Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Sugar » Dienstag 25. März 2014, 20:57

Hallo,

möchte mich erstmal bei Euch vorstellen. Bin 45 Jahre alt und wohne am Bodensee. Leider bin ich wie alle hier an MCS und einer Amalgambelastung schwer erkrankt.

Nun trifft das ein, was ich immer vermeiden wollte. Ich muss ins Krankenhaus um mir die Gebärmutter entfernen zu lassen. :roll:

Bei mir wurde festgestellt, dass ich ein Uterus Myomatosus hätte. Meine Gebärmutter sei ca. 22 cm. groß und mit Myome verwachsen.

Ich wende mich heute an Euch, weil ich dringend Eure Hilfe und Euren Rat benötige, da ich an sehr viele multiple Allergien und Unverträglichkeiten leide...vor allem auch auf Arzneimittel.

Weiter benötige ich auch eine Klinik die sich gut mit großen Uterus 22 cm auskennt und diese schon mehrmals operiert hat und spezialisiert darauf ist. Vielleicht weiß ja jemand hier Rat? :?:

Nach Entfernung von 8 Amalgamzähnen ohne Schutz und Aufklärung bin ich im Jahre 1998 sehr schwer an einer Amalgambelastung und Allergie auf Phenylquecksilberborat und Hydrochinon (Typ 4 Allergie) erkrankt. Später kam eine Multiple Chemikalien Sensitivität auf Duftstoffe, Reinigungsmittel, Medikamente dazu, da bei mir zwei Prozesse abgelaufen sind.

Erst 1 Jahr später kam ich dann zu einem sehr guten spezialisierten Umweltmediziner bei dem ich seither in Behandlung bin. Hätte ich diesen Arzt nicht kennengelernt, dann wäre ich heute nicht mehr am Leben!

Als Zufallsbefund stellte man u.a eine Fokulär noduläre Hyperplasie (FNH) – 3 gutartige Tumore auf der Leber fest und ich setzte auf anraten der Ärzte 1998 die Pille Marvelon nach 15 jähriger Einnahme ab.

Im Jahre 1998 lies ich meinen Eisprungschleim auf Schwermetalle untersuchen und man stellte fest, dass darin 250 ng/kg Blei, 3,2 ng/kg Quecksilber und 30 ng/kg Zinn enthalten war. Normwerte für dieses Material sind nicht bekannt.

In der Zwischenzeit stellte man Myome in der Gebärmutter fest. Ich bin immer regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung gegangen und mein Pap Abstrich war bis auf einmal immer eine I-II.

Das Myom ist seit 2007 bekannt allerdings war es da noch 3,5 cm groß.
Ich wußte zwar, dass Weichmacher so was begünstigen, dachte aber da ich ja auch entgifte, dass in den Griff zu kriegen. Aber leider nicht.

Vor 6 Wochen hatte ich dann akute Unterbauchschmerzen auch beim gehen und Schleim... wahrscheinlich durch meinen Eisprung leicht Temperatur 38,3 C und einen Ausschlag an den Wangen rot und pusselig...ob der Ausschlag damit zusammenhängt kann ich nicht sagen??? am anderen Tag war er weg.

Am Tag darauf habe ich mich dann aufgrund der Schmerzen und dann noch hinzugekommene Blutungen zu meinen Hausarzt begeben, der hohe Entzündungswerte im Blut festgestellt hat. CRP 71 Leukos 12000

Außerdem habe ich mich aufgrund der bekannten Myome (intramular) an meine Frauenärztin gewandt, die
mich dann ins Krankenhaus überwiesen hat.

