, dass das alles keinen Sinn machte, aber ich hatte, da ich minderjährig war, keine Wahl, weil Ärzte bei mir keine Krankheit fanden und mir niemand wirklich glaubte, dass ich körperlich krank war - außer ein paar Freunden, die mich richtig kannten, als ebenfalls Minderjährige jedoch genauso machtlos waren. Zwischendurch zweifelte ich selbst schon an meinem Verstand, aber egal wie nach außen hin alles stand, irgendwie wusste und fühlte ich, dass ich wirklich körperlich krank war.

Schließlich landete ich kurz vor meinem 17. Geburtstag wieder einmal bei meiner Mutter, doch dort wo sie wohnt habe ich, kaum bin ich dort, durchgehend Schwellungen im Gesicht. Außerdem standen Möbel, die ich nicht vertrug, im Zimmer, in dem ich schlafen sollte und meine Mutter weigerte sich, diese gegen verträgliche auszutauschen, da Veränderungen ihr gewaltigen Stress zu bereiten scheinen, weshalb es, da ich natürlich nicht aufhörte zu sagen, dass die Möbel weg müssen, Streit gab und noch einmal bekam ich das Jugendamt an den Hals gehetzt.
Die Frau brachte meine aufgebrachte Mutter in manchen Extremen zur Vernunft und auch die Möbel wurden aus meinem Zimmer entfernt, aber leiden konnte ich sie (wegen anderen Dingen) auch nicht.
Allerdings ist sie ein perfektes Bsp dafür wie die Hilfe, mit der mich das Jugendamt die ganze Zeit über versorgte, aussah:
Frau: \"Und wie stehst du zu deinem Vater?\"
Ich: \"Was passiert ist, ist vorbei und ich muss in Zukunft zum Glück nichts mehr mit ihm zu tun haben. Er lebt einfach sein Leben und ich lebe meines.\"
Frau: \"Oh, erstaunlich, das ist sehr erwachsen von dir...\"
Und damit war das Thema erledigt und sie ging zum nächsten über.
Nachher in ihrem Abschlussbericht hieß es dann: \"Hilfe bei der Löslosung vom Vater geleistet.\"
Erbärmlich.

Bald wurde ich 18 und lehnte eine Verlängerung auf \"Hilfe\" des Jugendamts dankend ab.
Dieser pausenlose taube Druck und das veränderte Aussehen durch die Schwellungen waren nach wie vor unerträglich und mir ging es allgemein immer schlechter - ich war auch müde und schon etwas leistungsschwächer als früher. Ich konnte mit meiner Mutter, die mittlerweile, was meine Krankheit angeht, etwas gläubiger war, da sie z.b. gesehen hatte, wie mein Gesicht, nachdem ich einmal eine Woche Freunde besuchen gewesen war, als ich zurückkam plötzlich ganz dünn (eben normal) aussah und am nächsten Morgen schon wieder ganz verquollen war, besprechen, dass ich, nachdem ich noch einmal austesten würde, ob es mir woanders bezüglich der Schwellungen besser ging, in eine günstige Wohnung an einen Ort meiner Wahl ziehen dürfte.

So bekam ich im Sommer als ich 18 war eine Wohnung im selben Ort, an dem eine meiner zwei Freundinnen lebt. Ich hatte vor, mich hier komplett zu erholen und die Fernschule, die ich mit 18 angefangen hatte, abzuschließen. Doch dummerweise nahm alles eine krasse Wende ...

Erst ging alles gut, obwohl ich anfing oft ein betäubtes Gefühl im Kopf zu haben.
In dieser Zeit lernte meine Mutter jemanden kennen, der selbst einmal schwere MCS gehabt hatte und durch den wir darauf kamen, dass MCS wohl die Krankheit war, unter der auch ich litt.
Ich ging googlen und las mir etwas über MCS durch - allerdings nur sehr kurz und wenig, da ich zu dieser Zeit sehr beschäftigt war.
Auch wenn das seltsam klingt, wie genau alles dann verlief, weiß ich nicht mehr ...
Ich weiß nur noch, dass ich auf einmal sehr leistungsschwach wurde und schließlich \"merkwürdige Dinge tat\". Als ich Ende November dieses Jahres einen Freund besuchte, saß ich auf einmal plötzlich verstört auf dem Fußboden und konnte gar nichts mehr denken (muss depressiv gewirkt haben, er hat auch verständnislos gefragt, warum ich nun dort hocke, als würde die Welt untergehen ...) und in der Zeit danach bekam ich ständig grundlos Nervenzusammenbrüche, leichte Panikattacken, verstörte Zustände, hatte ständiges Herzrasen, Gedankenrasen, Nervosität und schreckliche Schlafstörungen (z.B. schlief ich eine Nacht gar nicht und am Tag danach dann 14 Stunden). Ich war total geschockt und vor den Kopf gestoßen und fragte mich ernsthaft, ob ich nun vielleicht wirklich nicht mehr ganz sauber im Kopf sei. Auch meine Mutter erfuhr am Telefon wie schlecht es mir ging und erzählte dies ihrem Bekannten, der MCS hatte, woraufhin dieser mit mir telefonieren wollte. Mittlerweile war es übrigens fast Weihnachten.
Er erzählte mir, dass es ihm früher, als er noch schwer krank gewesen war, genauso gegangen war und forderte mich auf, einige Nahrungsergänzungsmittel zu schlucken (Vitamin-B-Komplex, Magnesium, Zink, Chlorella Vulgaris, Spirulina). Ich tat ohne zu denken, da ich zu dieser Zeit kein Stückchen denken konnte, einfach, was er gesagt hatte und schon kurze Zeit später ging es mir etwas besser, sodass ich auch wieder etwas klarer denken konnte und da fielen mir auf einmal Zusammenhänge auf wie z.B. dass wir, bevor ich bei dem Freund plötzlich verstört auf dem Boden saß, die an dem Tag neu gelieferte Waschmaschine, die nicht richtig abpumpen konnte, da am Wasserrohr etwas blockiert war, ausprobiert und das vom Waschmittel total dunkelblau gerfärbte und stark nach Duftstoffen riechende Waschwasser deshalb durch den Schlauch in einen Mülleimer hatten laufen lassen, wobei mir schwindelig geworden war. Danach saß ich plötzlich verstört auf dem Boden, wie es aussieht durch das Einatmen dieser Brühe.

Ich begann kurz darauf dummerweise einen Fehler ... Ich ging an Neujahr beim Feuerwerk mit der Freundin, die im selben Ort lebt, vor die Tür, wovon mir nach einer Weile schwindelig wurde und die Lymphknoten? im Hals anschwollen.
Ich wollte das Feuerwerk unbedingt sehen und hatte mir nichts dabei gedacht, da die Jahren zuvor außer für einen Tag minimaler Schwindel auch nie etwas Schlimmes passiert war, doch diesmal schlug es mich für über eine Woche nieder ...
Die Nervosität etc kam zum Glück nicht mehr zurück, doch dafür bekam ich schreckliche Muskelschwäche und -schmerzen (ein leichtes Stechen, das plötzlich nur einen kurzen Moment lang an einer x-beliebigen Stelle im Körper auftrat), hatte manchmal nach dem Schlafen das Gefühl über Nacht meine Arme taub gelegen zu haben, ein Druckgefühl auf Händen und Füßen und an einigen Tagen ein Stechen in der Herzgegend, sodass ich ganze Nachmittage lang nur Liegen konnte.
Ich konnte nicht einmal mehr einen Putzlappen auswringen, da meine Hände einfach nicht mehr fest genug zurdrücken konnten, aber der sich ansammelnde Hausstaub roch seltsam und belastete mich noch mehr ...
Die Freundin, die hier im Ort lebt, war direkt an Neujahr zu anderen Freunden gefahren, deshalb konnte ich sie nicht um Hilfe bitten. Ich fragte zwar ihre Mutter und schilderte auch die Situatuon, doch die meinte, ihr Terminplan sei leider voll und ich sollte doch einmal in der Zeitung nach einer Putzfrau schauen.
Kurz darauf kam mein (sehr ignoranter) Vater vorbei und putzte (erzürnt und verständnislos über den Saustall) alles für mich.

Als nach den Ferien die Arztpraxen wieder öffneten und es mir bezüglich dieser extremen Verschlechterung an Neujahr auch schon wieder besser ging, ging ich zu einem Umweltarzt (Dr. Germann in Worms) und bekam andere Nahrungsergänzungsmittel (Selen, Omega3, andere Vitamin B Tabletten, in denen noch anderes Zeug mit drin war), aber der Allgemeinzustand hat sich nicht gebessert ...
Ich bin auch jetzt noch ab und zu phasenweise so hinüber, dass ich kaum noch weiß, was ich vor einer Minute gedacht oder gesagt habe. Alles ist einfach schrecklich verschwommen und ganz weit weg. Mir fällt es so auch wahnsinnig schwer, etwas für mich zu organisieren bzw etwas Organisiertes richtig umzusetzen. Ich kann überhaupt nicht denken. Ich fühle mich wie ein Alkoholiker! (Ich schätze zumindest, dass sich ungefähr Alkoholiker fühlen müssen..)
Auch habe ich oft keinen Appetit und Hunger. Manchmal habe ich das Gefühl, ich könnte nur bestimmte Nachrungsmittel runterkriegen wie z.B. \"Kekse, aber mit wenig Fett und Schokolade\" oder \"mageres Fleisch in etwas Soße auf Reis\". Das macht Probleme, da der nächste Supermarkt zu Fuß 45 min entfernt liegt ... (Hier gibt es nur einen Metzger/Bäcker)
Seit bald einer Woche habe ich Durchfall. Vor 3 Tagen war ich 4 mal an einem Tag auf dem Klo. Habe ich nun vielleicht eine Magenschleimhautentzündung?
Im meinem Zimmer, in dem ich auch schlafe, befindet sich eine Einbauküche, an der ich in den Schubladen seit ich so fertig bin etwas Süßliches riechen kann ...
Ich bin hier in diesem Kaff ziemlich abgeschnitten und die hier lebende Freundin sehe ich, obwohl sie mit dem Auto nur etwa 3 min entfernt lebt und mir sagte, sie würde viel mit mir machen, sobald ich hier wohne, nicht sehr oft. Ich höre durchschnittlich 1 mal die Woche telefonisch von ihr und bin mittlerweile vor Isolation schon ganz fertig. Wirklich Hilfe erwarten kann ich von diesem Menschen, der nicht einmal sein Wort halten zu können scheint, nicht.
Die zweite Freundin - oder mittlerweile Ex-Freundin -, die ich seit wir 12 waren kenne und mit der ich mich früher gut verstand, hat mittlerweile leider den Verstand verloren (sie hat im Laufe der Zeit schreckliche Komplexe, unter denen sie Dinge verdreht und jeden gleich angreift, entwickelt). Ich habe immer trotz den teilweise unerträglichen Reaktionen weiterhin versucht ihr zu helfen, weil sie Einsicht hatte, es selbst schlimm fand und sich wieder ändern wollte und da sie schließlich meine Freundin war, aber als ich sah, dass ich ihr einfach nicht helfen kann, habe ich ihr gesagt, dass wir Abstand voneinander nehmen sollten, weil sie mich manchmal wirklich zu hart trifft.
Und der Freund, bei dem ich plötzlich verstört auf dem Boden saß, kennt mich erst seit diesem Sommer und hält mich mittlerweile wohl für nicht ganz sauber im Kopf, denn er meldet sich seit den damals noch \"unerklärbar\" Vorfällen nicht mehr...
Mein Vater lebt in seiner eigenen Welt, in der es z.b. keine MCS gibt. Als ich mit ihm essen gehen musste (Ich muss leider Kontakt mit ihm haben, da ich Geld für die Wohnung brauche) und zwei extrem parfümierte Männer neben uns saßen, weshalb mein Bewusstsein total schwand, weswegen ich anfing tot vor mich hin zu glotzen, meinem Vater nicht mehr richtig zuhören konnte und nach Kurzem versuchte nur noch durch den Mund zu atmen, um das schlimmste zu vermeiden, wurde er wütend, denn ich würde mich gerade schlecht benehmen.
Meine Mutter hat mittlerweile Verständnis für meine Krankheit und normal reden kann man ihr im Normalfall, doch sobald sich irgendetwas Unangenehmes anbahnt, gerät sie in eine Art Hysterie, unter der sie teils, auch wenn man ihr gegenüber ruhig und wohlwollend bleibt, richtig grausam und unfair werden kann, was ihr allerdings irgendwann in Zukunft, sobald sie wieder bei klarem Verstand ist, was meist erst wenn die Situation wieder heil ist, also zu spät, um von ihr Hilfe erwarten zu können, eintrifft, dann natürlich Leid tut.
Kurz gefasst: Ich habe außer mir selbst und der finanziellen Hilfe meiner Mutter nichts und niemanden.
Einen Schulabschluss habe ich auch nicht und meine Krankenversicherung steht gerade auf dem Spiel ...
Mir geht es sehr schlecht hier, ich sollte hier in naher Zukunft weg ziehen, doch ich habe überhaupt keinen Anhaltspunkt in die Nähe von welcher Person oder Stadt ich gehen könnte, von welchem Geld ich das finanzieren soll (meine Mutter hat nicht genug, mich dauerhaft komplett zu versorgen) und ... was ich allgemein tun soll. Ich bin jetzt gerade auch schon wieder so weggetreten, dass ich mir nicht einmal sicher bin, ob was ich geschrieben habe, einen richtigen Aufschluss über meine Situation gibt, obwohl es ganz schön lang geworden ist... Ich kann momentan nur schwer 1+1 zusammenzählen und selbst wenn ich es manchmal schaffe, habe ich das Gefühl, ich kann gar nicht aufnehmen, was 2 eigentlich nun ist.
Ich hoffe, jemand, der gerade klarer im Kopf ist und ähnliche Erfahrungen hat, kann mir einen Rat geben oder etwas beim Gedanken ordnen helfen.
Und kann mir jemand eine Maske empfehlen? Ich habe in letzter Zeit oft Probleme, wenn ich zum Bäcker etc gehe, da in den Straßen dauernd die Kaminluft steht und werde in naher Zukunft wohl auch noch öfters zu z.B. Ärzten fahren müssen, wofür jedes mal einen Fahrer zu organsieren auf Dauer sehr teuer wird (Mit dem Zug würde ich es, wenn ich die ganze Fahrt über ungeschützt wäre, danach vllt nicht mehr richtig zur Praxis schaffen, da ich nicht mehr wüsste, wo links und wo rechts ist).
- Editiert von Luney am 29.01.2012, 03:19 -
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Benötige Rat zu ungünstiger Lebenssituation

Beitragvon Mike » Sonntag 29. Januar 2012, 08:57

Es ist immer wieder erschreckend wie diese Krankheit das Leben auch von jungen Menschen zerstört.Hab Dir noch ne PM geschrieben!
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Beitragvon Twei » Sonntag 29. Januar 2012, 11:22

Hallo Luney,
ich habe Deine Erlebnisse aufmerksam gelesen und bin erstmal erschüttert. Einige Parallelen habe ich selbst erlebt.

Das wichtigste ist für Dich wirklich, möglichst allen chemischen Auslösern aus dem Weg zu gehen. Wenn Du schon beim Riechen bemerkst, das geht eigentlich gar nicht, weil entsprechende Symptome beginnen, dann können diese Dinge oder Sachen nicht in Deinem unmittelbaren Lebensumfeld sein. Vielleicht hilft Dir auch eine strikte Trennung von Außen- und Innenkleidung. Ebenfalls ein möglichst \"sauberer\" Raum, indem Du Dich immer mit Innenraumkleidung für diesen speziellen Raum aufhältst, schläfst und lebst.

In diesem Raum sollten wirklich nur die aller nötigsten Sachen sein. Keine Bücher, keine Zeitschriften, vermutlich auch kein Holz u.s.w. - müßtest Du austesten, was geht.
Eventuell wird es Dir immer schlechter gehen, wenn Du dich in der normalen Welt aufhältst. Viele MCS-Erkrankte können noch nicht einmal mehr zum Arzt gehen, weil dort so heftige Gerüche sind. Meist ist der Arzt mit einem MCS-Erkrankten so überfordert, dass er versucht ihn irgendwo hin abzuschieben.

Es ist genau richtig, dass Du Dich hier gemeldet hast und dass Du im Forum rumstöberst.
Du wirst hier ganz gewiss eine Hilfe zur Selbsthilfe erfahren können.

mfg Twei
- Editiert von Twei am 29.01.2012, 15:02 -
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Beitragvon Marina » Sonntag 29. Januar 2012, 13:39

Liebe Luney,

echt heftig Deine Lebenssituation in Deinen jungen Jahren. Aber schau, Du hast das Glück, dass Du zu uns gefunden hast. Du befindest dich in einer Schatztruhe aus guten Tipps und Infos zu MCS. Ich kann Dir sagen, das ist Gold wert. Mach einen Spaziergang Durch die Truhe und wenn Du Fragen hast, dann stelle sie.

Als Erstes versuche alles was Dir schadet von Dir fern zu halten und ernähre Dich möglichst biologisch. Baue die Schubladen Deiner Küche aus und lagere sie im Keller ein. Oder dichte sie mit Alufolie/Aluklebeband ab. Eine MCS-Maske etc. findest Du z. b. hier:
http://www.purenature.de/

Vielleicht willst Du von Dir aus noch einmal versuchen diesen einen Freund zu kontaktieren. Schreib ihm einen Brief in dem Du ihm Deine Krankheit erklärst oder verweise auf diese Homepage und evtl. Deinem Eintrag hier im Forum. Sicher kann er dann Dein für ihn sonderbares Verhalten besser verstehen. Schreib ihm, dass Du kein Psycho bist, sonder dass das körperliche Reaktionen auf Chemikalien sind. Einen Versuch ist es doch bestimmt noch mal Wert, oder?

Ja, MCS heist nicht nur MCS, sondern auch Abschied. Abschied von Menschen, Gewohnheiten, bestimmten Unternehmungen, Möbeln, Kleidung und diverser anderer Sachen. Es ist oft hart, aber meist bringt einen nur die gnadenlose Konsequenz weiter. So ist das halt.

Ich umärmel Dich und wünsche Dir ganz viel Kraft

Liebe Grüße

Marina
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Beitragvon Detlef » Sonntag 29. Januar 2012, 14:13

Möglichst konsequent alle bekannten Trigger meiden. JEDES Industrieprodukt hinterfragen, bis hin zu Tapete / Wandfarbe. Schlafzimmer möglichst besonders Schadstoffarm herrichten. PC verträgst Du noch?

Auch an Nahrungsmittel Unverträglichkeiten denken, Gluten-, Histamin-, Fructose-, Lactoseintoleranz, Infos dazu auf Libase.de. Bewusst ernähren, möglichst Bio, Unverträglichkeiten per Rotationsdiät einkreisen.

Vitamine / Nahrungsergänzung z.T. sinnvoll, bestimmte Produkte können aber unverträgliche Inhalte aufweisen, also gut aussuchen. Beispiel, ich nehme Vitamin B Komplex, vertrage aber die Kapselhülle nicht. Öffne diese deshalb und nehme das Pulver in Wasser gelöst.
Evtl. nochmal Umweltmediziner aufsuchen., jeder hat wohl seine eigenen Konzepte.

Zur Nacht zum Entgiften, um Schlaf zu verbessern, hilft mir sehr gut Aktivkohle (Carbo Medicinalis), Zeolith und Q10. Evtl. mal testen, kann keinen Schaden anrichten. Besonders bei Zeolit gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede, ggf. kann ich Produktnahmen senden.
Detlef
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Beitragvon Chris50 » Montag 30. Januar 2012, 11:11

@Detlef, hast Du eine Latex/Gummiallergie? Dazu gehört auch Gummi Arabicum, das u. a. auch in Kapselhülsen ist.

@Luney, wurde bei Dir auch auf Latex/Gummi getestet? Ein stark geschwollenes Gesicht, vor allem im Augenbereich, kann dafür typisch sein.
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Beitragvon Lucca » Montag 30. Januar 2012, 13:57

Ich habe gelesen dass Du bei Dr.Germann in Worms warst. Hat er Dir überhaupt nicht helfen können?
Aus welchem Bundesland bist Du? Mögl. dass ich noch einen Tipp für Dich habe.
Lucca
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Beitragvon Detlef » Montag 30. Januar 2012, 14:21

[quote]@Detlef, hast Du eine Latex/Gummiallergie? Dazu gehört auch Gummi Arabicum, das u. a. auch in Kapselhülsen ist.[/quote]

Phthalate stecken da auch gerne drin...
Nein, keine Allergien, mit MCS kamen extreme Lebensmittel Unverträglichkeiten. Histamin-, Fructose-, Gluten-, Stärke-, viel kann ich nicht mehr essen.
Warum genau Gelantinekapseln bei mir Probleme machen weiß ich nicht, ist letztlich auch egal, es ist eben so und lässt sich bequem umgehen.
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Beitragvon Juliane » Montag 30. Januar 2012, 19:46

Hier zum Ausdrucken eine Ärzteinformation, die du auch deiner Mutter/deinem Vater oder deinem Hausarzt geben kannst.

Vielleicht kann das deine Eltern ja dazu bewegen, dir zur Seite zu stehen.

http://www.dbu-online.de/fileadmin/news/Aerzteinfo_MCS_mit_dbu_Kontaktadresse.pdf


Es macht keinen Sinn Nahrungsergänzungsmittel ohne vorherige Untersuchungen zu konsumieren.

Das Wichtigste ist ein sauberes Zimmer. Das muss man zuallerst finden.Mit der Nahrung kannst du dich langsam herantasten.Fang mal mit einem Kartoffeltag an, dann tägtlich ein neues Nahrungsmittel zugeben.
Alles Fertigprodukte (auch Brot) erst mal weglassen. Anstatt Brot kann man auch gekochten Reis oder gekochten Hafer essen. Am Besten auf Milch und Milchprodukte verzichen. Auch zu viel Obst kann Probleme machen. Erst mal Blattgemüse und dann andere Gemüse. Möglichst auch Fleisch, Fisch, Ei und Öle wie Oliven oder Rapsöl.


Welche Fernschule hast du denn mit 18 angefangen?

Warum steht deine Krankenversicherung auf dem Spiel?
Juliane
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Beitragvon Galaxie » Dienstag 31. Januar 2012, 00:56

Hallo Luney,

es ist alles schrecklich und ich sehe auch bei mir einige Parallelen, was die Unverständnis und der ständige Kampf betrifft gegen Windmühlen und sogar in der Familie -. Die Erfahrungen haben wir hier alle mehr oder weniger gemacht und machen sie noch. Man ist wie gebranntmarkt und ausgegrenzt und selbst wenn man Befunde hat ändert sich auch nicht viel. Gut wäre ein Wohnprojekt, was nicht einfach ist. Vielleicht leben MCS-Betroffene in der Nähe von Dein Wohnort und könnten dir auch evtl. weiter helfen. - Man müsste soetwas wie die HAG eG http://www.hageg.de für uns bzw. wir müssten soetwas in dieser Art für uns gründen.

Besorge dir auf jedem Fall eine Atemschutzmaske, auch wenn die nicht alles abhält an Stoffen, ebenso neutrales Waschmittel ohne Duft, Farbstoffen, Enzymen u.a. was für dich verträglich ist PureNature wurde dir hier genannt und es gibt auch noch Auswahl über das Internet....

LG
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Beitragvon Detlef » Dienstag 31. Januar 2012, 15:02

Kontakt zu problematischen Personen muß man u.U. stark einschränken, geht halt nicht anders. Mit der Zeit man merkt dann schon, auf wessen Hilfe / Unterstützung man noch zählen kann. Klingt hart, aber durch die Schule muß wohl früher oder später jeder MCS Kranke durch.

Waschmittel:
Inzwischen haben viele Anbieter duftfreie (Allergiker-) Waschmittel, oft ist da aber immer noch „Chemie“ drin. Habe mir mal mit einem Schlecker Pulver Maschine und Wäsche verseucht, war aufwendig, das wieder zu entfernen...
Flüssigwaschmittel auf jeden Fall meiden!
Ich vertrage sehr gut Sodasan Comfort Sensitiv, reine Seifenflocken ohne jede Chemie, gibt’s im Bioladen od. günstiger online bestellen.
Oder Waschsoda, Drogerieware ist da aber meist wieder duftverseucht.
Waschnüsse gehen bei mir gar nicht, grauenhafter Gestank.
Detlef
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Beitragvon Lucca » Dienstag 31. Januar 2012, 15:45

Hallo Luney,
warum schreibst Du nichts mehr und antwortest nicht?

LG,
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Beitragvon Luney » Dienstag 31. Januar 2012, 17:00

Danke für die vielen Antworten.
Ich habe alles mitgelesen und nebenher im Schneckentempo meine Antwort geschrieben, die immer länger und nie fertig wurde, da immer mehr Leute mir geschrieben haben, sodass ich kaum noch hinterher kam. Ich bin momentan ziemlich langsam im Denken und Schreiben, deshalb brauche ich immer etwas Zeit zum Antworten.
Auch wer mir per E-Mail oder PN geschrieben hat, muss sich etwas gedulden (sorry).

Ich wohne in Rheinland-Pfalz.

Auf Latex/Gummi wurde ich noch nicht getestet. Ich wurde eigentlich auf noch gar nichts getestet.
Ich habe gestern mit meiner Mutter darüber geredet, dass wir so langsam Tests machen lassen sollten und wo, bei welchem Arzt. Sie spricht heute noch einmal mit ihrem Bekannten, der mit seinem kranken Sohn vllt in das IFU fahren möchte, darüber, ob wir uns dort auf die Warteliste setzen lassen und alle gemeinsam hinfahren sollen.
Der Bekannte meinte, vielleicht sollte ich auch zu einem Neurologen gehen?

Ich benutze schon die ganzen Jahre über nur noch Duftstoff freie Waschgels, Waschmittel, habe kaum Möbel (nur die wenigen, die schon über 10 Jahre alt sind und die ich vertrage) und gar keine Teppiche in meinem Zimmer. Sämtliche Bücher und Ähnliches habe ich bei meiner Mutter im Keller gelassen. Das einzige, worauf ich nicht stark geachtet habe, war die Ernährung (abgesehen davon, dass ich und auch meine Mutter allgemein darauf achten, nicht viele Fertigprodukte mit Zusatzstoffen zu kaufen).

Meinen Laptop vertrage ich noch. Als er neu war und es noch aus den Lüftern nach Plastik? oder Flammschutzmitteln? (keine Ahnung, was da drin ist) roch, hatte ich Probleme (Rötungen im Gesicht, Reizungen an den Schleimhäuten, leichten Schwindel), aber mittlerweile riecht er nicht mehr und ich merke auch nichts mehr.

Detlef, kannst du mir die Produktnamen der Aktivkohle usw geben?
Mein Duftstofffreies Waschmittel ist ein normales Drogerieprodukt und ein Flüssigwaschmittel ... :/
Ich glaube, ich teste einmal dein vorgeschlagenes Waschmittel aus.


Ja, das saubere Zimmer zum Schlafen oder Allgemein leben ist genau mein Problem.
Ich weiß, dass ich das dringend brauche, ehe sich etwas bessern kann, aber hier ist momentan keines vorhanden.
Das ist einer der Gründe, weshalb ich umziehen will, aber ich weiß nicht, wohin ich soll.
Eigentlich hat meine Wohnung 2 Zimmer. Ein Wohnzimmer mit Einbauküche, in dem Esstisch etc stehen, in dem ich mich tagsüber aufhalte und ein Schlafzimmer, in dem nur mein Bett steht.
Ich habe mir das extra so eingerichtet, da ich aufgrund eigener Erfahrung schon ziemlich zu Beginn meiner Krankheit (damals war ich 14) zu dem Entschluss kam, dass ich in einem sauberen Raum schlafen sollte.
Meine Wohnung liegt im Souterrain und der Heizkessel ist, was mir vorher niemand gesagt hatte, direkt hinter einer meiner Schlafzimmerwände. Als dieser schließlich im Herbst angeschaltet wurde, stimmte irgendetwas mit ihm nicht. Er pfiff manchmal so laut, dass ich es durch die ganze Wohnung hörte und davon geweckt wurde. Ich sagte es der Vermieterin, die direkt über mir wohnt und die einen Techniker kommen ließ, der aber nichts fand. Er meinte, vllt seien Klümpchen im Innern, die immer irgendwo kurz stecken bleiben und dadurch dieses Pfeifen verursachen und die zu entfernen allerdings teuer und schwer möglich wäre, also wurde außer Abwarten erst einmal nichts getan. Danach meldete ich noch ein paar Mal dieses abnorme Summen, wegen dem ich nicht schlafen konnte, doch der Frau schien das auf die Nerven zu gehen; sie redete einmal auch richtig in Rage und unfreundlich mit mir, bloß weil ich in ganz neutralem, zurückhaltendem Ton das Summen gemeldet hatte... Als der Heizkessel schließlich einige Male so abnormal laut wurde, dass man es durch das ganze Haus (also auch oben bei ihr) hörte, holte sie endlich noch einmal den Techniker, der irgendetwas an irgendwelchen Einstellungen verändert und seitdem ist das Pfeifen weg, doch auch im Normalzustand höre ich ständig die normalen Arbeitsgeräusche des Heizkessels, ein tiefes Brummen, das mich schon nach einer Minute wahnsinnig macht, in meinem Schlafzimmer.
Weil ich so kein Auge zu kriege, schlafe ich seit Oktober/November im Wohnzimmer, das meiner Planung nach eigentlich gar nicht fürs Schlafen gedacht war.
Beschweren kann ich mich nur mit einem rechtmäßigen Grund wie z.B. dass die Wand nicht ordnungsgemäß (zu dünn) gebaut wäre. Beschwere ich mich ohne, hat die Vermieterin das Recht mir je nach Belieben zu kündigen, was sie sicher sowieso gern tun würde, da sie mich nicht leiden kann.
Anfangs hieß es z.B., ich könne ihr die Miete wie ich wolle geben, gern einfach monatlich auf die Hand und so tat ich es dann auch, damit mein Konto notfalls nicht ins Minus gerät, falls mein Vater (dazu komme ich nachher noch genauer) plötzlich nicht mehr zahlen sollte. Wenn die Vermieterin einmal gleich am 1. Tag eines Monats zu mir kam und sagte, sie bräuchte das Geld wenn möglich sofort am nächsten Tag, holte ich es gleich noch am Abend und gab es ihr so gut wie immer auch am nächsten Vormittag oder sogar noch am gleichen Abend. Sie hatte auch vor meinem Einzug meiner Mutter gesagt, dass ich das Geld gern immer bar geben dürfte, dass alles ganz easy sei, dass der Vormieter das ebenfalls so getan und ihr manchmal sogar erst gegen Ende des Monats die Miete gezahlt hätte etc.
Als ich dann an Neujahr so krank wurde, konnte ich nicht mehr zur Bank gehen und ihr das Geld deshalb bis Mitte des Monats nicht geben. Meine Wohnung war zu dem Zeitpunkt auch total unordentlich und das Geschirr in der Spüle fing schon an zu gammeln, aber ich konnte teilweise nicht einmal mehr stehen oder laufen und die Mutter meiner zu der Zeit verreisten Freundin half mir ja nicht.
Die Vermieterin, die mich schon wegen anderen für sie unverständlichen Kleinigkeiten auf dem Kicker hat, drohte mir und auch meiner Mutter, sie würde \"Konsequenzen ziehen\", wenn sie ihr Geld, das sie nun plötzlich angeblich nie pünktlich bekommen hätte, nicht sofort kriegen würde. Die Frau wird leider leicht aggressiv und ist allgemein sehr ... ich-bezogen ... Ich hatte von Anfang an immer ein unangenehmes Gefühl bei diesem Menschen und weiß nun auch, dass ich da nicht getäuscht habe. Meine Mutter hat ihr schließlich das Geld überwiesen und für die Zukunft habe ich nun doch auf gut Glück einen Dauerauftrag gemacht.
Ich könnte Geschichten erzählen, wie ich Monate lang mit einem kaputten Herd leben musste und ähnliches ... die Frau ist echt das letzte.
Außerdem liegt es wahrscheinlich gar nicht direkt an der verspäteten Zahlung der Miete sondern eher an persönlicher Abneigung, dass sie nun plötzlich so vieles stört. Sie glotzt, wenn ich lüfte, immer in meine Wohnung, um zu gucken, ob etwas unaufgeräumt ist (ins Bad kann sie am besten gucken und dort stehen eben Kartons mit Kleidung und es liegt auch oft Kleidung herum, da ich keinen Kleiderschrank und allgemein wegen meiner Unverträglichkeit eben nichts schön eingerichtet habe) und hält mich allgemein für ein faules Messie-Kiddie, das wohl auf nichts außer im Zimmer zu hocken Bock hat. Auch als meine Mutter ihr erklärte, dass ich schwer krank sei, sagte sie bloß \"sie könne sich nicht vorstellen, dass man so krank sein kann\". ... sorry, aber .... Schlampe >.>\"

Ein weiterer Grund zum Umziehen wäre noch der Punkt \"Biologisch ernähren\". Hier gibt es nur einen Metzger und Bäcker und der nächste Supermarkt ist 45 min zu Fuß entfernt. Es gibt auch einen Reformhaus ähnlichen Laden, der allerdings über eine Stunde entfernt liegt. Ich schaffe es nicht mehr oft bis zum Supermarkt und wenn ich die Mutter meiner Freundin bitte mir vom Einkaufen Sachen mitzubringen, werden das keine Biologischen sein, da sie erstens in irgendwelchem Discountern einkauft und sich für mich wohl kaum auf Dauer Umstände machen wird und es zweitens sicher nicht auf die Reihe kriegen wird: Als ich sie vor einer Weile einmal bat mir mein Spülmittel mitzubringen, das man hier nur im Industriegebiet, das zu Fuß locker an die die 2 h von mir entfernt ist, bekommt, kam sie mit einem zwar von der richtigen Firma (Ich hatte den Firmennamen und \"frei von Duftstoffen, Farbstoffen...\" gesagt) allerdings nicht mit genau dem, das ich benutze wieder. Sie sagte, ich solle einmal nachsehen, ob das das richtige sei. In den Inhaltsstoffen stand deutlich \"Parfum\". Sie hätte nur einmal auf die Inhaltsstoffe gucken müssen, um selbst zu sehen, dass es NICHT das richtige war. So etwas Ähnliches ist auch bezüglich Gemüse neulich passiert. Ich verstehe nicht, was man im Kopf haben muss, damit solche Dinge vorkommen ....

Dr. Germann meinte, es sei ja erst einmal nicht so wichtig, mit was ich vllt vergiftet sei, hauptsache mein Entgiftungssystem etc würde durch z.B. Nahrungsergänzungsmittel angeregt werden, dass es besser arbeitet und alles ausscheidet. Erst wenn sich so gar nichts ändert, sollte man sich etwas anderes überlegen, da die Tests ja auch alle teuer seien und man sie selbst zahlen müsste. Deshalb würde er es erst einmal auf eine für seine Patienten möglichst günstige Art probieren.
Ich war mir auch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll, da ich auch irgendeine Krankheitsbescheinigung brauche, was ich auch sagte, weil ich sonst auch in Zukunft nur Ärger mit Kassen und Ämtern haben werde. Ich habe zumindest eine Krankschreibung für Januar und eine weitere für Februar.
Nachdem die Nahrungsergänzungsmittel keine spürbare Verbesserung gebracht haben, hat mir Dr. Germann nun telefonisch (Ich sollte mich nach 2 Wochen noch einmal melden, um zu sagen, wie es mir geht) zwei neue Dinge verschrieben - Thiogamma 600 und NADH -, die ich gestern in der Apotheke bestellt habe und heute abholen werde.

Und das Infoblatt brauche ich meiner Mutter nicht zu zeigen. Ihr Bekannter erzählt ihr schon genug, sie glaubt mir mittlerweile auch und versteht nun alle Missverständnisse von früher, finanziell unterstützt sie mich auch; sie würde alle nötigen Untersuchungen zahlen. Bloß wenn ich direkt bei ihr in der Wohnung sitzen würde, würde sie vllt wieder durchdrehen, wenn ihr \"alles zu viel wird\", da sie einen sehr nervösen, hysterischen Charakter und auch mit meinem sehr krassen Vater keine schöne Vergangenheit hat.
Und meinem Vater brauche ich es auch nicht zu zeigen ... allerdings mit dem genauen Gegenteil als Grund.
Ihm irgendetwas zu erklären hat keinen Sinn. Er ist so ein Mensch, der in seiner eigenen Realität lebt. Er verdreht oft Dinge, denkt immer, man wolle ihm etwas Böses, ist ziemlich paranoid, rechthaberisch und wird sofort aggressiv. Ich habe das Erklären dennoch einmal versucht und ihm Artikel von dieser Seite gezeigt. Er ließ dazu nur eine seiner Standardreden los, dass die Seite nur Geschwafel sei, weil mal wieder einer dadurch Geld oder Recht/Ansehen haben wolle ... Derart unfaire Aussagen in einem total verächtlichen Tonfall gegenüber chemisch kranken Menschen, die nicht Geld oder Recht für etwas, das nicht stimmt, haben sondern bloß in Anerkennung leben wollen, muss ich mir von ihm dauernd anhören. Als ich einmal mit gutem Willen sagte, ich würde sogar mit Sauerstoffversorgung jeden Abend auf die Volkshochschule gehen, damit ich, so wie auch er es möchte, einen Schulabschluss bekommen kann, wurde er erzürnt und sagte total verächtlich, ich würde mich damit zum Affen machen und dass das total lächerlich sei. \"Ins Internet kann jeder Idiot Mist schreiben\", sagt er und wenn ich selbst versuche etwas zu erklären, sagt er, ich kann das nicht wissen, da ich nicht gebildet bin und wenn ich sage, der Arzt sagt es auch, sagt er, auf jemand mit dem Titel Dr. kann er sch*****, da er Prof. ist ...
Mir bleibt trotzdem nichts anderes übrig als jedes Mal wenn er herkommt, was leider recht oft ist, alles nett lächelnd zu ertragen und mit ihm entweder per seinem (stinkenden...) Auto oder per (mind. 1 h langem, mich total erschöpfenden) Fußweg in irgendwelche Restaurants zu gehen, da ich ihn stets bei Laune halten muss, weil ihm sonst die Lust vergeht mir Geld zum Leben zu geben und ich dann die Wohnung nicht mehr bezahlen kann. Bei seinem letzten Besuch bin ich am Ende schließlich heulend zusammengebrochen, weil sein Gerede und Getue einfach zu widerwärtig war und ich ja momentan sehr angeschlagen bin, und habe ihn gebeten zu gehen.
Er war direkt danach aufgrund seiner Arbeit 2 Wochen im Ausland und scheint nun wieder zurück zu sein, denn im Laufe des Mittags heute hat er schon 3 mal hier angerufen.
Er wird natürlich auch weiter anrufen und ich brauche auch irgendwo her Geld, bloß geht es mir momentan so schlecht, dass ich nicht weiß, wie ich seinen nächsten Besuch heil überstehen soll.

Meine Fernschule ist die SGD (Studien Gemeinschaft Darmstadt) und meine Krankenversicherung steht wohl auf dem Spiel, weil es eine private (Allianz) ist...
Ich bin schon immer über meinen Vater versichert gewesen. Irgendwie hieß es, dass ich nicht so einfach in eine gesetzliche wechseln könnte oder Ähnliches.
Ich weiß es nicht mehr; meine Mutter redet immer so viel und schnell, dass ich nur die Hälfte behalten kann; ich bin momentan ziemlich vergesslich.
Die Familienkasse wollte vor einer Weile einen Nachweis, dass ich weiterhin an der Fernschule teilnehme, doch ich bin schon seit Monaten nicht mehr in der Lage, die Hefte zu bearbeiten und einzuschicken. Sie haben nun eine Bearbeitungszeit von 6 Wochen angekündigt, ehe sie sagen können, ob ich noch versichert bin oder nicht.
Fernschule wird übrigens zwar von den Krankenkassen anerkannt, sodass ich weiterhin ein Recht auf die Versicherung habe, aber von dem kp-was-für-eines-das-noch-gleich-war-Amt, das für Unterhalt von den Eltern zuständig ist, wird Fernschule nicht als richtiger Schulbesuch anerkannt, sodass meine Eltern auch nicht unterhaltspflichtig sind; sie können bloß freiwillig zahlen. Daher auch das Problem mit meinem unangenehmen Vater...


Das mit dem Brief bzw E-Mail an diesen Freund hatte ich sogar schon einmal vorgehabt, noch bevor mir klar wurde, dass er sich nicht mehr melden würde, da ich genau das bzw dass er mich missversteht und für einen Psycho hält verhindern wollte. Das mit den komischen Zusammenbrüchen fing ja im November an, als ich auch dort zu Besuch gewesen war. Danach wurde es schlimmer und ich fing, unwissend dass so etwas auch von MCS kommen kann, da ich die letzten 4 Jahre außer Übelkeit, Schwindel, Benommenheit, Kreislauf, Schwellungen und (Schleim)hautreizungen sonst keine Symptome gehabt und auch den Namen meiner Krankheit erst seit kurzem und deshalb noch nicht viel über sie wusste, an mich zu fragen, ob bei mir irgendeine Sicherung durchgebrannt sei und sprach verzweifelt und total verstört von den Kraft raubenden Zusammenbrüchen auch mit diesem Freund darüber ... Er hatte, es war mittlerweile Dezember, zu der Zeit bereits gesagt, dass er bis Neujahr nicht oft online sein könnte, da er zu der Zeit ständig Nebenjobs arbeiten musste (auch nachts und an den Feiertagen), weil er dringend im nächsten Jahr Geld brauchte. Diese Zeit um Weihnachten und Neujahr herum, als mir klar geworden war, dass MCS für meine seltsamen Zusammenbrüche verantwortlich war, versuchte ich dann das Ganze in einem Textdokument ausführlich zu erklären, das ich ihm schicken würde, sobald er wieder Zeit hatte. Mir ging es zu der Zeit extremst schlecht, ich konnte (woran sich bis jetzt leider nicht viel verändert hat) meist höchstens 30 min bis 1 h am Stück und manche Tage wirklich gar nichts schreiben, trotzdem schaffte ich innerhalb dieser etwa 2 Wochen ganze 12 Seiten; ich hatte mir wirklich viel Mühe gegeben mit dem Brief ...
Na ja, dann wurde mir, während ich plötzlich mit der Muskelschwäche und -schmerzen etc vollkommen flach lag und seitdem alles einfach nur noch extrem weit weg und verschwommen ist, klar, dass er sich nicht mehr melden würde. Ich kann meistens weder denken noch fühlen. Als sei ich unter Drogen gestellt ...
Ich fühle mich deshalb in der Hinsicht ziemlich handlungsunfähig. Ich habe versucht, zu irgendeinem Entschluss zu kommen. Ich bin eigentlich immer sehr bemüht um andere und Kontakte zu anderen, aber vielleicht ist es besser, ich lasse es nun einfach so wie es eben gekommen ist. Je früher ich diese Person nicht mehr sehe, desto oberflächlicher ist sie erst in mein Herz geschlossen, d.h. desto weniger wird es mein Herz hinterher auseinander reißen. Außerdem hat dieser Freund sowieso schon seine eigenen Probleme und selbst nur Verrückte, die ihn sicher mehr oder weniger belasten, um sich. Da ist es vllt besser, er lässt mich mit dem Gedanken, ich sei auch nur ein weiterer Psycho fallen als dass er sich mir Problemfall ernsthaft annimmt und so noch mehr Sorgen haben wird. Es wäre besser, wenn er andere Leute für sich finden würde. Außerdem könnte es gut sein, dass jemand, der sich schon allein von diesem Zustand schon abschrecken lässt, sowieso Probleme hätte, eine MCS-Kranke auf Dauer zu ertragen.
Ich weiß nicht, ob ich gerade realistisch denken kann und ob ich unter alleinigem realistischem Denken so entscheiden würde. Vielleicht würde ich anders entscheiden, wenn ich nicht so betäubt wäre, vllt aber auch nicht. Ich kann das mittlerweile nicht mehr sagen. Und helfen kann mir da jemand anderes eher auch nicht.

