MCS beim Mieterverein einbringen

MCS beim Mieterverein einbringen

Beitragvon Webmaster » Sonntag 6. Juli 2008, 20:37

Elisanna bat mich ihren Brief hier im Forum einzustellen und Euch zu bitten,
konstruktive Anmerkungen zu geben.

Sie ist selbst zu krank um im Forum mitwirken zu können, möchte Euch aber
trotzdem involvieren.

(Gerne als Forumsbeitrag, könnte eine Disskussion anstoßen. Was halten die andern vom Mietmarkt, welche Erfahrungen haben sie? - Ich bin immer noch tappisch im Umgang mit dem Forum, in so angespannten Zeiten eine echte Hürde, ich mach's also nicht.....)

Nochmals liebe Grüße,

Elisanna

------------


Vorschläge für / Appelle an den Deutschen Mieterverein im Zusammenhang mit der Krankheit MCS (Multiple Chemische Sensitivität)

1.MCS was ist das?
2.MCS-Kranke brauchen dringend die Unterstützung des Mietervereins

1. MCS
Es gibt immer mehr Menschen, die sensibel und hochsensibel auf Wohngifte reagieren. Ihr Leiden kann sehr extrem sein und so weit gehen, dass sie keine für sie verträgliche Wohnung finden. Ihre Krankheit ist, wenn auch im deutschen Medizinbetrieb noch sehr wenig beachtet und bekannt, gut erforscht, wissenschaftlich diagnostizierbar, bei der WHO als schwere körperliche Krankheit gelistet und gilt als die Krankheit mit einem traurigen Rekord: Sie zerstört von allen bekannten Krankheiten die Lebensqualität der Betroffenen am meisten. (Anmerkung: Einen nicht geringen Anteil an diesem Umstand hat der Wohnungsmarkt, der bezüglich des Faktors gesundes Wohnen weitgehend im krassen Widerspruch zu den krankheitsbedingten Bedürfnissen der Betroffenen steht. )

Es handelt sich um eine Multisystem-Entzündungskrankheit, die vorwiegend folgende Körpersysteme schädigt: Immunsystem, Nervensystem, Hormonsystem. Hinzu kommt die Überlastung aller Entgiftungsorgane (z.B. Nieren, Leber). Achtung: Diese Krankheit ist keine seltene Krankheit, und sie ist auf dem Vormarsch! Die Kranken können die Anerkennung als Schwerbehinderte beantragen, können derzeit jedoch noch keinerlei spezifische Rechte für sich in Anspruch nehmen.

Ungesunde Wohnungen können zu Orten der Krankheitsbildung (Vergiftung) und zu Orten unerträglicher Steigerung der Krankheitssymptome bei MCS werden. Die symptomatischen Zustände, die von manchen Wohngiften ausgelöst werden, bezeichnen schwer Betroffene oft als Folter . Hinzu kommt: Wohnungen werden für solche Menschen oft zu Gefängnissen, weil der Markt, besonders für schwer MCS-Kranke keine Alternativen anbietet, welche Voraussetzung für die Linderung der Beschwerden und im besten Fall für weitgehende Beschwerdefreiheit sein könnten und müssten.

Zum besseren Nachvollzug: Im Vergleich zu Gesunden ist die Empfindlichkeit gegenüber Wohngiften um 3 bis 6 Größenordnungen gesteigert, das heißt: Das Komma muss um 3 bis 6 Stellen nach hinten versetzt werden. Ich habe das einmal umgerechnet: Hochrechnungen dieser Angaben auf Raumgröße bringen die ungeheuren Unterschiede der Verträglichkeitstoleranz MCS-kranker Personen im Vergleich zu Gesunden in Zahlen beeindruckend zum Ausdruck:
..... - fehlt noch - ....

Merke: Eine gesunde, verträgliche Wohnung ist die allerwichtigste und kostbarste Medizin für MCS-Kranke!


2. MCS-Kranke sind auf dringende Hilfe angewiesen!
Wie kann der Deutsche Mieterverein helfen?

Der Ist-Zustand ist für Betroffene diktatorisch: Vielen, sofern auf Mietwohnen angewiesen, wird Leiden ausweglos diktiert. Ihre Menschenrechte werden in dieser strukturell gegebenen Lage der Ausweglosigkeit (und des bei noch so großer Aktivität dennoch vergeblichen Strebens nach Veränderung) missachtet und nicht vertreten, als solche nicht einmal erkannt, bisher in aller Regel auch nicht von ihren Vertretern beim Mieterverein.