Im Krankenhaus wurde durch Bauch-Ultraschall festgestellt, dass ich einen sehr großen Uterus myomatosus 17 cm habe und der Darm kaum darstellbar ist (aufsteigend Darm – Darmschlingen), weil er von diesem verdrängt wird. Außerdem drückt es auf die Blase. Meine Eierstöcke waren aufgrund der Größe nicht einsehbar, da versteckt hinter der großen Gebärmutter. Weiter wurde eine gynäkologische Untersuchung durchgeführt, bei der ein sehr großer Uterus myomatosus mit 22 cm festgestellt wurde. Der Gebärmutterhals sei verdreht und nicht mehr
an der Stelle, wo er normalerweise sein sollte. Die Gynäkologien hat so einen großen Uterus myomatosus noch nie operiert und ich könnte mir noch eine Zweitmeinung darüber einholen auch aufgrund meiner MCS und den Unverträglichkeiten. Meine Entzündungswerte waren wieder rückläufig und o. B.

Jetzt bin ich sehr ratlos, weil ich diesen großen Uterus mit dem großen Myom intramulär entfernen lassen sollte, außerdem wäre es meine erste OP überhaupt und ich benötige einen Spezialisten auf diesem Gebiet, der sich mit einem so großen Uterus myomatosus auskennt und solche schon mehrmals operiert hat.

Außerdem habe ich sehr sehr große Angst, da ich aufgrund meiner Polymorphismen des Cytochromsystems auf viele Medikamente wie z. B. auch Schmerzmittel, Antibiotika, Klammern aus Metall, Narkose u.v.m. sehr stark reagiere und ich an Multipler Chemikalien Sensitivität (MCS) zusätzlich auch erkrankt bin...
wahrscheinlich auch aufgrund der Polymorphismen des Cytochromsystems der Leber...was sich dadurch bemerkbar macht, dass ich Medikamente, Farben Lacke, Kontrastmittel, Parfüm, Rauch Brennspiritus, Lösungsmittel, Desinfektionsmittel u. v. m . nicht vertrage (von 10 Enzyme arbeiten 8 Enzyme entweder zu schnell oder zu langsam)

Nun brauche ich dringend Eure Erfahrungen und Euer Rat und Beistand in meiner großen Not. Ich habe so große Angst :cry:

Da ich noch nie eine OP hatte außer das Ziehen von 9 tote Zähne, weiß ich leider nicht, wie ich auf die Narkose, Schmerzmittel, Antibiotika u.v.m. reagieren werde.
Ich kann nur sagen, was ich im Laufe der langen Jahre nicht vertragen habe. Vieles ging nicht, wegen meiner vielen Unverträglichkeiten und der nicht guten Leberbeteiligung auf Schmerzmittel und Antibiotika wie z. B. Paracetamol für Kinder, Antra, Ovloxacin usw.???

Bei Antra kam es zu Herzrhythmusstörungen, nach 1ner Tablette Ovloxacin konnte ich nicht mehr alles essen und habe 6 Jahre damit verbracht meine Ernährung wieder aufzubauen. :cry:
Auf 2 Tab. Paracetamol für Kinder! die ich wegen meiner Schmerzen bekam ging es mir 2 Wochen sehr schlecht mit Herzrasen, Leber und Nierenschmerzen Schüttelfrost und Atemnot. Auf Phönix kam ich ins Krankenhaus, weil es mir sehr schlecht ging uvm.
Außerdem leide ich an einer Speiseröhrenentzündung und fand erst nach dem sechsten Anlauf ein Medikament das ich jetzt endlich vertrage.

Weiter kam es bei Zahnbehandlungen immer zu Problemen. Dort reagierte ich auf sehr viele verwendete Materialien und sogar auf Terracortril-Streifen mit Bauchschmerzen, Herzrasen, Schwindel, Atemnot uvm. und von der Betäubungsspritze bekam ich jedesmal Herzrasen und Atemnot!

So ging es bei vielen Medikamente die ich bekommen habe, auch bei der Entgiftung wurde ich behandelt mit der Dosis die für einen Hamster bestimmt gewesen wäre und mir ging es wirklich sauschlecht.

Mein Arzt meinte, dass das größte Problem meine Leberbeteidigung sei. Ich leide seit Jahren an persistierende Leberwerterhöhungen (GPT und y-GT).
Als Narkose schlug er mir Propofol vor.

Ich habe auch noch eine Erhöhung von IFN-y und Autoimmunreaktionen gegen Ganglisoide und Myelin assoziiertes Glykoprotein (MAG)
Weiter habe ich eine Allergie auf Phenylquecksilberborat, Hydrochinon und Beryllium und reagiere auf N,N-Dimethyl-4-Toluidin was über LTC4 untersucht wurde.
Sensibilisierungsnachweis gegenüber Polychlorierte Biphenylen, den Schimmelpilz Aspergillus fumigatus, Rizipus nigricans und Cladosporium herbarum unterschwellige Sensibilisierung auf Permethrin-, Benzol-, Toluol-, Xylol-Gemische.
Beschädigung der Blut-Hirn-Schranke mit erhöhter Protein-S-100-Freisetzung und Hypocortisolismus
Weiter wurde auch eine erhöhte Aktivität der Xanthinoxidase festgestellt.

Ich habe so Angst, dass ich deshalb große Probleme bei der OP haben könnte oder hinterher mit meiner Leber wegen den Schmerzmittel und Antibiotika die ich nicht vertrage! Vor allem auch, weil man sich mit dieser Erkrankung ja so schwer tut, jemand zu finden der das ernst nimmt, damit ich nicht auf dem OP - Tisch lieben bleibe. In einer großen Uni-Klinik wurde mir gesagt, dass die Patienten die Verträglichkeiten selbst mitbringen...vor einer OP. Da ich aber das gar nicht weiß, hat sich der Fall mich dort operieren zu lassen erledigt. :( :shock: :cry:

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen was ich vielleicht vertragen könnte ???

Es liegen folgende genetisch Veränderungen der Enzymsysteme vor:
Fehlen der Glutathion-S-Transferase M1
Heterozygot veränderte Form der Glutathation-S-Transferase P1
Aktivitätsminderung der NAT2 langsam Acetylierer
Reduzierte Aktivität der mEH
Übersteigerte Aktivität von Cytochrom P450 1A2
Verminderte Funktion von Cytochrom P450 1A1

Vielleicht könnte man ja auch von Vornherein meine Empfindlichkeit irgendwie noch abklären?
Weiß jemand, ob es da noch Möglichkeiten gibt?
Ich hoffe auf Hilfe von Euch.

PS.: Im med1 Forum hab ich mich schon angemeldet, um Gynäkologisch was zu erfahren.

Liebe Grüße

Sugar
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 26. März 2014, 07:58

Hallo Sugar,
was Du zurzeit durchmachst, ist der Albtraum von vielen von uns. Ich wünsche Dir, dass Du die OP gut überstehen wirst.
Mir fallen zu dem Thema folgende Dinge ein:
Betäubungsmittel: Xenon

Krankenhaus:
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG
Hohe Weide 17, 20259 Hamburg, Tel. (040) 7 90 20 – 0, Fax (040) 7 90 20 – 10 79, E-Mail: info@d-k-h.de, Internet: http://www.d-k-h.de

Versuch Dich mit Ihnen in Verbindung zu setzen. Vielleicht können sie Dir helfen oder Dich beraten.
Du kannst mehr lesen unter:
Hamburger Krankenhaus bietet Zimmer für Patienten mit MCS und Umweltkrankheiten
http://www.csn-deutschland.de/blog/2011 ... ankheiten/

Ich habe vor vielen Jahren auch Ofloxacin genommen und dadurch ist bei mir MCS ausgebrochen.
Bei mir sind auch genetische Veränderungen (CYP 2D6, wahrscheinlich auch bei CYP1A2 außerdem GSTM1 und GSTP1). Ich reagiere auch auf viele Lebensmittel, Medikamente etc.
Dies ist ein Link zu einer CYP450 Liste. Vielleicht hilft sie Dir weiter.
http://medicine.iupui.edu/clinpharm/ddis/main-table/

Ich wünsche Dir viel Glück
Sternentaenzer
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Sugar » Mittwoch 26. März 2014, 15:32

Hallo Sternentaenzer,

Danke für Deine liebe Antwort.
Hast Du noch ne Idee, ob man im Vorfeld durch nen Test vielleicht noch die Schmerzmittel und Antibiotika abklären kann? Danke auch für den Tipp mit dem Krankenhaus in Hamburg. Bei mir ist es allerdings so, dass ich nicht mehr so heftig auf Duftstoffe reagiere und ich damit eher die wenigeren Probleme habe...wenn ich mich nicht dauert aussetzte! Allerdings liegt mein Problem hauptsächlich darin, dass es mir bei vielen Medikamente die ich in der Vergangenheit bekam sehr schlecht ging. Das ist meine größte Angst bei dieser OP :cry:

Und ich muss eine Klinik finden, die das ganze mit den Medikamenten ernst nimmt und das schon sehr oft operiert hat :roll:

Du schreibst dass Du auch Ofloxacin bekommen hast und dadurch die MCS ausgebrochen ist :!: :!: Kannst Du mir das nochmal genauer erzählen? :idea:

Bei mir war es so, dass ich zuvor alles essen konnte und durch 1ne Tablette Ofloxacin die ich wegen eines Harnwegsinfekt im KK bekommen habe, danach nicht mehr richtig essen konnte. Nach der Entlassung im KK ging es dann richtig los und ich hatte sehr viele Jahre starke Bauchschmerzen nach jedem Essen und große Probleme mit sehr vielen Lebensmittel so dass kaum noch etwas übrig geblieben ist, was ich vertragen habe!
Komisch wenn Du das so sagst...meine MCS ist auch erst danach ausgebrochen :? :idea:

Wie hat man bei Dir die genetische Veränderungen festgestellt? Hast Du auch Allergien und Unverträglichkeiten?

Gibt es bei Dir Schmerzmittel und Antibiotika die Du verträgst?

Ganz liebes Grüße

Sugar
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Therese » Mittwoch 26. März 2014, 22:09

Hallo Sugar,

wie Sternentänzer schreibt
Betäubungsmittel:Xenon
Krankenhaus wegen der MCS:AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG

Diese OP wird in jedem Krankenhaus Gynäkologie durchgeführt.
Auch bei mir wurde 1994 Gebärmutter mit einem Myom dieser Größe entfernt.
Um weiter Komplikationen zu vermeiden solltest du das schon schnellstens abklären lassen.
An einer OP wirst du wohl nicht vorbeikommen.

Wünsche dir alles Gute und Drücke die Daumen.
Therese
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Sternentaenzer » Donnerstag 27. März 2014, 07:43

Hallo Sugar,
auch wenn das Krankenhaus in Hamburg weit für Dich entfernt ist und Du die OP woanders machen lässt, wende Dich trotzdem telefonisch oder via Email an sie, weil sie einfach Erfahrung mit MCS Patienten und OPs haben. Frag auch nach Medikamenten (Narkose, Schmerzmitteln), die nicht noch zusätzlich Histamin freisetzen.
Informier Dich auch über Xenon. Es kann auch Nebenwirkungen haben, aber ich denke, dass sie im Vergleich zu den anderen Medikamenten relativ klein sind. Ich selber habe damit keine Erfahrung. Ich bin immer noch für mich selber auf der Suche nach Medikamenten, die ich vielleicht im Notfall vertragen könnte.
Deine Frage im Hinblick auf Tests für Medikamente solltest Du auch die Ärzte im Hamburger Krankenhaus stellen. Vielleicht wissen die Rat. Du könntest Dich auch noch an Schnakenberg (Genanalyse CYP450) wenden. Vieleicht kann er Dir helfen.
Dr. rer. nat. Eckart Schnakenberg

Labor: Inst. f. Pharmakogenetik u. Genetische Disposition (IPGD)
Ostpassage 7
30853 Langenhagen
Tel.: 0511 2030448
Fax: 0511 2030447
E-Mail: es@ipgd.org
www.ipgd.org

Liebe Grüße und viel Erfolg. Wir denken an Dich
Sternentaenzer
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ganz liebe Grüße an Alle nach meiner OP

Beitragvon Sugar » Montag 27. Juli 2015, 20:31

Hallo zusammen,

vielleicht kann sich der Eine oder Andere noch an mich erinnern? Ich hatte ein großes Problem mit meinen Enzymdefekten der Leber, Allergien und Unverträglichkeiten und der MCS ein geeignetes Krankenhaus und Spezialisten zu finden, die mir weiterhelfen konnten.

Ich hatte ein sehr großer Uterus myomatosus und leide an vielen Enzymdefekten und Multipler Chemikalien Sensitivität (MCS).

Das Problem wo ich hatte, war dass ich einen guten Operateur benötigte, der auch sehr große Myome schon mal entfernt hat und zudem einen guten Anästhesisten, der meine Allergien, Unverträglichkeiten, MCS und der Enzymdefekte ernst nimmt. Bis jetzt ist es immer an Einem von Beiden gescheitert.

Nach langer Suche bin ich aber endlich fündig geworden. Ich war schon ganz verzweifelt, weil mir die Zeit davon lief und das Teil immer weiter gewachsen ist. Ich dachte wirklich, ich bekomme es gar nicht mehr aus meinem Körper raus. :cry:

Doch nun habe ich gute Anästhesisten gefunden, die sich mit den Enzymdefekten auskannten und das Risiko auf sich nahmen. Zudem einen sehr erfahrenen Chefarzt, der mich operierte.

Es war eine große schwere OP
Es zeigte sich ein monströs vergrößertes Abdomen bei sehr großem Unterus myomatosus.
Es wurde eine Längsschnittlaparotomie durchgeführt. Das Teil war so groß wie eine Wassermelone und wog 4230 g
Es war am Bauchfell, Rückwand und Darm angewachsen und musste gelöst werden. Ein Eierstock habe ich verloren, weil dort ein Krystom und Endometriose war.

Leider habe ich viel Blut verloren (1400 ml) und ich fühle mich sehr schwach und kraftlos und wenn ich einige Zeit laufe, dann fangen meine Hände an zu zittern...bin auch total blaß.

Weiter habe ich immer das Problem, dass ich Atemprobleme habe und mir übel ist, welches ich auf den nicht richtig arbeitenden Darm schiebe. Ich muss dazu sagen, dass ich das mit dem Darm schon lange habe und ich an ständigem Aufstoßen leide. Leider hat es sich durch die OP stark verschlechtert. Die ganze Luft kommt mir oben raus, stoße ich nicht ständig auf, dann bekomm ich Bauchschmerzen. Weiter haben sich nun kleine Pickelchen an den Unterarmen gebildet...kann aber nicht sagen, ob dass von der OP kommt oder der Sonne oder den Medikamenten?
Vielleicht weiß jemand da was drüber?

Kennt Ihr das auch, dass der Darm nicht richtig arbeitet? Ich habe das schon seit der unsachgemäßen Entfernung des Amalgams. Aber im Laufe der Jahre habe ich viel mit der Ernährung machen können und das wieder einigermaßen in den Griff bekommen.

Es ist, wie wenn mir das ganze Essen brach im Darm liegt!

Was habt Ihr dagegen gemacht und eingenommen?

Meine Operation ist allerdings jetzt 2 Wochen her!