Ja, ein Wohnprojekt, irgendwelche verträglichen Wohnanlagen und am besten noch eine Klinik in der Nähe, wären gut, aber Deutschland hinkt dabei irgendwie hinterher, wie es aussieht ...

Ich habe bis jetzt mein Zimmer immer mit einem Lappen feucht aufgewischt, da ich keine Staubsauger vetrage, aber mittlerweile bin ich zu schwach, den Boden richtig fest abzuwischen. Ich habe das Gefühl, dass ich so die feinsten Reste des Staubs nur noch hin und her schiebe statt sie wegzuwischen. Nachdem ich gestern nach dem Wischen am Boden roch, roch dieser richtig eklig trocken nach irgendwelchem Feinstaub und auf diesem Boden muss ich schlafen (mit einer kleinen Matte).
Hat jemand Erfahrung mit Spezialstaubsaugern und kann mir einen empfehlen oder sonst eine Idee geben, wie ich das Putzen vernünftig regeln kann?
- Editiert von Luney am 31.01.2012, 17:02 -
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Beitragvon Juliane » Dienstag 31. Januar 2012, 19:12

Bei knapper Kasse muss man gut rechnen.

Also spar dein Geld und investiere es nicht in Privatärzte und teure Nahrungsergänzung.


Hier eine Adresse eines Arztes, der auf Kasse arbeitet:


Dr. med. Peter Binz
Liebfrauenstr. 4a
54290 Trier
Telefon: 0651 975810


Die Umweltmediziner und auch zwei Kliniken haben auch kein Heilmittel für MCS.

Alles was so verordnet wird, dient allesfalls der Verbesserung des Krankheitszustands.


Aus der Kellerwohnung mußt du umgehend raus. Wahrscheinlich ist nicht nur die Heizung ein Problem, sondern Schimmel.


Also ich würde so vorgehen.

Erst zu Binz.

Dann mit den Attesten zum "Familienrat". Wenn der Papa keinen Unterhalt zahlen will, muss man eben den Rechtsweg gehen.

Die Fernschule würde ich bitten eine beitragsfreie Pause mit dir zu vereinbaren, bis eine neue Bleibe gefunden ist und dein Zusatnd sich stabilisiert hat.


Insgesamt solltest du wissen, dass viele Umweltmediziner mittlerweile auch auf der Psycholinie sind:

http://www.dbu-online.de/fileadmin/grafiken/Sonstiges/Leitlinie_Langfassung_11_2011_Umweltmed.Praxis.pdf

Aktuell kann man deshalb nur Binz empfehlen.
Therapie darfst du aber bei Binz nicht erwarten. Nur die Diagnose.

Aber du weißt ja schon:

"Therapie

weitestgehende Vermeidung der Triggersubstanzen"

http://www.dbu-online.de/fileadmin/news/Aerzteinfo_MCS_mit_dbu_Kontaktadresse.pdf
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Beitragvon mirijam » Dienstag 31. Januar 2012, 21:39

Hallo Luney,

lass dich bloß nicht von deiner Vermieterin beeindrucken. Menschen sind eben unterschiedlich und haben oft Hirnschäden, weshalb sie gereizt sein können.

Ich würde höflich bleiben, aber ihr auch zu verstehen geben, dass sie sich gefälligst um ihren eigenen Kram kümmern soll. Sie ist weder deine Mutter noch deine Gastgeberin.

Es gibt Gesetze und es gibt auch das Mietrecht- dadurch bist du ziemlich gut gegen solche unfreundlichen Vermieter geschützt. Informiere dich gegebenenfalls im Internet, wenn es konkrete Probleme gibt. Und verkehre mit ihr am besten schriftlich, um Beweise zu haben. Per Überweisung zahlen ist besser, weil du Belege hast, oder, wenn bar, dann nur gegen Quittung.
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Beitragvon Mia » Dienstag 31. Januar 2012, 23:08

Ständiger Durchfall kann auch mit einem hohem Anteil an Candida-Bakterien im Darm zusammenhängen. Das kann ein Arzt untersuchen und gegebenenfalls mit einem Medikament in verträglichen Zellulosekapseln behandeln, falls es diese so noch gibt.
Auch sollte man an eine zusätzliche Amalgambelastung denken, falls die Zähne damit früher gefüllt wurden. Bei einer Schadstoffbelastung kann der Körper dieses Amalgam nicht mehr tolerieren und oft hilft die fachgerechte Entfernung, wenn ein zu hoher Quecksilberwert im Blut/Urin gemessen wurde. Danach muß aber die neue Füllung gut überlegt und ausgetestet werden, da man viele Produkte nicht mehr verträgt.

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Beitragvon Twei » Mittwoch 1. Februar 2012, 00:04

Hallo Luney,

besorge Dir einen preisgünstigen Wischer. Ich habe einen mit so Fransen dran, den ich im Eimer immer mit einem Korbaufsatz trocken drehen/drücken kann. So kommen meine Hände nicht mit dem Wischwasser in Kontakt. Ins kalte Wasser gebe ich nur ganz wenige Tropfen Apfelessig. Diese reichen aus, um die Oberflächenspannung des Wassers zu verringern - mehr Tropfen stinken mir zu sehr. Falls Dein Fußboden aber noch nie richtig durchgeschrubbt wurde, dann hohle das doch einfach mal nach.

Ach-Ja, wenn dieser Fransenaufsatz (kann man auf den Stiel aufschrauben) neu ist, dann riecht der anfangs noch. Einfach mit heißem Wasser (Boilertemperatur) im Eimer häufig säubern, ab und zu dass Wasser wechseln, vielleicht auch einmal heißen Kaffee mit in den Eimer schütten - das wird schon. Später brauchst Du nur noch kaltes Wasser.

Oder hast Du vielleicht unglasierte Fliesen bzw. Zementfußboden, der eventuell mal zu einer Waschküche gehört hatte?

Dieses könnte Geruchsreduzierungen unmöglich machen.

(Am Anfang Deines Posts hattest Du so Vierzeiler-Absätze geschrieben. Die konnte ich sehr gut lesen. Aber dann wurde das mit dem Lesen anstrengender. Als Newcomer wurde ich auch mal auf sowas hingewiesen.)
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Beitragvon Galaxie » Mittwoch 1. Februar 2012, 00:32

Hallo Luney,

ich finde Nachrungsergänzungsmittel doch wichtig und Dr. Germann hat Dir ja mitgetteilt welche für dich wichtig sind. Vor allem Alphaliponsäure ist wichtig, da es das einzige Antioxidanz ist was Bluthirnschrankengäng ist bzw. durch die Bluthirnschranke geht und sich in Glutathion im Körper bildet bzw. umwandelt damit Du entgiften kannst....

LG
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Beitragvon Juliane » Mittwoch 1. Februar 2012, 10:06

Hallo Galaxie,

Nahrungsergänzung kann sinnvoll sein. Unbestritten.

Aber Grundvoraussetzung ist immer erst mal Trigger-Vermeidung insbesondere der Umzug in einen geeigneten Wohnraum.

Und weil Nahrungsergänzung in die Biochemie eingreifen, ist eine sorgfältige Diagnostik und eine Verlaufskontrolle wichtig.

Unter Umständen kann ein Nahrungsergänzungsmittel sogar den Gesundheitszustand verschlechtern.
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Beitragvon Ellson » Mittwoch 1. Februar 2012, 10:33

Raus aus der Belastung. Das ist der wichtigste Schritt. Dann wird es Dir wesentlich besser gehen.
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Beitragvon Galaxie » Donnerstag 2. Februar 2012, 01:18

Ellson,

das ist richtig. Langt bei MCS nicht immer alleine aus. Eine richtige Diagnostk, die man kaum bekommt und viel kostet. Wichtig ist auch den Polymorphismus Gen CYP2D6 der Varianten Cytochrom P450, P450 Cytochrom 1A1 (CYP1A1), CYP1A2, sowie den Genotyp des Enzyms N-Acetyltransferase NAT2, des Glutathion-S-Transferase GSTT1, GSTM1, GSTP1,- Gen der mikrosomalen Epoxidhxdrolase (mEH)und Gen der Paraoxonase 1(PON1)u.a., was Kassenleistung ist und z.B. über das Institut für Pharmakogenetik und Genetische Disposition = IPGD http://www.ipgd.org/ untersucht werden kann was die Entgiftungeinschränkung u.a. des Körpers betrifft. Natürlich sind Nahrungsergänzungsmittel auch nicht immer unbedenklich, aber von alleine entgiftet man nicht, wenn die Schäden zu gross sind und Alphaliponsäure ist das einzige Antioxidanz was durch die Bluthirnschranke geht, um das Gehirn zu entgiften. Luney Du mußt sehen welcher Umweltmediziner dichter ist, was die Fahrtkosten und Kosten betrifft u.s.w. besprechen und dann entscheiden. Ein Hausarzt kann dir auch eine Überweisung für das IPGD oder Labor,was solche Blutuntersuchung macht geben, wo Untersuchung des Polymorphismus drauf steht. Das wäre erst einmal das erste, um was in den Händen zu haben, auch wenn es immer von vielen ignoriert wird. Denn ein PET ist sehr teuer.... weitere ärztliche Untersuchungen kann man immer noch machen....