Was steht vorrangig an?

Es ist unter den gegebenen Umständen strukturell dringend/zwingend notwendig, dass Anwälte und Beschäftigte beim Mieterverein sich mit der Thematik gut vertraut machen, die Not der Mietwohnungen suchenden MCS-Kranken strukturell begreifen, ihre Situation bekannt machen, ihre Anliegen vertreten und zusammen mit Betroffenen und Betroffenen-Organisationen ein Konzept erarbeiten, das gesetzliche und anderweitig anzustrebende Änderungen im Sinne der Betroffenen zügig anstrebt.

Mit diesem Konzept sollten die im Folgenden aufgezählten Partner erreicht werden. In regelmäßigen kommunikativen Verbindungen, die als Beitragsreihen in der Zeitschrift des Mietervereins öffentlich dokumentiert werden, sollte diesen Gruppen das notwendige Wissen nahegelegt werden. So sollte ihre Mitverantwortungsübernahme für eine rasche Verbesserung der Situation der MCS-Kranken angestrebt werden, die zur Miete wohnen oder eine Mietwohnung suchen.


Die Partner:

Alle Mieter

Alle Vermieter

Kommunale Wohnungsbehörden und kommunale Verwaltungen

Kommerzielle Mietwohnungsanbieter/Investoren

Private Mietwohnungsanbieter/Investoren

Wohnungsbaugesellschaften

Architekten und Architekturstudiengänge

Bauträger und einschlägige Handwerkerbetriebe

Meisterausbildungsstätten aller zum Bauwesen gehörenden Ausbildungsgänge

Parteien und Gesetzgeber

Juristen, juristische Institutionen und Studiengänge


Ziele:
1. Jeder der hier genannten Personen/Verwaltungen/Behörden/Ausbildungsstätten soll MCS und seine umfassende Bedeutung in kurzer Zeit klar und selbstverständlich vertraut sein.
2.Darüber hinaus sollten diesen genannten Personengruppen und Institutionen differenzierte Forderungen und Vorschläge für Handlungskonzepte nahegelegt werden, die zur Verbesserung der Situation der MCS-Kranken im Wohnungsbereich unmittelbar beitragen.


Thema Gesundes Wohnen in der Mieterzeitschrift

In der Mieterzeitschrift sollte das Thema Gesundes Wohnen einen zentralen, ständigen Platz zugewiesen bekommen. Kontinuierliche Beiträge zum Thema Gesundes Wohnen und zum Thema Gesundheitsaspekte und Mietwohnungsangebote auf dem deutschen Markt Ist-Zustand und anzustrebende Ziele - sollten ein fester Bestandteil in der Zeitschrift des Mietervereins werden. Es gibt Institute, die dazu umfassende, wissenschaftlich abgesichterte Informationen zur Verfügung stellen. Ziel: Bewusstmachung der Problematik bei allen Mietern, Forderungen an Mieter und Vermieter. Besonderer Schwerpunkt: Elternverantwortung für Kleinkinder!
Behauptung: Dieser Aspekt, wiewohl im allgemeinen Bewusstsein und in den Medien sehr vernachlässigt, steht der Bedeutung des allgegenwärtigen Themas gesunde Ernährung in nichts nach.

Anmerkung:
Von nicht zu unterschätzender Bedeutung wäre auch die regelmäßige Aufklärung der Mieterschaft durch Beiträge zur Situation der MCS-Kranken auf dem Mietwohnungsmarkt unter dem Aspekt der Mietermitverantwortung. Es gilt, eine Sensibilisierung für das Thema Nachmietergesundheit und MCS-kranke Nachbarn anzustreben, denn es sind häufig nicht die Vermieter, die das Wohnen in einer Wohnung für MCS-Kranke unmöglich machen, sondern die Vormieter, und eine allgemeine Bekanntheit der Krankheit MCS würde viele Nachbarschaftsverhältnisse entspannen können.

---------
Webmaster
Fingerwundschreiber
 
Beiträge: 401
Registriert: Dienstag 29. Juni 2004, 17:03

Zurück zu Urlaub, Wohnen, Sanierung, Dekotipps für MCS Kranke

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste