Der gescheiterte Versuch eine Wohnung zu finden

Der gescheiterte Versuch eine Wohnung zu finden

Beitragvon Marion » Mittwoch 1. Oktober 2008, 17:10

hatte ja vor ein paar wochen hier geschrieben, das ich evtl. eine neue wohnung beziehen könnte.

aber.. da ich ich ergänzendes alg 2 beziehe muß das jobcenter natürlich sein ok geben. am 25.08.08 hat mein mann persönlich das wohnungsangebot mit einem attest auf dringlichkeit des wohnungswechsels (vom arzt) dort vorgelegt, die bearbeitung sollte innerhalb von 4 - 6 tagen erfolgen. bis heute haben wir nichts davon gehört, die wohnung ist natürlich weg.

ausserdem wollte der vermieter eine zusicherung vom jobcenter, das die miete übernommen und direkt an ihn überwiesen wird. o-ton der dame beim jobcenter: bevor diese zusage gegeben wird, muss ein gültiger mietvertrag und eine ummeldung in die neue wohnung vorliegen.
prima, ohne zusicherung kein mietvertag, ergo nichts mit neuer wohnung.

nur hab ich in den vergangenen tagen versucht mit mit ansprechpartnern für behinderte auseinander zu setzen, bezüglich thema wohnung. wurde dann an eine stelle verwiesen, die über wohnraum für behinderte verfügt.

nur: die angebotenen wohnungen waren allesamt zu teuer, da das jobcenter nur eine miete von 444,-- euro warm für berlin genehmigt. den mitarbeitern ist durchaus klar, das man mit diesem solär keine wohnung findet, nur niemand kann was tun

auf die frage, was ich nun machen sollte, erklärte mit die mitarbeiterin von der beauftragten für behinderte, das diese auch nichts für mich tun kann.

es ist ein teufelskreis, einerseits macht mich diese wohnung richtig krank (erdgeschoss, gasetagenheizungen, wahrscheinlich versteckter schimmel durch wasserschaden) andererseits finde ich aufgrund unserer finanziellen situation keine bessere wohnung.

der vermieter dreht mir eine lange nase, da ich beweisen muss, das sich in der wohnung versteckter schimmel und schadstoffe befinden, da er genau weis, das ich mir so ein gutachten nicht leisten kann.


grüsse marion
Marion
 

Der gescheiterte Versuch eine Wohnung zu finden

Beitragvon Clarissa » Mittwoch 1. Oktober 2008, 17:46

schreib doch mal an akte@akte.net, bild kämpft für sie, berliner morgenpost. vdk berlin
Und allen Leugnern zum Trotz, im DIMDI
ICD-10-GM Version 2018 - Stand Oktober 2017 ist MCS immer noch im Thesaurus unter
T 78.4 zu finden und wirklich nur dort und an keiner anderen Stelle!
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Der gescheiterte Versuch eine Wohnung zu finden

Beitragvon Maria Magdalena » Donnerstag 2. Oktober 2008, 01:06

Hallo Marion!

Das ist eine super Idee von Clarissa. Und wenn es nicht reichen sollte, dann schreib doch einfach einen rührenden Brief, am besten einen offenen Brief, an Wowi, unseren regierenden Bürgermeister. Ich habe ein gutes Gefühl, dass mindestens einer dieser beiden Versuche Erfolg haben wird. Toi, toi, toi!
Maria Magdalena
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Der gescheiterte Versuch eine Wohnung zu finden

Beitragvon Monja » Donnerstag 2. Oktober 2008, 10:28

Liebe Marion,
es geht ein bisschen \"andersrum\", ich hatte auch deine geschilderte
Situation schon mehrfach, da ich MCS- bedingt oft umgezogen bin.
Die Vorgehensweise und Gesetzesvorgabe ist folgende; daran muss sich
auch das Jobcenter halten: (Jedenfalls in Hamburg u. Schleswig-Holst.)

Du schaust dir eine Wohnung an, wenn du sie mieten möchtest und der
Vermieter dich auch möchte, stellt er dir eine Bescheinigung aus für
das Jobcenter etwa sinngemäß: \"ich wäre bereit Frau Sowieso die nach-
stehend aufgeführte Wohnung zu vermieten, wenn sie eine schriftliche
Bestätigung des Jobcenters vorlegt, dass die Miete von dort über-
nommen und direkt an mich überwiesen wird\"... Vielleicht noch Datum
des Mietbeginns und Miethöhe mit reinschreiben.

So oder so ähnlich formulieren, denn bei mir bestand man NICHT darauf,
dass die Miete \"direkt\" überwiesen wird, sondern nur, dass das Jobcenter
die \"Miethöhe\" übernimmt, denn letztendlich ist nur die Summe ausschlag-
gebend. Die haben Vorgaben für Kaltmiete !!! das ist das einzige, was
man bei Anmietung beachten muss. Diese variiert von Stadt zu Stadt, in
Hamburg ist sie beispielsweise 50 Euro niedriger als in dem angrenzenden
Norderstedt.

Unter http://www.tacheles-sozialhilfe.de findest du alle Infos, was deine Rechte
und Pflichten betrifft. Gehe so vor und berichte mal.

Beispiel zum allgemeinen Verständnis:
In Hamburg hat 1 Person den Anspruch auf eine 1-2-Zi-Whg. bis sound-
soviel Quadratmeter (etwa 50?) bis zu einer Kaltmiete von ca. 300 Euro.
Die Warmmiete spielt keine Rolle, also die Nebenkosten, wenn sie nicht
gerade total überteuert sind. Wenn die Kaltmiete leicht über diesem
Satz liegt, wie bei mir z.B., dann zahlt man eben die 6 Euro oder so
aus eigener Tasche dazu. Liegt sie aber zu weit über dem Satz, etwa
40 Euro, kann das Jobcenter sagen, Aha... wenn Sie sich 40 Euro leisten
können, monatlich selbst dazuzuzahlen, dann haben Sie wohl noch schwarz
Nebeneinkünfte? Also aufpassen. Allerdings lehnen sie solch überhöhte
Mieten dann meist auch sowieso ab.

Liebe Grüße von Monja
- Editiert von Monja am 02.10.2008, 11:00 -
Monja
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Beitragvon Marion » Donnerstag 2. Oktober 2008, 20:51

hallo ihr lieben,

erstmal danke für euere antworten.

hatte in dieser sache schonmal an den senat geschrieben und bekam das üblich blablabla, tut uns leid... können aber nix machen und, und...

werde jetzt mal den guten wowi persönlich anschreiben.

was mich immer wieder wundert, wie hilflos diese stellen, die ja angeblich für behinderte eingerichtet sind, den problemen gegenüber stehen. wenn ich mir dann so ihr angebot betrachte, fällt mir eine gewisse oberflächlichkeit auf, ich will nicht winke, winke auf einem bunten nachmittag machen oder im kreis in irgendeiner halle rumhüpfen sondern ich erwarte ganz konkrete hilfen in den verschiedenen lebenssituationen.

oder erwarte ich zuviel?

@monja
hier in berlin gewährt das jobcenter für 2 personen 444,-- warm und da die energiekosten in den letzten jahren weiter angestiegen sind, darf man von einer kaltmiete von 240,-- euro ausgehen und diese ekelbuden sind der untergang für jeden mcs kranken.
und dafür wollen die vermieter noch sicherheiten, die für angebotenen wohnungen weitaus überzogen sind


grüsse marion
Marion
 

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Beitragvon Maria Magdalena » Donnerstag 2. Oktober 2008, 21:13

Hallo Marion!

Wenn Du den Brief an Wowichen schreiben willst, dann möchte ich Dir gerne 2 Tipps geben: 1) keine Vorwürfe direkt an ihn richten; 2) mach ihm zuerst einmal ein nettes Kompliment, z. B. über sein Buch oder sein Image. Damit machst Du ihn glücklich und vielleicht hast Du auch Glück und bekommst seine Unterstützung.

Gerade er müsste aus eigener Erfahrung wissen, wie bitter es sein kann, wenn man zu wenig Geld hat und sich durchkämpfen muss.

Wichtig ist auch, dass er erfährt, wie schlecht es Dir geht. Es wäre für viele Betroffene leichter, wenn Politiker mehr Mitgefühl mit Bürgern in Not hätten.

Liebe Grüße
Maria Magdalena
Maria Magdalena
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Der gescheiterte Versuch eine Wohnung zu finden

Beitragvon Marion » Donnerstag 2. Oktober 2008, 23:47

hallo maria magdalena,

hab nicht vor wowichen vorwürfe zu machen, werde es so machen. wie du geschrieben hast: ganz nettes kompliment:-)

klar, hat er ja auch seine erfahrungen gemacht und dann gehört er ja noch dank seines beziehungslebens zu einer gruppe, der viele otto-normal-verbraucher die pest an den hals wünschen.

es kam noch einer von unten, unser basta-kanzler und der hat ganz schnell vergessen, wo er herstammte.

da du ja unter dem nick maria magdalena schreibst, geb ich dir mal einen link auf ein buch, welches ich letztens gelesen habe, mir hat es gefallen:

http://www.hallo-buch.de/magdalenen.html

man kann garnicht genug auch politiker auf unsere lage aufmerksam machen, auch darauf, welche schwierigkeiten man hat geeigneten wohnraum zu finden und auch wie hausverwaltungen mit einem umgehen. wir sind mieter einer genossenschaft, beim einzug hies es wir können im moment die genossenschaftsanteile nicht auszahlen, jetzt heisst es die genossenschaftsanteile sind verloren, nur haben wir diese als darlehen vom jobcenter bekommen...

als wir den wasserschaden in der wohnung hatten, wurde die mieterin die über uns wohnte geschützt, wir bekamen ein trockengerät, die ersten tage haben wir täglich 1- 3 eimer wasser von dem auffanggerät weggeschüttet, die 14 tage waren die hölle für mich. als ich die hausverwaltung darauf ansprach, meinte man ich könnte ja in ein hotel ziehen oder eine eine meinte ganz frech, krankenhaus könnte ich ja auch gehen. so als ob wir den wasserschaden verursacht hätten.

als wurde so gedreht als ob ich mir die beschwerden einbilden würde...

nur komisch, das seit wir in dieser wohnung wohnen, die beschwerden des einen hundes begannen, niesen, husten, mittlerweile chronische bronchitis, alles wunderbar vom tierarzt zu belegen.

unabgesehen davon, das seitdem wir hier wohnen, es mit mir täglich mehr abwärts ging

grüsse marion
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Beitragvon Marion » Freitag 10. Oktober 2008, 13:04

nachdem ich im jobcenter angerufen hatte bzw callcenter, die eh nix wissen, eh nix können, kam heute die antwort bezüglich wohnungsangebot:

ihnen liegt kein wohnungsangebot und attest vor und sollte ich unter atemnot in meiner wohnung leiden, wäre der vermieter zuständig und nicht das jobcenter.

d.h. sie geben nicht das ok für einen wohnungswechsel


grüsse marion
Marion
 


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