LG
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- Editiert von Galaxie am 02.02.2012, 01:28 -
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Beitragvon Mister Giersch » Donnerstag 2. Februar 2012, 12:36

ein paar Tipps von mir:

1.[b]Schadstoffmeidung[/b]
was bei dir schwierig ist, da du auf sehr viele Sachen reagierst.
deshalb auf jeden Fall eine Maske.

2.[b]Diagnostik[/b]
die Aspekte von Galaxie bzgl. der Entgiftungleistung finde ich überaus wichtig.
auch sein Tipp mit dem Labor. ein guter Umweltdoc stellt dich diesbezüglich auf den Kopf.

3.[b]Ernährung[/b]
Verbesserung der Ernährung.
würde jetzt im Winter wenig Obst essen. man friert leicht und die Entgiftung wird angeregt.
falls deine Entgiftung wie ich glaube nicht richtig funktioniert, ist dies kontraproduktiv.
weiterhin würde ich mal testweise die Nachtschattengewächse (Kartoffeln, Tomaten, Paprika,...) für 1 - 3 Monate meiden, da diese auch viele Probleme verursachen können.
Fr. Dr. Sherry Rogers aus den USA empfiehlt die makrobiotische Ernährung. sie hatte selbst sehr starke MCS.
ihre Bücher haben mir sehr geholfen.

4.[b]Entgiftungsmaßnahmen[/b]

wünsche dir alles Gute
Mister Giersch
 

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Beitragvon Mister Giersch » Donnerstag 2. Februar 2012, 12:42

[quote]aber von alleine entgiftet man nicht, wenn die Schäden zu gross sind[/quote]

Hallo Galaxie,

100 Punkte. könnte wetten, dass die meisten MCS Patienten bzgl. der Entgiftungsleistung schlechte Laborresultate haben und durch Entgiftung, Ernährung und Schadstoffmeidung sich die Situation verbessern würde.

[quote]Alphaliponsäure ist das einzige Antioxidanz was durch die Bluthirnschranke geht, um das Gehirn zu entgiften.[/quote]
Alpha Liponsäure + Vitamin C als Infusion haben mir sehr geholfen als es mir ganz übel ging.
Schadstoffmeidung ist dazu allerdings unabdingbar. vor allem am Anfang.
Mister Giersch
 

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Beitragvon Galaxie » Donnerstag 2. Februar 2012, 15:24

Ja Mister Giersch,

die Erfahrung habe ich auch gemacht. Meidung steht an erster Linie-.

LG
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Beitragvon Galaxie » Donnerstag 2. Februar 2012, 15:47

Mister Giersch,

die meisten mit MCS entgiften nicht mehr richtig und die Bluthirnschranke ist durchbrochen. Die Haut ist das grösste Atmungsorgan. Leberwerte können gut sein und trotzdem, da die Gene CYP P450 u.a. fogend, folgend durch Gifte zerstört sind oder nicht vorhanden waren spielt zum Teil auch eine Rolle....

Letztentlich entgiftet man dann anders z.B. über die Haut oder Nieren, auf jedem Fall nicht wie ein Gesunder.

LG
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- Editiert von Galaxie am 02.02.2012, 16:52 -
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Beitragvon Juliane » Donnerstag 2. Februar 2012, 19:54

Viele MCS-erfahrene Therapeuten empfehlen
kohlenhydratreduzierte Ernährung



Dr . Kuklinskis proMitoMed®-Konzept
viewtopic.php?t=12719

Kohlenhydratreduzierte Ernährung

viewtopic.php?t=15457


http://www.dr-kersten.com/stress/nitrosativer-stress/biochemischer-teufelskreis-als-ursache-chronischer-zivilsationserkrankungen
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Beitragvon Luney » Samstag 4. Februar 2012, 12:55

Ich habe vor ein paar Tagen bei Dr. Binz angerufen und der nächste freie Termin war der 10. Mai.
Ich habe den Termin einfach einmal genommen und falls ich bis dahin keine Möglichkeit finde zur Praxis zu kommen, sage ich ihn rechtzeitig vorher wieder ab.

Ich suche allgemein Mitfahrgelegenheiten zu:
Dr. Bartram, Weißenburg
Dr. Büchle, Ettlingen
Dr. Binz, Trier
(Ich wohne bei Alzey)

Wenn es sonst noch etwas Neues oder Fragen gibt, melde ich mich wieder ...
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Beitragvon Luney » Dienstag 7. Februar 2012, 18:42

Ich habe eine wichtige Frage zu dem Darmprofil.
Dr. Germann hat mir, nachdem ich sagte, dass ich zur Sicherheit, da mir oft schlecht ist usw, ein Darmprofil erstellen möchte, um zu testen, ob ich schon irgendwelche Nahrungsmittelunverträglichenkeiten habe, die Sachen zugeschickt. Bei dem Zettel ans Labor ist als Untersuchung "Gesundheitscheck" angekreuzt.
Ist das das Richtige? Ich werde noch einmal anrufen und fragen, ob in diesem "Gesundheitscheck" auch alles mit drin ist, das untersucht werden sollte. Auch bei einem anderen Arzt werde ich zur Sicherheit fragen und vergleichen...
Kann mir vllt auch hier jemand, der damit schon Erfahrung hat, sagen, was alles untersucht werden sollte oder vllt sogar, was auf dem Zettel angekreuzt gehört?

Außer "Gesundheitscheck" gibt es noch:
Florastatus
mykolog. Stuhlu.
parasitol. Stuhlu.
Malabsorbtion
Orgadenix-Dybiose
Schleimhautimm.
EPX
Hämaglobin
Hämagloin-Haptoglobin
Helicob.p.-AG
M2-PK
Sensitiver Kombinationstest
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Benötige Rat zu ungünstiger Lebenssituation

Beitragvon Juliane » Dienstag 7. Februar 2012, 21:34

Da hat jedes Labor so seine eigenen Profile.

Unbedingt abklären solltest Du, ob das deine Krankenversicherung bezahlt.


Hier kannst Du nachlesen, was das Labor Kirkamm in Sachen Darm alles anbieten kann.

Bogen Allergie- und Magen-Darm-Diagnostik (A)
Anforderungsbogen mit komplettem Leistungsspektrum zur Magen-Darm- und Allergie-Diagnostik

Bögen für Selbstzahler und Privatpatienten können in der Kundenbetreuung bestellt werden: Tel.: 06131 7205 201 (mo. - fr. 8 - 18 Uhr) oder info@ganzimmun.de.
http://www.ganzimmun.de/seiten/download_file.php?download_id=2199



Downloadcenter - Fachinformationen

http://www.ganzimmun.de/seiten/download.php?download_type_id=4


Downloadcenter - Ernährungs-Empfehlungen

http://www.ganzimmun.de/seiten/download.php?download_type_id=6


Wenn man selbst zahlen muss und das Geld knapp ist, sollte man überlegen, ob man nicht einfach mal eine eigene Versuchsreihe durchführt.
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Beitragvon Detlef » Donnerstag 9. Februar 2012, 18:44

[quote]
Detlef, kannst du mir die Produktnamen der Aktivkohle usw geben?
[/quote]

Vorab, ich gebe nur meine eigenen Erfahrungen weiter, dies ist und ersetzt keine medizinische Beratung!
Da ich (Holzschutzmittel Vergiftung) zur Entgiftung keine (Leber-) stimulierenden Mittel vertrage, auch nicht homöopathisch, entgifte ich ausschließlich passiv. Zur Nacht nehme ich 2 Tl Aktivkohle (in Wasser) und 2ml Q10 (Injektion IM), das wirkt bei mir schlaffördernd. Wenn ich aufwache und nicht wieder einschlafen kann Zeolith, ggf. nochmal Q10 oral.

Zeolith darf mit Medikamenten / NEM kombiniert werden, Kohle wohl besser nicht. Beides bindet Schadstoffe und leitet diese aus.
Q10 Enzym dient auch der Entgiftung, Ampulle kann oral genommen werden, in etwas Wasser, Wirkung ist fast genauso gut wie Injektion.

Medikamente, NEM, Spritzen, Kanülen... mit PZN Nr. im Netz suchen (Preisroboter o.ä.), Onlineapotheke sind erheblich günstiger und Ware wird ins Haus geliefert.


Kohle:
Da diese verträglich, habe ich bislang keine anderen Anbieter probiert:
Carbo medicinalis plv.
MEDIZINISCHE KOHLE CAELO
1kg: pzn 2271022
50g: pzn1701667

Q10:
Coenzym Comp, Heel
100St: pzn 4312765
10 St: pzn 4404390

Zeolith:
Stark wechselnde Qualität bei versch. Anbietern. Verpackung / Verschluß oft nicht luftdicht. Zeolith nimmt gerne Fremdgerüche an oder Chemikalien vom Plastikbecher, Vorsicht bei 'muffigem' Geschmack, ist dann überlagert.
Nach vielen Fehlversuchen und Ärger mit pampigen Herstellern, bestelle ich nur noch bei Heck Bio Pharma 'Montilo HE', (Privatrezept erforderlich). Ausdrücklich Glas mit luftdichtem Blechdeckel bestellen, Qualität ist immer einwandfrei.
Zeonatura.de ist erheblich billiger, Verpackung auch im Glas. Meine Ma verträgt das gut, aber ich bekomme davon stechende Kopfschmerzen, in der Art, wie ich auf 'Alkala', Natron, Backpulver reagiere. Vermute daher, daß das Zeug leicht alkalisch ist (?). Also ggf. selbst probieren.


[quote]
Mein Duftstofffreies Waschmittel ist ein normales Drogerieprodukt und ein Flüssigwaschmittel ... :/
Ich glaube, ich teste einmal dein vorgeschlagenes Waschmittel aus.
[/quote]
Wasch-, Spülmittel, Maschinenspülmittel, Kernseife (sehr gut, auch zum Haare waschen!) verwende ich nur von Sodasan. Alles duftfrei, beim Bestellen aber aufpassen, einige Produkte enthalten durchaus äth. Öle.
Zum Spülen hatte ich bislang duftfreie Pflanzenölseife, im Kühlschrank lagern, kann verderben.
Schmierseife geht auch.
Das neue duftfreie Sodasan 'Spülmittel' habe ich noch nicht probiert.
Ggf. online bestellen, ist billiger als im Bioladen und wird ins Haus geliefert...

PS:
Außer als zufriedener Kunde stehe ich in keiner Beziehung zu der Firma!
Detlef
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Benötige Rat zu ungünstiger Lebenssituation

Beitragvon Twei » Mittwoch 27. Juni 2012, 17:16

Hallo Luney,

Wie geht es Dir jetzt, - hast Du schon einige Ratschläge in die Tat umsetzen können und Besserung erfahren ?

Wäre schön, wenn Dir irgendetwas geholfen hat. Es ist für uns MCS-Erkrankte immer interessant und lehrreich, aus der Gemeinschaft zu lernen und Erfahrungen auszutauschen. Schließlich tritt MCS in so viele unterschiedliche Fassetten auf, dass häufig individuelle Probleme, auch nur mit individuelle Lösungen zu begegnen sind.

Mit lieben Grüßen Twei
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Twei
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Benötige Rat zu ungünstiger Lebenssituation

Beitragvon Luney » Mittwoch 27. Juni 2012, 18:16

Hallo Twei

ich konnte die letzten Monate gar nichts schreiben, weil mein PC plötzlich nicht mehr ins Internet kam. Jetzt funktioniert es zum Glück endlich wieder.

Ich habe in den letzten Tagen schon einmal alles zusammengeschrieben, das passiert ist:
Ich hatte das Sozialamt angerufen und die hatten mir Papiere zum Ausfüllen zugesendet. Trotz des ausführlichen Attests von Dr. Germann wurde ich abgeschoben, ans Arbeitsamt. Dazwischen musste ich zum Amtsarzt, da die Familienkasse es wegen der Versicherung und des Kindergelds forderte. Ich weiß nicht, was in dem Schreiben steht, aber zumindest bin ich für ein halbes Jahr krank geschrieben, obwohl der Arzt nicht gerade der sympathischste und verständnisvollste war. In der Zeit folgte auch bald mein Termin bei Dr. Binz, denke ich.
Dr. Binz sagte, meine Nerven scheinen beschädtigt zu sein. Dann musste ich noch einmal hin fahren und es wurde ein Gedächtnis- und Leistungstest gemacht. Ich denke, der wird für die Ämter allerdings nicht viel nützen, denn meine Leistungen liegen alle im durchschnittlichen Bereich. Mit solchen Fähigkeiten kann man immernoch normale Dinge anfangen, aber für mich persönlich ist das eine große Einschränkung, da ich ursprünglich einen sehr hohen IQ hatte. Persönliche Einschränkungen oder ob man krank ist interessieren die Ämter aber nicht; die interessiert nur, was man noch leisten kann. Ich bräuchte eher etwas, das meine enorme Erschöpfung dokumentiert ... (In diesem Test stand nur, dass ein leichter Leistungsabfall zu merken war). Das einzige, das eindeutig auffällig war, war das Ergebnis des Benton-Tests. Normalerweise kann man 7-8 der gezeigten Bilder reproduzieren, ich schaffte nur 5. Normalerweise macht man 2-4 Wiedergabefehler, ich machte 7. Als ich die Ergebnisse bekam, rief ich Dr. Binz an, um über all das zu reden, doch er wollte alles, was ich sagen oder fragen wollte, schriftlich. Ich bin momentan sehr langsam im Schreiben, also fing ich Stück für Stück damit an, doch dann musste ich aufs Arbeitsamt, da meine Mutter es so wollte, weil sie für mich nicht mehr ewig weiter zahlen kann, und in den Räumlichkeiten wurde ich so mit Chemie vergast, dass es mir danach eine Zeit lang zu schlecht ging, um irgendetwas tun zu können ...
MCS-Masken habe ich übrigens ausprobiert. Ich habe probeweise zwei Masken in diese Richtung http://www.purenature.de/media/oart_0/oart_g/oart_1167/thumbs/2271_15820.jpg genommen (eine mit und eine ohne Ventil), da ich hoffte, dahinter würde es nicht ganz so heiß werden wie bei einer aus Plastik. Nun, dahinter ist das Atmen erleichtert, aber mein ganzes Gesicht quillt von der Wärme brutalst auf. Ich kann die Masken also immer nur sehr kurz aufsetzen.

Als nächstes habe ich dann vor 1 Monat eine Kündigung für die Wohnung bekommen. Da es eine Einliegerwohnung ist, kann mir jederzeit ohne Grund gekündigt werden. Die Vermietering denkt ja, ich sei ein Messie. Als ich einmal abends schnell aus dem Haus musste, habe ich die Wohnungstür halb offen gelassen, da die Katze in meinem Bett schlief, falls sie raus gehen wollte, während ich weg war. Meine Wohnung liegt im Sousterrain hinterm Haus, also mit dem Eingang im Garten, sodass Fremde die offene Wohnungstür gar nicht hätten sehen könnten. Nur die Vermieterin konnte sie sehen und ging einfach in meine Wohnung und fotografierte ins Zimmer. Das weiß ich, da sie die Fotos meiner Mutter, die das von der Vermieterin nur unverschämt fand, schickte und sich beschwerte, was für ein Saustall das bei mir sei. Ich fühle mich seitdem, als sei bei mir eingebrochen worden und würde die Frau am liebsten anzeigen.

Dr. Germann hat eine Patientin, die in einem für sich allein zu großen Haus lebt und zwei Hunde hat. Er will diesen Donnerstag Abend mit mir dort hin fahren, um die Frau kennen zu lernen und zu gucken, ob es etwas für mich wäre. Frau Hahn hat auch etwas organisiert, was eigentlich sehr gut zu sein, aber nicht zu klappen scheint. Sie kennt eine Frau, die sehr engagiert anderen Kranken helfen möchte und wohl auch sehr verstehend zu sein scheint (Sie hat mich gleich beim 1. Gespräch nach meinen Interessen etc gefragt statt zu sagen "Für dich wäre doch so ein Abschluss oder so eine Art von Leben gut" oder Ähnliches, ohne mich zu kennen), aber ihr Mann ist, nachdem viele andere die Hilfe nur ausgenutzt haben, dagegen, dass sie noch einmal jemand Fremdem hilft, ehe sie sich nicht um die eigene kranke Familie kümmert. Deshalb kann sie mich nicht in ihr Haus aufnehmen, aber eine Frau in einem Ort in der Nähe, die einen kranken Sohn und unbewohnte Zimmer frei hat, wollte mich aufnehmen, was sie sich nun, da es ihrem Sohn schlechter geht, anders überlegt hat.
Ich habe also keine Ahnung, wo ich hin soll, kenne niemanden und komme in meinem Zustand allein mit dem Haushalt nicht klar.

Eine Frau, die ich auch über Frau Hahn kennen gelernt habe, hat vor wenigen Tagen noch gemeint, dass die private Krankenkasse vllt eine Klinik in England zahlen würde. Wenn allerdings mein Vater derjenige ist, der es beantragen muss, kann man es natürlich vergessen. Darüber werde ich Dr. Germann am Donnerstag noch ausfragen.

Wirklich geholfen hat mir bis jetzt eigentlich nichts.

Mehr werde ich erst einmal nicht posten, weil ich für heute schon total ausgelaugt bin.
Luney
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