So und nun zu Euch allen:

Ich habe ja sehr viele Enzymdefekte die Dr. Farbig bei einer Teilnahme an einer Studie 2004 festgestellt hat. Durch die Studie musste ich da nix bezahlen!
Weiter war es aber nun so, dass ich durch die OP weitere Enzymdefekte nachweisen lassen sollte, da ich nicht wusste ob diese bei mir normal sind oder auch verändert und wie ich dann durch die verschiedenen Gaben der Medikamente während einer OP reagieren werde. Insgesamt wurde festgestellt, dass 13 veränderte Enzyme vorliegen die vermehrt oder zu langsam arbeiten!

Das mit den Enzymdefekten ist natürlich so eine Sache, viele Ärzte nehmen das nicht erst, da kann man den Raum gleich verlassen.
Was ich aber auch festgestellt habe, da nicht jeder so durchgecheckt ist wie ich, werden von den Krankenhäuser und Ärzten einfach diese Medikamente genommen, die das Enzymsystem nicht belasten oder umgehen! Tatsache ist natürlich, dass viele Menschen bei einer OP gar nicht wissen wie ihre Enzymsysteme arbeiten.

Weiter konnte ich durch die vielen Einschränkungen und durch meine Arzneimittelunverträglichkeit die vorliegt, die restlichen notwendigen Enzyme des Cytochromsystems welche für die Medikamente bestimmt sind über meinen Hausarzt durch eine Überweisung die er dringend notwendig vor einer OP erachtete - bestimmen lassen :idea: Das wurde dann zu Dr. Schnakenberg gesendet.

Von weiteren 5 Enzymen die vor allem mit der Verstoffwechslung von Medikamenten zu tun haben, waren weitere 4 verändert!
Mein Umweltmediziner bei dem ich schon lange in Behandlung bin, ist der Meinung, dass es bei mir ganz wichtig ist diese Einschränkungen zu beachten :!:
Irgendwie habe ich aber den Eindruck, dass die Polymorphismen des Cytochromsystems nicht nur angeboren sind, sondern dass sich die Gene durch meine hohe Belastung durch die unsachgemäße Entfernung von Amalgam verändert haben (ich denke da an Genmutationen) beweisen kann ich das natürlich nicht. :roll:

Ich bin so dankbar, dass ich die OP so gut überstanden habe (mit Gottes Hilfe!!) ...dass könnt Ihr Euch sicherlich vorstellen. :mrgreen:


Ich möchte Euch mitteilen, was bei der OP zum Einsatz kam: Es wurde eine TIVA-Narkose durchgeführt. Propofol, welches auch die Empfindlichkeit von MCS nach der OP ein wenig herabsetzt.
Rocuronium (Muskelerschlaffendes Mittel) Fentalyl und Ultiva Perfusor, Fortecortin, Novalgin und Cefuroxin, Dipidolor.

Mit Novalgin hatte ich hinterher ein Problem als ich es nochmal ca. 1 Min. per Infusion bekam musste ich brechen. Dagegen bekam ich vomex A ...das habe ich schon einmal bei meinem Umweltmediziner erhalten und dachte dass ich es dann vielleicht nochmal vertrage. Brechen mit einem großen Bauchschnitt kommt nicht so gut.
Bei Cefuroxin muss man auch aufpassen, da Kreuzreaktionen durch eine Penicillinallergie auftreten können. Ich hatte sowas als Kind. Habe es aber während der Narkose gut vertragen. Muss aber dazu sagen, dass es meine erste OP war!... Vielleicht habe ich es deshalb vertragen.

Hinterher habe ich bis 3 Tage Oxycodon (Morphium) - morgens und abends bekommen und habe allerdings nach dem 3 Tag morgens Atemprobleme, Schwäche, leichte Kopfschmerzen festgestellt. Da ich inzwischen ein sehr gutes Gefühl für mich entwickelt habe, habe ich dann das Oxycodon selbst abgesetzt. Was anderes haben die mir nicht gegeben aufgrund der Allergien und Unverträglichkeiten. Aber da ich ja auch keine Schmerzen hatte, dachte ich wenn es wirklich schlimmer wird dann nehme ich es halt wieder. Aber ich brauchte das Morphium nicht mehr.
Nach meinem Gefühl, waren die Schmerzenmittel so hoch dosiert (während der Op und danach ständig Schmerzmittel bekommen) dass es meine Leber wohl zuviel war und das Enzymsystem wohl dadurch überfordert war.

