Ideen für Allergieplan zusammentragen - EILT

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Beitragvon Lawya » Mittwoch 19. September 2007, 18:29

Hi Leute.
Ich bin nächste Woche zu einem Krankenkassenhearing (*hüstl*) einer größeren Kasse wo es u.a. um die Frage der zukünftigen Marschrichtung geht. Hat noch jemand stichpunktartige Ideen für bestimmte Argumentationslinien (anhand Seehofers Plan) die bisherigen Kassenargumente (haben ja alle massige Broschüren und so) noch mal vor Augen zu halten und zu verfeinern, bis hin zu den finaziellen Argumenten.
Bitte keine Romane, ich will jetzt nur nicht eine wichtige Idee aus den Augen verlieren, weil es ja schon ziemlich unüberschaubar ist, diese Sache.
Also hier, PM oder Mail.
good work, DANKE
Lawya
 

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Beitragvon Amazone » Donnerstag 20. September 2007, 11:47

Hallo Lawya,

dann frag doch mal nach, warum bei Allergien gegen Schimmelpilzen die Problematik des Einsatzes von Schimmelpilzenzymen in der Nahrungsmittel- und Arzneimittelindustrie u.v.a. Industriezweigen nicht erwähnt wird, und warum bei der Symptomatik meistens nur von "Husten und Schnupfen" die Rede ist.

Ein wichtiger Punkt für Allergie- und MCS-Patienten ist m.E. auch, dass endlich LTT-Tests von der GKV in den Leistungskatalog übernommen und anerkannt werden und nicht Epikutantests verlangt werden, da diese zum einen nicht nur lt. WHO zu weiteren Sensibilisierungen führen und zum anderen nicht aussagekräftig genug sind, da es auch systemische Reaktionen und nicht nur Kontaktallergien gibt.

Viel Erfolg.

Gruß Amazone
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Beitragvon Lawya » Donnerstag 20. September 2007, 15:02

danke schön.
wir wollen ja nicht nur Fragen stellen, sondern auch argumentieren
= GKV mit den eigenen Waffen = eigene Argumente schlagen (z.B. aus eigenen Veröffentlichungen)
Lawya
 

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Beitragvon jule » Donnerstag 20. September 2007, 21:15

Hallo Lawya,
frag doch bitte auch nach - Hyperthermie (Alu-Bett mit
Reflektorenlampen)- wird bei Krebspatienten bezahlt
u. das Immunsystem von vielen Chemikalienerkrankten ist
auch sehr am Arbeiten - mir persönlich hat
Hyperthermie geholfen - 1 Sitzung kostet ca 110 €
man benötigt 5 Stück - Auch Akupunktur-
jule
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Beitragvon Maria » Freitag 21. September 2007, 23:09

Hallo Lawya,

Du könntest z. B. fragen, warum MCS-Kranke und Allergiker, Naturheilpräparate und viele teuere Untersuchungen zur detaillierten und aussagefähigen Diagnostik (z. B. LTT-Tests beim Umweltmediziner), selbst zahlen müssen und Raucher sämtliche Medikamente, Operationen und Kosten für Folgeerkrankungen bezahlt bekommen. Und dies, obwohl Raucher ihre Erkrankung selbst verursacht haben, im Gegensatz zu MCS-Kranken!?

Ebenfalls könntest Du fragen, was die Krankenkassen z. B. zum Schutz der Duftstoff-Allergiker zu tun gedenken, deren Zahl voraussichtlich die nächsten Jahre noch stark ansteigen wird, z. B. gegen "Duftmarketing" und all solche Sachen. Beispielsweise könnten die Krankenkassen massiven Einfluss nehmen, dass solche Dinge unterbunden werden. Schließlich warnt das UBA schon viele Jahre vor Gesundheitsschäden durch Duftstoffe. Duftstoffe sind sogar als gesundheitsschädlicher eingestuft als Passivrauchen. Die Krankenkassen könnten auch Aufklärungsarbeit in ihren Mitgliederzeitschriften leisten, wie sie es auch gegen das Rauchen tun.

Diese Maßnahmen könnten das Allergierisiko senken, teure Medikamente, wie z. B. Antibiotika, wären oft überflüssig, denn Naturheilmittel sind oft weit aus günstiger, wirkungsvoller und haben weniger Nebenwirkungen usw.. Durch gezielte Untersuchungen beim Umweltmediziner, könnten ebenfalls massive Kosten eingespart werden - jahrelange Leidenswege der Patienten, bis sie endlich herausfinden, an was sie leiden, wären überflüssig.

Wenn dann noch der Einsatz von Duftstoffen stark unterbunden würde, kämen Einsparungen für die gesamte Volkswirtschaft, Krankenkassen und Rententräger in Billionenhöhe zusammen! Wenn das keine Argumente sind.

Viele Grüsse und viel Erfolg!
Maria
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Beitragvon Karlheinz » Sonntag 23. September 2007, 10:40

Hallo Maria, ausgezeichnete Ideen.
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Beitragvon Lawya » Montag 24. September 2007, 10:22

Danke, ich nehm's alles mit, müssen wir sehen wieviel Zeit bleibt.

BItte erwartet keine kurzfristigen Berichte, bin stark im Stress.
Lawya
 

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Beitragvon Sonora » Montag 24. September 2007, 12:05

Drogenabhängige (sollen gerne Hilfe bekommen), kriegen die Entgiftungs- und Aufbautherapie
die wir gut gebrauchen können. Warum bleibt uns Hilfe versagt???

Warum wird PET bei Alzheimers und anderen Krankheiten bezahlt, bei Chemikaliengeschädigten
aber nicht???
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Beitragvon Lawya » Dienstag 25. September 2007, 09:06

Danke an alle.
Ich habe noch mal die HP vom Bundesinstitut für Risikobewertung durchgewühlt. Die sagen einiges zu REACH.
An den entscheidenden Stellen brechen sie ein (wodurch auch immer), Tenor: "Amalagam völlig gesund", Probleme nur minimal.
Diskussionen nur auf Nebenkriegschauplätzen mit großem Palaver.

Es gibt noch Förderer, aber irgendwie ganz wenig und arbeiten sehr dezent (auch nur so minimal noch).

Mal sehen wie sich alles entwickelt.

Mal was anderes, wenn eine Patientenvereinigung/Selbsthilfegruppe in einer größeren Stadt (ich spreche jetzt mal so was wie Berlin, Leipzig, Dresden und dann so geographisch go West an) es hinbekommt, ein paar Krankenkassenvertreter (neben den Patienten) für Vorträge zu dem Thema Allergien, Neurodermitis, MCS zu mobilisieren (ein Raum findet sich sicher bei der Krankenkasse), kümmere ich mich um den "Prof." dazu, der den Vortrag hält. Mehr sage ich jetzt nicht an dieser Stelle.

Ich denke wir müssen da "ran an die Bouletten" (sage ich immer).

An Berlin und Leipzig arbeite ich gerade, wenn es klappt, melde ich mich.
Lawya
 

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Beitragvon Lawya » Donnerstag 4. Oktober 2007, 20:20

So mal kurz: Hearing enttäuschend. Kostensparung oder Besserungen für die Kranken nicht in Sicht. Alles reine Finanzmathematik mit Milchmädchenrechnungen. Hinweise auf in der Realität nicht existente Behandlungsstränge.
Wir überlegen jetzt ne neue Taktik und gehen ggf. ganz oben ran.
Lawya
 


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