Gott sei Dank habe ich es überstanden, stelle aber fest, dass ich ständig Kapselspannung der Leber habe und nun bei meinem Umweltmediziner in Behandlung bin.

Weiter habe ich ein kleines Teil des Gewebes (100mg) einer Multielementanalyse unterzogen. Da ich vor Jahren mal eine hohe Belastung im Eisprungschleim nachweisen konnte, war mir diese Untersuchung wichtig und habe ich selbst bezahlt. Es wurde in diesem kleinen Gewebe eine Zinnbelastung festgestellt!

Liebe Grüße

Sugar :D
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon mod13 » Montag 27. Juli 2015, 22:09

Herzlichen Glückwunsch dazu Sugar und alles weitere Gute :)

Liebe Grüße
mod13

(Ps: Dein Beitrag wurde zum besserem Verständnis Deinem Anfangsthread zugeführt.)
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Sternentaenzer » Mittwoch 29. Juli 2015, 06:24

Hallo Sugar,
toll, dass Du alles so gut überstanden hast. Ich wünsche Dir, dass es jetzt immer weiter bergauf gehen wird.
Ich habe eine Bitte. Wenn Du magst, kannst Du vielleicht uns sagen, welche der CYP450 Enzyme bei Dir nicht richtig arbeiten und falls Du es weißt, warum Deine Ärzte gerade diese Medikamente für die Narkose ausgewählt haben.
Liebe Grüße Sternentaenzer
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Amazone » Mittwoch 29. Juli 2015, 10:48

Hallo Sugar,

bezüglich Darmträgheit. Hast du es schonmal mit geschrotetem Leinsamen probiert?

Mich wundert es, dass du im KH keine Probleme mit Desinfektionsmitteln und Duftstoffen hattest.

Viele Grüße
Amazone
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 29. Juli 2015, 11:35

Alle Morphine und andere BTM sind ein Problem für den Darm. Meine Frau benötigt täglich Lactulose, sonst geht da gar nichts.
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Sugar » Freitag 31. Juli 2015, 02:56

Hallo zusammen,

ich fasse einfach zusammen. :geek:

Wenn ihr auf die Seite von Dr. Schnakenberg geht, dann findet Ihr sehr viel Information über die Gene. Also über jede einzelne CYP. Da steht auch alles drin, welche Mittel man meiden sollte, wenn ein bestimmtes Enzym verändert ist.

Wie gesagt, Propofol setzt die Empfindlichkeit von MCS nach ner OP runter. Leider kommt das ganze aber wieder zurück. :!: Wäre aber mal ne Überlegung wert...MCS Patienten damit helfen und vielleicht therapieren zu können. :?

Propofol (2C9, 2C8, und 2B6) wird über mehrere Enzyme verstoffwechselt, daher ist es natürlich auch besser, wenn z. B. ein Enzym bei einem fehlt, dann hat man wenigstens noch zwei andere Enzyme die funktionieren und um das Mittel zu verarbeiten. :idea:

Wichtig bei Medikamentenunverträglichkeit finde ich bei uns MCS - Erkrankten vor allem das BcHe, das CYP 2C9 und das CYP2C19, CYP2D6, CYP2B6, CYP2C8, CYP1A1 und CYP1A2
zusätzlich das CYP3A5 und das CYP3A4...letztere beide seien nicht so charakterisiert.

Ich möchte aber betonen, dass jeder Mensch verschiedene Polymorpismen besitzt, die auch bei einem "normalen Menschen" der vielleicht gar keine Einschränkungen hat wie wir MCS-Erkrankte Veränderungen aufweisen kann.

Ich bin allerdings der Meinung, dass die Enzymdefekte für MCS Patienten sehr wohl wichtig sind und unbedingt Beachtung finden müssen. Für jeden selbst als MCS Kranker finde ich es sehr wichtig zu wissen wo man Einschränkungen hat und wie die einzelnen Enzyme überhaupt arbeiten um Medikamente in einer bestimmten Dosierung verstoffwechseln zu können.

In meinem Fall waren es sogar 13 veränderte Enzyme :o
Sugar
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Sternentaenzer » Dienstag 4. August 2015, 11:31

Hallo Sugar,
wie geht es dir in der Zwischenzeit? Konntest du dich von der OP erholen?
Vielen Dank für die Infos über die CYP 450 Enzyme. Bei mir ist es schon einige Jahre her, dass ich die Untersuchung habe machen lassen.
Da ich in all den Jahren nie eine bestimmte Linie überschreiten konnte, denke ich, dass bei mir diese Enzyme aber eventuell auch noch andere Enzyme/Rezeptoren etc. nicht richtig arbeiten.
Liebe Grüße
Sternentänzer
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Galaxie » Donnerstag 24. September 2015, 14:05

:)
Hallo Sugar,

schön, das es bei dir doch noch so gut verlaufen ist. Ich selber bin gegenüber Propofol skeptisch gegenüber. Es enthält 100ml Glycerol, was nicht im Beipackzettel steht, aber mir der Hersteller mal am Telefon mitgeteilt hat. Propofol wird als gängiges Anästhetikum http://flexikon.doccheck.com/de/Propofol für Kurz-Anästhesieverabreicht, daszu benötigt man aber Schmerzmittel und Muskelrelaxantien http://flexikon.doccheck.com/de/Muskelrelaxans -

Welche Nebenwirkungen kann Propofol haben? http://www.onmeda.de/Wirkstoffe/Propofo ... nt-10.html - die Aufwachphase ist u.a. immer bei Narkosen entscheidet, man sagt so kürzer die Aufwachphase um so ungefährlicher die Narkose und das alleine beim gesunden.

Was XENON betrifft, da wird eine ganz große Menge als Narkosegas verabreicht und man benötigt ebenbfalls Schmerzmittel und Muskelrelanxien. Schade das die Studie von Prof. Michael Gorgieff http://www.uniklinik-ulm.de/struktur/kl ... logie.html, wo man "XENON" nur in geringen Mengen intravenös brauchte nicht weiter Beachtung fand.- Edelgas intravenös verbessert
die Anästhesie... http://www.pharmazeutische-zeitung.de/i ... p?id=20675 und Schicksalsfrage - Narkosemittel - http://www.welt.de/print/die_welt/wisse ... mlWeiterer Berichte hier über OP-Verläufe... viewtopic.php?f=91&t=8413&start=10

Man bedenke jeder hat eine individuelle Biochemie und nicht alleine liegt die Verträglichkeit an den Enzymen, die nicht mehr in unterschiedlicher Form bei MCS-Patienten vorhanden sind, denn auch eine geringe Dosis macht bei vielen das Gift und bei MCS ist es nicht nur das...

Weiterhin gute Genesung

LG
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Re: Hilfe muss zur OP wegen Gebärmutterentfernung

Beitragvon Karlheinz » Dienstag 13. Oktober 2015, 11:38

Hallo Sugar,

eine Bekannte aus BW mit ähnlichen Problemen würde gern mit Dir in Kontakt treten. Ich hatte Dir diesbezügliche eine PN geschickt.

Falls die nicht angekommen sein sollte, bitte kontaktiere mich bei Interesse per PN (und weise hier evtl, darauf hin, falls mit der PN irgendwas nicht funktionieren sollte).

Viele Grüße

Karlheinz
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